Beiträge von Oehrling

    Gibt eigentlich kaum was womit man den verwechseln kann, wenn man drunter schaut.

    Nun, in der Online-Zeitung, die über den Vergiftungsfall von Georgsgmünd berichtete (siehe den Parallel-Thread von Maria), haben sie das hinbekommen und ihn mit dem Kahlen Krempling verwechselt :haue:

    FG

    Oehrling

    Hallo Pilzfreund,

    diese Champignons sollte man rein dem Aussehen nach eher bei den Anischampignons als bei den Waldchampignons verorten. Es sei denn, du meinst mit Waldchampignon einfach einen Champignon, der im Wald gewachsen ist ==Gnolm15

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    ich habe heute ganz eindeutige Pfirsichtäublinge mikroskopiert, die im Fichten-Tannenwald (Mainhardter Wald) gewachsen waren. Ich gebe zu, dass ich die dort zum ersten Mal gesehen habe, das ist auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Wuchsort. D. h. möglich wäre der Pfirsichtäubling hier schon, aber aufgrund des seltsamen Fundorts gehört der mikroskopiert.

    Bei dem Grünen hänge ich mich an die Diagnose der Vorschreiber ran: Grasgrüner Täubling.

    FG

    Oehrling

    Hallo Norbert,

    in der Huthaut relativ dicke, kurze Endglieder und ein paar "Tönnchen"-Glieder passt für deinen Vorschlag. Jetzt noch schnell Sporenpulverfarbe IIa (d. h. ziemlich blass!) checken, dann kannst du den als R. ionochlora eintüten.

    FG

    Oehrling

    Hallo Wastl,

    ernstgemeinter Ratschlag von mir: lass grundsätzlich die Finger von selbstgesammelten Champignons, wenn du Karbolgeruch nicht von Anisgeruch unterscheiden kannst. Über das Internet kann dir keiner sagen, was du riechst.

    FG

    Oehrling

    Hallo Peter,

    für erste Ideen nehme ich gar nicht so selten den BON, Pareys Buch der Pilze. Geht es ans Eingemachte, gehe ich meistens nach dem SARNARI vor (mittlerweile habe ich mich an das Pilz-Italienisch im SARNARI gewöhnt und verstehe es ganz gut) und lese dann später, wenn ich glaube, die Art zu haben, noch die Anmerkungen von EINHELLINGER. Den GRÖGER kenne und habe ich gar nicht, PdS und den KIBBY finde ich im Hinblick auf Täublinge ganz schrecklich, für den ROMAGNESI kann ich zu schlecht Pilz-Französisch bzw. überhaupt Französisch, und MARXMÜLLER habe ich wie ROMAGNESI zwar im Regal, aber habe das Werk noch nie für eine Täublingsbestimmung verwendet :whistling:, was sich aber dieses Jahr sicher ändern wird. Methodisch richte ich mich stets nach den Topp-Auskennern W. Jurkeit und F. Hampe.

    FG

    Oehrling

    Hallo Frank,

    mit dem Semmelporling liegst du meiner Meinung nach richtig. Der Geschmack müsste leicht bitterlich bis unangenehm bitter sein.

    Aus welcher Gegend bzw. aus welchem Wald kommen die Pilze?

    FG

    Oehrling

    Ergo, hat der Pilz für mich keine incr. Primordialhyphen gehabt.

    Nein, R. velenovskyi hat in der Tat keine inkrustierten Primordialhyphen, dafür aber inkrustierte Dermatozystiden. Findest du die Inkrustationen auf den Dermatozystiden (funktioniert ebenfalls mit Karbolfuchsin), bist du mit der Bestimmung schon ganz weit voran.

    Aber R. exalbicans ist durchaus auch möglich. Den Pilz muss man halt durchbestimmen.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    also ich finde die für A. augustus ziemlich schmal. Echte A. augustus sind doch massive Trümmer. Mir passt auch nicht der relativ dünne und glatte Stiel. Aber eine gewisse Ähnlichkeit ist nicht zu leugnen. Vielleicht kennt einer der Champignons-Cracks eine kleinere Nebenart zu A. augustus?

    FG

    Oehrling

    Hallo Martin,

    meine Idee dazu wäre R. velenovskyi. Mache noch ein Präparat in Kongorot und suche nach ampullenförmigen Haarspitzen, also nach Haarspitzen, die leicht aufgebläht sind und sich apikal abrupt verjüngen. Oder mache ein Präparat mit Karbolfuchsin und suche nach Inkrustationen an den Dermatocystiden, die normalerweise nur sehr fein und schwer zu sehen sind. So würde ich weitermachen (und hoffen, dass ich Erfolg habe).

    FG

    Oehrling

    Hallo UWinkler,

    bist du dir bei Pilzen unsicher und möchtest sie trotzdem essen, gehe bitte damit zum Pilzberater und zeige sie ihm live. Bei allem anderen bleibt Restunsicherheit, und die kann man nun wirklich nicht brauchen, wenn man die Pilze gegessen hat.

    Ich glaube zwar schon, dass das Wiesen- und keine Karbolchampignons sind, aber garantieren kann ich dir das über das Internet natürlich nicht.

    FG

    Oehrling

    Hallo Frank,

    bei den Plinthogali (auf deutsch "Korallenmilchlingen") kommt es bestimmungstechnisch mikroskopisch auf das Ornament der Sporen an, da vor allem auf die Höhe der Auswüchse.

    Makroskopisch unterscheiden sie sich in der Stärke der Schärfe sowie in der Zeit, die vergeht, bis sich das Fleisch rosa bzw. korallenrot verfärbt. Wichtig wäre auch noch der Baumpartner, zumindest der Waldtyp. Richtige Auskenner achten auch noch auf die Stielfarbe, da gibt es von blassbeige bis kräftig rußigbraun alles, und das ist wohl artspezifisch. Makrochemisch gibt es dagegen keine zuverlässigen Erkennungsmerkmale. Wenn einen die Korallenmilchlinge interessieren, sollte man das in der Literatur alles mal nachlesen, um einen Überblick zu bekommen, aber da braucht man schon gute Fachliteratur. In einem gewöhnlichen 200-Pilze-Buch steht so was nicht drin.

    Jetzt zum Anfragepilz. L. acer/acris ist einer, dessen Milch und Fleisch augenblicklich, d. h. in Sekundenschnelle mit "Whow-Effekt" bonbonrosa verfärben. Den kann man hier also ausschließen. Mein erster Verdacht wäre L. azonites, der hat einen ziemlich blassen Hut und Stiel, das Fleisch verfärbt sich erst innerhalb ein paar Minuten braunrötlich, die Milch selber (isoliert vom Fleisch) bleibt weiß, und er kommt im Laubwald vor.

    FG

    Oehrling

    Was mir aufgefallen ist war die Masse an Rotfußröhrlingen die im Moment wachsen

    Ja, die kann man im Moment sehr gut studieren. In der letzten Woche habe ich im Raum Darmstadt sechs verschiedene (wenn man die Eichenfilzer mit dazuzählt) gefunden und meine jetzt, bei den Filzröhrlingen endlich einigermaßen durchzublicken., zumindest bei denen im Laubwald.

    FG

    Oehrling

    Hallo Pompom,

    da ist ja wirklich ganz toll was los im Mainhardter Wald. Ich habe dir gestern abend noch eine e-Mail geschrieben. Wenn ihr wollt, könnt ihr mir euere Funde vorbeibringen, dann machen wir an euere Bestimmungen ein Schleifchen dran. Und am Mittwoch ziehen einige vom Pilzverein los, bei Interesse könnt ihr euch anschließen. Wir brauchen immer auch gute Auskenner.

    FG

    Oehrling

    Hallo,

    das mit dem Zackpilz sehe ich nicht ganz so. Man kann, bevor man den Pilz zum Zackpilz ernennt, noch einiges mit ihm anstellen, um auf die richtige Spur zu kommen, z. B. Stiel abbrechen ("knackt" es?), dran riechen, aussporen lassen... der Möglichkeiten gibt es einige. All das natürlich nur, wenn einen der Pilz auch wirklich interessiert. Ansonsten in der Tat Zackpilz, so wäre es bei mir und dem Helmling (?) der sich unter die Psathyrellen geschlichen hat:).

    Bei Pilzen dieses Aussehens kann man mMn immer mal an den Behangenen Faserling denken.

    Die Täublinge auf Bild 1 um den Steinpilz herum meine ich als Russula virescens, olivacea und lepida zu erkennen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Bernhard,

    auf Phlegmacien dieses Aussehens solltest du KOH20/30% und Lugol testen.

    Fleisch mit Lugol wird violett: Scauri-Gruppe

    Fleisch mit KOH wird gelb oder braun mit gelbem Rand: Variicolores-Gruppe

    beidesmal nix passiert: Glaucopodes-Gruppe

    So kannst du zumindest eingrenzen.

    FG

    Oehrling