Edelbecher-Schluchtwaldfund 2.1.2022

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 855 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Cyrill.

  • Am Sonntagmorgen musste ich doch mal an einer meiner Lieblingsfundorte nachschauen, ob sich die Lindenprachtbecherchen schon zeigen.

    Nachdem ich bereits an anderer bekannter Stelle am 6.11.2021 schon die ersten Fruchtkörper von S.coccinea gesehen habe.


    Es handelt sich dabei um eine West/Ostwärts verlaufende sich verengende und ansteigende Schlucht, die nordseitig ein relativ starkes Gefälle hat und zumindest die ersten paar hundert Meter einen grösseren Lindenbestand aufweist. Vielleicht kann mir jemand von Euch aus Erfahrung meinen subjektiven Eindruck bestätigen das Sarcoscypha jurana die grössten Fruchtkörper der 3 bei uns heimischen Arten ausbildet ?

    So 8/9cm Durchmesser im Schnitt, das kenne ich von allen anderen Fundorten mit Sarcoscypha kleiner.
    Jedenfalls konnte man ohne sich gross anzustrengen beim Bergan laufen viele FK aus Distanz anschauen und die schönsten Fotomotive aussuchen. Ich kannte die Stelle schon vom Februar 21 und sie wird von vielen Mykobegeisterten gerne besucht da es sich um ein schönes Habitat handelt mit dem Kalkschotter und den farbigen Bechern am Hang.



    Letztes Jahr konnte man auch einige der orangen bis knapp gelben Farbmutanten beobachten, bei diesem Besuch leider nicht.

    Ich habe auch versucht zu mikroskopieren und in Melzer angeschaut ob es schon reife Sporen in den Asci hat. Leider sind es wohl noch recht junge FK und noch zu unreif.






  • Hallo Cyrill!

    Ja, das sind einfach wundervolle Pilze, die Lindenholzprachtbecher. Ich durfte sie auch schon mal sehen, ein lieber Pilzfreund hatte mich im Januar 2015 zu einem Fund mitgenommen. Sie standen damals in Schneeresten.

    Ich fand diese Becher auch insgesamt größer und massiver als die in meinem Revier gefundenen Österreichischen Prachtbecher. Den dritten in der Runde habe ich noch nicht so vor Augen.


    Liebe Grüße,

    Tuppie

  • Hallo,


    zur Absicherung der Bestimmung mikroskopisch ist die Tropfenverteilung in den (reifen) Sporen wichtig - und dafür sollte man unbedingt in Leitungswasser mikroskopieren, niemals in Melzers!


    beste Grüße,

    Andreas

  • Hallo Tuppie,


    zwei auffallend große, in jedem Pol einer davon, zusätzlich noch einige kleine drumrum verteilt. Bei den anderen Arten sind es viele mittelgroße bis kleinere die gleichmäßig verstreut sind.


    beste Grüße,

    Andreas