Das hat sich ja zu einem Superfund entwickelt, Jan-Arne!
Die Zugehörigkeit zur Sektion Dasyobolus ist unumstritten.
Deren Arten grenzen sich ja u.a. von anderen Species der Gattung ab, dass deren FK auch bei Reife nicht ausgebreitet sind.
Van Brummelen schreibt dazu wörtlich:
"Die Ascomata in dieser Sektion sollten korrekterweise Cleistothecium oder Perithecium genannt werden, und nicht Apothecium."
Typisches und bekanntestes Beispiel ist wohl Ascobolus immersus.
Ich bin mir nahezu sicher, dass es der bereits von Ralf genannte Ascobolus elegans ist!
Eine Art, die ich selbst noch nicht finden durfte, die aber zumindest von historischen Funden aus Deutschland bekannt ist.
Sowie lt. Pilze-Deutschland von einem Fund meines Pilzfreundes E. Huth aus Sachsen-Anhalt (2010, Bad Dürrenberg, Kaninchen)
Eigentlich müssten sich beide Arten ja über die Sporengröße trennen lassen, wenn ich das bei van Brummelen richtig lese.
In der Tat.
Ascobolus amoens hat doch insgesamt deutlich größere Sporen. In der Typus-Kollektion z.B. 30-36,5 x 16-20. Max. sogar bis 48 µm.
Indes hat Ascobolus elegans Sporen von 23-29(32) x 12-17,5 µm.
Das stimmt sehr gut mit Deiner Aufsammlung überein, zumal Du im Startbeitrag unreife Sporen von 23 x 12 und 28 x 14 zeigst.
Sehr viel mehr werden die erfahrungsgemäß nicht gewachsen sein.
Bleibt mir nur, Dich zu dem großartigen Fund zu beglückwünschen!
Liebe Grüße vom Nobi