Buona Sera!
Eine Zibarte also. Genial, kenne ich als Schnaps, aber die eigentliche Pflanze hatte ich noch nie gesehen. Jedenfalls nicht bewusst.
Leider war ja oben im Schwarzwald ganz schön wenig los an Pilzen. Das hatte ich schon besser, wobei ich dieses Waldstück ja erst letztes Jahr wieder entdeckt hatte.
Auch da war das lange nicht bei 100%, da geht zur richtigen zeit noch viel, viel mehr.
Die Bilder vom letzten Jahr wollte ich noch raussuchen, die gibt es >hier<.
Schade, daß wir den Goldnabeling nicht wiedergefunden haben. Den Stamm schon, aber es waren keine Fruchtkörper dran.
In diesem Jahr gibt's wurde leider das Gebiet beschädigt. Zwar nicht im kern, aber hart am Rand vorbei führt eine eklige Traktorspur durch ehemals gesunden Wald, links und recht noch einige markierte Bäume, da wird also im Winter noch größerer schaden angerichtet werden.
Schade, aber so ist das leider: Geld ist alles, Leben ist wertlos.
Was los ist, wenn da oben nichts los ist, zeigen ja deine Bilder schon mal ganz gut, Hans.
Diese Scheidenstreiflinge auf der Wiese hatte ich nicht fotografiert - vor den Grauen graut es mich.
Hast du auch die älteren, aufgeschirmten fruchtkörper geknipst? Die hatten ja immerhin schon ein paar auffällige merkmale, wie den genatterten Stiel zB, die eher kurze Hutriefung und den ockergrauen Fleck in der Hutmitte. Zusammen mit der Mykorrhizabindung an Birke hat vielleicht jemand sogar eine gute Idee dau.
Dann von hinten nach vorne:
Pilzbild 24 sind meiner Ansicht nach Löwengelbe Rauköpfe (Cortinarius limonius).
Über die hatte ich mich auch sehr gefreut, bisher immer nur einzelne, wenige Exemplare meistens zu jung oder zu oll, diesmal in wunderbaren, üppigen Kollektionen:



Pilzbild 22: Ja, aus der Distanz dachte ich an Fichtenhabichtspilze (Sarcodon imbricatus), aber aus der Nähe ist es eben was Anderes. Trotzdem ein Erstfund auch für mich, wenn auch noch mal deutlich seltener als Habichtspilze. Inzwischen riechen die Dinger auch ganz kolossal nach Maggi, und hören auf den Namen Bankera violascens (Violettbrauner Weißsporstacheling):

Pilzbild 20 war für mich auch noch ein Perser. Hört auf den Namen Ledergelbes Pustelkeulchen (Hypocrea alutacea):


So zwischendrein: Der Dritte an dem Tag für mich war was ganz Unspektakuläres, nämlich der Lila Dickfuß (Cortinarius traganus):


Bei den Schleierlingen, die Hans auch schon gezeigt hatte, dachte Wolfgang ja letztes Jahr eher an eine Dermocybe - aber so recht mag mir das nicht passen. Die Lamellen sind auch bei jungen fruchtkörpern dezent gefärbt, ohne Olivton, auch ohne Orangeton. Ich dachte, ich hätte einen mitgenommen, aber der fehlte in meinem Pilzgepäck.
Ich würde die aber dennoch weiterhin für Spitzgebuckelte Rauköpfe (Cortinarius rubellus) halten:

Ansonsten wie gesagt wenig.
Bissle Pfifferlinge, etwas angelaufen, aber eben die nicht verfärbende Standard - Schwarzwaldart (Cantharellus cibarius

Zwergerlfeuer (Calocera viscosa):

So, mal gucken, ob von dem Biotop auch in den kommenden Jahren noch was übrig bleibt, oder ob das weg kommt.
LG, Pablo.