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letzter Beitrag von Beorn am

Boletus fragrans?

  • Hallo,


    ich hab diese Art von Pilzen bei uns schon gefunden. Deshalb nehme ich an, dass es ein Boletus fragrans ist. Allerding hab ich nicht in Erinnerung, dass der Stiel so rot war. Gibt es andere Möglichkeiten?


    Standort: Laubwald in Portugal, Lehmboden

    Hut: ca. 12 cm, dunkelbraun, glatt bei feuchtem Wetter, keine Verfärbung bei Druck

    Stiel: ca. 10 cm, rötlich, faserig bis netzartig, keine Verfärbung bei Druck

    Fleisch: weiß im Hut, gelb an der Stielbasis, stellenweise bläuend im Schnitt

    Lamellen: gelb, stark bläuend bei Druck


    lg. Dieter



  • Hallo, Dieter!


    Wenn der Stiel tatsächlich genetzt ist (auf den Bildern 1 & 2 leider schlecht zu sehen), dann ist das nicht Boletus fragrans (Lanmaoa fragrans aktuell, muss man sich nicht merken).

    Wenn mit richtigem Netz, dann wird's kompliziert. Naheliegend wäre ein Schönfuß (Boletus calopus), aber die Hutoberfläche wäre da ungewöhnlich. Müsste man sich mal die weiteren (mehr oder weniger deutlich) genetzten Gelbporer mit nicht blauender Huthaut, aber stark blauendem Fleisch angucken. Was irgendwie nicht so viele sind, und außer den "Caloboletus" - Arten (calopus und radicans) fällt mir spontan nur Boletus poikilochromus ein.


    LG; Pablo.

  • hej.


    Optisch bin ich so an folgender Struktur hängen geblieben:


    Das könnte - rein vom Angucken her - schon ein echtes, also aufliegendes Netz sein, das an anderen Stellen am Stiel halt vergangen / abgegriffen oder nicht richtig ausgepärgt ist.
    Aber lieber als auf das Bild verlasse ich mich auf deine Beobachtung, weil: Mit Pilz in der Hand kann man es einfach besser beurteilen als über Bild.

    Also wenn kein Netz, dann wüsste ich nicht, wass es außer Boletus fragrans noch sein könnte.
    Mit rotem Hut (ist es hier aber nicht) wäre noch Baorangia emilei (vorher: Boletus spretus) eine Möglichkeit, aber wo hier am Hut nichts rot oder rosa ist, wohl eher nicht.



    LG; Pablo.

  • Pablo,


    das ist wohl wie bei Wolken, wo man manchmal glaubt Figuren zu sehen, die sich alsbald in beliebige Flecken auflösen. Ich hab auch manchmal Schwierigkeiten beim Sommersteinpilz ein Netz zu erkennen. Dann versuche ich, ein Netz durch die unregelmäßige Struktur zu rekonstruieren. Aber ich glaube wirklich, dass es bei diesem Pilz kein richtiges Netz gibt, sondern nur Flecken, die manchmal eine netzartige Struktur erahnen lassen.


    Es bleibt also z.Z. beim B. fragrance.


    lg. Dieter

  • Hallo


    Habe in Mediterranraum unten Steineiche paar mall Xerocomus dryophyllus gesehen ,Spätsaison - Durch kalte Nachte total ausblassen 1 zu 1 wie Dieters Röhrling


    Hier gehet um Spätfund - Ende Saison Kalte Nachte usw. Pilz in diese alter kann irgendwelche Merkmalle verlieren


    LG beli !

  • Hallo Beli,


    danke für die Antwort.


    Die Beispiele von Xerocomus dryophyllus, die ich im Netz finde sind kleiner und haben einen dünnen, unten verdünnten Stiel, wogegen mein Pilz doch sehr wuchtig ist mit einem keulenförmigen Stiel, der unten deutlich verdickt ist. Auch scheinen mir die Röhren bei meinem Pilz feiner als beim Xerocomus dryophyllus.


    lg. Dieter

  • Hallo.


    das ist wohl wie bei Wolken, wo man manchmal glaubt Figuren zu sehen, die sich alsbald in beliebige Flecken auflösen.

    Sehr schön formuliert! :thumbup:


    Xerocomus dryophilus (müsste mittlerweile bei Xerocomellus sein?) denke ich auch eher nicht: Neben dem unterschiedlichen Habitus dürfte der - wenn überhaupt - nur stelenweise sehr schwach blauen. Die Pilze hier verfärben viel zu stark auf Druck.



    LG, Pablo.

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