Entoloma mit Purpur-Stiel

Es gibt 21 Antworten in diesem Thema, welches 922 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Juergen-M.

  • Hallo allerseits,


    eigentlich wollte ich erstmal keine Entolomas mehr mitnehmen, aber dieser purpurblaue Stiel war zu schick. Zumal 3 Exemplare in der Nähe standen und keine Fremdarten dazwischen. Hut 25 mm, Stiel 90 mm hoch. Lamellen weiß, auch bei den jungen.

    4-sporig

    Lamelle steril/fertil/mix

    Hut, Durchlicht

    Durchlicht vs. Auflicht

    Sporen

    8,5-9,5-10,5*6-7-9 µm Q~1,1-1,4-1,6

    Cheilozystiden gänzlich unauffällig

    HDS, Pigment diffus, granular

    Stiel, nur granular


    Ich hätte ja eventuell poliopus drangeschrieben, aber dafür scheint der Hut zu deutliche Fransen zu haben.


    LG, Bernd

  • Hallo Juergen, ich habe eine preiswerte Spiegelreflex, Pentax K-70 (die ist ziemlich hart im Nehmen, was Dreck und Wasser angeht; bisher 90k Bilder in 6 Jahren), mit einem Laowa Makro 2:1, Festbrennweite 60 mm, manuell (damit zum Stacken ungeeignet, es sei denn mit extra Schlitten und Autofokus geht natürlich auch nicht und exif kennt die Objektiveinstellung nicht - falls man das nicht braucht, eine gute und vergleichsweise preisgünstige Option).


    Falls du die Bilder vom Hut, Durchlicht und Auflicht, meinst. Die sind unterm Mikroskop entstanden mit einem Handy durchs Okular - aber das sieht man ja eigentlich am schwarzen Rand.


    LG, Bernd

  • Hallo Bernd,


    also eine Pantax K-70 mit Deinem Makro ist ja eine gute Ausrüstung (ich bin auch Pentaxianer;-), Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber vielleicht könntest Du mal einen Foto-Kurs machen, wie man kleine Objekte so fotografiert, dass da genügen Schärfentiefe drin ist.


    Grüßle

    Jürgen

  • Hallo Juergen, nicht jeder mag die Schärfentiefe. Meine Standardeinstellung ist 2,8, die wird ohne triftigen Grund nicht geändert.


    Zugegeben, mit dem Apparat den ich davor hatte, auch eine Pentax mit Telemakro (weit über 200 k Fotos), habe ich im wesentlichen Libellen fotografiert, oft genug im Flug, da hat man nicht viel Zeit für Einstellungen jenseits der Fokussierung - was natürlich nur manuell geschehen kann. Nicht dass meine Fotos irgendwie besonders toll gewesen wären, aber sie haben gereicht, um Arten auch überm Wasser sicher zu identifizieren. Ich weiß, Pilze sind deutlich langsamer und rennen nicht weg, man könnte sie freistellen und ausleuchten und und und ... Ist nicht mein Ding.


    LG, Bernd

  • Hallo Bernd,


    wollte Dir privat schreiben, aber ich weiß nicht wie das hier geht. Ich würde, wenn ich Du wäre, unbedingt mal anfangen mit Stativ und kleineren Blenden-Durchmessern (große Blenden-Werte) zu fotografieren. Die tollen Funde, die Du machst, und auch Dein gutes Wissen und die guten Bestimmungen, sind einfach bessere Fotografien wert! Ehrlich, mir tut das regelrecht weh! Ich weiß nicht, ob Dir das mal jemand so geschrieben hat. Es geht bei der Dokumentation von Pilzen nicht um "ästhetische Kriterien", sondern darum, dass man Details und Gesamteindrücke einfach gut erkennen kann, dazu gehört eben die Schärfentiefe in der Objektfotografie.


    liebe Grüßle

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    da musst du oben rechts auf die beiden Spürechblasen klicken und im aufgehenden Fenster ober rechts auf das + für eine neue Konversation klicken.

    Dort den Nutzernamen vom Bernd eingeben und natürlich auch den Text darunter,

    viele Grüsse

    Matthias

  • Hallo Jürgen,


    so richtig klar ist mir nicht, was dir fehlt. Außer dass dir die Fotos nicht gefallen (aber dafür gibt es doch den Fotowettbewerb mit messerscharfen gestackten Bildern). Ich habe den Pilz unter "Pilze allgemein" gepostet, weil ich die Farbe des Stiels schick fand, schicker Stil. Ist die Stielfarbe zu sehen? Keine Bestimmungsanfrage, weil, eh hoffnungslos. Als ich kein Mikroskop hatte, kam immerhin ständig der Kommentar, ich bräuchte ein Mikroskop ... Du hast vermutlich FE5B auch nicht zur Hand, dann hättest du vielleicht erwähnt, welche Eigenschaft, die im Schlüssel abgefragt wird, bei mir nicht zu sehen oder nicht beschrieben ist. Eventuell wäre der Pilz ja in dem Büchlien enthalten, aber bei dem Tempo mit den Neubeschreibungen ist das eher unwahrscheinlich. Warum sollte man einen Pilz super-duper dokumentieren, wenn man ihn nicht mal benamsen kann und nicht können wird? Eine Neubeschreibung werde ich sicher nicht anfertigen. Auch kein Buch verfassen demnächst oder eine sonstige Veröffentlichung mit unbenamsten Pilzen. Die meisten Belege fliegen ohnehin in den Kompost oder kommen zurück in Wald/Wiese.


    Würde jemand einen konkreten Pilz brauchen oder Fotos davon - normalerwiese sind meine Fotos alle in der Nähe gemacht und die meisten Arten finde ich wieder. Auf Wunsch könnte ich von konkreten Pilzen bestimmte Bilder machen. Da ich aber auf einem Einzelhof wohne und es in alle Richtungen Unmengen an Pilzen gibt, ist es schlicht unmöglich, die alle hochwertig abzulichten, zeitlich und vom Speicherplatz her. Was ich kann und auch mehrfach hier gezeigt habe, ist das Dokumentieren von Zeitreihen zur Entwicklung von Pilzen, eben weil viele davon in nächster Nähe wachsen.


    Hast du schon mal darüber nachgedacht, aufs Land zu ziehen? Dir Wald und Wiese zu kaufen und 30 Jahre so zu bewirtschaften, dass dort viele Pilze (und anderes Zeug natürlich) wachsen? Sobald dies der Fall ist, darfst du mir gern wieder mit Ratschlägen zum Fotografieren kommen - falls du dann noch Zeit findest für Fotoapparat und Mikroskop.


    LG, Bernd

  • so richtig klar ist mir nicht, was dir fehlt.

    [..]

    Sobald dies der Fall ist, darfst du mir gern wieder mit Ratschlägen zum Fotografieren kommen..

    Hallo Bernd,


    "was fehlt" hat Jürgen benannt: mehr Tiefenschärfe, damit auf den Makrobildern mehr Bereiche des abgebildeten Pilzes scharf dargestellt werden. Das ist weniger eine Frage des Geschmacks sondern schlicht der (für mich nachvollziehbare) Wunsch, von dem tollen Fund mehr erkennen zu können.

    Wie man zu einem solchen Ergebnis kommt, hat Jürgen ebenfalls geschrieben: eine deutlich größere Blendenzahl wählen - wodurch sich allerdings die erforderliche Belichtungszeit so sehr verlängern kann, dass man die Bilder von Hand fotografiert verwackelt und daher ein (improvisiertes oder richtiges Stativ) benötigt. Die täglichen Nöte des Makro-Fotografen. Ein kleines Gorillapad undSelbstauslöser tut es schon.


    Dieser Hinweis war freundlich und respektvoll formuliert, weswegen mich Deine etwas harsche Reaktion etwas verwundert.

  • Lieber Bernd,


    wiegesagt, ich wollte Dir nicht zu Nahe treten, und wollte Dir das eigentlich auch privat schreiben ...Fehler von mir! Entschuldige bitte. Jeder soll so machen, wie er lustig ist.


    Ich kann Dir mal folgende Erfahrungen aus meinem "Pilzlerleben" aufzählen:


    1. Du weißt nie, ob Du nicht in die Situation gerätst, einen Fund, so gut wie möglich zu dokumentieren, weil es sich z.B. um einen möglichen Erstnachweis für Deine Region, Bundesland oder Land handelt.

    2. Du weißt nie, ob Dein Fund, den Du selbst nicht richtig bestimmen kannst, für einen Gattungsspezialisten z.B. eine neu zu beschreibende Art darstellt! Da sind dann detaillierte Dokumentationen sehr hilfreich (und vor allem für DNA-Analysen taugliche Exsikkate!)

    3. Bei Objekten, die von Vorn bis Hinten scharf dargestellt sind, brauchst Du keine vergrößerten Detailfotos mit geringer Schärfentiefe

    4. Einen Fotokurs über Objektfotografie zu belegen ist fast das sinnvollste, was man machen kann.


    Wenn Du nur für Dich die Pilze dokumentierst - und sogar mikroskopisch dokumentierst ....

    warum stellst Du sie dann hier in ein Forum zur "Diskussion"? Denk da mal drüber nach.


    Grüßle

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    wir sind hier doch in einem Pilzforum, nicht in einem Fotoforum. Wenn es um Schlüssel geht, so gibt es eine Reihe von Fragen zu Lamellen, Sporengröße, Hutbeschaffenheit usw. usf. Nichts was man in irgendeiner Weise auf ein einziges Foto bringen kann, zentraler Hutbereich und Lamellenansatz etwa. Dafüt gibt es die entsprechenden Fotos. Theoretisch, wenn man eine große Kollektion hätte, könnte man diverse Exemplare nebeneinanderlegen und dann ein Foto mit oben, unten, alt und jung machen. Nur leider habe ich selten solche Kollektionen. Insbesondere bei Entoloma. Wenn ich 20 Entolomen finde, gehören die zu 12 Arten, oder 13. Nächste Woche zu 14. 5 Arten davon wahrscheinlich unbeschrieben.


    Erstnachweise für mein Land habe ich zu Dutzenden. Mindestens eine unbeschriebene Art habe ich auch schon gefunden. Den ersten Beleg haben die Profis verbummelt. Die zweiten Belege (Nadel im Heuhaufen) hatte ich Matthias R geschickt. Die sind also auch verschollen, in diesem Fall verständlich. Einen dritten Fund würde ich wahrscheinlich stehen lassen.


    Die Gattungsspezialisten haben nicht wirklich Interesse. Zumindest kriege ich so gut wie nie Rückmeldungen, wenn ich denn mal was versende. Rückmeldungen beschränken sich auf solche von engagierten Amateuren. Wie ich erwähnte, ich bin offen für Anfragen von den Spezialisten. Wenn irgendwas gebraucht wird, kann ich Belege sammeln und auch publikationstaugliche Fotos anfertigen.


    Ich fotografiere seit weit über 40 Jahren. Schwarz-weiß habe ich noch selber die Filme und Bilder entwickelt. Wie ich bereits erwähnte, die Wahl der Blende ist stilistischer Natur, du darfst einem gelernten Physiker durchaus zubillligen, Grundkenntnisse der Optik zu haben.


    Warum verlinkst du denn nicht einfach mal eine eigene Fotostrecke, wie du dir die Darstellung einer Art vorstellst, idealerweise an einer Entoloma? Das Lernen am Beispiel ist, finde ich, immer noch die beste Methode. Deine Postings im Forum geben dazu leider gar nichts her.


    Das Fotografieren von Pilzen gehört zu den Pilzen. Da kannst du Vorschläge unterbreiten. Die Biotope, in denen Pilze wachsen, gehören zu den Pilzen. Da kann ich Vorschläge unterbreiten. Warum soll das eine ein gutgemeinter Ratschlag sein und das andere harsch?


    Hast du FE5B? An welcher Stelle geht es im Schlüssel nicht weiter? Das Foto dafür liefere ich nach, 2 Pilze stehen bestimmt noch an der Stelle.


    LG, Bernd

  • Hallo Bernd,


    hmm, mir gehts eigentlich nur darum, dass man Kleine Objekte mit Makro-Objektiv einfach nicht mit Offenblende aus der Hand fotografieren sollte - das hat jetzt nichts mit Kompetenz in theoretischer Physik zu tun (oder vielleicht doch auch? Keine Ahnung). Ich glaube, wir reden da mächtig aneinander vorbei. Ich habe auch das Gefühl, dass deutsch nicht Deine Muttersprache ist. Ich kann einigen Deiner Argumentationen ehrlichgesagt nicht folgen.


    Grüßle

    Jürgen


    p.s.: Ich stelle hier gerne mal eine Fotostrecke von mir ein. Ich such mal was raus;-))

  • Ich fotografiere seit weit über 40 Jahren. Schwarz-weiß habe ich noch selber die Filme und Bilder entwickelt. Wie ich bereits erwähnte, die Wahl der Blende ist stilistischer Natur, du darfst einem gelernten Physiker durchaus zubillligen, Grundkenntnisse der Optik zu haben.

    Hallo Bernd,


    verzeih mir dass ich Dir widerspreche, aber Tiefenschärfe ist nicht ausschließlich ein rein ästhetischer Aspekt sondern zuvorderst ein technischer Parameter in der Fotografie. Er bestimmt ganz wesentlich, welche Bereiche des Motivs scharf abgebildet werden und welche nicht. In Makrofotografie zu Dokumentationszwecken steht der ästhetische Aspekt in der Regel zurück, vielmehr soll die Gesamtheit des Hauptmotivs (bei uns Pilzverrückten in der Regel ein oder mehrere Fruchtkörper eines Pilzes) scharf und vom kontrastreich Hintergrund abgetrennt abgebildet werden. Unschärfe auf dem Fruchtkörper ist in der Regel nicht gewollt, denn sie verhindert unter Umständen die vollständige Bewertung und Einschätzung eines Fundes.


    Vor Deinem beruflichen Werdegang und privaten Tun habe ich den allerhöchsten Respekt, aber bezüglich der obigen Aussage liegst Du fehl. Der Hinweis darauf ist freundlich gemeint und soll Dich nicht herabsetzen, sondern vielmehr Dir dabei helfen, bessere Bilder aufzunehmen, die anderen Pilzverrückten wiederum helfen Deine Funde besser zu bewerten.

  • Hallo Thomas, auch hier wieder die Frage, welche Eigenschaft des Pilzes, die du (technisch) zum Schlüsseln brauchst, nicht zu sehen ist. Wenn es dazu keine sachliche Antwort gibt, bleibt die Ästhetik des Bildes. Aber vermutlich hast du FE5B auch nicht zur Hand.


    Mein Argument steht, dass man die einzelnen Fragen der Schlüssel jeweils mit einzelnen Makrobildern für genau diese Frage beantwortet. Für den Gesamteindruck ist Tiefenschärfe irrelevant. Das Problem, dass man in einem Bild alle Eigenschaften erfassen muss, steht eigentlich nur im Verlagswesen, wenn gedruckt wird und man beschänkten Platz hat. Das gilt nicht für eine Webseite. Und normalerweise nutzt man für "alle Eigenschaften in einem Bild" größere Kollektionen von Pilzen.


    Falls es interessiert, ich habe mit einer Praktica FX das Fotografieren gelernt. ISO-Einstellung erfolgte durch Wahl des Filmes. Schärfe und Auflösung dann noch mal bei der Wahl der Härte des Papiers. Ich bin durchaus nicht automatikgeschädigt. Und man musste mit Film sehr sorgfältig fotografieren, weil man oft erst Wochen später sah, was daraus wird. Denn man setzte die Chemikalien ja meist nicht an nur für einen einzelnen Film. Und man hatte nur Platz für 36 Bilder auf einer Rolle - im Normallfall.

    LG, Bernd

  • Falls es interessiert, ich habe mit einer Praktica FX das Fotografieren gelernt. ISO-Einstellung erfolgte durch Wahl des Filmes. Schärfe und Auflösung dann noch mal bei der Wahl der Härte des Papiers. Ich bin durchaus nicht automatikgeschädigt. Und man musste mit Film sehr sorgfältig fotografieren, weil man oft erst Wochen später sah, was daraus wird. Denn man setzte die Chemikalien ja meist nicht an nur für einen einzelnen Film. Und man hatte nur Platz für 36 Bilder auf einer Rolle - im Normallfall.

    Ich lernte mit einer Exa 1b und später Praktica MTL 5, mittlerweile fotografiere ich mit Leica M6, Mamyja 645 100S und Fujica G617. Alles Analog; digital nur lustlose Pilzbilder zu Dokumenationszwecken. Bei der Fujica passen auf einen Rollfilm vier Bilder. ;)

  • Hallo Bernd,


    hier mal ein Foto, mit Schärfentiefe (nicht Tiefenschärfe! Das ist inkorrekt;-), wo man halt einige Merkmale auf einem Foto hat, und nicht in einer Serie unscharfer Fotos, wo jeweils nur ein Merkmal im Schärfebereich liegt. Ehrlich gesagt kapier ich Deine Einstellung nicht so richtig.

  • Hallo Jürgen,

    da hast du jetzt aber kein sehr schönes Beispiel gewählt. Ganz abgesehen davon, dass das Bild so eng beschnitten wurde, dass man nun eine Fußverletzug hat, sind die Pilze alle mehr oder weniger gleich alt und bringen keinen Mehrwert. Gab's da keinen mit noch intaktem Velum? Oder braucht man das nicht für die Bestimmung von Schleierlingen? Ein Schnitt? Schnitte, welche die Verfärbung nach x Minuten und ggf. nach Anwendung diverser Chemikalien zeigen. Müsste man, rein pilztechnisch, alles separat aufnehmen und dann die Bilder nebeneinander platzieren. Wo ist der Unterschied, ob man nun ein Bild mit Pilz von unten und Pilz von oben nebeneinander hat, oder ob man stattdessen 1 Bild mit Pilz von unten neben 1 Bild mit Pilz von oben hat? Höchstens darin, dass sich aufgrund wechselnder natürlicher Lichtbedingungen die Farben ändern könnten. Aber diesbezüglich bevorzugst du ja das künstliche Ausleuchten bei minimal kleiner Blendenöffnung, womit dieses Argument hinfällig würde. Dein Bild ist zudem auch ziemlich klein, so wie man es speichersparend auf einer Webseite publiziert oder mit 300 dpi druckt. Das Argument, man könnte ja hollywoodesque nahezu unendlich reinzoomen und sich die Details dann anschauen, entfällt also auch. Und spätestens für die Mikrobilder brauchst du doch wieder andere Bilder.


    Der Hauptzweck der Blende ist die Regulierung der Lichtmenge, zusammen mit der Einstellung der Belichtungszeit. Dass die Größe der Blendenöffnung auch die Tiefenschärfe beeinflusst, ist ein Nebeneffekt ... Die Belichtungszeit aus der Hand liegt bei etwa 1/50 s für das Normalobjektiv, bei Tele braucht man kürzere Zeiten, Weitwinkel kann etwas länger. Das variiert je nach Tattrigkeit des Fotografen. Gut, diesen Nicht-Verwackel-Parameter kann man natürlich durch Stativ und Fernauslöser verlängern. ISO ist durch den Film vorgegeben, bzw. den Sensor. Und es ist nicht so, dass man alle Parameter wahlweise verstellen kann, ohne dass man an anderer Stelle Abstriche hat. Höhere Empfindlichkeit entspricht einer größeren Körnung im Film bzw. größeren Teilen des Sensors, die zu einem Pixel zusammengerechnet werden (oder wie konkret die Algorithmen ablaufen, es gibt mehrere Optionen), man verliert also an Auflösung. In natürlicher lichtarmer Umgebung bleibt einem also gar nichts anderes übrig, als die Blende zur Erhöhung der genutzten Lichtmenge einzusetzen. Dass man tagsüber bei den hochgezüchteten Sensoren auch mit kleinster Blende und erträglicher ISO fotografieren kann - ja, klar, geschenkt - das führt dazu, dass der Normalverbraucher am Fotoapparat gar nicht mehr weiß, was was macht und wozu da ist.


    Ansonsten schlage ich vor, wenn es dir wehtut, meine Bilder anzusehen - unterlass es einfach, du musst meine Beiträge nicht ansehen.


    Ich habe auch das Gefühl, dass deutsch nicht Deine Muttersprache ist. Ich kann einigen Deiner Argumentationen ehrlichgesagt nicht folgen.

    Das Problem bei der Kommunikation beruht nicht nur darauf, dass beide Seiten die gleiche Sprache nutzen, sondern auch im Umfeld der Sprache, dem Soziolekt, dem Kenntnisstand. Da gibt es Assoziationen, Zitate, Stilmittel usw. die nicht allen geläufig sind. Fachtermini sowieso, da bin, hier im Forum, ich normalerweise derjenige der schwimmt.



    LG, Bernd

  • Hallo Bernd,


    danke für Deinen länglichen Sermon, aber natürlich hatte ich eine ganze Bilderserie, und nicht nur dieses Bild. Aber bei mir sieht man halt alles am Objekt .... weil: Schärfentiefe.


    Vielleicht lässt Du Dich ja mal überzeugen, wenn nicht von mir, dann von jemand anderem.


    Grüßle

    Jürgen