Beiträge von Mykovino

    Hallo Harzi,


    ich war definitiv im Juli 2014 bei dir.
    Leider warst du einige Tage dienstlich unterwegs, so dass es nur noch am Freitag, den 11.7. zu einem kleinen gemeinsamen Ausflug in dein Heimatrevier gereicht hat. Am 12.7. habe ich mit meiner Liebsten und den Hunden dann schon den Heimweg antreten müssen.

    Dank deiner Tipps war ich aber in den Tagen vorher schon mal am Münchenberg unterwegs und habe u.a. Lactarius flavidus gefunden :).


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo Harzi,


    das ist ja eine beeindruckend lange Liste an Funden 8| - da kann ich nur staunen.


    Ich hatte ja das Vergnügen, dich einen halben Tag lang in deinem Heimatrevier (am 11.7.) zu begleiten :).

    Dazu habe ich mal in meiner Fotosammlung gekramt und dabei entdeckt, dass du der Fundliste noch vier Arten hinzufügen kannst:

    • Entoloma sinuatum
    • Phyllotopsis nidulans
    • Macrolepiota excoriata
    • Cortinarius infractus

    Deine Liste und meine Erinnerungen an diesen tollen Pilzsommer machen mir richtig Lust, meine Zelte noch mal im Harz aufzuschlagen.


    Viele Grüße

    Gerd

    Das Thema hat ja richtig Fahrt aufgenommen und bietet anscheinend ordentlich Diskussionsstoff :).


    Ich finde das prima, weil man so viel lernen kann über Variationsbreiten und mehr oder weniger sichere Unterscheidungsmerkmale.


    Falls ich nächstes Jahr wieder dorthin fahre, weiß ich schon, dass viel Arbeit auf mich wartet: jedes Exemplar ausbuddeln und ausführlich dokumentieren und vergleichen. Vielleicht sollte ich vorher eine Wette im Forum anbieten, wieviel Prozent proxima ich finde :/?


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo Setero,


    vielen Dank für Deine Erfahrungen und Ergänzungen, was Volva und Teilhülle angeht :daumen:.

    Mir sind die Unterschiede im Volumen auch aufgefallen, aber bei nur einem Exemplar konnte das auch Zufall sein.

    Aber nun habe ich ja gelernt, dass nicht die Farbe der Volva das entscheidende Merkmal ist, sondern die Beschaffenheit des Velum partiale.

    Das werde ich dann beim nächsten Mal locker hinkriegen ;)


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo Christoph,

    ich habe meine Fotos von vermeintlichen Igelwulstling noch mal durchgesehen; leider ist kein Schnittbild oder eines von den Lamellen dabei :(.

    Daher muss die Bestimmung wohl offen bleiben.

    Vielleicht fahre ich ja im nächsten Herbst noch mal hin ...


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo Karl,


    wieder mal Fotos in Topqualität, und das von vielen interessanten Arten.

    Besonders gefällt mir der Pappel-Grünling.


    Russula fragilis kenne ich bisher nur mit Lila-Tönen und - wie Du ja schreibst - bei Eichen. Aber er heißt wahrscheinlich nicht umsonst "Wechselfarbiger" ...


    Vielen Dank für den schönen Bericht und die Hoffnung auf weitere Funde in der Eifel


    Gerd

    Hallo Kagi,


    ich habe gerne etwas Provence-Fernweh verbreitet ;)


    Nachdem im letzten Jahr und jetzt wieder da war, kann ich auch gar nicht mehr verstehen, warum ich davor elf Jahre abstinent war :haue:.


    Viele Grüße

    Gerd

    Gerade bemerkt, dass ich Claudia übersehen habe =O -sorry, liebe Claudia.


    Ich finde, unsere Hündin ist doch sehr konzentriert auf der Suche nach Wasserpilzen, oder?

    Dass der Erfolg nicht so groß ist, kann man ihr dann ja nicht vorwerfen ...


    Viele Grüße

    Gerd

    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen, die haben mir wirklich weitergeholfen!


    Tuppie :

    Wir waren früher oft in der Provence und dann 11 Jahre nicht mehr; im letzten Jahr haben wir uns gefragt, warum wie solange abstinent waren??? Du hast tatsächlich mit Deinem Urlaubsbericht vor drei Jahren das Provence-Feuer noch mal in mir entfacht :P


    Wir beziehen meist im Norden der Provence - in der Umgebung von Vaison-la-Romaine - Quartier.


    Oehrling :

    Danke für Deinen Hinweis auf die doch deutlich unterschiedlichen Teilhüllen der beiden Arten. Bisher hatte ich da gar nicht so drauf geachtet, weil bei den dürftigen Beschreibungen, die ich zu Amanita proxima gefunden habe, immer auf die ockerfarbene Scheide abgehoben wurde.

    Bei meinem beiden Exemplaren ist der Unterschied wirklich eklatant.


    @Christoph:

    Neben Deinem Hinweis zu den unterschiedlichen Teilhüllen hast Du mich noch auf Verwechslungspartner zum Igelwulstling (im Mittelmeerraum) hingewiesen - die waren mit bisher nicht bekannt :/, also wieder etwas gelernt :).

    Ich glaube allerdings weiter an Amanita solitaria, werde aber noch mal mein Fotomaterial durchsehen, ob ich da noch etwas zur Lamellenfarbe entdecken kann.


    Mich freut aber, dass ich demnach doch Amanita proxima gefunden habe, was ja eine eher seltene Art sein soll :).


    Tagedieb :

    Es ist schön zu hören (zu lesen), dass Dir mein Bericht gefallen hat :).


    Danke an Euch und viele Grüße

    Gerd

    Hallo Beli,


    vielen Dank für Deine Einschätzung!


    Ich hatte zwar die Hoffnung, Amanita proxima gefunden zu haben, aber gleichzeitig auch Zweifel daran.


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo Beli,


    es freut mich, dass Dir mein Beitrag gefallen hat.


    Bei der Netzhexe meine ich an der Stielspitze schon eine Netzzeichnung zu erkennen (ich kann mich aber auch irren).


    Ich habe mal meine Fotos durchgesehen und ein Schnittbild vom vermeintlichen A. proxima gefunden:



    Hilft das weiter? Im Fleisch sind keine Ockertöne zu erkennen.


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo Adi,


    Nr. 3 könnte der Hochthronende Schüppling (Pholiota limonella) sein.


    Bei Nr. 4 sehe ich gar keinen Klumpfuß, sondern eher einen Schleimkopf.

    Aber schauen wir mal, was die Spezialisten dazu sagen.


    Viele Grüße

    Gerd

    Liebe Forianer,


    Tuppie hat mich vor 3 (?) Jahren mit ihrem Bericht vom Provence-Urlaub überzeugt:thumbup:, dass es mal wieder an der Zeit wäre, zwei Wochen in dieser wunderbaren Gegend zu verbringen.


    Und so waren wir im letzten Jahr und - weil es so schön war - in diesem Jahr gleich wieder in einem kleinen Winzerdorf in der Nähe des Mont Ventoux.


    1 auf dem Spaziergang zum Nachbardorf - immer den Mont Ventoux im Blick


    2 Unsere Lieblingsbäckerei mit knackig-frischem Baguette, Flute, Tarte, ...






    3 Lange Spaziergänge mit Frau und Hund standen auf dem Programm; besonders beliebt war das Flussbett der Ouvèze





    Natürlich habe ich auf den Spaziergängen auch nach Pilzen Ausschau gehalten, aber es war alles so rappeltrocken, dass die Hoffnung schnell verflogen war.

    Bis ich plötzlich dieses Exemplar entdeckte:


    4a


    4b Ohne Zweifel der Igelwulstling (Amanita solitaria), der Fund hat mich sehr gefreut



    Sobald man einen Fund gemacht hat, erwacht automatisch das Jagdfieber; so habe ich mich noch am gleichen Tag aufgemacht, um das Gelände mal näher zu inspizieren.


    5 Eine Wiese in leichter Hanglage mit vielen Eichen, wie gemalt für reiche Pilzvorkommen - da muss doch was drin sein ...


    6 Uralte Röhrlinge



    7 Am Rande des Geländes eine Netzhexe (?)



    Mir fehlt aber im Schnittbild die rote Linie


    8 Eine einsame Kiefer auf der Wiese


    9 und prompt daneben ein Kupferroter Gelbfuß



    10a Dann wurde es spannend - was schaut denn da aus dem Boden??


    10b da hilft nur buddeln


    10c In voller Schönheit: der Echte Eier-Wulstling (Amanita ovoidea) :):S:)


    10d für mich ein Erstfund und riesige Freude


    10e


    10f


    10g Am nächsten Tag löste sich die Teilhülle


    10h


    10i auf der Wiese waren noch weitere Exemplare zu finden, die habe ich jedoch stehen lassen


    10j Die Volva ist jeweils ziemlich tief im Boden


    Der Echte Eier-Wulstling soll ein guter Speisepilz sein; ich hatte aber ordentlich Respekt vor seinem sehr giftigen Doppelgänger Amanita proxima und habe mir eine kulinarische Probe verkniffen ?(


    11a Einen Tag später hat es mich wieder auf dieses Terrain gezogen. Am Rande der Wiese führt ein Weg entlang; dort entdeckte ich noch zwei Exemplare des Eier-Wulstlings.


    11b Woher die ihren Namen haben, kann man an der Hutform gut erkennen


    11c Den oberen der beiden habe ich dann mal ausgebuddelt


    11d wieder war die Volva tief in der Erde


    11e und dann die Überraschung: eine ockerfarbene Volva!


    11f Da spricht doch alles für den Ockerscheidigen Eier-Wulstling (Amanita proxima), oder?



    11g Hier die beiden ausgebuddelten Exemplare im Vergleich


    Ich habe allerdings gelesen, dass die Volva von Amanita ovoidea im Alter nachdunkeln soll, bin daher nicht hundertprozentig sicher, Amanita proxima gefunden zu haben.

    Kennt sich von Euch jemand mit diesen Arten aus und kann mir weiterhelfen?

    Vom Geruch her fand ich beide nicht so angenehm, den zweiten vielleicht noch ein wenig unangenehmer (Geschmacksprobe habe ich nicht gemacht).


    12 Nachdem das Pilzlerherz mehr als glücklich war, konnte es sich in aller Ruhe auch den anderen Schönheiten der Provence widmen.




    13 Sind das Kaki-Früchte? Sie waren ganz hart.


    14 Ein Highlight sind für mich die provenzalischen Wochenmärkte; was es da alles zu sehen und zu riechen gibt ...



    15 auch Pilze gab es - oft allerdings in einem Zustand, der mich nicht mehr viel Appetit gemacht hätte




    Und weil der Raum in den kleinen Städtchen eng wird, wenn Wochenmarkt ist, parkt man halt einfach mal eine Gasse zu


    16 Zum Schluss noch ein kleiner Ausflug in die Haut-Provence, ein paar Eindrücke aus dem Dorf Simiane-la-Rotonde.





    17 Mit einem letzten Blick auf den Mont Ventoux will ich meinen Provence-Bericht beenden und hoffe, dass Ihr ein wenig Freude daran hattet.


    Adieu

    Gerd

    Mensch Karl, da habt ihr - auf der Grundlage sehr guter Ortskenntnisse - ganz Erstaunliches zusammengetragen.


    Mir haben es insbesondere die tollen Fotos vom Nordischen Milchling angetan, aber bei den übrigen vorgestellten Arten sind auch noch einige, die ich noch nicht vor der Kamera hatte (oder nicht bestimmen hätte können).


    Bei mir hat es am Sonntag zu einer mini Krausen Glucke und einer Ochsenzunge gereicht - ansonsten war nur Trockenheit zu sehen.


    Vielen Dank Dir für die Hoffnung auf noch ein paar Pilze vor dem Winter


    Gerd

    Hallo Claus,


    das ist ja ein spannender Vergleich, den Du hier präsentierst :alright: .


    Russula queletii hatte ich schon einige Male (im Nadelwald auf Kalk), Russula fuscorubroides kenne ich dagegen nicht :( , d.h. hier kann ich nichts zur Erhellung beitragen.


    Ich bin mal gespannt, ob es dazu noch Expertenmeinungen gibt.


    Danke für die viele Arbeit, die Du in Deine Portraits steckst - das ist wirklich toll!


    Viele Grüße
    Gerd

    Hallo Claus,


    Russula faginea habe ich noch nicht gefunden (oder nicht erkannt ;) ).


    Vom Äußeren her erinnert er mich an R. olivacea - der Fundort würde ja passen, manch anderes Merkmal auch, die chemischen Reaktionen natürlich nicht.


    Vielleicht habe ich ja so manchen Fund vorschnell als "schon wieder Russula olivacea" ignoriert? :hmmm:
    Da muss ich doch in der kommenden Saison mal genauer hinschauen.


    Vielen Dank für das Portrait
    Gerd


    Hallo Gerd,


    und wie mir auch diese Eifelschönheiten gefallen haben - was für eine Vielfalt und toll eingefangen! :sun: Ganz neidisch bin ich auf die Raufüße und Rotkappen - egal welcher Art. Die verstecken sich bisher vor mir, noch keinen einzigen gefunden. :veryannoyed: Natürlich habe ich auch viele andere der von dir gezeigten Pilze noch nicht gefunden, aber die Raufüße fuchsen mich am meisten. Es kann doch nicht sein, dass es sie hier bei uns nicht gibt?! Nun ja, vielleicht in diesem Pilzjahr.


    Grüßle
    Heide


    Hallo Heide,


    danke für den Applaus!


    Was die Rauhfüße angeht, werde ich tatsächlich oft fündig.
    Den Hainbuchen-Rauhfuß findet man logischerweise bei Hainbuchen. Bei uns ist saurer Boden; dort taucht er bei guten Bedingungen manchmal in großer Zahl auf, aber hauptsächlich im Sommer.
    Und von den Eichenrotkappen war ich letztes Jahr auch sehr überrascht. Beides sind übrigens sehr gute Speisepilze.
    Viel Glück Dir in der neuen Pilzsaison


    Gerd


    Hallo Pablo,


    das ist ja ganz schön knifflig.
    Und da denkt man: Ziegenlippe - kennt ja jeder.


    In der kommenden Saison werde ich mal versuchen, diese Merkmale zu dokumentieren (falls mir wieder entsprechende Objekte vor das Messer und die Kamera kommen).


    Danke für Deine detailiierten Hinweise!


    VG
    Gerd

    Hallo Claus,


    bei mir ist es meist klar, auf welchem Boden ich mich bewege. Um mich herum ist alles sauer (woran das wohl liegt? :D ).


    Oft suche ich bewusst Kalkgebiete auf und muss dann halt eine Weile fahren.
    So kann ich meist ganz gut trennen zwischen sauren und alkalischen Böden und Pilzen. Es gibt einige Pilzarten, die ich bisher nur auf Kalk gefunden habe und deshalb automatisch (aber vielleicht nicht immer zu recht) mit Kalk verbinde.


    In den diversen Täublings-Schlüsseln wird nie nach den Bodenverhältnissen gefragt, deshalb kannst Du die natürlich bei der Bestimmung auch gut beiseite lassen :) .


    Viele Grüße
    Gerd

    Hallo Claus,


    ich gestehe ja, dass ich um die meisten Speitäublinge bisher einen Bogen gemacht habe (ich wollte mir wohl nicht die Geschmacksnerven taublegen lassen :D ).
    Aber Du schreibst ja, man hat 5 Sekunden Zeit, um wieder auszuspucken :D


    In der Literatur steht, dass der gerne auf Kalkboden wächst; zu den Bodenverhältnissen hältst Du Dich bei Deinen Portraits recht bedeckt.
    Ansonsten aber staune ich über die ganzen Details, die Du bei Deinen Funden vermerkst - da sollte ich mir mal ein Beispiel dran nehmen.


    Und wie Du schreibst: die schnelle und deutliche Guajak-Reaktion sollte dann schon das entscheidende Indiz für R. mairei sein.


    Ich bin wieder gerne Deiner Beschreibung gefolgt und freue mich auf nächsten Montag (Russla faginea?)
    Gerd