Bleiweißer Trichterling?

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 393 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von frank2507.

  • Hallo!

    Vorgestern im Eichen-Hainbuchen-Mischwald auf basischem Boden gefunden. Hutdurchmesser ca. 6 cm, Geruch schwach süßlich-parfümiert. Mit dem Kosmos-Handbuch lande ich beim Bleiweißen Trichterling, aber es gibt ja noch ein paar ähnliche Arten (Rinnigbereifter Trichterling etc.).


    Kann man den anhand makroskopischer Merkmale festmachen oder bleiben ohne Mikroskop Fragezeichen?


    Beste Grüße,


    Frank


  • Hallo Frank,


    wenn sich sonst niemand äußern mag: Ich denke, du hast recht. Die großen Fruchtkörper und der zur Basis hin filzige Stiel (zum Festhalten in der Laubstreu) sind meiner Meinung nach recht typisch.


    Beste Grüße

    Jan-Arne

                                                                               
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    Ich habe eine kleine Homepage gebastelt, auf der ich Tiere und Pilze in Kurzportraits zeige.

  • Hallo Jan-Arne und vielen Dank für deine Einschätzung.


    Ich hatte mich schon gefragt, warum es denn gar keine Rückmeldung zu diesem Fund gibt. Natürlich kann man nicht alles makroskopisch bestimmen, aber es sollte hier im Forum doch Leute mit einschlägiger Funderfahrung geben, zumal der Kosmos dazu schreibt :" ... in Europa wohl überall häufig."


    Grüße,


    Frank

  • Hi Thomas,


    falls wir von Clitocybe phyllophila sprechen, so halte ich das eher für eine Laubwald-Art, wofür ja auch der taxonomische Name sprechen würde ("Laubfreund"), wobei ich letztens hier davon las, dass sie auch im Nadelwald gefunden wird.

    Vielleicht bringt die kurze Ausführung über die Taxonomie in Form einer Synonymisierung zweier früherer Taxa hier etwas Aufklärung: http://tintling.com/pilzbuch/a…litocybe_phyllophila.html

    In unseren Nadelwäldern zumindest ist mir bisher kein ähnlicher Trichterling begegnet.


    Beste Grüße

    Jan-Arne

                                                                               
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  • Hallo,

    laut Pilze in Sachsen kommt auch C. dealbata im Wald vor, C. rivulosa allerdings nur auf Wiesen. Den Pilz oben würde ich auch für C. phyllophila halten, allerdings kenne ich hier nicht genau die Unterscheidung zum dealbata, denke aber der sollte kleiner sein (?). Vielleicht weiß ja jemand mehr.

    Beste Grüße

  • Guten Abend und vielen Dank für die Beiträge.


    Wie es der Zufall so will, habe ich bei meiner heutigen Pilztour in Unterfranken auf einer Wiese möglicherweise den Doppelgänger Rinnigbereifter Trichterling gefunden. Deutlich kleinere und zierliche Fruchtkörper, praktisch kein wahrnehmbarer Geruch. In einigen Metern Entfernung gab es auch Mehl-Räslinge, die ich zum Vergleich bei den letzten drei Fotos auf der linken Bildhälfte platziert habe.


    Da kann man schon schnell daneben greifen! Der Geruch alleine ist kein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal, denn der Mehlräsling-Geruch bleibt an den Fingern haften, was beim nächsten Pilz ein falsch-positiv verursachen kann.


    Beste Grüße,


    Frank



    Hier auf der linken Bildhälfte Mehl-Räslinge: