Beiträge von Oehrling

    Oehrling, mich würde deine Bewertung des Mohrenkopfs interessieren. Die essbaren Milchlinge scheinen bei dir insgesamt nicht so hoch im Kurs zu stehen?

    Die guten, essbaren Milchlinge schmecken mMn alle leicht süßlich und daher angenehm, aber tragen kein besonderes "Pilz"- Aroma (deswegen kommt bei mir immer ordentlich Knoblauch und viel frische Petersilie (kein Dill! Insiderwitz) dran, das pimpt auf!). Beim Mohrenkopf kommt eine interessante, leicht rauchige Komponente hinzu. 5 ist bei mir übrigens keine schlechte Bewertung, so was tue ich mir schon mal in den Mund.

    FG

    Oehrling


    O. T.: boah, was ist dieser Thread geil!!

    Nachtrag: gestern war ich nochmal im Park auf Pilzpirsch. Auf den Wiesen war der Jungfernellerling ein sehr häufiger Pilz - also hab ich mir mal eine Handvoll mitgenommen zur Verkostung. Fazit: gute Konsistenz nach dem Braten und sehr leckeres Pilzaroma. Für mich eine sehr solide 7 mit Tendenz zur 8. :)

    Hallo,

    so hatte ich den auch bewertet. Man sollte ihn aber wirklich nur in den Gegenden sammeln, wo er nicht selten ist.

    FG

    Oehrling

    Nein, aber da bleibt ja noch die Farbe der Außenhülle am Stiel. Und die ist hier eindeutig weiß und nicht rostorange. Möglicherweise lässt sich für den mit diesen Arten Erfahrenen mit einer Geruchsprobe was machen, das funktioniert ja auch bei anderen Amaniten manchmal.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,


    jetzt will ich aber schon noch mal was dazu sagen.


    1) ganz grundsätzlich: wer eine Anfrage in ein DISKUSSIONS-Forum stellt, sollte mit allem rechnen, auch mit Diskussionsbeiträgen, die nicht gefallen bzw. gefällig sind. Und sollte sich vorher überlegen, ob er das in der Lage ist seelisch auszuhalten oder nicht. Es ist zu viel verlangt vom Diskussionspartner, jederzeit erkennen zu können, welche Bemerkung ausgehalten wird und welche nicht. Von den hier gefallenen Bemerkungen war keine einzige unerträglich im Sinne der Forumsregeln, die Unerträglichkeit entstand lediglich im Kopf des Anfragestellers, weil möglicherweise ein lange kultiviertes Weltbild ins Wanken geriet. Dass man vorhabe, aus diesem Fall ein monströses Beispiel für Vorträge zu machen, wenngleich es auch inhaltlich legitim sein mag, das hätte man freilich nicht unbedingt vor dem Anfragenden ankündigen müssen, das konnte von ihm mMn durchaus als hämischer Angriff interpretiert werden.


    2) auch grundsätzlich: In einer Beratung muss es erlaubt sein, für den zu Beratenden unangenehme Sachverhalte klar ansprechen zu dürfen, denn das gehört zwingend zu einer qualifizierten Beratung dazu und unterscheidet die Beratung vom oberflächlich-gefälligen Kaffeehaus- bzw. Stammtischgeschwätz (welches die meisten Leute möglicherweise lieber mögen als qualifizierte Beratung). Vielleicht nimmt der Anfrager trotz seines Rückzugs aus der Diskussion doch für sich mit, seine in dieser Problematik zweifelhafte Grundanschauung zumindest zu hinterfragen, dann wäre doch noch etwas gewonnen. In dieser Beratung ging es auch nicht primär um das Verzehren der gefundenen Mönchsköpfe, sondern wie im Verlauf deutlich wurde, um eine im buchstäblichen Sinne ungesunde Einstellung zum Risiko und um den subtilen Versuch des Abwälzens von Verantwortung. Leider wurde auch in dieser Diskussion wieder deutlich, dass es Leute gibt, die in einer positiven und die eigene Meinung bestärkenden Beratung einen Gewinn, dagegen in einer persönlich unerfreulichen Beratung eine Pejorisierung, also eine „Pseudo-Beratung“ in Form eines Niedermachens sehen, wobei nicht selten dem Berater fälschlich unterstellt wird, das Niedermachen, also die negative Beratung zum Zwecke persönlicher Befriedigung und eines Lustgewinns wegen zu betreiben. Ich selber habe das als Berater leider schon mehrfach erleben müssen, und habe für mich entschieden, solche Leute dann eben nicht mehr zu beraten und als beratungsresistent zu betrachten.


    3) zum Vorwurf der "Breitwand" bzw. der "Breitseite": wenn ich eine Anfrage in ein offenes Diskussionsforum stelle, das gut frequentiert wird, dann ist erwartbar, dass sich dazu mehr als ein Antworter meldet. Was ja auch im Kern gut ist, da man dadurch eine "Mehrheitsmeinung" und keine isolierte Einzelmeinung erhält. Wenn jetzt alle Antworter sich negativ äußern, sollte dies nicht als "Breitwand" zum Zwecke des Niedermachens (nennt man das nicht Shitstorm?) interpretiert werden, sondern so, dass der Anfrager sich mit seiner Meinung eher im Abseits befindet oder gar seine Meinung exklusiv hat, und die passenden Schlüsse daraus gezogen werden. Das allerdings ist alles andere als leicht für eine unsichere Persönlichkeit, und kann dazu führen, dass man sich aus der Diskussion ganz zurückzieht, um der Konfrontation mit der Exklusivität/Abseitigkeit der eigenen Meinung bzw. gar der dahinter stehenden Grundanschauung zu entgehen (was dann für manchen nach "Vergraulen" aussehen kann, es aber in Wirklichkeit nicht ist - mit welchem Ziel bzw. zu welchem Zweck denn auch?). Daher allerbesten Dank an den User Mischa für seinen Beitrag, den man nur voll unterschreiben kann.


    4) zum Eindruck der mangelnden Sensibilität: Der betreffende User erschien mir (und sicher nicht nur mir) als hochgebildeter Mensch mit einem hervorragenden Deutsch und ausgereifter Persönlichkeit. Ich empfand ihn auch als freundlich und interessiert, so dass ich mich GERNE dazu entschloss, mit ihm in Kommunikation zu treten. Ich habe meine Beiträge bestimmt vier, fünfmal editiert, weil ich mir ständig dachte: uh-oh, das kannst du doch so hart nicht schreiben, was soll der denn, gerade als Forumsneuling, von dir denken. Ich habe meine Beiträge daher Schritt für Schritt abgemildert, bis es wirklich nicht mehr weiter abzumildern ging, damit ein Rest Aussagekraft übrigblieb. Was also von mir als Beitrag letztlich zu lesen war, war schon Ausdruck der höchsten Sensibilität, zu der ich fähig bin, und entsprach kaum noch der ursprünglich von mir verfassten kernigen "Urversion", von der ich letztlich froh bin, dass sie so niemals erschien.


    und 5) ich hoffe aufrichtig (dass man das so betonen muss?), dass der betreffende User weiterhin tolle Pilzfunde macht und für ihn befriedigerendere Kommunikationspartner findet.


    FG

    Oehrling

    Auch sollte der Eichenfilzröhrling nach dem Durchschneiden blauen, zumindest im Hutfleisch. Hier ist zumindest von einem Blauen nichts zu sehen. Ähnlich aussehende Leccinum-Arten würden grauen, schwärzen oder röten. Boletus appendiculatus würde an den Röhren blauen, Boletus radicans überall und ziemlich stark. Der Gallenröhrling hat rosaliche Röhren, keine gelben. Also bleibts auch aus meiner Sicht beim Fahlen Röhrling.

    FG

    Oehrling

    Hallo Kuschel,

    Pholiota adiposa (dt. Fettiger Schüppling) heißt so, weil die Huthaut fettig glänzt und sich wie Fett anfühlt. Mit Fettleibigkeit (lat. Adipositas) hat das nichts zu tun, außer dass das gleiche Stammwort adeps (dt. Fett) drinsteckt.

    FG

    Oehrling

    Ich verstehe dich wahrscheinlich nicht nur falsch, sondern gar nicht, bzw. deine Logik verstehe ich nicht. Du bist dir zwar nicht sicher, um welche Art es sich handelt, daher stellst du Bilder ins Forum "zwecks näherer Pilzbestimmung" (so dein Zitat). Du bist dir aber trotzdem sicher, dass der Pilz essbar ist. Das ist in meinen Augen unlogisch bzw. unplausibel.

    Ich entschuldige mich dann für die mir nicht zustehende Charaktereinstufung und Vermiesung deiner Fundfreude, bekräftige auch ausdrücklich dein Recht, risikobereit zu sein und Pilze nach deiner freien Wahl zu essen, gebe aber zu bedenken, dass dadurch das Plausibilitätsloch nicht verschwindet.

    Freundliche Grüße

    Oehrling

    Ohne Frage! Aber ist es ein Ausweis erhöhter Risikobereitschaft, Andere (Forumsteilnehmer) mit in die Sache hineinzuziehen, nachdem man sich zweifelhafte Pilze reingepfiffen hat?

    Entweder man hatte Risikobereitschaft, d. h. man aß die Pilze und wartet jetzt schön alleine ab, ob alles gut geht.

    Oder man hatte von vornherein die Hose voll und aß die Pilze nicht. Beides macht Sinn.

    Aber das Mittelding: nämlich erst die Pilze zu essen, hinterher kalte Füße zu kriegen und sich im Internet nachträglich Pseudo-Beruhigung holen zu wollen, das macht nicht wirklich Sinn.

    Freundliche Grüße

    Oehrling

    Das Chaos bzw. Wirrwarr entspringt einem zu hohen Erwartungsdenken. Finde es einfach toll, so viele verschiedene Pilzarten überhaupt zu sehen.

    Wenn draußen dann bei Frost nichts mehr herumsteht, fange an, in den Pilzbüchern herumzublättern. Du wirst öfters mal erleben: "Ha, das ist doch genau der eine vom ...wald und das ist der, den ich am ...berg gefunden habe!"

    Hallo zusammen,

    wo sind eigentlich die anderen 49 Gifthäublinge, die wie angegeben auf diesem Stamm wuchsen? Haben sie ihren Kameraden allein gelassen? Das haben die Stockschwämmchen mit ihrem "Kapo" doch auch nicht getan...

    Jetzt bin ich aber echt auf die Antwort gespannt.:)

    FG

    Oehrling

    Hallo Beli,

    der gelbe Cortinarius aus dem Moor unter Birke sollte etwas aus der C. triumphans-Gruppe sein, vielleicht sogar C. triumphans selber. KOH 20 % überall im Fleisch gelb. Für C. varius sind die Lamellen nicht violett genug und die Velumbänder am Stiel zu kräftig bräunlich gefärbt. Für C. olidus ist der Hut zu gelborange, und es fehlen die braunen Körnchen auf der Hutmitte.

    Der erste unbekannte (Cortinarius) hat wegen des Alters nicht mehr die eigentlichen Farben, könnte aber zur C. scaurus/herpeticus-Gruppe gehören. Lugol im Fleisch weinrot.

    Unbekannter Nr. 3 ist mit Sicherheit ein Flämmling, aber bestimmt was Besseres als Gymnopilus penetrans. Leider müsste man hier zwingend mikroskopieren.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    für mich 99%ig sichere Pappelritterlinge (Tricholoma populinum).

    Tricholoma fulvum hat gelbes Fleisch und gelbe Lamellen, passt also gar nicht. Tricholoma ustale ist auf dem Hut gelbbraun und nicht rosabraun. Tricholoma ustaloides hat einen zweifarbigen Stiel (bis zur Pseudoringzone weiß, darunter Braun in Hutfarbe!) und eine exakt maronenbraune Hutfarbe. Tricholoma apium ist auf dem Hut gelbbraun (Hutmitte des erwachsenen Pilzes schorfig) und hat einen weißen, eingerollten Hutrand und erfordert überdies zwingend die Kiefer. Tricholoma stans käme farblich und größenmäßig hin, aber so ausgewachsene Exemplare hätten einen sichtbar gerippten Hutrand. Das einzige, was ich aus meiner Sicht für diskutierenswert halte, wäre Tricholoma pessundatum, den ich selber aber noch nie außerhalb der "Riesensandkästen" gesehen habe. Es gibt auf jeden Fall Mykologen (mit geringer bis keiner "Riesensandkasten"-Erfahrung), die mit einer durchaus gegebenen Plausibilität T. pessundatum für das Gleiche halten wie T. populinum.

    Zur Sache mit dem Geruch sage ich wie immer: leider lassen sich über das Internet keine Gerüche transportieren (welche bei der Ritterlingsbestimmung mMn wichtiger sind als Sporenmikroskopiedaten). Dass diese Exemplare ohne deutlich wahrnehmbaren typischen Mehlgeruch gewesen sein sollen, zumindest nach dem Anschneiden, kann ich mir - sorry - beim besten Willen nicht vorstellen.

    FG

    Oehrling

    Lieber Christoph


    Danke für deine Warnung. Ich bin mir des Risikos bewusst und esse die Pilze natürlich selber. Ich denke, dass es genau so möglich ist einen Giftpilz zu erwischen, wenn man sich bestimmungsmässig auf der sicheren Seite wähnt. Wenn die makroskskopischen Merkmale (die sich ja nun mal zwischen Realität und Fotografie nicht unterscheiden) stimmen und ich die giftigten Varianten sicher ausschliessen kann, dann verstehe ich nicht, warum ich dabei übervorsichtig sein soll.


    LG Sandro

    Hallo AnKh,


    ich sehe da eine recht gefährliche Mischung aus Leichtsinn und Selbstüberschätzung. Das Pilzesammeln und -verwerten jenseits des Steinpilzes, der Marone und des Pfifferlings ist im Grundsatz etwas für Leute mit einem gewissen Fachwissen und Funderfahrung. Du kämst ja auch sicher nicht auf die Idee, nachdem du in deiner Wohnung als Nichtfachmann eine Starkstrom-Elektroleitung gelegt und den Backofen angeschlossen hast, ein Foto deines Anschlusses ins Stümper- und Pfuscher-Forum zu stellen mit der Frage: Habe ich hier alles richtig gemacht?, sondern würdest die Arbeit sinnvollerweise gleich einem Fachmann überlassen.


    Die makroskopischen Merkmale in der Realität und auf der Fotografie unterscheiden sich sehr wohl, wie man hier im Forum schon tausendmal gesehen hat - Farbverfälschung, verzerrte Größenverhältnisse usw. Es haben sich in diesem Forum schon gute Pilzerkenner (bzw. solche, die sich dafür halten) mehrfach in der Artdiagnose getäuscht, und sei es nur, weil sie, wie sie später selbst zugaben, nicht genau genug hingeschaut haben. Giftige Varianten sicher ausschließen kann in solchen Fällen nur ein Fachmann, der sogenannte Pilzsachverständige, und das auch nur, wenn er die Pilze real vor sich sieht.


    Vergiften tun sich, wie sich statistisch zeigen lässt, nicht die übervorsichtigen Laien, sondern zumeist die bodenlos Leichtsinnigen sowie die Halbwissenden, die meinen, sie hätten's drauf. Ist bei Verletzungen im Handwerk nicht anders.


    Freundliche, aber auch etwas besorgte Grüße

    Oehrling

    Eispilz roh direkt im Wald, Rötlicher Gallerttrichter scharf angebraten im Wok. Letzterer wird nicht so knurpselig wie das Judasohr ("Chinamorchel"), aber hat einen recht witzigen Was-zum-Henker-ist-denn-das-was-da-grade-auf-dem-Teller-liegt-Faktor.

    Tonblasser Schüppling solltest du mal probieren, die gibts jetzt bald oder sind schon da - unbedingt vor Ort die Huthaut restlos abziehen und den Stielring abschaben. Die die ich hatte waren nicht bitter. Von den Grünspanis wird solches ja auch immer wieder behauptet, aber auch das glaube ich nicht.

    Einige Cortinarien haben mit Sicherheit tolles Aroma und schmecken lecker, aber wohl nur, wenn man sich seiner Bestimmungskünste sicher ist. Bei Phlegmacien kommt als Problem hinzu: wieviele Leute essen die, dass man von problemloser Verträglichkeit ausgehen kann? Also nur was für Mutige.

    Der Schwarzfaserige Ritterling ist so extrem "ortshäufig", dass ihn außerhalb der Brandenburger oder Nürnberger Riesensandkästen kaum einer kennt/findet.

    Von mir gefundene Schweinsohren waren immer entweder fad oder bitterlich, also bäbä. Keinen Plan wieso den jemand lecker findet. Vielleicht weil sie so lecker aussehen?

    Genauso der Goldröhrling. Man darf sich eben nicht von einem leckeren Mischgericht täuschen lassen, sondern muss die Kerlchen wirklich mal allein und "nackig" probieren, dann kriegt man schon raus, wer eigentlich und letztlich für das Leckere im Mischgericht verantwortlich ist und wer nur passiv in der Sauce mitschwimmt.

    Hallo Maria,

    ich wollte noch was zu deiner Frage sagen, woran man denn direkt vor Ort mit rein makroskopischen Mitteln erkennt, dass es sich um einen Schüppling handelt.

    Schüpplinge sind typischerweise büschelig wachsende Pilze auf Holz, gerne auch auf Holzschnitzeln, Wurzeln oder 8overgrabenem Holz.

    Sie haben ausnahmslos braunes Sporenpulver, was dazu führt, dass die jung gelblichen bis grünlichen Lamellen im Alter kräftig braun werden und sich auf den weiter untenliegenden Hüten braune Sporenpulverflecken absetzen.

    Am Stiel haben sie typischerweise eine Ringzone, oberhalb der der Stiel relativ glatt, unterseits jedoch fein- bis grobschuppig ist (fein sind z. B. die braunen Schüppchen des Stockschwämmchens, grob dagegen die Schuppen z. B. des Feuerschüpplings). Viele Arten haben auch auf dem Hut Schuppen, welche meistens in einer Schleimschicht schwimmen oder der fettig-glatten Huthaut aufsitzen (Ausnahme: Sparriger Schüppling mit trockener Huthaut).

    Bei den anderen gängigen an Holz wachsenden Arten ist mindestens ein Detail anders: Hallimasche haben etwa blasse Sporen/Lamellen, Schwefel- bzw. Kahlköpfe glatte, selten auch mal genatterte Stiele, Häublinge und Flämmlinge silbrig überfaserte Stiele und nie schleimige Huthaut.

    FG

    Oehrling

    Hallo,

    was Christoph meint, ist: einfach mal unbefangen, aber möglichst genau hinschauen. Das geht völlig ohne jegliches Grundwissen. Statt immer einen Pilznamen möglichst schnell herausbringen zu wollen, nur mal hinschreiben, was man sieht (und riecht!?), was an dem Pilz alles an Flöckchen, Häutchen usw. dranhängt, welche Farbe die Lamellen haben, wie die Hutoberfläche aussieht... Gar keinen Namen jetzt sofort rausfinden wollen. Irgendwann wirst du ihn schon rausfinden, und wenn dies Jahre dauern sollte.

    Die Wege, wie man nachhaltiges Wissen über die Pilze gewinnt, sind möglicherweise anders, als sich das ein Laie vorstellen mag.

    FG

    Oehrling

    Hallo,

    ich habe die verlinkte Liste gerade um meine Bewertungen erweitert. Da ich, wie ihr wisst, mich auch an Sachen rantraue, an die sich andere nicht so rantrauen, sind eine Menge anderer Pilzarten dabei. Und ja, beim Grünling gilt: zu Hause bloß nicht nachmachen! ;)

    FG

    Oehrling

    Hallo Pablo,

    ich kann die Kuhröhrlinge auch nicht sehen, wo sollen sie denn sein?

    Hallo GH77,

    wie erfahren bist du denn mit dem Pilzesuchen? Das ist ja eine ziemlich wüste Sammlung. Von den Maronen sind fast alle wurmstichig (erkennbar an den "Einschusslöchern" am Stielanschnitt) und überaltert, die meisten der Hallimasch sind für das Verzehren deutlich zu alt und könnten für Magendrücken sorgen, und die Flämmlinge sind grundsätzlich keine Speisepilze. Also kurz: alles bäbä.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    auch nach meiner Meinung sind Rindenmulchmorcheln weitgehend geschmacklos, selbst wenn man sie trocknet und hinterher wieder einweicht. Auch gebe ich denen recht, die sagen, frische Wildmorcheln seien ziemlich geschmacklos. Um das Morchelaroma voll herauszukitzeln, muss man Wildmorcheln trocknen, und zwar nicht wie andere Pilze im Dörrgerät, sondern langsam, d. h. innerhalb einiger Tage zerschnitten auf Zeitungspapier (nicht auf Küchenrollenpapier, da schimmeln sie leichter) und bei Zimmertemperatur (!) bzw. aufgefädelt an der freien Luft. Weicht man sie danach ein, riecht dies zunächst abstoßend nach einer Mischung aus Chlor und Sperma, aber nach dem Kochen verwandelt es sich in das legendäre Morchelaroma. Was ich schreibe, basiert auf etwa 25jähriger Erfahrung mit Morcheln in der Küche.

    Übrigens braucht man für das Kultivieren von Rindenmulchmorcheln nicht nur das richtige Rindenmulchmaterial, sondern auch den passenden Boden, der lehmig und kalkhaltig sein sollte.

    FG

    Oehrling