Hygrocybe splendidissima - Prächtiger Saftling

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  • Hallo zusammen,

    es fällt nicht immer leicht, Hygrocybe splendidissima von anderen roten Saftlingsarten, insbesondere von Hygrocybe coccinea zu unterscheiden. Die Variationsbreite beider Arten ist groß und man muss genau hinsehen, um die Unterschiede zu erfassen. Nach meiner Einschätzung zeigen viele der im Internet zu findenden Abbildungen von Hygrocybe splendidissima andere Arten.


    Die Variationsbreite ist sicher auch innerhalb dieser Saftlingsart recht groß, aber einige deutliche Merkmale können gut nachvollzogen werden. Die Art ist auf Magerwiesen zu finden und wächst gern in Gesellschaft von Hygrocybe punicea.


    Typisch ist der rundliche, etwas konisch gebuckelte Hut. Die Oberfläche ist bei trockenem Wetter trocken.

    Die Stiele sind kräftig, oft verbeult, zerknautscht und verdreht. Innen gelb, faserig

    Hygrocybe splendidissima kann stattliche Ausmaße erreichen, Hutdurchmesser 3-9 cm.

    Die Lamellen sind untermischt, steigen bogig auf und sind nur schmal bzw. mit einem Zahn herablaufend angewachsen.


    Fotos können das Geschriebene besser veranschaulichen. Am Ende zum Vergleich Fotos von Hygrocybe coccinea und punicea.


    1. Typisch ist der rundliche, etwas konisch gebuckelte Hut. Die Oberfläche ist trocken.


    2.


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    4.


    5. Unter Sonneneinstrahlung blassen sie recht schnell aus.


    6. Die Stiele sind kräftig, oft verbeult und verdreht.




    7. Hygrocybe splendidissima kann stattliche Ausmaße erreichen. Das Messer ist 8,5 cm lang.


    8.


    9.


    10. mittelgroßes Exemplar nach 2 Tagen im Kühlschrank


    11. Auf der rechten Seite ist erkennbar, dass die Lamelle nicht direkt breit am Stiel angewachsen ist, sondern zunächst in einem Bogen Richtung Hut und erst dann mit einem Zahn herab zur Lamelle verläuft.


    12. Der gelbfleischige, verdallerte Stiel ist typisch für die Art, so wie auch das Verhältnis von Stieldicke zum Hut.


    12. Zum Vergleich der Granatrote Saftling - Hygrocybe punicea-, der gern in Gesellschaft mit Hygrocybe splendidissima wächst.



    13. ebenso Hygrocybe punicea


    14. Der Kirschrote Saftling - Hygrocybe coccinea. Hier gut erkennbar die breit angewachsenen Lamellen


    14. Ebenso Hygrocybe coccinea mit breit angewachsenen Lamellen.


    Hygrocybe splendidissima ist kein schmächtiger Pilz. Trotzdem finde ich immer wieder Kollektionen bei der ich nicht spontan entscheiden kann, welche Art ich vor mir habe.


    Ein paar Fotos von Sporen und Lamellentrama folgen noch.


    Ich würde mich freuen, wenn ihr meine Beobachtungen ergänzen/korrigieren könntet, damit das Bild rund wird.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

    Einmal editiert, zuletzt von Wutzi () aus folgendem Grund: Ergänzungen zum Habitat

  • Hallo Claudia,


    Coole Idee! Aber bei deinen letzten beiden Bildern zeigst Du eindeutig Hygrocybe punicea (längsfasriger Stiel und dieses dunkle Rot).


    Ich hänge gleich selber noch paar Bilder mit rein.

    1. Diese Aufnahme ist vom Wiesbadener Saftlingstreffen und da wurde mir die Gruppe als splendidissima gezeigt:



    2. diese Aufnahme stammt von der Boletus-Tagung 2026 und wurde mir ebenfalls als splendidissima erklärt (von mehreren Personen):



    3. den habe ich selber auf besagter Boletus-Tagung gefunden, und den würde ich, schon aufgrund seiner Größe, auch als splendidissima bezeichnen (die Experten, die damals mit waren, haben das alle abgenickt):



    4. den hatten wir gestern noch auf unserer neuen „Wunderwiese“, den würde ich jetzt aber ebenfalls als splendidissima ansprechen:



    VG Corne


    (PS: ich hoffe, es werden noch viele Bilder von mir folgen :gbravo:)

  • Servus Claudia,


    ein weiteres Bestimmungsmerkmal ist der Geruch. Hygrocybe splendidissima riecht sehr deutlich nach Honig, wenn er antrocknet.


    Liebe Grüße,

    Christoph