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letzter Beitrag von Suku am

Versuche Unsteril Kräuterseitlinge zu vermehren

  • Hallo Pilzfreunde,

    Ich habe mal einen Versuch gestartet, nur mit einem Kräuterseitling Myzel zu bekommen.

    1: Strohpellets nur mit heißem Waser angesetzt

    2: Sägemehl aus Buchenholz auch nur mit heißem Wasser angesetzt

    3: Sägemehl und Holzpellets auch nur mit heißem Wasser angesetzt.

    Als alles angesetzt war habe ich vom Pilz einige Stücke abgeschnitten und

    ins Substrat reingedrückt.

    Jetzt sieht man schon etwas, das aussieht wie Myzel.

    Oder sollte das Schimmel sein ?

    Einst ging ich mit Ilse in die Pilze, jetzt stillt se, Scheiß Pilze ( frei nach Heinz Erhart ):haue:

  • Hallo,

    für mich sieht das aus wie Schimmel. Myzel hat einen anderen Wuchs.

    Kann ja auch kaum was anderes bei rauskommen.

    Stückchen Pilz in Substrat stecken und warten bis Pilze kommen wäre einfach zu schön.

    Toll wäre es ja.


    Anton

  • Hi,

    nach allem, was ich bislang so recheriert habe, ist der Kräuterseitling eher empfindlicher gegenüber Kontaminierungen, als bspw. Austern oder Rosenseitlinge. Sie brauchen wohl schlicht länger, bis sie das Substrat besiedelt haben, da hat Schimmel größere Chancen. Da scheint es mir gewagt, das gesamte Substrat sofort mit Pilzstückchen zu versetzen. Üblicherweise wird ja zunächst eine kleinere Menge auf z.B. Pappe angezogen, der dann, nach "Durchmycelisierung" langsam Substrat zugefügt wird, das dann weiter besiedelt wird. Bei mir läuft gerade ein Zuchtversuch mit Rosenseitlingen. Da war in der Anleitung empfohlen, das Substrat bei 100 °C für zwei Stunden im Backofen zu erhitzen. Mir erscheint das vernünftig und nicht so super aufwendig. Ob das Erfolg hat, kann ich aber erst in ca. 3 Wochen berichten.

    Grüße,

    Suku

  • Hi,

    nach allem, was ich bislang so recheriert habe, ist der Kräuterseitling eher empfindlicher gegenüber Kontaminierungen, als bspw. Austern oder Rosenseitlinge. Sie brauchen wohl schlicht länger, bis sie das Substrat besiedelt haben, da hat Schimmel größere Chancen. Da scheint es mir gewagt, das gesamte Substrat sofort mit Pilzstückchen zu versetzen. Üblicherweise wird ja zunächst eine kleinere Menge auf z.B. Pappe angezogen, der dann, nach "Durchmycelisierung" langsam Substrat zugefügt wird, das dann weiter besiedelt wird. Bei mir läuft gerade ein Zuchtversuch mit Rosenseitlingen. Da war in der Anleitung empfohlen, das Substrat bei 100 °C für zwei Stunden im Backofen zu erhitzen. Mir erscheint das vernünftig und nicht so super aufwendig. Ob das Erfolg hat, kann ich aber erst in ca. 3 Wochen berichten.

    Grüße,

    Suku

    So sehe ich das auch.

    Eine Stufe weglassen wäre natürlich super, wenn es klappen würde.


    Anton

  • Hallo Bigfoot,


    mich interessiert, wie Dein Versuch mit Direktbesiedelung des Substrates weitergegangen ist. Hat sich die weiße Verfärbung als Schimmel herausgestellt, oder ist das tatsächlich Myzel? Läuft der Versuch noch, oder liegt alles auf dem Kompost?

    Ich habe zur ungefähr gleichen Zeit wie Du komplett unsteril einen Stielteil eines Supermarkt-Kräuterseitlings kleingehackt auf Pappe angezogen. Sah gut aus, der begann die Pappe zu fressen. Als die erste Lage "durch" war, habe ich 2 Stücke gepressten Kaffeesatzes aus dem Vollautomaten dazugegeben. Es hat gerade mal einen Tag gedauert, bis der komplett mit Schimmel besetzt war. Spannend fand ich, dass der Schimmel das Myzel des Seitlings komplett zerstört hat. Schade. Aber ja auch abzusehen. Ich versuche es gerade nochmal, werde aber bei Pappe bleiben.


    LG Michael

  • Eine Zeit lang ging alles gut, dann kam aber über nacht der Schimmel, da habe ich gleich alles entsorgt.

    Hätte gerne gesehen, ob der Schimmel vom Myzel überdeckt wird, oder ob der Schimmel schneller ist.

    Ich habe vermutlich zu viel Substrat und zu wenig Myzel gehabt.

    Aber ich bleibe dran und werde noch bissl was testen.


    LG Michael

    Einst ging ich mit Ilse in die Pilze, jetzt stillt se, Scheiß Pilze ( frei nach Heinz Erhart ):haue:

  • Hi,

    Ich weigere mich auch aufzugeben, obwohl ich im Netz noch nix gefunden habe, wo ein erfolgreicher, unsteriler Klonversuch mit Kräuterseitling beschrieben wird. Irgendwie hören die Berichte spätestens mit der Substratimpfung auf.

    Na, der zeitliche und finanzielle Aufwand ist gering, da kann man ja trotzdem einige Versuche machen.

    Dir viel Erfolg. Berichte doch bitte, wenn was gelingt.


    LG Michael

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