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letzter Beitrag von lutine am

boletus luridus?

  • hallo zusammen


    beim aussteigen vor meiner haustür, inmitten unserer hochhaussiedlung begegneten mir diese röhrenpilze.


    Größe: ca 8-10 cm
    Kappe: halbkugelig, beige-gelb, im zentrum fast schwarz
    Stiel: keulig, dick, stämmig mit deutlichem bläulichem netz auf gelbem grund
    Röhren: gelb, mit deutlich dunkeloranger mündungen, auf druck sofort stark blauend. stielfleisch weiß, sofort blauend, aber nicht so stark wie ich es bei den flockenhexen kenne.
    Geruch: angenehm pilzig


    standort: städtische wiese, in der umgebung : linden, ebereschen, japanische kirschen ulmen und 100 meter weiter noch haselnüsse



  • Hallo Daggi !
    ich denke die Bestimmung ist ok , bei mir sind die Dinger immer vermadet wenn ich fündig werde im Zweifelfall einfach mal den Röhrenboden anschauen ( Schwamm entfernen ) sollte orangerot sein
    Gruß Harry

  • boletus luridus = netzstieliger Hexenröhrling?


    Mit dem Lateinischem bin ich noch nicht so glücklich . Dauert etwas bis ich das kann :D Zumindest mit boletus konnte ich auf anhieb beim themenname etwas anfangen :)


    Vom Aussehen her passt das zu 100% Die die ich gefunden habe und die hier auch noch wachsen sehen identisch aus.


    Sollte dann ja aufjedenfall Kalkhaltiger Boden dort sein.. oder künstlich aufgebrachter Kalk ausgebracht worden sein.



    LG Heiner

  • danke harry und heiner


    ja heiner, sorry klar ist das die netzhexe.


    ja, das passt dann wohl. der röhrenboden ist orange.
    irgendwie hab ich den eher im wald vermutet. und die helle kappe hat mich auch irritiert. offenbar hab ich bisher immer nur flockenhexen boletus erythropus) gefunden


    achso und maden: null und niente (bis auf die kleinen minidinger am fuß, die man sehen kann gewicht der geputzten pilze 400 g
    :)

  • Hallo Daggi,


    Glückwunsch zu Deinem Fund !


    wir haben in Oberbayern n kleines WE-Domizil. Ehemaliger Obstgarten eines alten Bauernhofes, aussenrum wachsen Birken, Weiden und andere Laubbäume.
    Die Netzhexen sehen da genau so aus.
    Obwohl da in der Saison viele direkt vor der Haustür stehen sammeln wir die nicht.

  • danke helmi
    gibt ja viel gerede um die netzhexen. aber bisher gibt es keinen wissenschaftlich fundierten hinweis auf irgendwelche gifte in dem pilz. die vorgekommenen unverträglichkeiten sind wohl eher dem individuum zuzuschreiben, dass eben nunmal irgendeinen pilz nicht verträgt, so wie andere keine milch und wieder andere keine nüsse vertragen.

  • Gratulation!


    Wenn ich auch noch meinen Sempf dazugeben darf, mich irritiert die helle Kappe, die erinnert mich eher an den Boletus satanas (Satanspilz), aber das weiße Fleisch machts für mich dann doch zur Hexe.


  • und die helle kappe hat mich auch irritiert


    Ok, ich mag kein Profi sein, aber ich würde Zweifel anmelden.
    Ich denke, dass ich schon viele Netzhexen gefunden habe, aber noch nie welche mit so hellen Kappen.


    Röhrlinge mit weißen Hut und roten Röhren immer meiden!
    Hab ich mal gelesen.


    Tschuldige, ich will dir auf gar keinen Fall deinen Fund zerstören, aber die Kameraden sollten ausgeschlossen sein.


    http://www.123pilze.de/DreamHC…spilz-Satansroehrling.htm


    http://www.123pilze.de/DreamHC…etigerPurpurroehrling.htm


    http://www.123pilze.de/DreamHC/Download/Purpurroehrling.htm


    Wenn es wirklich ein Hexenröhrling sein sollte habe ich wieder was gelernt, und mich würde interessieren wie man die anderen ausschließen kann ;)


    LG Peter


  • Hallo Peter !
    wo steht das ??? ist auf der Seite im Pilzbuch zufällig auch Boletus pulverulentus abgebildet und beschrieben ( Beschreibung scheint mir auf den besser zu passen ?? )
    Gruß Harry

  • Hallo Peter !
    prinzipiell ist die Seite gut aber da liegt offensichtlich ein Irrtum vor
    Kriegelsteiner ( BW Pilze ) beschreibt eine im Hut schnelle aber schwache Blaufärbung
    Groeber ( ein sehr gutes Werk ) beschreibt Fl. weisslich - blassgelb frisch schwach blauend
    Gruß Harry

  • Hallo Harry,
    gut, dass wir drüber geschrieben haben ;)
    Ich habe über 123Pilze bis jetzt immer bestimmt und im Forum bestätigen lassen, aber ich glaube, das ich mir doch noch ein vernünftiges Pilzbuch kaufen muß, aber ich bin schon dran und habe bwergen`s Buch schon bestellt :)
    Werde, aus heutiger Sicht, trotz dem keine Pilze mit weißem Hut und rotem Schwamm essen "Angst essen Seele" :shy:


    Gruß Peter

  • Hallo zusammen,


    ich denke es gilt auch die Beschreibung des Fundortes zu berücksichtigen und die Lage der Fruchtkörper bei der Aufnahme.


    Daggi schrieb, dass die Fruchtkörper auf der Wiese in der Nähe von.....
    gefunden wurden, nicht unter....... . Im Gegensatz zu uns werden die Fruchtkörper in der Sonne nicht dunkler, wenn sie dort einige Tage stehen.


    Ich denke auch, dass die Fruchtkörper beim Fertigen der Aufnahmen auf der Arbeitsplatte der Küche lagen, vor einem Fenster mit Sonneneinstrahlung. (Schatten beachten)
    Von einem Fruchtkörper zeigt der Hut in Richtung Perspektive der Fotografin und nicht gänzlich direkt zum sonnenbestrahlten Fenster.
    Der ist schon deutlich dunkler.


    Peter, erinnerst du dich noch wie hell die Aufnahmen der Austern in der Sonne auf den Fotos waren (dasselbe hatte ich dann später nochmals mit Thomas..)


    Das Genannte sollte bei der Farbe der Huthaut evtl. mit berücksichtigt werden.


    Viele Grüße,
    Markus

  • Ich hatte bisher auch schon des öfteren so helle Netzhexen. Das würde mich jetzt nicht irritieren :D
    Die weinrote Basis des Stiels und das recht grobe Netz sprechen IMHO eindeutig für Boletus Luridus. Boletus Satanas müsste an der Basis (ganz unten) eher ins gelbliche gehen...


    Grüße
    Thomas

  • Man sollte beim Bestimmen von Netzstieligen HR die Huthautfarbe nicht überbewerten, da sie äußerst variabel ist: olivbraun, ausgeblasst ledergelb, goldgelb, mitunter gegen den Rand hin ziegelorange, sogar kastanienbraun und rosa habe ich schon gesehen. Auf gewissen Großfriedhöfen mit Buchen/Eichen/Lindenbestand kann man, wenn die Zeit und die Witterung passt, am gleichen Tag Hunderte von Fruchtkörpern finden und die exorbitante Farbvariabilität dieses Pilzes wunderbar im Feld studieren.
    Eines ist aber immer vorhanden, egal welche Hutfarbe der Pilz hat und wie die Netzzeichnung aussieht: der rötliche Röhrenboden, erkennbar nach Durchschneiden als rote Linie über der Röhrenschicht. Das hat kein Flocki, kein Glattstieliger, kein Satan und auch kein Satansverwandter.

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • hallo ihr lieben


    ich glaube nicht an den boletus satanas. schon alleine deswegen nicht, weil beim genaueren hinschauen hier sicherlich 50 stück in der umgebung wachsen...okay, seit heute nicht mehr, die gemeinde hat rasen gemäht. und heute beim radfahren habe ich den gleichen pilz nochmal unter einer linde mitten in der stadt gefunden!!! hatte aber keine zeit für genauere untersuchung.



    der geruch der älteren pilze war eindeutig angenehm würzig pilzig. und meine nase ist sehr empfindlich.
    die röhrenmündungen waren auch bei den jungen exemplaren rötlichorange.
    ansonsten ....
    naja die farben auf den bildern sind schon realistisch, trotz sonne. die pilzhüte waren extrem hell! und der pilz bläute zwar deutlich beim anschnitt und sofort, aber nicht halb so stark wie die flockenhexe. die blauverfärbung war am nächsten tag weg und der pilz war dannn bräunlichgelb.
    auffällig war auch, dass die pilze fast büschelig dich wuchsen. das kenne ich sonst eigentlich nicht von röhrlingen


    und der röhrenboden war deutlich bei allen pilzen orangerot. (danke öhrling)

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    Einmal editiert, zuletzt von lutine ()

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