Es geht voran Krefeld 15. - 18.09.26

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 407 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Schrumz.

  • Hallo zusammen


    An viele Stellen ist es immer noch erbärmlich trocken und für die nachfolgenden Funde musste ich etliche Kilometer zurücklegen und mehrere Stellen in und um meinen Wohnort aufsuchen. Der erhoffte Nachschub an Saftlingen aus dem letzten Beitrag Es geht langsam voran blieb zwar aus bzw. war überständig, aber ich konnte mich an diversen neu auftretenden Arten erfreuen.


    Ein Überraschungsfund am Hauseingang war diese kleines Exemplar, welches mir erst nach nähere Untersuchung klar wurde. Die Knolle blieb im harten Boden zurück.

    Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides)



    An einem Teichrand hatte sich der erste Röhrling vollständig entwickelt

    Wurzelnder Bitterröhrling (Caloboletus radicans)


    Mit einem lachenden und einem weinenden Auge musste ich an eine Spruch meines viel zu früh verstorbenen Pilzfreundes Rainer denken, den dieser gelegentlich im Scherz gebrauchte.


    Unerwartet waren kamen mehrere Funde auf einer schattigen Wiese


    Mehlräsling (Clitopilus prunulus agg.)


    Ein relativ gut kenntlicher Risspilz war erst klar, nachdem ich bei sehr vorsichtigem Buddeln eine knollige Stielbasis fand (nicht im Bild). Deutlicher Geruch nach Honig und passende Mikros führen zu Strohgelber Risspilz (Inosperma cookei)


    Auch ohne makroskopisch deutliches Velum in der Hutmitte lande ich hier bei

    Gefleckter Risspilz (Inosperma maculatum)


    Ein Fälbling mit süßlichem Geruch ließ sich nach Mikro- und Makromerkmalen eindeutig bestimmen.

    Süßriechender Fälbling (Hebeloma sacchariolens)


    Ein frisch recht dunkler, kleiner Milchling mit wässeriger Milch

    Wässriger Milchling (Lactarius serifluus)


    In der Nähe eines Weihers

    Einzelexemplar am Baumstumpf: Beringter Flämmling(Gymnopilus junonius)


    Eine Meter daneben an Baumwurzeln jede Menge Nachschub

    Beringter Flämmling(Gymnopilus junonius)


    Leicht angetrocknet aber absolut typisch: Wuzelnder Schleimrübling (Xerula radicata)


    Auf einem drei Jahre alten Haufen von Holzhäcksel erstmalszu sehen

    Riesen- oder Kultur-Träuschling (Stropharia rugosoannulata)


    Zwar noch nicht in oft üblichen Hexenringen aber immerhin ein Grüppchen
    Nelkenschwindling (Marasmius oreades)


    Ein Schmuckstück entdeckte ich unter unter Weißdorn

    Gelbblättriger Trompetenschnitzling (Tubaria dispersa)


    Mit dem Fahrrad fuhr ich einige km Lindenalleen ab und suchte mehrere parkähnliche Standorte auf. Selbst an den zuverlässigsten Stellen nicht ein Hexenröhrling. Fündig wurde ich dann völlig überraschend auf flachgründigen Boden zwischen Betonfundamenten unter Birken.


    Netzstieliger Hexenröhrling (Suillellus luridus)



    Zum Abschluss noch einige Erdäpfel mit wurzelnder Basis
    Dünnschaliger Kartoffelbovist (Scleroderma verrucosum)


    Es ist spät geworden und wer Rechtschreibfehler findet dar sie behalten ^^
    Den Täublingen widme ich später einen eigenen Beirag.


    LG Karl

  • Vielen lieben Dank Karl, immer wieder ein Vergnügen deinen Beiträgen beizuwohnen.

    Ich schätze vorallem die kleinen Details, weshalb man gewisse Arten auch ohne Mikro ansprechen kann.

    LG Andy

  • Vielen lieben Dank Karl, immer wieder ein Vergnügen deinen Beiträgen beizuwohnen.

    Ich schätze vorallem die kleinen Details, weshalb man gewisse Arten auch ohne Mikro ansprechen kann.

    LG Andy

    Das geht mir auch so, Andy. Von Karls Beiträgen profitieren auch Nicht- und Ungern-Mikroskopiker. Der Gelbblättrige Trompetenschnitzling war mir bis eben unbekannt. Danke Karl, für den schönen Beitrag.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Ja so langsam kommt Bewegung auf. Nach meinen Beobachtungen hinken wir dieses Jahr so 4 - 6 Wochen hinterher. Die typischen Sommer-Boleten hatte ich letztes Jahr in der ersten und zweiten August-Woche, dieses Jahr in der zweiten September-Woche.


    In meinem Lieblingsrevier zwischen Herborn und Dillenburg konnte ich Dutzende junge Riesenrötlinge entdecken - zusammen mit sechs (!) Exemplaren von B. regius und reichlich Pantherpilzen. Ein einziges Exemplar von A. phalloides war dort zu sehen, normalerweise kommen die zeitnah nach den Pantherpilzen.


    Ich bin sehr gespannt, wie die Pilze auf den langen, heißen und - vor allem - trockenen Sommer reagieren. Manche Arten wie C. radicans gehören zweifellos zu den Gewinnern des Klimawandels.


    Beste Grüße,


    Frank

  • In meinem Lieblingsrevier zwischen Herborn und Dillenburg konnte ich Dutzende junge Riesenrötlinge entdecken - zusammen mit sechs (!) Exemplaren von B. regius und reichlich Pantherpilzen. Ein einziges Exemplar von A. phalloides war dort zu sehen, normalerweise kommen die zeitnah nach den Pantherpilzen.

    Hallo Frank,

    dann bist Du noch sehr gut bedient. In unseren Top-Gebieten in der Vulkaneifel kommt fast nichts, da immer noch zu trocken.


    Ich bin sehr gespannt, wie die Pilze auf den langen, heißen und - vor allem - trockenen Sommer reagieren. Manche Arten wie C. radicans gehören zweifellos zu den Gewinnern des Klimawandels.

    C. radicans erscheint an zahlreichen z. T. neuen Stellen in Massen, aber meist sind die Fruchtkörper im trockenen Boden steckengebleiben.

    LG Karl