Bestimmung Gartenpilz

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 1.826 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Beorn.

  • Hallo zusammen,


    vor drei Tagen ist mir dieser Pilz an einem Pflaumenbaum in meinem Garten aufgefallen. Er wächst recht schnell, ist handgroß und wird bei Anschnitt etwas dunkler. Er riecht nach Moos oder Erde, nach dem Anschnitt deutlicher als vorher.

    Sicherlich habe ich da keinen Speisepilz entdeckt, trotzdem interessiert mich welche Art es ist.


    Danke und LG

    Marcel


  • Hallo Marcel,

    Das ist ein Schwefelporling.

    Gemeiner Schwefelporling – Wikipedia

    Und Willkommen im Forum.

    Gruß

    Norbert

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    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110+6 APR 2020=116+5+4 APR2021=125

    -15 für APR 2022 = 110

    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

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  • Ich habe vor kurzem gelesen, dass er ziemlich aggressiv sein soll, also dass er weitere Bäume angreift bzw befällt, sofern da noch welche sind.

    Ist das wirklich so umd wäre es besser, so einen befallenen Baum schnell zu entfernen?

    PS: an einem Pflaumenbaum bzw Obstbaum soll er gut schmecken.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Jos!


    Laetiporus sulphureus ist ein Schwächeparasit. Ein einigermaßen gesunder Baum wird sich erfolgreich gegen den Pilz wehren können.
    Die Art ist sehr häufig und überall verbreitet, es bringt also nichts, den einen Baum zu fällen, weil die Sporen ja auch von anderen Schwefelporlingen im Umkreis an jeden Baum im Radius einiger Kilometer verfrachtet werden können.
    Bei Obstbäumen ist eine gute Baumpflege relevant, so daß möglichst lange gesund und stark bleiben, dann hat ein Pilz kaum chancen.
    Irgendwann aber geht jeder Baum den Weg des Lebens, wird alt, der Stoffwechsel funktioniert nicht mehr so richtig, und dann wird er eben von Pilzen besiedelt, die ihn über kurz oder lang zum Absterben bringen. Ist eben Natur.
    Wenn man Glück hat, fängt sich ein alter Obstbaum als erstes einen "vorsichtigen" Parasiten ein, zB Phellinus pomaceus, also eine Art, die den Baum nur sehr langsam schädigt. Das Gute daran: Viele dieser Pilze mögen keine Konkurrenz, also wo der Baum sich nicht selbst schützen kann, aber bereits von einem langsamen Parasiten besiedelt ist, wird der Parasit sein Substrat gegen etlichie andere parasitische Pilze verteidigen.



    LG, Pablo.