Beiträge von nobi_†

    Vor kurzem gab es einen erfrischenden Beitrag von unserem Murph, wie er den kleinen Ort Verden für sich entdeckte.


    U.a. schreibt er da:

    "Hier ist mein Andenken an meinen Urlaub in der Stadt der Pferde. :gfreuen:



    Ich habe welche mitgenommen, werde sie trocknen und meinem lieben Pilzfreund zuschicken. Einen behalte ich natürlich in

    einer feuchten Kammer selber. Jetzt hoffe ich, dass die Köttel aus Verden vielleicht ein besonderer Fund sind. Falls es

    spannende Funde gibt, werden wir hoffentlich berichten... :gcool:"


    Und tatsächlich kam heute ein Päckchen mit feinsten Hinterlassenschaften vom Pferd bei mir an!

    Neben den Pferdeäpfelchen hatte Murph noch einige Leckereien in das Päckchen getan ==4



    Besonders gespannt war ich ja auf die Äpfelchen, zumal sie wunderschön verpackt waren.




    Sogar mit einem Pferdesiegel!




    Die Feuchte Kammer war bereitet, nun galt es, die Äpfel auszupacken und zu kultivieren.

    Doch was war das?

    Die Äpfel waren komplett aus Schokolade!




    Gelungener nachträglicher Aprilscherz, würde ich mal sagen, lieber Murph!

    Danke auch an die HoBis für die tolle Idee!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Thorben, hallo Ralf,


    die angehangene Literatur ist gut und wichtig, allerdings verkompliziert sie die Sache weiter statt sie aufzulösen.


    Zumindest die erste, wo es nun auch nomenklatorisch kompliziert wird.

    Denn nach dieser Arbeit ist nun M. manginii synonym zu Scopuliaropsis candida.

    Warum manche Teleomorphe nun nach der anamorphen Form Scopuliaropsis heißen, andere weiter Microascus genannt werden dürfen, erschließt sich mir nicht.


    Bei der anderen Arbeit handelt es sich um die Diss. von Barron (1958), wo leider die wichtige Tafel 1 mit dem Sporenbild von M. manginii fehlt!

    Die von mir genannte Arbeit gleichen Titels von 1961 ist übrigens eine reduzierte, modernere Form dieser Dissertation, wo dann auch die Sporentafel vorhanden ist.


    Alles in allem eine ziemlich verzwickte Geschichte, wobei mir mein Bauchgefühl sagt, dass es sehr wahrscheinlich Microascus manginii ist, was Du uns zeigst, lieber Ralf!

    Auch wenn die Sporen einen Hauch zu klein zu sein scheinen.

    Natürlich bestimmen wir hier nicht aus dem Bauch heraus, weswegen ich auch nach dem Studium der ergänzenden Literatur beim cf. bleibe.


    Auf jedem Fall ein überragender Fund!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Na, das ist ja mal wieder ein Ding, Ralf!


    An der Gattung habe ich keine Zweifel, solche Sporen (allerdings noch ausgeprägter herzförmig und kleiner) kenne ich nur von Microascus longirostris.

    Bleiben die anderen Species der Gattung mit +/- herzförmigen Sporen und kurzen bzw. kleinen Hälsen.


    Mit M. manginii nennst Du eine Art, die es durchaus sein könnte.

    Die Sporenform passt perfekt (verglichen mit der Tafel 1 "The genus Microascus" von Barron, Cain & Gilman, Can.J.Bot. 1961)

    Allerdings sollten die Sporen etwas größer sein und eguttulat. Ich sehe Tropfen in den Sporen!

    Sporen hell rotbraun passt wiederum sehr gut.


    Also, mehr als ein cf. ist aus der Ferne nicht möglich. Jedenfalls nicht für mich.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Hans,


    Glückwunsch zum sehr schönen Fund!

    Die Art gehörte früher der Gattung Arnium, Sektion Echria an.

    Diese wird nun, u.a. aufgrund der besonderen Sporenmerkmale als eigenständige Gattung angesehen.

    Nachzulesen im Beitrag von Kruys, Huhndorf & Miller unter Arnium.


    Die Art sollte also jetzt Echria macrotheca heißen. Unter dem Namen steht sie auch in der Artenliste Pilze in NRW.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Ralf,


    da sehe ich auch nichts anderes als Hypocopra merdaria. Ausgezeichnete Doku, endlich sieht man eindeutig die zweizelligen Sporen!


    Kurz zu Deinen Funden, Hans.

    Ralf hat sich ja schon zurückgehalten, und das völlig zu recht.

    Hypocopra ist eine artenreiche, schwierige und leider nur ungenügend bearbeitete Gattung. Arten nur anhand von Fotos zu bestimmen, ist oft nicht möglich.


    Das Blauen des Appikalapperates ist ein wichtiges Merkmal fast aller Arten der Gattung, nur wenige Arten verfärben dann weiter Richtung ziegelrot.

    Wichtig ist, die Sporen auf Ein- oder Zweizelligkeit zu untersuchen. Gerade die zweizelligen Sporen sind oft schwer als solche zu erkennen.

    Auf viele weitere Merkmale wäre noch zu achten, die ich hier nicht alle aufzählen will.


    Zu der angefragten spec. 2 habe ich keine zündende Idee. Für brefeldii käme die Sporenbreite gut hin, allerdings wären die Sporen für die Art zu kurz.

    Für equorum sind die Sporen zu breit und die Keimspalten zu lang. H. merdaria ist das natürlich nicht.

    Spec. 3 und 4 könnten von den Sporenmaßen durchaus H. merdaria sein. Ohne die kleinen hyalinen Sekundärzellen gesehen zu haben, ist das jedoch nicht sicher.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Na, wenns der Frank nicht weiß...


    Aber eine Vermutung habe ich dennoch, Ralf.

    Kann es sein, dass Du die Bilder des Beitrages als Vorschau eingefügt bzw. hochgeladen hast. Jedenfalls sind sie alle exakt 800px breit.

    Da Du das Austauschbild als Original eingefügt hast, wird es von der Forensoftware wohl automatisch auf 1200px Breite skaliert.

    Jedenfalls kommt man zu den Werten, wenn man sich die Grafikinfos ansieht.


    Nobi

    Hallo Sarah,


    gelungene Runde, würde ich mal sagen!

    Da schaue ich schon ein wenig neidisch gen Süden.

    Na, wird höchste Zeit, dass auch hier der Frühling endlich aus den Startlöchern kommt.


    Sehr schön, wie Du zufrieden und glücklich den Morchel-Korb präsentierst! Da freut man sich gleich mit.==12


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Ralf,


    Ostern habe ich mir gemeinsam mit einem Virus das Bett geteilt, umso erfreulicher Eure wunderbunte Tour.

    Das war jetzt Medizin pur für mich!


    Neuerdings kein Frühlingsbeitrag ohne die glänzenden Schwarzen, denen Du vor wenigen Jahren noch die Existenz absprechen wolltest.==18


    Aleurodiscus amorphus habe ich überhaupt erst einmal bei gezielter Suche in einem der wenigen Tannenreviere meiner weiteren Umgebung gefunden.

    Allerdings bei weitem nicht so üppig.


    Und schließlich die herrlichen Blütenpflanzen!


    Jetzt könnte der Frühling auch hier langsam einziehen.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Also sind die 6 Funde in Sachsen allesamt von dir, wenn ich richtig annehme

    Nun, ich habe die Arten entdeckt und bestimmt, Enno.

    Die erste Aufsammlung gelang mir tatsächlich selbst, die anderen stammen von zugeschickten und z.T. von mir in Feuchtkammer über mehrere Wochen untersuchten Dungproben zweier sächsischer Pilzfreunde. Als Finder muss man dann wohl die Pilzfreunde mit den guten Spürnasen bezeichnen, die mir das Substrat zuschickten, auch wenn sie im eigentlichen Sinne die Pilze nicht gefunden haben.

    Jedenfalls wäre es ohne deren Zutun unmöglich gewesen, die Pilze zu entdecken. In dem Fall bin ich wohl "nur" der Bestimmer.==18

    Darf ich fragen wie du deinen ersten Fund dieser Art bestimmen konntest? Das würde mich mal brennend interessieren.

    Oh, das liegt 13 Jahre zurück! Ich weiß es nicht mehr ganz genau.

    Aber vermutlich war es die erwähnte Arbeit von Currah "Taxonomy of the Onygenales" von 1985, auch heute wohl noch das Standartwerk der Onygenales.

    Über sehr anschaulich illustrierte Bestimmungstabellen kommt man aufgrund der langen, apikal eingerollten Anhängsel recht einfach zur Familie der Onygenaceae, nachdem man die Myxotrichaceae wegen anderer Sporen ausgeschlossen hat. Eine weitere Bestimmungstabelle "Gattungen der Onygenaceae" führt schließlich zu Auxarthron. Nun muss man nur noch mit der Beschreibung und den Zeichnungen / Fotos vergleichen. Also alles keine Zauberei sondern einfache Schlüsselarbeit. Funktioniert natürlich nur, wenn man die entsprechende Literatur hat.


    Verglichen und abgeklärt habe ich das schließlich mit der wunderbaren Arbeit von Orr et al: "A new genus of the Gymnoascaceae...", wo die Gattung Auxarthron neu beschrieben wird.

    Can. J. Bot. 41, 1963. Hier gibt es einen Schlüssel der damals bekannten 7 Species, ausführliche Beschreibungen und eine aussagekräftige Tafel.


    Ich hoffe, damit ist Deine Frage beantwortet.


    Liebe Grüße vom Nobi


    PS. Das Canadian Journal of Botany ist leider nur für viel Geld im Internet einsehbar==21

    Mein Tipp. In der Unibibliothek Dresden, Sekt. Biologie, ist das Journal fast komplett vorhanden.

    Ich habe dort viele Stunden zugebracht und fast alles über coprophile Pilze kopiert. Es müssen hunderte Seiten gewesen sein!

    Feine Sache, Alex!


    Ich habe ebenfalls soeben problemlos noch zwei meiner älteren Rezepte ergänzt (Violette Rötelritterlinge, Lärchen-Schnecklinge).

    Hat einwandfrei funktioniert.


    Allerdings scheint es mir für nicht Insider (z.B. Gäste) schwierig bis unmöglich, das gelungene Rezeptverzeichnis im Lexikon zu finden. Wer sucht da nach Informationen und Rezepten zu Heil- und Speisepilzen?

    Vielleicht könnte man vom Forum "Pilze in der Küche" einen Link dahin setzen und oben anpinnen.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Matthias,


    eine makroskopisch wie mikroskopisch sehr gelungene Dokumentation!:thumbup:


    Ich kann mir nichts anderes als noch nicht völlig ausgereifte Iodophanus carneus vorstellen.

    Dazu passt auch der blassrosa Farbton sehr gut.

    Die "Haare" können Stresshyphen sein, die sich durch lange Reifung in Feuchtkammer gebildet haben. Bei völliger Reife können diese wieder vergehen.

    Reife Sporen haben eine feinpunktierte Oberfläche, bitte in Baumwollblau überprüfen.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Lieber Murph, einen schönen Bericht hast Du geschrieben!

    Da musste ich sofort an Euch im Forum denken und an einen lieben Pilzfreund, der die Hinterlassenschaften dieser Tiere

    spannend findet.

    Na, Du kannst merkwürdige Pilzfreunde haben!:gzwinkern:

    Lieben Gruß übrigens von Pieps an Dich, er denkt noch gern an die schöne Tour vom Vorjahr zurück.

    Ach ja, und grüß' bitte die HoBis ganz herzlich von mir, wenn Du sie siehst.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Ralf.

    Grundsätzliche Frage, da ich bis auf eine Ausnahme einfach kein Glück habe.

    Reifen die unter Kulturbedingungen, oder sind das immer Feldfunde?

    Grundsätzliche Antwort. Der Anteil an Feldfunden ist verhältnismäßig hoch.

    Von 120 dokumentierten Eigenfunden waren 84 Feldfunde, also 70%. Die restlichen erschienen im üblichen Zeitraum in Feuchtkammer, also zwischen 1 und 5 Wochen.


    Allerdings sind die vielzelligen Arten offensichtlich deutlich seltener als die vierzelligen.

    Von letzteren habe ich gut über 1000 Funde notiert.

    Grob gesagt, jede zehnte aufgesammelte Sporormiella ist nach meinen Beobachtungen eine der vielzelligen Species.


    Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß bei der Suche.


    Nobi

    Also, pampeanus ist schon ein rechter Exot. Er sollte nach Doveri rotbraunes interzellulares Pigment haben und eine merkwürdige Sporenornamentation.

    Ich kenne die Art nicht und wahrscheinlich auch sonst niemand in Europa.


    Ich vermute hier allerdings ganz stark den "kleinen Bruder" von s. beckii, nämlich Saccobolus verrucisporus.

    Die Sporen sind an der unteren Grenze für die Art, aber immer noch im grünen Bereich.

    Ich hatte auch schon Funde mit exakt den gleichen Maßen wie Du!


    Das Substrat ist ungewöhnlich, aber warum nicht.

    Ich kenne die Art von 30 dokumentierten Aufsammlung (22x Reh, 6x Hirsch und 2x Wildschwein).


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Harzi,


    Sporenmaße und Cluster passen perfekt zu Saccobolus depauperatus.

    Die Sporenoberfläche kann fein granuliert oder gelegentlich gar fein rissig sein, wie auf deinem dritten Bild zu sehen.


    Liebe Grüße vom Nobi


    PS. Ich hoffe, Ralf hatte die gleiche Idee?

    Hallo Enno,


    der Pilz ist ziemlich sicher Auxarthron californiense.

    Charakteristisch sind die langen, apikal eingerollten Anhängsel und die deutlich ornamentierten Sporen.

    Sie sind allerding nicht nur stachelig sondern stachelig-retikulat. Dazu bei den kleinen Sporen am besten mal alles rauskitzeln, was geht (1000fach, Immersion).


    In der von Thorben verlinkten Arbeit findest Du auf S. 140 einige typische Zeichnungen und auf S. 145 schließlich die Artbeschreibung.


    Die Art ist sicher nicht selten, da ich sie bereits sechsmal untersuchen konnte (je dreimal Reh- und Wildschweindung).


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Hans,


    mein erster Eindruck sagt mir, dass es sich nicht um P. bifida handelt, die ich ganz gut kenne.

    Die 4 Asci auf Bild 8 beinhalten deutlich mehr als 128 Sporen, wie bei bifida der Fall.

    Auf Bild 10 sieht man schön das apikale Gelanhängsel. Das ist bei bifida zweigeteilt (Name!). Außerdem sind die kompletten Sporen bei bifida von einer Gelhülle umgeben.

    Das ist nicht zu erkennen.


    Ich plädiere hier eher für Podospora granulostriata.

    Dazu würden mich die Ascusmaße interessieren. P. bifida bis 300 x 100, P. granulostriata deutlich größer.


    Liebe Grüße vom Nobi


    PS. Das Problem hat mir keine Ruhe gelassen.

    Aktuell habe mal bei zwei der vollreifen Asci von Bild 8 die Maße auf Basis der Sporengröße hochgerechnet und komme auf Werte von min. 450 x 170 µm!

    Bei einem dieser Asci habe ich einige halbwegs gut erkennbare Sporen auf einer Ebene ausgezählt und bei den für bifida relevanten 128 aufgehört.




    Nimmt man den nicht ausgezählten Bereich und die anderen Ebenen noch dazu, kommt man sicherlich auf vermuteten die 512 Sporen von Podospora granulostriata.

    Ich habe da eigentlich kaum noch Zweifel!

    Brillante Fotos, Ralph!


    Aber P. minutus ist das sicher nicht.

    Der hat doch eindeutig globose Sporen, die gewöhnlich satt gelb sind.

    Bei den von Hu et al in der Tabelle S. 114 gennannten Sporenmaßen hat sich ein Fehler eingeschlichen.

    Dort heißt es: (4,5-)5,5 x 7(-8,5), richtig ist (4,5-)5,5 - 7(-8,5). Die korrekten Angaben kannst Du in der Beschreibung S. 122 nachlesen.


    Ich halte Deinen Pilobolus für P. crystallinus.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Danke für Eure netten Kommentare. Auf einige möchte ich gern antworten.

    Warum hat du bloß das Foto vom Soufflé vergessen?:gmotz:

    Wie heißt es so schön im Filmklassiker "Manche mögens heiß"? Nobody is perfect!

    Ich gelobe Besserung.

    Dieser "Bärlauch-Leberwurst-Ölsardinen-Aufstrich" interessiert mich aber. Wie das wohl schmeckt?

    Aber wenn du erzählen magst wie du den Aufstrich komponierst, so bin ich ganz Ohr.

    Man nehme 1 Dose Ölsardinen (ohne Haut und Gräten), ca. 100 g frische Leberwurst (gern auch mehr), 100 g Butter, 1 hart gekochtes Ei, 1/2 Zwiebel (fein gewürfelt), Paprika edelsüß, etwas Zitronensaft, Salz nach Bedarf und natürlich reichlich fein geschnittenen Bärlauch.

    Alle Zutaten in eine große Schüssel geben, gut vermischen und mit einer Gabel zu einer homogenen Paste verarbeiten.

    Die Bärlauch-Morchel wäre auch was für meinen Gaumen, vielleicht kannst du ja die Rezepte einstellen.

    Für die "Morchel-Sahne-Soße mit Bärlauch" getrocknete Morcheln in warmen Wasser ca. 2 Stunden einweichen.

    In einer Kasserole fein geschnittene Zwiebeln in reichlich Butter anschwitzen, die Morcheln (ohne Einweichwasser) hinzugeben und einige Minuten andünsten.

    Mit einem halben Glas Dessertwein ablöschen. Kurz aufkochen lassen.

    Anschließend das durch ein Sieb abgegossene Einweichwasser und etwas Hühner- oder Gemüsebrühe zugeben. Alles mehrere Minuten köcheln lassen.

    Etwa ein Drittel der Morcheln herausnehmen und zur Seite stellen.

    Nun einen Becher Schlagsahne in die Kasserole geben und aufwallen lassen. Anschließen fein pürieren.

    Die Morchel-Sahnesoße bis zur gewünschen Konsistenz einkochen, evtl. mit etwas Mehl andicken.

    Schließlich die zur Seite gestellten Morcheln und den fein geschnittenen Bärlauch hinzugeben. Fertig.


    Wie gesagt, serviert mit frischer Pasta ist das ein Frühlingsgedicht!

    Ich freue mich schon auf die Bilder vom nächsten Jahr. ==10

    Ich auch!==11

    Aber das ist eine tolle Idee, Freund_innen zu einem Bärlauchmenü einzuladen. Danke für die Anregung!

    Gern geschehen.

    Das schöne ist, dass man etwas gemeinsam macht, wo sich alle +/- einbringen. Wir saßen gut 6 Stunden beieinander und hatten jede Menge Spaß!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Lieber Markus,


    den guten Wünschen zum Geburtstag schließe ich mich gern an.

    Ich wünsche Dir ein erfülltes, glückliches und friedliches neues Lebensjahr.

    Und wieder etwas mehr Zeit für das Forum!


    Gratulieren möchte ich Dir mit einem Stück Giraffenholz, welches ich ein wenig psychedelisch verfremdet habe.



    Liebe Grüße vom Nobi

    Sind die eigentlich bestimmbar? Im Doveri sind Zygomyceten leider nicht vertreten...

    Natürlich sind die bestimmbar, Ralph!

    Wenn man die entsprechende Literatur hat.==18


    Aber ich denke, da kann ich Dir im folgenden helfen.


    Erstmal brauchen wir einen Überblick über die Arten der Gattung Pilobolus. Da fragen wir doch am besten bei Index Fungorum an.


    Das IF (Index Fungorum) kennt 8 Arten.


    P. crystallinus (= hyalosporus)

    P. kleinii (= heterosporus)

    P. lentiger (= sphaerosporus, borzianus)

    P. longipes

    P. minutus (= morinii)

    P. oedipus

    P. roridus

    P. umbonatus


    Hinzu kommen evtl. P. nanus und P. pullus, die IF nicht erwähnt und die Hu, Zheng & Chen in "A redelimitation of the species of Pilobolus, 1989" als zweifelhafte Art auflisten!


    Eine sehr schöne, übersichtliche Arbeit zur Gattung stammt von Malcolm Greaves "Pilobolus in Britain".

    Er schlüsselt 7 der 8 genannten Arten, lediglich minutus fehlt. Du findest den Aufsatz hier. Da kann man ihn auch als PDF herunterladen.


    Den erwähnten Artikel von Hu et al hatte ich vor einiger Zeit in der Literaturecke als PDF eingestellt.

    Eine sehr schöne Arbeit, ausführlich und mit guten Zeichnungen. Man sollte allerdings bei den alten Namen bleiben (Names universally used, S.114, Zeile 6).

    Hier der Link dahin.


    Ich hoffe das hilft Dir weiter.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Liebe Wildkräutergourmets ==3,


    gut 15 Jahre ist es her, dass wir uns mit Freunden auf das erste gemeinsame Bärlauchmenü verabredet haben.

    Vom vorjährigen Event hatte ich kurz hier berichtet, wo ich auch auf den 2016er Beitrag verweise. Da könnt Ihr Euch ja schon mal einlesen.


    Etwas wagemutig hatten wir dieses Jahr zum vorletzten Märzwochenende eingeladen, nicht ahnend, dass uns der Winter nochmals arg mitspielen würde.

    Sah es voriges Jahr noch so aus,




    waren heuer nur winzige Triebe zu sehen. Fast ein Suchbild, ca. 10 solltet Ihr erkennen.






    Wir standen kurz davor, das traditionelle Festmahl abzusagen, als das Angebot einer lieben Foristin eintraf, uns frisch gesammelten Bärlauch aus dem Süden Deutschlands zu schicken.

    Uns fiel ein Stein vom Herzen und wir haben natürlich dankend angenommen.

    Rechtzeitig kam ein Päckchen mit zwei Tüten frischem Bärlauch an. Danke gen Bodensee!==Pilz25



    Nun konnte es losgehen mit unserem kleinen Menü für 10 Personen.

    Falls es jemand nachmachen möchte oder ein paar Ideen sucht, stelle ich Euch gern die einzelnen Gänge vor.


    Zur Begrüßung reichten wir Bärlauchtatar mit Sardellen, einen Bärlauch-Leberwurst-Ölsardinen-Aufstrich und Avocado-Bärlauch-Creme, sowie zwei leckere Frischkäsekombinationen an reichlich Baguette.






    Weiter ging es mit einem Bärlauch-Schafkäsesoufflé, was ich leider zu fotografieren vergessen habe.==7

    Dafür gibt es vom nächsten leckeren Zwischengang wieder ein Bild. Garnelen-Käserolle im Bärlauchmantel




    Höhe- und Schlusspunkt waren schließlich Morcheln in Sahne-Bärlauchsoße an frischen Tagliatelle.

    Immerhin 60 g getrockneter Speisemorcheln vom Vorjahr hatte ich dafür "gespendet".




    Ein Dessert hätten wir wohl nicht mehr geschafft, das haben wir durch diverse selbstgemacht Liköre (u.a. Kirschpflaume, Holunder, Walnuss) ersetzt.


    Es war ein äußerst gelungener Tag.

    Zwischen den Gängen blieb genügend Zeit, um bei herrlichem Frühlingswetter noch einen gut einstündigen Spaziergang durch unseren Hauswald zu machen.


    Kocht mal wieder mit Freunden! Ich kann es nur wärmstens empfehlen!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Gelungener Einstand im Dungpilzforum, Claudia!

    Die Fotos sind Dir bereits richtig gut gelungen.

    Die "Elfenhaare" sind sicher wie bereits von Stefan und Ralf erkannt ein Köpfchenschimmel, vermutlich Mucor mucedo, eine häufige Art an frischem Dung.

    Im Forum hatten wir den schon einige Male diskutiert, ein sehr schönes Portrait gibt es von Matthias.


    Die Rehköttel sehen ganz frisch aus und bei frischem Dung hast Du das Problem, dass sich bei den guten Feuchtkammer-Bedingungen oft ganze Teppiche sogenannter Schimmelpilze bilden.

    Wie Du dagegensteuern kannst, wurde ja bereits gesagt.


    Ich empfehle, anfangs lieber statt frischen Dung etwas älteren aufzusammeln.

    Dann ist die erste Welle der Schimmelpilze bereits durch und man findet oft schon in der Natur kleine Becherlinge oder Pyrenos.

    Und ich hoffe, dass meine Kollektion, der ich inzwischen auch Kuhdung hinzufügen konnte, in der kommenden Woche keine Pilze produziert. Ich habe gar keine Zeit dafür. Wie lange halten sich die Pilze. Könnte ich die durch kühl oder dunkel stellen im Wachstum bremsen?

    Genau. Auch kein Wasser hinzufügen und die Probe langsam austrocknen lassen.

    Wenn Du wieder etwas Zeit findest, kräftig mit Wasser besprühen und die Probe lebt wieder auf.


    Liebe Grüße vom Nobi