Beiträge von thorben96

    Hallo zusammen,


    heute konnte ich auf einer Wiese einen weißen Belag auf Galium entdecken.

    Meine Vermutung war eine "normale" Peronospora und normalerweise lasse ich so etwas stehen, aber heute habe ich eine Ausnahme gemacht.

    Vorhin habe ich mir die Peronospora angeschaut und erlebte eine Überraschung, denn es ist ein Basidiomycet mit 5-sporigen Basidien =O

    Im Klenke steht nichts dazu, auch das Internet scheint nicht das passende auszuspucken.

    Hat jemand von euch eine Idee dazu ? boccaccio  Tomentella

    Es gab keine Schnallen.

    Hier sind die Bilder:

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    6. Sporen sind gut am keimen


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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich konnte endlich die Gattung von einem Pilzfund bestimmen, die ich seit einigen Jahren in einem Auenwaldbiotop (mit Pappeln und Erlen) finden kann.

    Der Pilz taucht jedes Jahr zur gleichen Zeit (so ab Oktober) auf und wächst dann toten Pflanzenmaterial.

    Es ist eine Costantinella (Anamorphe Namen), leider verbirgt sich hinter diesem Namen nur ein Artenkomplex aus Morchella, Disciotis und Gyromitra, die man nur durch DNA Untersuchung bestimmen kann.

    Die Arbeit dazu gibt es hier:
    Mitospore stages of Disciotis, Gyromitra and Morchella in the inland Pacific Northwest USA

    Eventuell gibt es bald einen genauen Namen zu diesem Fund.

    Hier sind die Bilder:

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    4. Bildung einer Konidie


    5. Konidienträger mit "Noppen", woran die Konidien gebildet werden


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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch gerne einen Fund zeigen, der genaugenommen ungeklärt ist.

    Aber zuerst einmal zu dem Fundort.

    Der Fundort stammt aus einem Buchenwald und wurde am 04.10.22 gemacht.

    Ich war mir recht unsicher, ob ich diesen Pilz als C. prunulus oder lieber doch als C. cystidiatus laufen lassen soll.

    Es wird vermutet, dass die C. cystidiatus ein Synonym von C. prunulus ist, was auch im Gröger vermerkt ist.

    Dagegen läuft in anderen Schlüsseln die C. cystidiatus als eigener Artname.

    Die C. cystidiatus hat im Gegensatz zu der C. prunulus Cheilozystiden.

    Ich habe mich dazu entschieden, diesen Fund als C. cystidiatus abzulegen, auch um besser auf diese Form (falls es denn eine Form ist) aufmerksam zu machen.

    Falls es irgendwann bewiesen wird, dass es nur eine C. prunulus ist, dann hoffe ich das es zumindest eine C. prunulus var. cystidiatus wird ;)

    Hier sind die Bilder:
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    1.1


    1.2 Lamellentrama


    1.3 Lamellentrama


    1.4 Cheilozystiden


    1.5 Sporen von "oben"


    1.6 Sporen sind längsgestreift


    1.7


    Beschreibung Hausknecht et.al. (1999)

    Neue oder seltene Arten der Entolomataceae (Agaricales) aus Mittel- und Südeuropa


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch in diesem Portrait die bei mir häufige Trichophaea woolhopei zeigen.

    Vor einigen Jahren hatte Björn Wergen mir schon diesen Fund bestimmt gehabt, weshalb es die Bestimmung vereinfacht hat.

    Bei mir ist der Pilz an den Böschungen von Bächen zahlreich zu finden.

    Hier sind die Bilder:

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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,

    an einigen dicht und schattig stehenden Bergahörnern bei einem kleinen Bachlauf wurde ich fündig. Vielleicht brauchen sie eine gewisse Luftfeuchte, die sie an den Strassenbäumen in der Innenstadt nicht haben.

    Der Hinweis ist gut, bei mir war das Gebiet auch recht feucht und schattig.

    Vielleicht liegst du mit der Luftfeuchtigkeit gar nicht mal so verkehrt.

    Ich bin gespannt, was für Fundorte noch kommen.


    dann haben wir ja fast alle Bundesländer durch. Ich konnte ihn am Wochenende auch in Rheinland-Pfalz nachweisen :)

    Vielleicht gibt es aus Publikationen noch weitere Funde in Deutschland, dann könnten möglicherweise alles Bundesländer durch sein :)


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch gerne eine Anamorphe zeigen, die ich am 29.10.22 auf einem Pappelast machen konnte.

    Es erinnert mich an die Anamorphe einer Sarea oder Pycnidiella (wie die Anamorphe früher genannt wurde).

    Allerdings passt das vom Wirt her nicht, denn eine Sarea/Pycnidiella wächst auf Nadelholz.

    Hier sind die Bilder:

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    7. Konidien im Durchmesser 2μm


    VG : Thorben

    Hallo Ditte,


    ich habe am 29.10.22 neue Frk. eingesammelt und auch den PH-Wert des Bodens herausbekommen.

    Der PH-Wert ist leicht basisch.

    Auch habe ich neue Frk. eingesammelt und einen jungen Frk. abgelichtet (leider war nur noch einer da).

    Hier sind die Bilder:

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    16. junger Frk.


    Kaulozystiden

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    Cheilozystiden konnte ich wohl nicht entdecken, nur diese Parazystiden, die Büschelig wachsen.

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    Pleurozystiden

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    Was meinst du könnte das deine vermutete Inocybe posterula sein ?


    VG : Thorben

    Hallo Pedro,


    auf dem letzten Bild sieht man schön die blasigen Zellen mit den gezackten Konidienträger, die typisch sind für Beauveria bassiana.

    Für mich ist das ganz klar die Beauveria bassiana.

    Ich finde es klasse, dass du diese kartierst :)


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    einige kennen Trichopeziza auf Urtica als ein 0815 Pilz, den man höchstwahrscheinlich schon Makroskopisch im Feld bestimmt.

    Nur was man nicht bedenkt ist, dass es auch andere Arten gibt die ähnlich Aussehen, aber Mikroskopisch anders sind.

    Ich habe mir die Trichopeziza eingepackt und auf Trichopeziza mollissima spekuliert.

    Am Ende wurde es eine Trichopeziza sulphurea, die durch die langen Sporen aufgefallen ist.

    Hier sind die Bilder:

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    4. Haare


    5. Paraphysen lang spitz und ähnlich wie ein Ascus


    6. Asci Haken-


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    8. Reaktion auf Lugol


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch einen weiteren Fund zeigen.

    Die Merkmale weichen etwas ab von meinem Fund im Anfangsbeitrag, durch anders aussehende Cheilozystiden und der HDS.

    Der Fund stammt von dem 03.10.22 und wurde im Wald an Fallopia japonica gemacht.

    Hier sind die Bilder:

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    2.2 HDS


    2.3 Cheilozystiden


    2.4


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am 01.11.22 konnte ich an einem liegenden Stamm (vermutliche Alnus), einen schleimigen Belag finden, der sich als eine Anamorphe entpuppt habt.

    Später konnte ich auf dem Belag Zähnchen finden, die zu einem Heterobasidiomycet gehören.

    Mir eingefallen, dass ich die Anamorphe schon einmal gefunden hatte und es sich durch Sequenzierung als Stypella subgelatinosa herausgestellt hatte.

    Siehe: Anamorphe "Dacrymyces-ähnlich"

    So hat sich dann herausgestellt, dass ich die Haupt- und Nebenfruchtform der Protodontia subgelatinosa (Syn: Stypella subgelatinosa) gefunden habe.

    Interessant ist auch der Parasit der in der Anamorphe wächst.

    Hier sind die Bilder:

    1. Anamorphe und Teleomorphe zusammen


    Teleomorphe

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    Anamorphe

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    Parasit

    12. kleine gebogene Sporen


    13. kleine Bällchen-artige Auswüchse


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    VG : Thorben

    Hallo Oliver,

    Kannst du eventuell genauer darauf eingehen, wie du einen Weißabgleich am Mikroskop machst und was du dafür verwendest?

    ich habe 2 manuelle Weißabgleicheinstellungen an der Kamera, die ich immer verwende und auch schon seit Beginn des Fotografierens verwende.

    Du musst halt selber mit deiner Kamera experimentieren bis du eine Einstellung hast die passt.

    Ansonsten kann ich dir mit dem Thema Weißabgleich nicht weiterhelfen, weil ich selber nicht gut darin bin.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    an meinem Mikroskop ist eine Canon EOS 550D mit einem Adapter dauerhaft montiert.

    Zum Fotografieren verwende ich einen Fernauslöser, den LiveView Bildschirm von Canon und am PC die Canon-Software.

    So kann ich durch das Okular gucken und Fotos machen ohne ständig auf die Kamera schauen zu müssen.

    Hinzu kommt, dass ich die Einstellungen der Kamera am Computer mit der Canon Software machen kann.

    Am Mikroskop habe ich für jedes Objektiv eine eigene Belichtungszeit für die Kamera, die ich immer einstellen muss.

    Dafür habe ich immer eine voreingestellten manuellen Weißabgleich, der mittlerweile nur bei Makroskopischen Bildern verändert wird.

    Die Bilder werden im JPG Format aufgenommen und mit Photoshop Elements bearbeitet.

    Bei der Bearbeitung wird die Funktion "Farbstich entfernen" benutzt, mit der man relativ gut seine gewünschten Farben bekommt.

    Ansonsten wird nur etwas Kontrast und die Belichtung eingestellt.

    Die Bearbeitung der Bilder (Achtung nur die Bilder unter dem Mikroskop) dauert im Schnitt maximal 1min.

    Wenn ich Makroaufnahmen unter dem Mikroskop machen, dann verwende ich 2 Jansjö Lampen (Sieht so aus Jansjö) und einen selbstgebastelte Diffusor.

    Der selbstgebastelte Diffusor ist ein durchgeschnittener Plastikbecher, dessen Ring ich um das Objekt lege, was fotografiert werden soll.

    Die Mikrobilder werden in der Regel nicht gestackt, außer es müssen Ornamente oder Strukturen besser dargestellt werden, dann wage ich einen Versuch.

    Ansonsten werden nur die Makroaufnahmen gestackt, weil ein einzelnes Bild zu wenig Tiefenschärfe hat.

    Für das Messen der Sporen verwende ich das Programm Micam und für das Stacken Heliconfocus.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    hier sind ein paar weitere Bilder.

    Der Verdacht geht (Danke an Keith Seifert) in die Richtung Stilbum vulgare oder Chionosphaera.

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    Ich melde mich, wenn es Neuigkeiten gibt.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich bin richtig happy, denn dieser Pilz hat Dank Keith Seifert endlich seinen Namen bekommen.

    Es handelt sich dabei, um Acremonium longisporum.

    Zum Glück habe ich das Buch "Cephalosporium-artige Schimmelpilze" (Walter Gams 1971), wo auch die Beschreibung dieses Pilzes steht, sowie eine Abbildung.

    Sowohl die Beschreibung als auch die Abbildung passt perfekt zu meinem Fund, auch Keith konnte diesen Pilz selber mal in einem Gewächshaus finden.

    Interessant ist das Substrat, denn das soll eher Canna und Musa sein.

    Jedoch gibt es auch zu älteren Kollektionen Angaben zu Salix, Juglans und Acer pseudoplatanus.

    Ich gehe mal davon aus, dass die Acremonium longisporum nicht selten auf Fallopia japonica wächst und es wahrscheinlich nach gezielter Suche mehr Funde geben wird.

    In meinem Fall wird der Pilz höchstwahrscheinlich nächstes Jahr wieder erscheinen, denn das ist in der Regel bei den meisten Pilzen der Fall im Naherholungsgebiet Hohenstein.


    Der Thread kann zu den Portraits Beorn , Climbingfreak oder anderes mit Rechten zum Verschieben.

    Besten Dank im Voraus.


    VG : Thorben

    Hallo Ralf,


    wenn du den Pilz trocknest, dann werden die orangenen Tröpfchen hart :) .

    Die Tröpfchen sind eine Masse von Konidien.

    Sobald ich diese in Wasser packe, löst sich die Masse und wird wieder weich.

    Vergleichbar mit Dacrymyces stillatus.


    VG : Thorben

    Hallo Ralf,

    vielen Dank für dein Angebot! Ich war heute tatsächlich nochmal dort und hab mir ein kleines Stückchen gesichert. Jetzt muss ich nur noch überlegen, wie ich es, ohne dass es auf dem Weg kaputt geht, zu dir bekomme..

    Ansonsten Streichholzschachtel oder etwas anderes kleines zum reinpacken.

    Theoretisch reicht würde es auch ausreichen, wenn du das Stück grob in Zewa einwickelst und dann in einen normalen Briefumschlag verschickst.

    Die Fruchtkörper sind relativ robust und sollten das eigentlich aushalten.


    P.S.: Wenn ich schon schicke, wär das hier möglicherweise auch noch spannend? Ich habs beim Pröbchen holen nebenan an ich glaube irgendwelchen Kohlenbeeren hängen sehen und kann nicht sagen, ob es irgendwas insektiges oder doch nur was pflanzliches ist, aus dem diese "Härchen" ragen.. :gkopfkratz:

    Das ist eine Hülle von einem Insekt oder besser gesagt der Überrest von dem was darauf geschlüpft ist.

    Leider weiß ich nicht mehr das ist :(

    Das kannst du beipacken, aber denke es sind nur Hyphen. Trotzdem bin ich gespannt, ob ich mich vielleicht irre :)


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    die Bilder von der Strongwellsea sp. sind bearbeitet.

    Bisher konnte ich keine Art finden, die zu Ralfs Fund passen, aber werde einen Spezialisten in Dänemark kontaktieren.

    Hier sind die Bilder:

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    VG : Thorben

    Hallo Ralf,


    Glückwunsch zu diesem Fund :)

    Es kam auf facebook die Einschätzung, es könne sich um Gracilistilbella clavulata handeln. Aber ich fürchte ohne Mikro geht da wieder nix, oder?

    So häufig wurde dieser Pilz, zumindest in Deutschland, noch nicht gefunden.

    Das wäre der 3. Fund für D. und auch der 3. Fund für NRW.

    Letztes Jahr hat mir Thomas Kalverarm einen Fund geschickt, der auch im Tintling publiziert wurde, dazu habe ich auch hier im Forum ein Portrait gemacht.

    Gracilistilbella clavulata (Mont.) Seifert - Sonstige - Pilzforum.eu

    Makroskopisch sehe ich da eine G. clavulata und auch Mikroskopisch gesehen sollte da nichts anderes bei rauskommen.

    Falls du den Fund sicher bestimmt haben möchtest, dann kann ich dir anbieten diesen Fund zu bearbeiten, sowie diesen Fund für dich auf Pilze-Deutschland zu kartieren.


    VG : Thorben