Zeiss Technival 2 Stereomikroskop zu verkaufen

Es gibt 13 Antworten in diesem Thema, welches 919 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Corne.

  • Glück auf liebe Pilzverrückte :gwinken:


    Ich habe ein Zeiss Technival 2 Stereo-Lupe zu verkaufen. Das Gerät wurde komplett zerlegt, entfettet und gereinigt, neu geschmiert und die Linsen gereinigt.


    Diese Geräte eignen sich hervorragend für die Anfertigung von Mikroskopierpräparaten, da man zusätzlich zur Vergrößerung einen echten 3-dimensionalen Blick auf die Objekte hat und auch unter dem Objektiv genug Platz zum Arbeiten ist. Außerdem ist das Bild seitenrichtig. Die Vergrößerungen lassen sich per Drehschalter verstellen. Mit denen im Angebot enthaltenen Okularen (10x) sind Vergrößerungen zwischen 5 - und 50fach einstellbar. Es gibt aber auch Wechselokulare (bis 25x; Nicht im Angebot enthalten!), mit denen die Vergrößerung bis 125 einstellbar ist.


    Bekannte Mängel: am Okularkopf fehlen die Dichtungsringe an den Okularstutzen. Die alten waren zerbröselt und ich habe noch keine im Internet gefunden.

    Die weiße Seite der Einlegeplatte im Fuß ist ziemlich dreckig. Es wird aber grad bei Kleinanzeigen eine im guten Zustand für n schmalen Taler angeboten.


    Das Gerät wird als gebraucht verkauft! Keine Rücknahme und keine Garantie. Ihr könnt aber gern bei Interesse zu mir kommen und euch das Gerät anschauen.


    Ich hätte gern 250€ dafür (+Versand).


    Hier noch ein paar Bilder:


    Das Gerät selbst:




    Lampe und Trafo sind selbstverständlich dabei!

    Quick & Dirty mit dem Handy durchs Okular fotografiert:


    5x



    10x



    16x



    25x



    50x



    Bilder von der Reparatur:








    Wer zuerst kommt, malt zuerst :gzwinkern:


    VG Euer Corne

  • Hi,


    vielleicht hat Steffen/Toffel Interesse. Ich hab ihn mal angeschrieben.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo,


    danke für den Hinweis, Stefan.


    Ich bin mir da etwas unschlüssig. Scheint ja gute Qualität für einen vernünftigen Preis zu sein. Allerdings befürchte ich, dass mir die 50-fache Vergrößerung nicht ausreichen wird. Was müsste man denn preislich für die 25-er Okulare einplanen?


    Viele Grüße

    Steffen

  • Hallo Steffen,


    Tatsächlich ist es so, das im reinen Auflicht-Betrieb das Bild dann recht dunkel wird und auch die Auflösung nachlässt. Ich selbst habe an meiner einen Durchlicht-Tisch, da sieht man dann schon noch was. Man sollte auch nicht unterschätzen, das die Spitze einer Pinzette bei 50facher Vergrößerung schon mind. ein Viertel des Bildes einnimmt. Man kann die Tische (sehr leicht) nachrüsten und die werden auch bei eBay angeboten, aber preislich geht da nix unter 100€, eher so Richtung 200. Die 25er Okulare kosten als Paar zwischen 150 und 200€. Bei Kleinanzeigen stand eins für 80€ drin, aber man weiß da halt auch nie, in welchem Zustand die Linsen sind. Es gibt auch eine 2fach Vorsatzlinse für das Objektiv unten. Aber die hatte ich noch nicht in der Hand und weiß auch grad nicht, wie die gehandelt werden.


    Was möchtest Du denn damit machen, wenn Du denkst, das 50fach nicht ausreicht ? (BTW es neben den 10ern und 25er auch 12, 16, 20er Okulare)


    VG Corne

  • Hallo Corne,


    eigentlich habe ich nichts Spezielles vor. Bisher habe ich, wenn ich eine Stereolupe gebraucht hätte, mein Mikroskop umfunktioniert. Das geht bei flachen Objekten ganz gut. Bei dicken Sachen kommt man aber an Grenzen. Die kleinste Vergrößerung bei meinem Mikroskop ist 40x. Das reicht oft, aber nicht selten wechsle ich auch mal zu 100x.


    Weil du die Pinzette ansprichst: Die Stereolupe als Präparierhilfe wäre noch eine Anwendung. Dafür reichen mir natürlich geringe Vergrößerungen. Fälle, wo stärkere Vergrößerungen nötig wären, sind kleinere Strukturen wie Ostiolen oder die Eigenschaften von Haaren/Seten o. ä. Man kann in solchen Fällen sicher einiges durch normale Mikroskopie oder Schnitte machen. Ich verschaffe mir aber gerne einen Überblick, indem ich die kleinen Details über größere Flächen ansehe. Manchmal sieht man durch die Präparation in Wasser auch bestimmte Sachen nicht mehr so gut.


    Viele Grüße

    Steffen


    P. S.: Viele Pilze sind bei 50-facher Vergrößerung (oder auch noch mehr) gerade mal gut komplett zu sehen. Details kann man sich natürlich in Präparaten ansehen. Für Fotos der Pilze ist es aber gut, wenn man noch ein bisschen Luft nach oben hat mit der Vergrößerung.

  • Es gibt auch eine 2fach Vorsatzlinse für das Objektiv unten. Aber die hatte ich noch nicht in der Hand und weiß auch grad nicht, wie die gehandelt werden.


    Tipp: Diese Vorsatzlinsen gibt es wirklich preiswert und in guter Qualität bei AliExpress. Das sind die identischen Produkte, wie sie auch deutsche Unternehmen handeln. Dann eben gebrandet.

    Ich habe diese als Set gekauft, Vergrößerungs- und Verkleinerungsvorsätze. Bei AliExpress gibt es auch preiswerte und brauchbare Ringlichter.


    Viele Grüße,

    Steffen

  • Hallo,


    Mir ist noch eingefallen Toffel , das man bei den höheren Vergrößerungen Probleme mit dem Scharfstellen bekommt. Bei diesem Gerät wird der gesamte Kopf bewegt, nicht der Tisch. Und es gibt keinen Feintrieb.


    VG Corne

  • Hallo Toffel ,


    Ich habe mal noch ein paar Versuche mit den 25er Okularen gemacht. Zunächst hatte ich in der Anleitung (PDF) gelesen, das man die Lampen verstellen kann. Sie haben eine Linse vor der Birne, sodass man den Lichtpunkt fokussieren kann. Das hab ich mal ausprobiert:


    Papier mit Zeichen drauf (Kreis ca 11mm):



    Lampe „normal“:



    Lampe fokussiert:



    Durchs Okular mit Handy fotografiert (25er Okulare x 0,5 = 12,5fach)



    25x 2,5 = 63fach:



    25 x 5 = 125fach und Licht maximal fokussiert:



    Die Bilder sind nicht optimal, da ich keine Handyhalterung fürs Okular habe!


    Dann habe ich mal ein Dauerpräparat aus dem Kasten gezogen und wollte mir das mal anschauen:



    125fach vergrößert:



    Bei 25 x 1,6 = 40facher Vergrößerung sieht man aber, das es auf der weißen Platte zu einer Projektion und damit einem zweiten Bild kommt:



    Also habe ich meinen Durchlicht-Tisch herausgeholt: (Lampe von hinten, Spiegel verstellbar, Matte und klare Seite, Glasplatte)



    40fach



    Und bei 125fach:



    Zum Vergleich habe ich mal eine Präpariernadel mit aufgelegt:



    Bei 40fach:



    Ich hoffe, die Bilder helfen Dir weiter.

    Wenn Dir das nicht reicht, dann müsstest Du wirklich mal vorbei kommen und selbst Präparate bzw. Objekte zum probieren vorbei bringen.


    VG corne

  • Hallo Corne,


    danke für die ergänzenden Bilder. Muss man die Lupe für Durchlicht "umbauen", also eine Art Untersatz darunter bringen für die Lichtquelle? Das wäre etwas umständlich, werde ich aber eh kaum nutzen, weil ich für solche Fälle ja das Mikroskop habe.

    Deine Proben sind alle sehr flach. Wie sieht das denn mit der Schärfentiefe bei gekrümmten Objekten aus? Ist die eigentlich höher als z. B. beim Mikroskop bei gleicher Vergrößerung?


    Den Grobtrieb müsste ich wirklich mal ausprobieren. Bin aber auch insgesamt noch am Zögern, weil die Lupe nicht so ganz für mich passt. Vielleicht ergibt sich bei der Tagung im Herbst ja eine Möglichkeit eines Treffens, falls du die Lupe bis dahin nicht losgeworden bist. Eventuell hast du dann auch die Dichtungsringe bekommen.


    Viele Grüße

    Steffen

  • Hallo Steffen,


    Also der „Durchlichtfuss“ ist quasi nur eine Art Sockel, der von unten an den normalen Fuß angeschraubt wird (und da auch dran bleiben kann). Eigentlich ist enthält er nur einen verstellbaren Spiegel und eine Lampenhalterung. Als Lampe verwendet man die, die man normalerweise seitlich am Arm hat. Die ist da ja auch nur gesteckt. Also Lampe hinten rein stecken und die Einlegeplatte gegen eine Glasplatte austauschen, fertig.


    Die Tiefenschärfe ist genau wie bei einem Mikroskop auch. Je größer die Vergrößerung, desto geringer ist der scharfe Bereich.


    Wir nutzen diese Geräte auf Arbeit für Kontroll- und Lötarbeiten an Platinen mit entsprechend kleinen Bauteilen. Also durchaus im Bereich von 5-7mm „Höhe“ (vergleichbar mit z.B. einer Fliege). Aber wir brauchen halt meist nur Vergrößerungen im Bereich von 5-40fach. Man kann aber die Lupe bis ganz hoch drehen und die Platine (oder auch Mineralien z.B.) in die Hand nehmen und quasi mit den Händen fokussieren. Wenn man ruhige Hände hat, geht das sehr gut. Da kann man schnell zwischen verschiedenen Bereichen wechseln und auch drehen.

    Da steckt halt der Vorteil des Gerätes: ich kann darunter arbeiten, ohne dass ich immer einen bestimmten Bereich suchen und dann fokussieren und dann wieder suchen und wieder fokussieren usw. muss.

    VG corne

  • Hallo Steffen,


    rein aus Interesse: Was hast du denn damit vor, dass dir 50x nicht reicht? Ist eine ernstgemeinte Frage - ich benutze meine nur zum Betrachten von Pilzen, Flechten usw. Die 40x sind da für mich eigentlich schon das sinnvolle Maximum: Einmal wird die Schärfentiefe so gering, dass man keine dreidimensionalen Bilder mehr erhält, und bei nicht ganz flachen Objekten ständig die Hälfte unscharf ist. Und zum Anderen wird es ohne Kreuztisch so fummelig, die Proben noch auszurichten. Da packe ich die Dinge lieber gleich unters Mikroskop.

    Andere Leute mögen nicht so grobmotorisch wie ich unterwegs sein.Oder willst du so eine Stereolupe für etwas ganz anderes nutzen - vielleicht irgendetwas technisches wie Uhren reparieren ?


    Interessierte Grüße

    Michael