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letzter Beitrag von magellan am

welche Pilze sind das?

  • hallo!
    zur Nachbearbeitung noch einige Funde der letzten Tage und Wochen und einige ältere - wieder etwas viel, aber vielleicht kann ja doch noch etwas bestimmt werden -
    vielen Dank für die Bemühungen - mfg magellan


    1. alte Bilder aus dem letzten Winter - auf Laubholz - hab nie gewußt was das ist - alter vertrockneter Pilz - Rindesprenger, Feuerschwamm ?


    2. auf liegendem Laubholz vor einigen Wochen -


    3. im Mischwald - nehme an eine Sattellorchel - Helvella ephippium


    4. auch auf liegendem Laubholz -


    5. heute auf einem alten 25 cm Stamm, wohl Laubholz, fotografiert - in hellblau noch nie gesehen


    6. auf liegendem Eichenast


    7. auf liegendem Baumstamm - wohl Eiche - Eichen-Feuerschwamm - Phellinus robustus ?


    8. auf liegendem Buchenast - Rindensprenger?


    9. sehr altes Bild - unbekannter Pilz auf Laubholz im Winter


    10. schon einmal gezeigt, aber der Pilz? auf dem 50 cm langen Laubholzstamm scheint sich durch das feuchte Wetter weiterentwickelt zu haben und zeigt mehr Farben - vielleicht ist jetzt mehr dazu zu sagen

  • Hallo Magellan,


    das ist aber viel was du da hast.


    Bei 1 wäre ich auch bei Feuerschwamm, irgendwas in Richtung Phellinus ferrugineus oder ferruginosus.
    2 würde ich sagen Cylindrobasidium evolvens
    3 her elastica
    4 hast du eine nähere Aufnahme erinnert mich an Steccherinum ochraceum
    5 Sag mir auf die schnelle nichts
    6 ist Peniophora quercina
    7 Phellinus robustus? Warum auch nicht?
    8 Auch gerade keine Idee
    9 Ohne ein Blick auf dem Hut nicht bestimmbar für mich
    10 Kenne ich nicht, könnte aber auch etwas in Richtung Peniophora sein.
    11 Fomitopsis oder?

    Gruß Mario
    Ein Gruß aus den Bergischen Land


    Pilzchips 40 / 13 PC fürs APR.


    Bei Geschmackprobe bitte nicht runter schlucken.


  • prima - vielen Dank - bei Nr.4 gibt es keine besseren Bilder, kann ich nur vergrößern - Nr.11 sollte eigentlich gar nicht rein, war nur noch im Ordner - müßte aber Ischnoderma resinosum sein

    [hr]


    Hallo Magellan !
    Nr. 7 könnte sich evtl. auch als Trametes gibbosa entpuppen an liegendem Holz können die jung schon mal so aussehen .
    Gruß Harry


    hallo hopsing17
    vielen Dank - hab ich noch gar nicht dran gedacht - der Baum stand zwar noch, aber die wachsen manchmal tatsächlich recht seltsam
    mfg magellan

  • Hallo,
    zu Nr. 3, ich glaube, auch bei den so sattelförmigen Pilzfruchtkörpern gibt es noch Verwechslungsarten (M! - hat man (Pablo !) mir jedenfalls mal in einem Beitrag, wo ich ein ähnliches Exemplar hatte, gesagt - hier inkl. Links im Text)


    zu Nr. 4, bei dem neuen Bild sieht man ja die Zähnchen, also bin ich auch für Steccherinum ochraceum


    Nr. 5 finde ich sehr verwirrend, stimmt denn die blaue Farbe so extrem (mir kommt das Holz von der Schnittkante auch etwas zu blau vor)??
    Terana caerulea wäre ganz ganz dunkelblau, kann es nicht sein ...
    junge resupinat wachsenden Bjerkandera adusta könnten von der Form her so aussehen, wären aber allenfalls minimal gräulich-blau, und junge resupinat wachsende Chondrostereum purpureum würden deutlich mehr ins Rötliche gehen ....
    und bläuliche Postia-Arten wachsen nicht resupinat ....
    edit: WIE WAR DENN EIGENTLICH DIE OBERFLÄCHE - waren da Poren oder war alles ganz glatt, der Rand sieht auch so ausgefranst aus ...


    Nr. 7 da halte ich das Substrat für Buche (ist doch ganz glatt?) und für Trametes gibbosa ist mir der Pilz vieeeeeeeel zu dunkel, zu intensiv leuchtend braun. Habe ich jedenfalls noch nie so gesehen, gerade wenn die jungen "Knubbel" kommen, ist der doch fast ganz weiß, eventuell cremefarben, später dann entweder grünlich bealgt, oder auch grau-braun mit weiß irgendwie ...
    Ich "glaube" hier an einen jungen Fomes fomentarius - und wenn man sowas sucht, dann findet man auch sehr ähnliche Vergleichsbilder im 123-Forum: hier Bild 8 und weiter unten die Vergleichspilze


    Nr. 8 kenne ich noch nicht, aber mein Vorschlag ZUM VERGLEICHEN wäre Lopharia spadicea, Russbrauner Schichtpilz (aber STOPP. der soll fast nur (?) in Süddeutschland vorkommen). Sehr ähnlich wäre auch (laut 123) der Runzelige Schichtpilz, Stereum rugosum (der röten sollte)


    bei Nr. 9 denke ich an Anistramete, Trametes suaveolens, die sollte dann gut gerochen haben - ist aber "nur so ein Gedanke"


  • hallo abeja!
    vielen Dank
    Nr.5 ist tatsächlich so blau - an B. adusta glaube ich eigentlich nicht - werde den Pilz weiter beobachten - vielleicht tut sich ja noch was
    Nr.7 ist mir zu hause auch aufgefallen - im Wald dachte ich an Eiche - sonst stimmt ja auch viel für Phellinus robustus
    Nr.8 gute Idee von Dir - kenne Lopharia spadicea noch nicht - sieht in den Büchern zwar brauner aus, sonst stimmt aber viel - an den runzeligen glaube ich nicht - werde ihn erst einmal als L. spadicea übernehmen
    Nr.9 glaube eigentlich nicht an T.suaveolens - die hab ich bei uns schon gefunden
    mfg magellan

  • Hallo.


    Nummer 1 ist entweder Phellinus ferruginosus oder Phellinus ferreus. Makroskopishc sind die beiden Arten nicht zu unterscheiden.
    Bei Nummer 2 habe ich mit der Farbe Bedenken. Es kann Cylindrobasidium sein, es gibt aber noch etliche weitere warzige Rindenpilze in Gattungen wie zB Cristina, Hyphodontia, Corticium, Hyphoderma...
    Oder es ist eine der so aussehenden Nadelholzarten, die sich irgendwie verirrt hat (Dacryobolus, Coniophora etc.)
    4: Und warum genau kann das jetzt nicht Steccherinum bourdotii sein?
    5: Wenn das Nadelholz ist (am besten Kiefer), kann man mal bei Phlebiopsis vergleichen. Wenn der aber wirklich so blau ist, dann nicht. Dann ist er nicht bestimmbar, Terana caerulea ist das sicher nicht.
    6: Wurde schon bestimmt
    7: Ich sehe da auch Buche, mit so einer Rinde kann das kein Stammholz einer Eiche sein. Der Pilz ist in dem Stadium kaum bestimmbar, die Idee von Abeja ist allerdings ganz gut.
    8: Wenn der Poren hat, dann ist es Bjerkandera adusta.
    9: nicht bestimmbar ohne Blick auf die Oberseite
    10: Könnte schon eher Terena caerulea sein. Ist aber anhand der Bilder und Angaben ebenfalls nicht bestimmbar
    der im Anhang ist Fomitopsis pinicola, wenn der Brutzeltest positiv ist.



    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,


    4: Und warum genau kann das jetzt nicht Steccherinum bourdotii sein?


    Steccherinum bourdotii hat nicht so weiche Farben, sollte etwas dunkler sein und die Zähnchen sind normalerweise etwas länger, bin mir eigentlich ziemlich sicher musste man aber für 100% ige Sicherheit sollte man sich die Sporen anschauen.

    Gruß Mario
    Ein Gruß aus den Bergischen Land


    Pilzchips 40 / 13 PC fürs APR.


    Bei Geschmackprobe bitte nicht runter schlucken.

  • Hallo.


    Naja, das Problem ist, daß ich S. bourdotii noch nie gefunden habe. Sondern immer den mit den eliptischen, schmaleren Sporen. Und der kann schon mal total unterschiedlich aussehen, unterschiedlicher jedenfalls als ich ihn oft beschrieben sehe. Und da frage ich mich halt auch, wie weit denn der mit den fast rundlichen, deutlich breiteren Sporen variieren kann.



    LG, Pablo.

  • hallo!
    habe heute ( drei Tage später) von Pilz Nr.8 noch einige Aufnahmen gemacht - wenn es B.adusta sein sollte ist er sehr verwachsen - vielleicht hatte er ja auf dem am Boden liegendem Ast keine Möglichkeit sich normal zu entwickeln - kleine Strukturen (Poren ?) sind auf der Oberseite zu erkennen und an den Seiten haben sich Hütchen ausgebildet - der Gezonte Ohrlappenpilz, den ich nicht kenne, sieht zumindest in den Büchern ähnlich aus, aber der wird es wohl nicht sein - vielleicht kommt man ja noch etwas weiter, sonst muß man sich mit dem B. adusta begnügen - vielen Dank für die Bemühungen - mfg magellan


  • hallo!
    zu den Bildern im Anhang kann ich noch etwas sagen - habe heute ein Exemplar mitgenommen - brutzelt nicht und die Unterseite verfärbt sich bei Druck deutlich dunkel - der Pilz stammt von großen Laubholzstämmen auf denen viele Pilze dieser Art wachsen - ich nehme an alles
    I. resinosum - man findet ihn bei uns häufiger - hier noch einige Bilder - mfg magellan

  • Hallo.


    Ich halte den letzten nicht für eine Ischnoderma. Habitus und Farbverläufe sind ja ganz anders (gut zu vergleichen dank deiner Bilder).
    Wenn die Hutkruste beim Anzündeln nicht schmilzt, kommt noch ein extrem untypischer Fomes (Zunderschwamm) oder noch extremer untypische Ganoderma sp (Lackporlinge) in Frage.



    LG, Pablo.

  • Hallo Magellan,
    bei dem letzten Bild bin ich zu 99 Prozent sicher, dass es sich um einen Zunderschwamm handelt.
    Denn auf DIESE extrem rote Farbe beim jungen Pilz, zusammen mit der extrem weißen Zuwachskante bin ich in diesem Herbst auch hereingefallen.
    In diesem Beitrag der erste Pilz und der letzte Pilz (den ich angeschnitten hatte, der dann wieder zugelegt hatte).
    Weitere Beispiele hatte ich an das Portrait angehängt, da vor allem war dieses Beispiel so rot, so in der Form und mit der Linienführung. Ein Schnitt bringt natürlich die letzte Sicherheit im Unterschied zu Ganoderma, siehe auch im Portrait.


  • hallo abeja und Pablo !
    vielen Dank für die ausfürliche Bearbeiteung - da werdet ihr sicherlich wieder Recht haben, da muß man noch eine Menge dazulernen
    mfg magellan


  • hallo!
    Ja. das passt tatsächlich - war diese Tage nach etwa drei Monaten noch einmal da und habe Bilder gemacht - der Pilz hat es geschafft noch einige brauchbare Fruchtkörper zu entwickeln und man kann jetzt wohl mit gutem Gewissen sagen, daß es B. adusta ist
    mfg magellan

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