Beiträge von thorben96

    Hallo Peter,


    ich fürchte, dass zu 80% aller Mikroskopierten Funde nur die Sporen Mikroskopiert werden.

    Mikroskopisch und Makroskopisch bin ich mir jetzt recht sicher, dass es ein Butterrübling ist, auch wenn es unterschiedliche Angaben gibt.



    Ich habe jetzt mal grob die Infos herausgesucht:


    Diese Seite soll eine R. butyracea zeigen, aber die Sporen sind völlig verschieden, auch die Bilder scheinen einen ganz anderen Pilz zu zeigen.

    Rhodocollybia butyracea (MushroomExpert.Com)


    Auf dieser Seite gibt es eine Skizze zu den Cheilozystiden:

    Micro Features


    Der Fund von Enrique Rubio passt mit meinem überein.

    Rhodocollybia butyracea var. butyracea (Bull.) Lennox • CEMAS


    Bei diesem Fund werden keine Cheilos gezeigt oder zumindest nicht offentsichtlich:

    Guía de Setas y Hongos de Navarra.: Rhodocollybia butyracea f_asema (Fr.) Antonín, Halling & Noordel


    Auf first-nature wird nicht auf Zystiden eingegangen und gibt es Sporengrößenangaben von 6-10,5 x 3,5-5 Mikrometer.

    Rhodocollybia butyracea, Butter Cap mushroom


    Jetzt kommen die Bücher dran.


    Gröger:

    Es wird im Schlüssel nur darauf eingegangen, dass die Sporen mindestens anderthalb oder sogar zwei mal so lang wie breit sind und gibt als Quotienten 1.5-2.4,2.8) an.

    (Bei meinem Fund sind es 1,7-2,6, also im Rahmen)

    Cheilos werden wie folgt beschrieben:

    schlank flaschenförmig-zylindrischen Cheilozystiden.


    Funga Nordica:

    Das wird auf den Quotienten eingegangen im Schlüssel, der über 1.5 sein soll.

    R. butyracea:

    - 6,5-8,5(-9) x 3-4(5) Mikrometer (passt in etwa mit meinem Fund)

    - cheilozystiden (inconspicuous, clavate or subcylindrical, often irregular and coralloid, sparse to fairly abundant).


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    letzte Woche (23.10.21) konnte ich einen Pilz im Fichtenwald finden, der mich zuerst vor einem Rätsel gestellt hatte.

    Meine erste Vermutung war ein Gymnopus gewesen, aber später bin ich auf die Rhodocollybia gekommen.

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    4. Stiel


    5. HDS


    6. HDS


    7. Das hier habe ich als Cheilozystiden identifiziert, nur sollen die Cheilos bei R. butyracea anders aussehen.


    8. gleiche wie bei Bild Nr. 7


    9.


    VG : Thorben

    Hallo Ditte,


    danke für die Bearbeitung und Bestätigung des Fundes :)

    Ich freue mich sehr darüber, besonders wenn diese Art nicht so häufig ist.

    Für NRW gibt es bisher nur 4 Fundmeldungen und bin das jetzt ein Fund mehr hinzu kommt.

    Jetzt können die nächsten Risspilze kommen :)


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich versuche ich mich mal an weiteren Korallen.

    In diesem Fall habe ich hier eine Clavulina rugosa, zumindest hoffe ich das.

    Der Fund stammt vom 24.10.21 und wurde in einem Fichten-Kiefernmischwald gefunden.

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    4. mit Schnallen


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch gerne einige Sebacina zeigen, die ich in der letzten Zeit finden konnte und hoffe das ihr diesen Thread mit euren Funden ergänzt.

    Dank der Genetik gibt es viele unbekannte Sebacinas, die sich selbst Makro/Mikroskopisch ähneln (Siehe Morphology and molecules: The Sebacinales, a case study), aber auch welche die ähnlich sind wie die Helvellosebacina.

    Ein paar der hier gezeigten Pilze könnten eine Sebacina incrustans (Pers.) Tul. & C. Tul. 1871 sein, aber letztendlich kann da nur die Genetik weiterhelfen.

    Die vermutliche Sebacina incrustans aus dem verlinkten Portrait könnte vielleicht zu einem Arten-Aggregat gehören oder vielleicht sogar eine Helvellosebacina sein.

    Mein Ziel ist es einige Sebacina zu Dokumentieren und zu hoffen, dass in Zukunft ein paar Aufsammlungen erfolgreich Kultiviert und Sequenziert werden.

    Ich finde nur so kann man sich einen Überblick über die Gattung verschaffen.

    Hier sind die Bilder:


    1.0 Der Fund stammt aus einem Buchenwald mit einzelnen Eichen und wurde am 19.09.21, an einem bodenliegenden Stock aufgesammelt.


    1.1 Hyphen (in Kongorot)


    1.2 Hyphen (in Kongorot)


    Bild 1.3 bis 1.5 sind Sporen zu sehen die weitere Sporen bilden

    1.3


    1.4


    1.5


    1.6


    1.7


    2.0

    Eine Sebacina "incrustans" vom 01.08.21, die auf Boden in einem Buchenmischwald aufgesammelt wurde.


    2.1


    2.2


    2.3


    2.4 Links keimende Spore


    3.0

    Der Fund stammt vom 09.08.21 und wurde in einem Buchenmischwald aufgesammelt.

    Es konnten keine keimenden Sporen gefunden werden.


    3.1


    3.2


    3.3


    3.4


    3.5


    3.6



    4.0

    Dieser Fund stammt vom 17.08.21 aus dem Botanischen Garten. Die Sporen bilden höckerige Sporen.


    4.1


    4.2


    4.3


    4.4


    4.5



    5.0

    Der Fund stammt vom 06.09.21 und wurde an einem Hang von einem Buchenwald gemacht.


    5.1


    5.2


    5.3 junge Basidien


    5.4 keimende Spore mit Bildung einer neuen Spore


    5.5


    5.6



    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich habe mir am 23.10.21 eine Postia ptychogaster an einer Fichte angeschaut.

    Zu meinem Erstaunen las ich, dass diese Clamydosporen bildet und mein Fund nur die Nebenfruchtform ist.

    Mir war vorher gar nicht bewusst, dass die Polsterartigen Gebilde keine Hauptfruchtform ist.

    Hier sind die Bilder:

    1.



    2.


    3. in KOH


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch gerne eine unbekannte Typhula auf toten Stängeln von Solidago zeigen, die ich am 16.10.21 finden konnte.

    Spannend ist sie deshalb, weil diese ein Sklerotium, Haare am Stiel (sogar oft verzweigt) und lange schmale Sporen besitzt.

    Die Sporen sind inamyloid. Ob Schnallen da sind weiß ich nicht.

    Ich zitiere auch mal Klaus Siepe zu dem Fund:

    Zitat von Klaus Siepe

    T. hyalina: Da würden Sporen und Haare passen; die sieht aber makroskopisch völlig anders aus.Ich glaube, die hat auch gar kein Sklerotium.

    T. quisquiliaris: Hat breitere Sporen, andere Haare. Vor allem: Die wächst ausschließlich an Adlerfarn.

    T. capitata: Hat längere Sporen; sieht makroskopisch anders aus

    T. setipes: Haare passen; Sporenform nicht so besonders gut.

    Vielleicht hat jemand von euch einen ähnlichen Fund oder macht in Zukunft einen.

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    4. Stielhaare


    5. Stielhaare


    6. Stielhaare


    7. Stielhaare


    8.


    VG : Thorben

    Hallo Harzi,


    hast du du das unbekannte Sporenfoto in Wasser Mikroskopiert ?

    Ich meine Zystiden-ähnliche Gebilde ausmachen zu können.


    Meine erste Vermutung war ein "Trüffel", aber jetzt frage ich mich, ob das nicht doch ein Corticiaceae in Frage kommen kann, gerade wegen dem Makroskopischen Bild ?


    VG : Thorben

    Hallo Frank,

    @Thorben, deine Sporenmaße würden nicht zu P. alni und auch nicht zu P. subcaesius passen (vorallem wegen der Sporen bis 1,9 µm Breite), eher zu P. simulans, aber in der Gruppe der bläulichen Saftporlinge bin ich auch noch am Lernen.

    Danke für deine Einschätzung. Ich werde den Fund jetzt einfach nur als Postia sp. ablegen und weitere Funde sammeln.


    VG : Thorben

    Hallo Frank,


    24 blauende Postia... Die Genetik macht es nicht einfacher, sie macht abhängig :(

    Ich bin gespannt wer sich jetzt noch mit blauen Postia beschäftigen möchte :/

    Wenn ich mir in der Arbeit die Bilder der Hyphen anschaue, dann kann ich kaum einen Unterschied erkennen.

    Meinen Fund werde ich jetzt einfach als Postia cf. alni ablegen, vielleicht wird der Fund irgendwann einmal sequenziert und dann wird es die 25. blauende Postia ;)

    P.S. Ist vielleicht besser sich mit Kriechtieren zu beschäftigen. Da gibt es in Deutschland nur 13 Arten. :D

    Da werden die Kriechtiere immer sympathischer ;)


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    vorgestern (23.10.21) habe ich mir eine blaue Postia eingepackt, die ich an Laubholz (Buche) finden konnte.

    Dann hatte ich mich gefreut und wollte ein Portrait zu der Postia subcaesia aufmachen, als ich gelesen habe, dass die P. subcaesia eine mediterrane Art ist und diese hier P. alni heißen sollte :/

    Was mich wundert ist, dass so wenig P. alni kartiert wird, wenn die P. subcaesia eine mediterrane Art ist oder gibt es hier auch P. subcaesia ?`

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3. Außenseite


    4. Röhre in Melzer


    5.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,

    das ist definitiv eine Schnalle und Sebacina damit aus dem Rennen.

    Das stimmt so nicht, denn es gibt auch Sebacina mit Schnallen, diese sollen aber seltener sein.


    (Längs-septierte) Basidien konnte ich leider keine finden, nicht einmal Sporen.

    Vielleicht habe ich auch an der falschen Stelle geschnitten / gesucht. :gkopfkratz:

    Ich würde noch nicht aufgeben, sondern an anderen Stellen suchen. Falls nicht ist der Pilz unreif und du kannst eine Bestimmung vergessen.


    VG : Thorben

    Hallo Raphael,


    das ist ja wirklich interessant, denn dein Fund sieht wirklich genauso aus wie bei mir :)

    Wichtig wäre schon dass du dir eine Meinung zum Geruch bildest. In Frage kommen vor allem: süss/fruchtig, mehlig/ranzig, oder einfach sehr schwach und undefinierbar.

    Ich fürchte, da müssen wir bis nächstes Wochenende warten, denn dafür brauche ich Frischmaterial.

    Und selbst dann wird es schwierig, denn meistens riecht ein Pilz für mich einfach nur Pilzig :/


    Und noch zur hygrophanen Verfärbung: Wie war das in der Hutmitte? Blieb die dunkler (grau) oder wurde die auch weisslich/creme?

    Die wurde weisslich/creme wie der Rest des Hutes.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    gestern 23.10 21 konnte ich im Fichtenwald, eine Kollektion Clitocybe einsammeln.

    Clitocybe ist eine Gattung mit der ich mich noch nicht wirklich beschäftigt habe.

    Außer Clitocybe odora kenne ich auch keine Art aus dieser Gattung.

    Meine Vermutung war hier eine C. metachroa, aber ich kenne diese Art nicht :(

    Im getrockneten Zustand blasst der Hut aus.

    Zystiden konnte ich in dem Pilz keine finden, dafür Schnallen in der HDS und im Stiel, sowie Inkrustierungen in der HDS.

    Die Basidien sind 4-sporig.

    Geruch kann ich nicht beurteilen, aber roch nicht nach Anis ;)

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    4. Stiel mit Schnallen


    5. HDS mit Schnallen


    6. HDS mit Inkrustierten Hyphen


    7.


    Hat jemand von euch dazu eine Idee ?


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    gestern (23.10.21) gab es im Wald ein Überraschungsfund.

    Zum ersten mal konnte ich eine Dendrocollybia racemosa finden.

    Für mich ein absoluter Traumfund, der anscheinend auch nicht so häufig zu sein scheint.

    Vor Ort gab es noch einige Frk, aber leider war nur einer mit reifen Hut, dennoch habe ich ihn Mikroskopiert.

    Zum Glück hat der Hut es nahezu unbeschadet überlebt, weshalb mein Beleg vollständig ist :)

    Interessant ist, dass an dem Frk. eine Haupt- und eine Nebenfruchtform wächst. Der Hut ist die Hauptfruchtform und die abstehenden "Zweige" sind die Nebenfruchtform.

    Die Konidien sehen deformiert aus, aber das ist normal, da dieses wie Gelenke an den Konidienträgern angeordnet sind.

    Was mich stört ist, dass ich kein Sklerotium finden konnte, denn dieses sollte es geben.

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    4.


    5.


    6.


    7.


    8. Stielhyphen inkrustiert und mit Schnallen


    9. Basidien 4-sporig. Cheilozystiden scheint es nicht zu geben oder sind unscheinbar.


    10.


    Das könnte der 4. Fund für NRW sein.


    VG : Thorben

    Hallo ihr beiden Matthias,


    ich danke euch :)

    Mit dem Hausknecht habe ich gegengeschlüsselt und jetzt passt es.

    Was mich gewundert hat, war das Merkmal Laubstreu/Nadelstreu, denn bei mir wuchs der Pilz auf Holz, aber in der Artenbeschreibung wird auch Holz angegeben.

    Es freut mich, dass diese Conocybe einen Namen bekommen hat, denn so wird es einfacher zukünftige Funde einschätzen zu können.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich habe hier eine Conocybe vom 17.10.21 bei der ich nicht weiterkomme.

    Der Fundort ist ein Buchenwald mit vereinzelten Eichen, wo ich die Frk. auf vermoderten Holzstücken gefunden hatte.

    Es gibt unter dem Mikroskop keine Pileozystiden zusehen, nur vereinzelt lose Fäden, aber Makroskopisch sieht man den Hut mit Haaren überdeckt.

    Die Basidien sind überwiegend 4-Sporig, Cheilozystiden sind kopfig (Kopf bis 4,5 Mikrometer groß), Pleurozystiden konnte ich keine finden, Kaulozystiden sind kopfig (Kopf bis 5 Mikrometer) und fädig, wo der Anteil der kopfigen Kaulozystiden überwiegt.

    Eine Knolle scheint vorhanden zu sein.

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    4.


    5. Cheilozystiden


    6. Kaulozystiden


    7. Kaulozystiden


    8. Kaulozystiden


    9. HDS


    10.


    11. in KOH


    Könnt ihr mir bei der Bestimmung weiterhelfen ?


    VG : Thorben