Ascocoryne cylichnium?

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 317 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Longimanus.

  • Hallo allerseits. Ich bin neu im Pilzforum und würde mich als fortgeschrittener Anfänger bezeichnen.

    Mitte Dezember habe ich Pilze gefunden, die ich für Ascocoryne cylichnium halte. Sie wuchsen auf der Borke einer gefällten Eiche zwischen Moospolster. Sie waren gallertartig, glatte Oberfläche, rotviolett, gestielt und bis zu 1,5 cm breit. Die Asci enthalten 8 Sporen, die mandelförmig, hyalin mit Tröpfchen und bis zu fünfmal septiert sind. Die Abmessungen sind 18-26 X 5-6 Mikrometer. Von den Sporenseiten spalten sich mehr oder weniger runde Nebensporen ab (1,5 - 2 Mikrometer). Die Spitzen der Asci waren amyloid. Paraphysen waren schmal ohne Köpfchen, wie man sie bei A. sarcoides findet. Schnallen an den Seten habe ich nicht gesehen. Trama: verwobene Hyphen sowie globose Hyphen.

    Die Qualität der Fotos bitte ich zu entschuldigen, alles altes Equipment.

    Kann jemand die Analyse bestätigen oder Alternativen benennen.

  • Hallo Longimanus,


    willkommen im Forum!

    Ich würde deiner Analyse zustimmen. Makroskopisch sind große Fruchtkörper, die ohne Nebenfruchtform wachsen, immer schon ein gutes Indiz.

    Da ich nicht weiß, womit du bestimmt hast, hänge ich dir noch einmal eine Ascocoryne-Arbeit von Zotto an.


    Beste Grüße

    Jan-Arne

  • Hallo,

    von Zotto haben wir vor Jahren mal gelernt, dass frische Fruchtkörper von Ascocoryne cylichnum leicht mit dem Fingernagel zerteilt werden kann, während A. sarcoides gummiartig nicht zerteilbar ist.

    Das hat bisher immer geklappt.


    VG Ulla

  • Vielen Dank für den sehr interessanten Zottobeitrag und den Hinweis mit dem Fingernagel. Leider kann ich das gegebenenfalls erst im nächsten Jahr ausprobieren.

    Meine derzeitigen Bestimmungsmöglichkeiten sind alle sehr alt, da ich mich aktiv (hobbymäßig) mit Pilzen vor 30 bis 40 Jahren beschäftigt habe. Für die Ascomyceten habe ich die folgenden Werke zu Rate gezogen: das Handbuch für Pilzfreunde(Michael, Hennig, Kreisel), Ascomyceten von M. Moser und British Ascomycetes (2nd revised edition von 1981) von R.W.G. Dennis. Dann habe ich auch noch gegoogelt. Aber mittlerweile hat sich ja einiges getan und ich werde versuchen mich langsam aber sicher auf den aktuellen Stand zu bringen.

    Noch eine Ergänzung: die Pilze habe ich im Kottenforst bei Bonn gefunden.