In den schottischen Highlands

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 817 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Mausmann.

  • Hallo zusammen,

    Ich hab von York aus mal einen Wochenendausflug nach Schottland gemacht und einen Tag im Nationalpark Cairngorms verbracht. Leider war ich wohl nicht ganz zum richtigen Zeitpunkt da, dort gibt es wunderschönen, natürlichen Kiefernurwald, aber zb Boletus pinophilus wurde mir heute nicht vergönnt. Aber der Reihe nach. Heute Morgen in Aberdeen gab es erstmal einen guten Start in den Tag:

    1. Boletus edulis bei Linde

    Dann ging es mit dem Bus in Richtung Cairngorms. Der Fluss Dee fließt hier durch

    Der Wald ist wirklich absolut wunderschön, Kiefernurwald mit eingestreuten Birken, an manchen Stellen leider Lärche ausgewildert.

    Eines der vielen Lochs

    Die waldfreien Gipfel der Cairngorms

    Natürlich gab es trotzdem einiges an Pilzen:

    2. Es gab absurd viele Pfifferlinge in absolutem Bestzustand. Einfach herrlich.

    3. Ein Erstfund für mich war Craterellus lutescens. Soll der nicht kalk mögen?

    4. Craterellus tubaeformis gabs auch, hier mal alle 3 nebeneinander

    5. Ebenfalls überraschend häufig, das Eselsohr

    6. Und auch einige Stoppelpilze, bin völlig überfragt welche genau:

    7. Wenn nicht auffällig aus einem Stubben wachsend von oben einem Pfifferling sehr ähnlich: Tricholomopsis decora

    8. Apropos Stubben. Hm. Im Auwald an Laubholz hätte ich die ohne groß zu zögern Pleurotus cornucopioides genannt. Aber mitten im schottischen Kiefernurwald? Die waren sogar nichtmal selten 6 Fundstellen. Geruch leicht nach Anis:

    9. Unter den ganzen Birken gab es sehr viele Birkenpilze, leider kein einziges Rotkäppchen, trotz Habitat wie aus dem Bilderbuch

    10. Ganz ab und an mal ein Fliegenpilz

    11. Vertretend für Cortinarien der blutblättrige Hautkopf

    12. Und ein mir unbekannter

    12. Ein sehr kräftiger Täubling bei Kiefer, angenehm mild im Geschmack, vielleicht Russula integra?

    13. Weitere Kiefernbegleitende Täublinge

    14. Scheidenstreiflinge

    15. Erdzungen

    Tja und dann war mein Akku leer. Ich hatte natürlich eine Powerbank dabei, aber da die irgendwie den Geist aufgegeben hat, sind die restlichen Bilder alle nur in meinem Kopf. Ein sehr schöner Ausflug, auch wenn ich ehrlich gesagt noch gern ein paar mehr Kiefernbegleiter gesehen hätte (kein einziger Schmierröhrling, keine Reizker, keine Grünlinge, kein Kiefernsteinpilz) aber das ist natürlich jammern auf hohem Niveau und ein einfacher Fall von falsche Zeit, richtiger Ort. Ich hoffe euch hats gefallen.

    Viele Grüße

  • Hallo

    Schöne Funde !

    Zum Glück hast du deinen "Pleurotus cornucopioides" ( Pilze Nr. 8 ) nicht gegessen weil gehet in diese fall siecher um Giftige Pleurocybella porrigens . Kiefernwald , oder Fichtenwald ( Nadelholz ) passt Perfekt


    LG

  • Danke euch, ich hatte die schon im Kopf (deswegen hätte ich die auch nie gegessen), dachte aber, die sind kleiner und weniger trichterförmig. Deswegen muss man die selbst mal finden.

    Viele Grüße

  • ...

    8. Apropos Stubben. Hm. Im Auwald an Laubholz hätte ich die ohne groß zu zögern Pleurotus cornucopioides genannt. Aber mitten im schottischen Kiefernurwald? Die waren sogar nichtmal selten 6 Fundstellen. Geruch leicht nach Anis:

    ...


    Hallo

    Schöne Funde !

    Zum Glück hast du deinen "Pleurotus cornucopioides" ( Pilze Nr. 8 ) nicht gegessen weil gehet in diese fall siecher um Giftige Pleurocybella porrigens . Kiefernwald , oder Fichtenwald ( Nadelholz ) passt Perfekt


    LG


    Guter und wichtiger Einwand! :daumen: Bei Zweifeln immer auf Sicherheit setzen.


    Wenn der Geruch nach Anis keine Einbildung war wäre ich aber auch beim Rillstieligen Seitling. Und das Zuviel an Stiel bestärkt mich noch darin.

  • Hi,


    schöne Bilderstrecke; mit R. integra liegst du, denke ich, richtig. Zu den anderen: Ohne weitere Infos wird es schwer eine gescheite Einschätzung abzugeben.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Danke euch,

    Ein paar Infos kann ich noch geben: die Seitlinge hatten im Geruch definitiv was süßlich angenehmes, vielleicht habe ich mir das anisartige eingebildet, bin erkältet. Pleurocybella porrigens passt definitiv ins Habitat, das Ding ist, da steht auch überall mal eine Birke, also kann ich Birkentotholz auch nicht ausschließen. Nach erneutem Bildvergleich bin ich auch mehr bei P. porrigens, auch wenn da schon stattliche Exemplare dabei waren.

    Schade, dass ich davon keinen mitgenommen habe, die hätte ich mir gerne nochmal angeschaut.

    Zu den Täublingen: Die häufigsten waren Buckeltäublinge und Kiefernspeitäublinge, R. integra gabs nur am Wegrand.

    Der war mild, Birke kommt hier auch als Partner in Frage, angenehm süßlich im Geruch. Die waren am Wegrand auch häufiger, aber mein Handyakku war leider leer.

    Das war ein Einzelexemplar weit und breit ich weiß noch, dass ich den Geruch komisch parfümiert fand, auch mild im Geschmack.

    Viele Grüße