Gyrodon lividus im Moorwald

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 338 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von boccaccio.

  • Hallo, ich war heute kurz im Moorwald und dürfte diesen Röhrling finden. Diesen halte ich für einen Suillus.


    Ich komme leider zu keinem Ergebnis, obwohl die Art auffällig ist.


    Die Röhrenmündung reagiert ausgesprochen (blau/schwarz). Im Schnittbild ist oberhalb der Röhren auch ein Blauen zu erkennen.

    Im Schnittbild ist der Stiel braun und der Hutbereich gelb mit leichten blauen oberhalb der Röhren.

    Die Huthaut und die Röhren konnten kaum entfernt werden. Die Ringzone ist als Überbleibsel vom Velum partiale am Stiel gut erkennbar.

    Die Röhrenöffnung ist grob und eckig. Der Habitus ist gedrungen. Der Geruch war leicht angenehm fruchtig. Der Schmack ist mild.


    Das Habitat ist am Wegesrand zu einem Moorwald/Birkenbruch mit Mischbaumbestand. Alles mögliche war zu finden: Kiefer, Erle, Rotbuche, Birke...


    1. Die Erste Idee führt mich zu Suillus flavidus. Hier passt das Habitat und der Partner, aber nicht das Schnittbild und das Blauen.

    2. Ein Erlengrübling - Gyrodon lividus. Blauen passt. Eine Erle ist möglich und Schnittbild passt ebenfalls, aber der Habitus und feine Röhrenmündungen sind nicht vorhanden.

    3. Vielleicht ist es der kaum zu findende Amerikaner, Suillus caerulescens, dieser braucht aber unbedingt Douglasie und verfärbt sich an den Röhren braun

    und nicht sehr stark blau/schwarz. Das Fleisch blaut nur leicht.


    Ich habe mir alle Suillus auf https://boletales.com angesehen und finde keine Übereinstimmung.


    Vielleicht kennt sich hier jemand mit Röhrlingen besser aus :)



    Habitat









    Edit: junge FK machen die Bestimmung eindeutig.



    lg Rainer

  • magicman

    Hat den Titel des Themas von „starkt blauender Suillus im Moorwald“ zu „Gyrodon lividus im Moorwald“ geändert.
  • Hallo Rainer,

    Eindeutig Erlengrübling. Die winzigen Röhrenmündungen hat man nur bei jungen und frischen Exemplaren. Da sieht die Unterseite quasi gleichmässig matt gelb aus.


    Übrigens eine streng geschützte Art, die zwar essbar wäre, aber nicht entnommen werden darf :gzwinkern:


    VG Corne

  • Hallo zusammen,


    Gyrodon lividus ist übrigens auch mikroskopisch gut zu erkennen, handelt es sich doch um einen der wenigen Röhrlinge mit Schnallen (die anderen Röhrlinge mit Schnallen sind die Kornblumenröhrlinge und der Hohlfußröhrling).



    Björn

  • Die winzigen Röhrenmündungen hat man nur bei jungen und frischen Exemplaren. Da sieht die Unterseite quasi gleichmässig matt gelb aus.

    Hallo Corne, dem kann ich nur zustimmen. Die Bilder von heute morgen. Die Suche hat etwas gedauert, aber ich würde fundig.





    Es stehen junge Schwarzerlen in diesem Bereich.



    Gyrodon lividus ist übrigens auch mikroskopisch gut zu erkennen, handelt es sich doch um einen der wenigen Röhrlinge mit Schnallen

    Hallo Björn, die Schnallen würde ich euch gerne zeigen.


    LG Rainer

  • Gyrodon lividus ist übrigens auch mikroskopisch gut zu erkennen, handelt es sich doch um einen der wenigen Röhrlinge mit Schnallen (die anderen Röhrlinge mit Schnallen sind die Kornblumenröhrlinge und der Hohlfußröhrling).

    Hallo Björn,

    auch der Hasenröhrling hat Schnallen, sind dort häufig und im Prinzip bei fast jedem Präperat zu finden. Habe es vor ein paar Jahren einfach mal probiert da der Hasenröhrling hier recht häufig zu finden ist.

    Schnallen bei Röhrlinge sind in den Gattungen Suillus, Gyrodon und Gyroporus zu finden,

    viele Grüsse

    Matthias