Beiträge von Mausmann

    Unser letzter Tag vor der Rückreise.

    Nur die Nordlichter Safran, Zimtsternchen, Vanillekipferl und meinereiner, der Mausmann, sind noch mit von der Partie.


    Daher heißt es schon einmal groß Reinemachen und sich vorzubereiten für den Wecker um gaaaanz früh morgens.

    Und bevor wir zurückkommen und in die Heia purzeln muß der Rest erledigt werden. Also volles Programm heute.


    Und hatte da nicht noch jemand seinen Geburtstag verschwiegen? :gkopfkratz:

    Mir war so ..

    Aber lassen wir das aus.



    Heute machen wir in Kultur.

    Unser erstes Ziel war der Kanal von Korinth.



    Erbaut wurde dieser in den Jahren 1881 bis 1893.

    Er ist über 6km lang und verbindet den Saronischen Golf mit dem Golf von Korinth.


    Die höchste Stelle über dem Kanal misst 79m. Unter Wasser hat der Kanal noch einmal eine Tiefe von 8m.

    Die Breite des Kanals liegt bei etwa 24m. An der Wasseroberfläche ist es breiter als am Grund.

    Früher war der Kanal gut um den Weg um die Peloponnes abzukürzen (400km). Heute ist das nicht mehr besonders von Gewicht.

    Dennoch fahren bis zu 12000 Schiffe jährlich hindurch.


    But, who cares?




    Ein imposantes Bauwerk, welches auch für Bungee Jumping genutzt wird.

    Ich konnte aber niemanden dazu überreden. Heute war leider auch kein Tag für Springer.

    Wäre doch ein tolles Geburtstagsgeschenk. g:D



    Hier stoßen sie sich ab.



    Dort schlagen sie auf geht es hinunter.









    Hier darf man soagr Delphine füttern.

    Wahrscheinlich ist das Orakel nicht weit. :gplemplem:




    Kleines Rätsel zwischendurch.

    Wer erkennt diesen Baum?



    Hat sich wohl verlaufen.

    Heimisch ist der woanders aber inzwischen wird seinereiner im großen Stil angepflanzt.



    Um die Lösung zu lesen mußt du den nachfolgenden Text markieren: >>> Eukalyptusbaum <<<



    Wir machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel.

    Dafür mußten auch wir den Kanal nochmal queren. Es kamen aber Schiffe weshalb die Brücke - an den Enden des Kanals sind versenkbare Brücken - unten war.

    Eine gute Gelegenheit um das Passieren eines Schiffs mit Lotsen zu beobachten.











    Und dann schnell ins Auto und rüber bevor wieder ein Schiff kommt.


    Unser nächstes Ziel ist Epidauros, insbesondere das Theater dort.

    Unterwegs, wie die ganze Zeit schon auf der Peloponnes, sieht man beeindruckende Landschaften.

    Diese aber während der Fahrt derart zu fotografieren daß man die Bilder hinterher auch gebrauchen kann, ist äußerst schwierig.

    Ich weiß das. Mein digitaler Mülleimer quillt über mit solchen Fotos!



    Die Ausschilderung und die Navi´s sind ausgezeichnet. Man kann quasi überall lang fahren um ans Ziel zu kommen.

    Auch wenn ein Schild sagt "Hier lang!" und das Navi das bestätigt, muß das lange nicht stimmen.

    Hier waren sicherlich keine Touristenbusse mehr zum Theater von Epidauros.




    Letztlich finden wir aber den Weg. Dies ist eine heilige Stätte für den Heilgott Asklepios und dessen Vater Apollon.

    Wir sind in Epidauros, einem Ort der Heilung.




    Wer nun aber denkt wir würden hier Kneipp-Bäder nehmen und uns eine Fango-Packung holen, der liegt natürlich falsch.

    Dies ist eine Ausgrabungsstätte und somit finden wir hier vor allem große und kleine Steine die, zusammengesetzt, eine Stätte ergeben,

    wo zu längst vergangener Zeit, Körper und Geist geheilt wurden.


    Ein kleines Museum steht auch auf dem Gelände.





    Hier erkennt man den Asklepiosstab, auch als Äskulapstab bekannt, wieder. Das Zeichen der Mediziner- und Ärzteschaft.

    Im Wald, beim Pilzesammeln, habe ich auch oft einen dabei. Allerdings ohne Schlange. Die braucht man ja nicht um Spinnweben zu entfernen.



    Und dies ist der Herr Asklepios himself.



    Weitere Kunstwerke des Museums ...









    "Katziiiiii!"

    Wie überall sonst, wo Mensch bereit ist sein Futter zu teilen, gibt es auch hier wilde Katzen in großer Menge.

    Für manche Touristen wahrscheinlich das Highlight.

    Hunde hingegen sah ich hier nicht.




    Mein Highlight hingegen und Hauptgrund hierher zu kommen war das Theater.



    Das Theater gehört ebenfalls zum Konzept der Heilung und ist Teil der Anlage.

    Der Kranke sollte sich hier erfreuen und sein Leid eine zeitlang vergessen.

    Das Theater stand aber immer auch der weiteren Bevölkerung zur Verfügung.


    Die Akkustik in diesem Theater ist excellent.

    In der Mitte dieser Bühne gibt es eine Platte. Lässt man auf diese Platte eine Münze fallen, so hört man dieses noch auf den letzten Rängen.





    Das Fassungsvermögen dieses Bauwerks beträgt nach Erweiterung um die 14000 Personen.

    Ursprünglich waren es mal 9000. Zuschauerzahlen, die jeden Zweitliga-Fußballverein euphorisch lassen würden.





    Nach diesem imposanten Bauwerk waren noch die Ruinen der restlichen Anlage zu begehen.

    Wenn man da kein eingefleischter Fan von ist ist es allerdings nicht sonderlich spannend.










    Also weiter zum dritten Ziel.




    Ich wußte von einem schönen Fotomotiv am Strand von Kap Aria.

    Dort gibt es ein gut zugängliches Schiffswrack. Oder aber "gab es".

    Wir wurden leider nicht fündig und es war auch schon spät so daß eine Suche nicht mehr viel Sinn hatte.

    Also machten wir einen kleinen Sparziergang am Strand bevor es wieder gen Unterkunft gehen sollte.





    Auf dem Rückweg kehrten wir noch mal in Korinth in einem guten Restaurant ein und gönnten uns allerlei Leckereien.

    Der Rest ist klar.

    Ein letztes mal in der Villa Funga schlafen, früh hoch, Endreinigung, Flughafen Athen und Heimreise.

    Nach einem langen Reisetag dann Ankunft in Hamburg, Koffer verloren gegangen aber glücklich in der heimischen Pfurzmulle angekommen.

    Das war ein schöner Urlaub mit vielen neuen aufregenden Pilzen, viel Freude und lauter netten Zeitgenossen aus dem Pilzforum.eu!


    Ich habe es genossen und sage allen Beteiligten und Lesern Danke!

    Vielleicht sieht man sich ja mal bei einem anderen Treffen ... bei den Nordlichtern?



    Winke Winke!

    :gwinken:


    Der Mausmann



    Der nächste Tag.


    Mir wird "Costas" vorgestellt.

    Dieser grüne Pummeling möchte noch ein bißchen futtern bevor er gedenkt mal richtig auszuschlafen.

    Die Trillionen gesammelten Esskastanien vom Ostsee-Clan mag er allerdings nicht.







    Wir hingegen sind ausgeschlafen und heute kehren wir zurück nach Foloi in den Eichenwald.




    Anders als beim ersten Besuch setze ich mich diesmal ab von der Gruppe.

    Meinen Knieen ist es zu strapaziös, daher bewege ich mich nahe der Straße im Eichenwald.

    Die anderen gehen erneut hinein und meistern jede Steigung.


    So mag ich es am liebsten, ganz langsam. In Ruhe umsehen und alles wirken lassen. Durchatmen. :gnicken:


    Aber heee!

    Sch... , da war doch was.

    Fliegen! :gomg:

    Viele Fliegen! :gkopfwand:

    Unglaublich viele Fliegen! :ghilfe:

    Und die fliegen total ab auf mich! :gmotz:


    Ich hasse Foloi! :gheulen:

    Aber was tut man nicht alles für Pilze?!!!


    Also in eine Hand den Korb, in die andere einen Ast zum Wedeln und in die dritte Hand die Kamera. :gskeptisch:

    Naja, irgendwie so. Ich mußte jedenfalls ohne Unterlass wedeln.

    Zum Glück mußte ich den Mund nicht öffnen denn die suchten jede Öffnung um dort reinzukriechen.


    Gerne hätte ich ein Foto gehabt von dem Moment als ich für den Heimweg ins Auto zustieg. (Man sammelte mich auf)

    Da muß mit mir eine schwarze Wolke ins Fahrzeuginnere gefolgt sein.


    Zurück zu den Pilzen.


    Ich konnte mich also "in aller Ruhe" umsehen.

    Und heute würde ich weniger Boleten entdecken, dafür aber ein paar Täublinge zum Beispiel ablichten.

    Immer noch erstaunlich für mich, daß in dieser trockenen Umgebung diese Menge an Pilzen zu finden ist.




    Zunächst dieser Milchling.

    Edit: Mediterraner Zonen-Milchling, Lactarius cf. mediterraneensis

    weiter möglich: L. zonarius (= L. insulsus ss. Moser) oder L. acerrimus







    In seiner Nachbarschaft dieser Täubling.

    Leider habe ich nur dieses Bild von ihm, warum auch immer.




    Der wiederum hat auch einen Nachbarn.





    Täublinge sah ich noch andere, so wie diesen hier.




    Auch schöne Farben zeigte dieser hier.



    GRE 14.10.2019 (4050).JPG




    Vielleicht die gleiche Art aber an anderer Stelle gefunden ...



    Das gleiche gilt für diese Ansammlung.




    Und noch eine weitere Stelle mit lila Täublingen.





    Um bei den Täublingen zu bleiben.





    Oder dieses goldige Kerlchen.





    Wechseln wir nochmal die Farbe.




    Wir ihr bemerken konntet habe ich keine Namen an die Täublinge geschrieben.

    Das liegt daran daß ich sie nicht weiß. Täublingsbestimmung ist mir noch zu schwierig, noch dazu wenn die Pilze in der Fremde wachsen.

    Da beschränke ich mich auf gewisse heimische Arten.


    Es gab natürlich auch anderes als Russulae.

    Ein paar mal stieß ich auf relativ eindrucksvolle Spinnennetzkonstruktionen.

    Die waren immer recht groß und stabil und sprachen somit für größere Spinnen. Und Nahrung gibt es hier genug.

    Im mediterannen Raum gibt es ja spannende Vertreter dieser Spezies und daher war ich neugierig.

    So kam es also daß ich an einem Netz lange Zeit ausharrte um zu meinem Foto zu kommen.

    Die flinke große Spinne bekam ich auch kurz zu sehen aber ein Foto wollte leider nicht gelingen.

    Doch einen Eindruck mit ihrem Schatten kann ich hier hinterlassen.

    Spinnen wirken auf mich eklig wie faszienierend.




    Aber widmen wir uns wieder angenehmeren Bildern.

    Den würde ich für einen Ritterling halten.





    Der nächste Fund überraschte, sah er doch von oben eigentlich nicht so aus.

    Den gibt es bei mir daheim ja häufiger zu finden und dort macht er optisch eine etwas andere Figur auf dem Hut.

    Der Hasenröhrling.





    Ein anderer Röhrling.






    Ob der nächste Fund nach Mehl roch daran erinnere ich mich nicht mehr. Das liegt einfach zu lange zurück.




    Und an diesen vermeintlichen Risspilz habe ich gar keine Erinnerung.





    Und der folgende Pilz ist auch ohne Gedächtnisprotokoll unter den Funden.




    Auf Totholz werfe ich ja auch immer wieder mal einen Blick. Irgendwie scheint das magnetisch zu sein, was mich angeht.




    Bei einem Stück fanden sich dann auch pablotische Früchtchen.

    Zwar assoziert das Pilzaussehen etwas bei mir aber das langt nicht zum Spekulieren.

    Edit: Inzwischen als Zweifarbiger Knorpelporling, Gloeoporus dichrou tituliert.







    Bei dieser Amanita dürft ihr gerne spekulieren.

    Der Pilz hat keinen Ring, auch wenn das so aussieht.

    Edit: nicht unumstritten - Silbergrauer Scheidenstreifling, Amanita mairei Folley








    Direkt daneben wuchs die Verwandtschaft.

    Leider sind die Bilder nicht so dolle geworden.







    Natürlich gab es auch Röhrlinge zu finden.

    Den Schwarzhütigen Steinpilz plante ich für mein Frühstück ein.

    Edit: Nach beli´s Veto stimme ich zu.

    Einst geführt als Steineichensteinpilz, Boletus quercicola, heute mit inbegriffen unter Gemeiner Steinpilz, Boletus edulis




    Aber eigentlich wollte ich ja ein kaiserliches Omelette haben.

    Also braucht es noch etwas mehr.

    Ich lasse euch daher zum Ausklang dieses Tages noch ein paar Zutaten zum sattsehen da. :gzwinkern:


    Ist er nicht prächtig?!










    Mein Frühstück war übrigens üppig und sehr schmackhaft. :sun:




    Damit verabschieden wir uns aus Foloi.

    Zum Glück sind die verdammten Fliegen ortstreu und blieben zurück.


    Am nächsten Tag würden nun auch Craterelle und Malone ein letztes mal winken.

    Für die restliche Bande ein Ruhetag bevor wir ein letztes mal auf Tour gingen.

    Dieses mal aber auf Cool Tour, ohne Pilze. Davon dann im letzten Bericht von mir.

    13.10.2019


    An diesem Tag gab es kein Pilzprogramm.

    Es hieß Abschied nehmen von coindigger.

    Und Sarifa sollten wir leider auch nicht mehr zu Gesicht bekommen.

    Der Vortag war die Abschiedstour.




    Wie schnell die Tage doch verflogen sind.



    Heute daher Zeit für Müßiggang.


    Ich ging ein wenig auf Gartensafarie.

    Da fand ich zum Beispiel so einen Flatterich.




    Auch Palmen können ein schönes Motiv abgeben.




    Da kann man dann auch wieder mal auf eine Gottesanbeterin treffen. Schon wieder!

    Wirklich erstaunlich. Das hätte ich mit einem Griechenlandurlaub eigentlich nicht in Verbindung gebracht.




    Eine andere Mantis war gar bereit für ein richtiges Fotoshooting.

    Vielleicht nicht sexy aber charismatisch.






    Und dann doch, Pilze im Garten.

    Aber von denen wollte ich mich nicht mürbe machen lassen.

    Ihr dürft euch einen Namen ausdenken.




    Am Nachmittag ging es nochmal kurz nach Diakopto.


    Auch da gab es Gärten zu entdecken.

    Eindrücke vom Gartenzaun.








    Und im Gegensatz dazu High Tech in Griechenland.

    Ich war mehrfach am staunen wie und wo man überall Kabel und Technik an sich installiert hatte.

    Kleiner Fun Fact zu unserer Villa.

    Es wurde geraten vor dem Duschen eine bestimmte Sicherung auszuschalten! Es wäre ratsam.




    Im Ort gab es noch ein hervorstechendes Gebäude. Ich habe aber nicht herausgefunden was es eigentlich darstellt.

    Sieht kirchlich aus.

    Ein Mahnmal steht vor der Eingangstür wie mir scheint. 1940-1949 wird darauf angegeben. Deutet auf Faschismus hin, oder?




    Ganz anders geht man im Ort mit anderen Bauwerken um.

    So sieht der Brunnen im Zentrum aus.

    Das erfreut doch das Touristenauge. Erbaut 2002, lässt die Tafel vermuten.




    Daß ich den Peloponnes erschreckend verschmutzt fand, erwähnte ich ja schon.

    Würde man all den Unrat dort zusammensammeln, könnte man gewiss viele Lücken zwischen den stattlichen Bergen dort ausfüllen.

    Wäre sogar praktisch um kürzere Weg zu bekommen. :gzwinkern:


    Ein letzter Blick noch zurück.

    Die alte Zahnradbahn steht hier vor sich hin.



    Den restlichen Tag widmete man einem Lokal und in der Villa beschäftigte man sich danach wieder mit Pilzen.

    Und zum Abendessen bekamen wir noch Besuch. Ein Gecko zog bei uns ein.



    Morgen würden wir wieder losziehen.

    Es sollte noch mal in den Eichenwald gehen den wir zuerst besucht hatten.

    ... Ich habe alle Mitreisenden gebeten, mir Ihre Foto- und Filmdateien zur Verfügung zu stellen. Daraus werde ich dann wieder ein Movie basteln, welches wir dann beim Nordtreffen im Herbst gemeinsam geniessen werden.

    ==Gnolm16



    Auf der Karte mit den handschriftlichen Einträgen steht u.a. "Mushkilla"

    Wie es mir zu eigen ist lese ich daraus natürlich "Mushroomkiller". Sollst du das sein? Oder was hat es damit auf sich?


    Komm gut heim!

    Dann will ich mal gratulieren zu deiner gelungenen Tochter.

    Aber dann hast du jetzt ja noch weniger Zeit für´s Hobby.


    Vergiss uns nicht und gib dir Mühe daß sie auch pilzaffin wird. :gzwinkern:

    Falls nicht, noch mal versuchen. g:D

    ... zu den unbestimmten hätte ich folgende Vorschläge:

    ...

    und das Monster danach sieht nach Braunsporer aus - vielleicht ein groß geratenes Crepidotus autochthonus?

    Herzlichen Dank für deine Überlegungen zu den fragwürdigen Pilzen.


    Beim letzten allerdings fehlt mir dir Vorstellungskraft. Ein Megamonster-Stummelfüßchen? Das will mir nicht in die Birne. :gskeptisch:

    Braunsporer dürfte aber stimmen. Ich habe da noch eine Nahaufnahme.


    Und weiter geht die Tour.


    Ein natürlicher Weißtannen-Bergwald erwartet uns.

    Weißtannen sind recht selten und fristen ihr Dasein in bestimmten montanen Höhen. Bei uns Nordlichtern gibt es sie in natürlicher Weise überhaupt nicht.

    Daher ist unser Suchgebiet schon etwas besonderes



    Und etwas mehr Ausblick in die Umgebung.




    Es ist noch feucht als wir ankommen.




    Der erste Pilz der uns hier vor die Körbe läuft ist der Gesäte Tintling.



    Den kennen wir ja alle.

    Aber schon der zweite Pilz lässt grübeln und dann freuen.

    Der Dunkle Ölbaumtrichterling, Omphalotus olearius.



    Da sind wir uns noch etwas unsicher aber später finden wir weitere und bekommen Gewissheit.





    Schade, daß wir nicht einen ganzen Tag hier auf die Suche gegangen sind.

    Hier finden sich überall Pilze aber wir haben nur 2 Stunden bis zur Dunkelheit.


    Täublinge, die uns mehrfach begegnen.






    Dann kommen immer wieder Lachsreizker.

    Davon wird kräftig eingesammelt für den späteren Verzehr.

    Ich und Tom sind lieber auf griechisches Essen ausgewichen.




    Und siehe, es gibt auch Steinreizker, Hypomyces lateritius!

    Der hat ja den Ruf sehr lecker zu sein, eine Delikatesse. Die Wahlchinesen unter uns,

    Safran und Anhang, sacken den auch tatsächlich ein, zwecks mykophagischer Diagnostik.

    Nach 3 Tagen im Kühlschrank haben sie den auch gegessen und für sehr wohlschmeckend befunden.

    Ich hätte den nach einem Tag schon nicht mehr angerührt :glol:

    Aber Wahlchinesen sind bekanntlich nicht zimperlich wenn es um das Überleben von möglichen Nahrungsmitteln geht.



    Später fand ich noch so einen.

    Da bin ich mir aber nicht sicher ob das nicht vielleicht irgendein Schimmelpilz ist der da zum Essen kommt.




    Ein anderer Fund hat Namen Grubiger Weißtannenmilchling, Lactarius intermedius von uns bekommen. Sicher sind wir aber nicht.

    Wir halten den Grubigen Milchling, Lactarius scrobiculatus nicht für ausgeschlossen aber für weniger wahrscheinlich, optisch gesehen.






    Den Weißtäubling gibt es dort auch.




    Oder auch ausbleichende Täublinge die einem meist zwischen den Fingern zerbröselten.

    Die waren vom Wetter sichtlich mitgenommen.




    Den hier fand ich auch interessant weil ich so einen Pilz noch nicht begegnet bin.

    Erste Überlegung war ob das etwas in Richtung Erdmuscheling sein könnte weil der so erdnah über den Boden wuchs.

    Jedenfalls mir fremd. Leider habe ich keine weiteren brauchbaren Bilder von dem. Er wuchs fast direkt auf dem Bergsteig.




    Bevor ich mich aber dem Pilz weiter zuwenden konnte kam Malone aus dem Grünen und zeigte auf diese riesigen Kawensmänner.

    Was´n das? :gskeptisch:






    Die waren außerordentlich stattlich und wir hielten sie für einen besonderen Fund.

    Im Laufe des Tages aber wurden die Pilze als Hexenröhrling deklariert.

    Einen davon (alt und matschig) hatte ich noch durchgeschnitten.




    Mehlräslinge standen dort auch herum. Aber keine Spur von Steinpilzen.




    Und wiedermal finden wir den Gelbstieligen Nitrat-Helmling, Mycena renati.

    Ich glaube, den hatten wir auf allen Touren bisher gesehen.




    Der nächste Pilz ist ein unbestimmter.

    Mit solchen Mushrooms kann ich nicht.




    Und wo wir gerade dabei sind.

    Kann jemand mit denen etwas anfangen?

    An Gerüche und anderes kann ich mich aber beim besten Willen nicht mehr erinnern.




    Champignons gab es auch. Die Art bleibt unklar.





    Die wuchsen direkt neben dem Erdritterling auf dem Weg.




    Neben dem Violetten Seiden-Rißpilz, Inocybe geophylla var. lilacea ...




    ... wuchsen diese Pilze.

    Sie waren glubschig und ich ging eigentlich vom Elfenbein-Schneckling, Hygrophorus eburneus aus.

    Angesichts der Hutoberfläche kommen mir jetzt aber Zweifel.

    Edit: Zu recht!

    Laut mollisia ist das der Seidige Risspilz, Inocybe gephylla var. geophylla




    Müßte ich bei dem hier raten, würde ich sagen Kerbrandiger Trichterling, Clitocybe costata.

    Kann natürlich auch ein anderer sein. C. gibba mag zum Beispiel Tannen.

    Edit: Auch hier ein Danke an Andreas.

    Sein Vorschlag: Clitocybe mediterranea, trulliformis oder was verwandtes





    Einen Pilz für Climby hätte ich auch noch im Angebot.

    Einen namenlosen Risspilz.

    Edit: Dank mollisia,

    Starker Verdacht auf "Grünlings-Risspilz", Inocybe orbata



    Das grünliche in den Lamellen kommt auf den Bildern nicht mit.

    Das müßt ihr euch denken.

    Ich dachte ja, das würde den Pilz einfach machen aber Pustekuchen. Da gibt es wohl Auswahl unter den Risspilzen.





    Noch was hübsches.

    An den erinnere ich mich allerdings gar nicht.

    Edit: Vorschlag von mollisia -
    Igel-Schüppchenschnitzling, Phaeomarasmius erinaceus




    Ich will´s nicht beschwören aber der nächste Pilz ist für mich am ehesten der Riesenkrempentrichterling, Leucopaxillus giganteus.

    Er wuchs allerdings alleine, hatte irgendwas über 30 cm Durchmesser und roch nicht mehr schön. Vielleicht war es also auch einer der anderen Riesen.







    Zuletzt hatten wir noch an dem Satans-Röhrling, Rubroboletus satanas unsere Freude. Für viele, wenn nicht alle, ein Erstfund.






    Leider war es nun Aufbruchzeit.

    Hier hätte man sich so richtig austoben können.




    Zurück durch Dörfer und vorbei an abbauenden Straßenhändlern.

    Witzig war noch ein Halt an einem solchen. Kein Wort das man voneinander verstand und dennoch klappte der Einkauf.

    Man war uns gegenüber großzügig und herzlich. Und die Tomaten waren äußerst lecker.




    Wie das manchmal so ist muß man noch dringend Dinge einkaufen.

    So war es an diesem Abend auch.

    So steuerten wir noch in Akrata das Nachtleben an und machten uns auf die Suche.

    Von dort habe ich euch aber nur ein Foto mitgebracht.

    Und auch das nur weil wir selbst dort Pilze gefunden haben.

    Und was für welche!

    ...


    Leccinellum lepidum

    Wenn ich mir den Hutrand so betrachte kann ich mir das tatsächlich vorstellen.

    Wenn ich mir den Stiel ansehe, zweifel ich aber. Ich sehe da eher ein Netz als irgendwas schuppiges.

    Und schaue ich mir Bilder in der Websuche an, dann scheint es wohl solche Exemplare zu geben.

    Ich denke, heute sollte ich mir darüber keinen Kopf mehr machen. Bin zu müde.


    Nachtrag:

    Inzwischen kann ich mich gut anfreunden mit dem Vorschlag.

    Da wäre noch einer den ich noch nicht ausschließen mag. Den Zistrosen-Raustielröhrling, Leccinellum corsicum. Der hat zwar in der Regel einen dunkleren Hut und einen bauchigeren Stiel aber eben nicht immer. Wächst an Steinrose.

    Der Steineichenraufuß, Leccinellum lepidum ist aber auch mein Favorit.

    PS Ich habe in ein altes Beitrag (wo ?) gelesen das deine Name ist Stephan ?

    Wo auch immer, mein Name ist das nicht!

    Es geht zum Tannenwald weiter aber unterwegs verlockt noch mal ein Eichenhang dazu einen Blick hinein zu werfen.


    Total urig diese Eichenbestände hier auf der Insel.





    Auf der Grasfläche vor dem Wald sind allerdings auch noch Pilze.




    Mal wieder Träuschlinge.




    Oder jene hier.



    Ich meine, Sarah sammelt hier beizeiten irgendwelche Arten.

    Ich hab´s vergessen.



    Im Hang ist dann wieder Kletterkunst gefragt.

    Ich halt mich zurück darf aber auch kleine Wesen entdecken.

    Eichenblattschwindling?

    Wäre so eine erste Idee aber ich glaube das passt nicht.




    Oder dieser kleine Holzfresser.

    Ich versuche erst gar nicht zu raten.





    Einen auf Eichencupule könnte ich noch anbieten.




    Zwar haben wir nicht viel gefunden aber die Vegetation war schon nett anzusehen.

    Sowas sieht man in Deutschland halt nicht.


    Wir fahren weiter.


    Ein neuer Morgen.




    Sarifa wird mit uns heute einen reinen Esskastanienwald ansteuern.

    Und danach geht es in einen Tannenwald hoch droben auf´m Berg.




    Die Anfahrt durch die Berge war wie immer schön.

    Man bekommt stets was zu sehen.

    Bei der heutigen Tour würde es etwas anstrengender werden für die Beine.


    Hier ein morgenfrisches Gesicht vom Peter. Naja ... :gzwinkern:




    Dann eines bei Ankunft und den ersten Gehminuten.




    Und nun eines von Bettina beim ersten Anstieg.




    Ich werde ähnlich dreingeschaut haben denn ab einer gewissen Stelle mußte ich passen mit meinem operierten Knie und mangelnder Kondition.


    Dort sah es so aus.



    Ich denke, man erkennt wie steil es dort ist.

    Die agilen unter den Pilzhungrigen kletterten dennoch durch dieses Terrain und fanden auch ein paar Sachen.


    Vor Ort hatten wir einen Namen dafür. In meinen Notizen steht er leider nicht.

    Ich glaube, der roch auffällig.




    Eine Amanita.

    Bei der Farbe würde ich gerne auf Isabellfarbener Wulstling, Amanita eliae tippen aber dieser Pilz ist ja noch sehr jung

    und ob überhaupt ein passender Mykorrhiza-Baumpartner vor Ort war ist mir auch nicht ganz klar.

    Ginge auch Kastanie?

    Wahrscheinlich wird es ein anderer Wulstling sein.




    Desweiteren wurde dieser eingefangen.

    Der untere Stieteil scheint mir ein bißchen Netzstruktur aufzuweisen.

    Schwierig zu beurteilen.




    Und so einer.

    Das erste Bild zeigt schon die richtige Farbe.

    Der war wirklich leuchtend gelb. Kräftiger noch als man es von der Ziegenlippe schon mal gesehen hat.

    Vielleicht ließ die Sonne das aber auch ein bißchen farbenfroher erscheinen. Im Urlaub ist alles immer ein bißchen bunter.

    Bild 2 und 3 sind nicht optimal gelungen. Die Bedingungen waren etwas schwierig.


    Ich komme zu Aureoboletus, aber welcher?






    Wir kehrten dann wieder um und suchten einen anderen Aufstieg.

    Am Wegesrand fand sich übrigens eine Koralle.


    Falls jemand meint die zu erkennen, immer heraus damit.

    Die Spitzen sind alle leicht verfärbt. Vielleicht kann das ja helfen beim beurteilen?




    Bis dahin war der Ostseekorb wohl schon halb voll mit Maronen. 10 Minuten später dann war er ganz voll.

    Vermutlich essen sie noch heute daran.


    Dann gab es mal wieder Pilze, Träuschlinge.





    Und es gab einheimische Pilze, Dehnbare Helmlinge.




    Ach der Leberraischling fand sich dort. Für Sarah eine Premiere.




    Bei diesem hier passe ich.





    Da ist der große Käfer vielleicht einfacher.

    Lederlaufkäfer, Carabus coriaceus cerisyi, schätze ich.





    Gelbstielige Helmlinge, sag ich mal.

    Näher traue ich mich nicht ran.




    Dann wieder ein Fund.




    Hey!

    Sieht der nicht aus wie die Amanita zu Beginn?!

    Ich denke, ja.



    In den Sinn kommen mir Narzissengelber und Isabellfarbener Wulstling wobei letzterer mir wahrscheinlicher vorkommt.

    Es gibt allerdings noch mediterrane Arten die ich nicht kenne, auch mit solch eingesenkter Knolle.

    Weiß jemand mehr?






    Hier ist wohl alles abgegrast. Noch ´ne Raucherpause und dann weiter zum nächsten Ziel.