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letzter Beitrag von Mreul am

Kurzer Waldrundgang

  • Moin allerseits,

    für Erlenbecherchen & Co. habe ich noch zu viel Schnee. Das Angebot ist aber nicht ganz übel.

    1) irgendwas an Eberesche

    2) Dacrymyces sp.

    2a) zwei Arten oder nur farblich sehr variabel?

    3) Am Fichtenstubben, Wirtspilze sind nicht zu sehen, also vielleicht Dacrymyces chrysospermus?

    4) ebendort, ein weißes Becherchen

    5) Becher (bis etwa 1 mm) an einem entrindeten Fichtenast

    6) Überreste eines Rindenhelmlings an Kiefer

    6a) ebenda, nur mit Pilz auf Pilz

    7) auf Fichtenrinde, wohl vorjährige oder noch ältere Trichaptum abietinum


    LG, Bernd

  • Servus Bernd,

    Hast du eigentlich eim Mikroskop?

    Denn bei der 2a (den Grauen) würd ich erst eimal nachschauen ob da nicht ein Parasit zu Werke ist. Es könnten aber auch nur abgestorbene und ausgeblasste Fruchtkörper sein.

    Die 4 sieht mir nach einem behaarten/ flaumigen Fruchtkörper aus, evtl. gar kein Ascomycet. Falls doch, vom Habitus her evtl. Mollisia.

    Und die 5 könnte ebnfalls etwas Gallertiges sein.


    Alles wage Vermutungen==zucken

    Grüße

    Felli

  • Servus Felli,

    danke für Deine Vorschläge, was für ein Parasit könnte das denn an den Dacrymyces sein, wohl auch was Pilzliches?

    Nein, ein Mikroskop habe ich derzeit noch nicht, und das wird sicher auch noch etwas dauern. Schon klar, dass das mit dem Kleinzeug derzeit nichts wird mit Bestimmen. Aber ich will mir ja auch erst Mal einen Überblick verschaffen.


    Den Pilz Nr. 5 habe ich schon früher (hier Foto vom 5.2., oben) fotografiert, der hat sich erstaunlich gewandelt. Man kann hier genau die Fruchtkörper auf den beiden Bilder zueinander zuordnen. Deswegen kam ich auf Becher. Nur nach den heutigen Bilder hätte ich wohl auch Dacrymyces o.ä. vermutet. Hier beide Bilder im direkten Vergleich.


    LG, Bernd

  • Servus

    danke für Deine Vorschläge, was für ein Parasit könnte das denn an den Dacrymyces sein, wohl auch was Pilzliches?

    ja klar was pilzliches zum Beispiel ein Helicogonium.


    Zur 5

    wenn man die Bilder so vergleicht dann könnte man beim 1. meinen es sei eine Flechte, so mit dem wulstigen Rand.

    Am 2. Bild siehts ja fast so aus als sei das eine geschlossene Hülle.

    Würd zu gern wissen was da drin ist.


    Vergleich mal mit

    Coenogonium pineti

    ( nur ein vager Vorschlag)


    Grüße

    Felli

  • Hallo, Bernd!


    Nr. 1 kannst du mal trocknen, wenn du magst.

    Solche Krusten sind mikroprlichtig, und oft kommt einfach Radulomyces confluens raus, aber manchmal sind da auch schicke Überraschungen versteckt.

    Bei Nummer 3: Wie groß sind die Fruchtkörper denn? Für D. crysospermus wirken die ziemlich klein und wenn so klein weil jung, dann müsste doch die Form etwas anders sein?



    LG; Pablo.

  • Hallo Felli,

    Coenogonium pineti ist ein vorzüglicher Vorschlag - und schon der zweite so komische Flechtenpilz dieser Tage, wobei der aber als komplette Flechte gilt ... Der wurde hier gefunden und darf auch an Fichte. Ohne Überblick, ob es Verwechslungsmöglichkeiten gibt, würde ich das als prima Arbeitstitel nutzen.


    Hallo Pablo,

    das Sammeln geht schneller, selbst wenn es ordentlich dokumentiert ist, als das Untersuchen. Ich will ja Dein Pensum nicht ins Ungebührliche ausweiten.

    Von Pilz Nummer 3 mache ich dann morgen Mal Bilder mit Lineal. So um die 10..15 mm.


    LG, Bernd

  • Hallo allerseits,


    Pilz Nr. 3 ist doch kleiner, hier weitere Bilder und mit Lineal.

    Der Stubben, auf dem die sind.

    Zwischen den weißen Bechern, die bis zu 1/2 mm groß sind, gibt es auch noch weiße Schleimis, die auf dem Foto mehr zu erahnen als zu erkennen sind.


    LG, Bernd

  • Hallo, Bernd!


    Pilz 3 sollte schon in die Gallerttränenverwandschaft gehören. Aber wohin, das könnte schwierig werden. D. chrysospermus ist das nicht, D. stillatus s.l. würde ich auch eher nicht vermuten. Optionen gibt es auch in den Nachbargattungen Ditiola, Guepiniopsis etc.



    LG; Pablo.

  • Hallo Bernd,


    so rein makroskopisch kannst die weißen Becherchen mal mit Hyaloscypha aureliella vergleichen, die sieht so aus und ist Massenwaren an Nadelholz. Die weißen Stäbchen dazwischen dürften was Anamorphes sein.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Je intensiver man sich mit Pilzen beschäftigt, desto komplizierter wird es, sie zu bestimmen.

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