Der nächste Tag.
Mir wird "Costas" vorgestellt.
Dieser grüne Pummeling möchte noch ein bißchen futtern bevor er gedenkt mal richtig auszuschlafen.
Die Trillionen gesammelten Esskastanien vom Ostsee-Clan mag er allerdings nicht.


Wir hingegen sind ausgeschlafen und heute kehren wir zurück nach Foloi in den Eichenwald.

Anders als beim ersten Besuch setze ich mich diesmal ab von der Gruppe.
Meinen Knieen ist es zu strapaziös, daher bewege ich mich nahe der Straße im Eichenwald.
Die anderen gehen erneut hinein und meistern jede Steigung.
So mag ich es am liebsten, ganz langsam. In Ruhe umsehen und alles wirken lassen. Durchatmen. 
Aber heee!
Sch... , da war doch was.
Fliegen! 
Viele Fliegen! 
Unglaublich viele Fliegen! 
Und die fliegen total ab auf mich! 
Ich hasse Foloi! 
Aber was tut man nicht alles für Pilze?!!!
Also in eine Hand den Korb, in die andere einen Ast zum Wedeln und in die dritte Hand die Kamera. 
Naja, irgendwie so. Ich mußte jedenfalls ohne Unterlass wedeln.
Zum Glück mußte ich den Mund nicht öffnen denn die suchten jede Öffnung um dort reinzukriechen.
Gerne hätte ich ein Foto gehabt von dem Moment als ich für den Heimweg ins Auto zustieg. (Man sammelte mich auf)
Da muß mit mir eine schwarze Wolke ins Fahrzeuginnere gefolgt sein.
Zurück zu den Pilzen.
Ich konnte mich also "in aller Ruhe" umsehen.
Und heute würde ich weniger Boleten entdecken, dafür aber ein paar Täublinge zum Beispiel ablichten.
Immer noch erstaunlich für mich, daß in dieser trockenen Umgebung diese Menge an Pilzen zu finden ist.

Zunächst dieser Milchling.
Edit: Mediterraner Zonen-Milchling, Lactarius cf. mediterraneensis
weiter möglich: L. zonarius (= L. insulsus ss. Moser) oder L. acerrimus




In seiner Nachbarschaft dieser Täubling.
Leider habe ich nur dieses Bild von ihm, warum auch immer.

Der wiederum hat auch einen Nachbarn.

Täublinge sah ich noch andere, so wie diesen hier.

Auch schöne Farben zeigte dieser hier.

GRE 14.10.2019 (4050).JPG
Vielleicht die gleiche Art aber an anderer Stelle gefunden ...

Das gleiche gilt für diese Ansammlung.

Und noch eine weitere Stelle mit lila Täublingen.


Um bei den Täublingen zu bleiben.


Oder dieses goldige Kerlchen.


Wechseln wir nochmal die Farbe.


Wir ihr bemerken konntet habe ich keine Namen an die Täublinge geschrieben.
Das liegt daran daß ich sie nicht weiß. Täublingsbestimmung ist mir noch zu schwierig, noch dazu wenn die Pilze in der Fremde wachsen.
Da beschränke ich mich auf gewisse heimische Arten.
Es gab natürlich auch anderes als Russulae.
Ein paar mal stieß ich auf relativ eindrucksvolle Spinnennetzkonstruktionen.
Die waren immer recht groß und stabil und sprachen somit für größere Spinnen. Und Nahrung gibt es hier genug.
Im mediterannen Raum gibt es ja spannende Vertreter dieser Spezies und daher war ich neugierig.
So kam es also daß ich an einem Netz lange Zeit ausharrte um zu meinem Foto zu kommen.
Die flinke große Spinne bekam ich auch kurz zu sehen aber ein Foto wollte leider nicht gelingen.
Doch einen Eindruck mit ihrem Schatten kann ich hier hinterlassen.
Spinnen wirken auf mich eklig wie faszienierend.

Aber widmen wir uns wieder angenehmeren Bildern.
Den würde ich für einen Ritterling halten.


Der nächste Fund überraschte, sah er doch von oben eigentlich nicht so aus.
Den gibt es bei mir daheim ja häufiger zu finden und dort macht er optisch eine etwas andere Figur auf dem Hut.
Der Hasenröhrling.


Ein anderer Röhrling.


Ob der nächste Fund nach Mehl roch daran erinnere ich mich nicht mehr. Das liegt einfach zu lange zurück.

Und an diesen vermeintlichen Risspilz habe ich gar keine Erinnerung.


Und der folgende Pilz ist auch ohne Gedächtnisprotokoll unter den Funden.

Auf Totholz werfe ich ja auch immer wieder mal einen Blick. Irgendwie scheint das magnetisch zu sein, was mich angeht.

Bei einem Stück fanden sich dann auch pablotische Früchtchen.
Zwar assoziert das Pilzaussehen etwas bei mir aber das langt nicht zum Spekulieren.
Edit: Inzwischen als Zweifarbiger Knorpelporling, Gloeoporus dichrou tituliert.



Bei dieser Amanita dürft ihr gerne spekulieren.
Der Pilz hat keinen Ring, auch wenn das so aussieht.
Edit: nicht unumstritten - Silbergrauer Scheidenstreifling, Amanita mairei Folley




Direkt daneben wuchs die Verwandtschaft.
Leider sind die Bilder nicht so dolle geworden.



Natürlich gab es auch Röhrlinge zu finden.
Den Schwarzhütigen Steinpilz plante ich für mein Frühstück ein.
Edit: Nach beli´s Veto stimme ich zu.
Einst geführt als Steineichensteinpilz, Boletus quercicola, heute mit inbegriffen unter Gemeiner Steinpilz, Boletus edulis

Aber eigentlich wollte ich ja ein kaiserliches Omelette haben.
Also braucht es noch etwas mehr.
Ich lasse euch daher zum Ausklang dieses Tages noch ein paar Zutaten zum sattsehen da. 
Ist er nicht prächtig?!








Mein Frühstück war übrigens üppig und sehr schmackhaft. 

Damit verabschieden wir uns aus Foloi.
Zum Glück sind die verdammten Fliegen ortstreu und blieben zurück.
Am nächsten Tag würden nun auch Craterelle und Malone ein letztes mal winken.
Für die restliche Bande ein Ruhetag bevor wir ein letztes mal auf Tour gingen.
Dieses mal aber auf Cool Tour, ohne Pilze. Davon dann im letzten Bericht von mir.