Beiträge von nochn Pilz

    Waaaas =O ?


    Hänschen ohne Craterelle? Die Grimm-Brüder werden sich in Grabe herumdrehen ;(.

    Du wirst deine Gründe haben, aber sehr schad' wär's um's Dream-Team....

    Craterelle hat einen wirklich wichtigen Grund dieses Jahr vorwiegend im Hintergrund mitzuwirken. Da ich aber dieses Jahr im Dezember keine grosse Reise vorbereiten muss, bin ich zuversichtlich, dass ihr am Ende zufrieden sein werdet. ==Gnolm8

    Nächstes Jahr sind wir wahrscheinlich wieder gemeinsam am Werk. ==Gnolm13

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    ...und auf geht´s zum letzten Wettbewerb im 11. PPC-Jahr! Ich hoffe auf rege Teilnahme, trotz reichen Pilzfunden zu dieser Jahreszeit, natürlich vor Allem der routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre. Es ist die letzte Chance in diesem Jahr nochmal einen Beitrag abzuliefern, der in die Endausscheidung zum Pilzgedicht des Jahres 2023 kommt!

    Gerne sind auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten!

    Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: PP-Poesiealbum

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind

    sichten - nie - Lupe

    Abgabeschluss ist der 19.11.23 24:00 Uhr.

    September 2023

    dichten - heiter - Wilhelm Busch

    von Suku



    Der Fund


    Ganz weit hinten im dichten Busch

    Da krabbelt der Wilhelm, für ihn einen Tusch!

    Er findet dort nach fast 20 Jahren,

    Und etlichem Raufen in seinen Haaren,

    Einen lange gesuchten, begehrten Schatz

    An diesem kratzigen, dornigen Platz.


    Den Willi, den kennt man in seinem Dorf gut,

    Die Nachbarn ziehen vor ihm ihren Hut.

    Er hat ein Haus, früher auch mal 'nen Benz,

    Den führt' er gern aus, doch im letzten Lenz

    Zeigten den Mittelfinger ihm garstige Knaben,

    Vor Ärger und Wut fuhr er stracks in den Graben.


    Der Willi kennt Pilze. Fast wie einen Nerd,

    Halten die Leute ihn für leicht gestört.

    Der hat viele Bücher, ist wirklich sehr schlau,

    Auf dem Schild seiner Haustür da steht "PSV".

    Im Herbst pilgern Menschen zu seinem Haus,

    Packen dort Körbe und Taschen aus.


    Der Wilhelm, der macht dann ein wicht'ges Gesicht,

    ==Gnolm19

    Hält über Pilzen ein strenges Gericht:

    ==Gnolm21

    "Bei diesen und jenen fehlt leider der Stiel...

    ==koralle

    Wieso sammelst du denn von denen so viel?

    :haue:

    Die meisten von denen sind längst schon perdü

    ==duenger

    Den Magen und Darm verdürben dir sie"

    </p><p> </p><p>Der Wilhelm der hat auch ein Mikroskop</p><p>Unter das er schon so manchen Pilz schob.</p><p>Erkennt dann der Willi:


    Der Wilhelm, der hat auch ein Mikroskop

    Unter das er schon so manchen Pilz schob.

    Erkennt dann der Willi: "Ein seltenes Stück"

    Freut er sich sehr und jubelt verrückt.

    Oft ist er im Wald, ist dort auf der Suche.

    Sehr gern unter Eiche oder an Buche.


    Es regnet in Strömen, gestern war's heiter,

    Auf klatschnassen Knien kriecht Willi weiter.

    Du wunderst dich, welchen Pilz er dort findet,

    Für den er dort in dem Busche sich windet.

    Freudig enttäuscht zieht er ihn hervor,

    Den Schlüssel vom Benz, den er einst verlor.


    Und die Moral von der Geschicht':

    Nach Vergangenem suchen lohnet sich nicht.

    Und auch diesmal haben wir einen Monatssieger ohne Abstimmung. :gnicken: :gzensiert:

    Aber auch wieder ein tolles Gedicht. :gbravo: :gbravo: :gbravo:

    Gratulation an Seriensieger Suku! :gbravo: :ghurra: :gwinken:


    Urlaubsbedingt fehlt mir das Equipment, um Alles schön einzusortieren.

    Das PP-Poesiealbum wird deshalb erst Mitte Oktober aktualisiert.

    Und auch der nächste und für dieses Jahr letzte PPC läuft erst ab Mitte Oktober. Er geht dann bis Mitte November, wo ja der APR-Trubel wieder losbricht. Die letzte Gelegenheit, mit einem Knallergedicht in die Jahresabstimmung zu kommen. Also strengt Euch nochmal an vor der Winterpause. :gverstanden:

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    ...und weiter gehts im 11. PPC-Jahr! Ich hoffe auf rege Teilnahme, trotz reichen Pilzfunden zu dieser Jahreszeit, natürlich vor Allem der routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre. Gerne sind auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten! Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: PP-Poesiealbum

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind

    dichten - heiter - Wilhelm Busch

    Abgabeschluss ist der 24.09.23 24:00 Uhr.

    Er hat einen Lauf...

    Er hat einen Lauf!

    Suku rockt den PPC! :ganbeten:

    Ich freue mich natürlich mit unserm Dauersieger, das ist schon richtig klasse, was Du hier regelmäßig ablieferst. A la bonheur! :gbravo: :gbravo: :gbravo:

    Dann freue ich mich auch über den neuen Mitstreiter hier, namens Malone.

    Deine Beiträge gefallen mir ausnehmend gut, alte Wilhelm-Busch-Schule! :gwinken:


    ...und dann frage ich mich, wieso ich hier selber nix mehr beitrage.

    Muss wohl an den Themen liegen, die sind aber auch sowas von naja...

    Daran müssen wir was ändern! Schaunmermal.


    Aber erst noch mal Champagner für Suku! ==Gnolm7 ==Gnolm8 ==Gnolm7

    August 2023

    bücken - frisch - Parkplatz

    von Suku




    Französische Revolution

    oder

    Der Herrenpilz



    Im grünen Wald der Herrenpilz,

    erzählt von seinen Heldentaten,

    in Samt gekleidet, nicht in Filz,

    besiegt´ er einst des Försters Spaten.


    Reckt seine Nase in den Himmel,

    Er rieche so frisch, würzig und edel,

    Verachte Pilcher, Konsalik, Simmel,

    Lese gern Nietsche, Kant oder Hegel.


    Er sei nun einmal vornehm und fein,

    Von hohem Stande, gebildet und klug.

    Jeglicher Pöbel bereite ihm Pein.

    Von solchem habe er schon lange genug.


    Er kenne Pilze, die lebten im Dreck,

    Sei´n sittenfern und ungepflegt.

    Zum Glück vegetierten diese weit weg,

    Stänken nach Aas, und das unentwegt.


    Und wie die aussäh´n, zerlöchert der Hut,

    Eklig und dünn, behangen mit Fliegen.

    An denen zu schnuppern erfordere Mut,

    Da würden ihn keine 10 Pferde zu kriegen.


    Völlig vertieft, sich sonnend in Pracht,

    Schwärmend von sich, gefällig und bieder,

    Übersieht er das Messer, gibt keine Acht,

    Find´ seine Leiche im Korb dann wieder.

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Die Abstimmung endet mit Ablauf des 31. August.


    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren bücken - frisch - Parkplatz.

    Und hier nochmal die Beiträge:




    Französische Revolution

    oder

    Der Herrenpilz



    Im grünen Wald der Herrenpilz,

    erzählt von seinen Heldentaten,

    in Samt gekleidet, nicht in Filz,

    besiegt´ er einst des Försters Spaten.


    Reckt seine Nase in den Himmel,

    Er rieche so frisch, würzig und edel,

    Verachte Pilcher, Konsalik, Simmel,

    Lese gern Nietsche, Kant oder Hegel.


    Er sei nun einmal vornehm und fein,

    Von hohem Stande, gebildet und klug.

    Jeglicher Pöbel bereite ihm Pein.

    Von solchem habe er schon lange genug.


    Er kenne Pilze, die lebten im Dreck,

    Sei´n sittenfern und ungepflegt.

    Zum Glück vegetierten diese weit weg,

    Stänken nach Aas, und das unentwegt.


    Und wie die aussäh´n, zerlöchert der Hut,

    Eklig und dünn, behangen mit Fliegen.

    An denen zu schnuppern erfordere Mut,

    Da würden ihn keine 10 Pferde zu kriegen.


    Völlig vertieft, sich sonnend in Pracht,

    Schwärmend von sich, gefällig und bieder,

    Übersieht er das Messer, gibt keine Acht,

    Find´ seine Leiche im Korb dann wieder.




    Sammelleiden


    Ach, was muss man doch von diesen

    Pilzesammelnden hier lesen,

    die, und das ist angenehmer

    und dazu auch viel bequemer,

    als in Kirche oder Schule

    festzusitzen auf dem Stuhle,

    sich, als ob sie es nicht besser wüssten,

    frisch zur Jagd im Walde rüsten,

    ungeachtet, dass es viel zu spät im Jahr ist oder früh,

    hoffnungsfroh durch Feld und Wald und Wiesen streunen.

    Doch trotz aller Hetz' und Müh'

    finden sie der Pilze keinen.



    Jaja, der Pilzler Los, es ist kein leichtes

    man denkt auch mal: grad' eben reicht es!

    Man war so oft schon viele Male

    und gänzlich leer blieb Korb und Schale.


    Doch wie gewünscht passiert es irgendwann

    Man kommt an einem Parkplatz an,

    gleich mal frisch hinabgebückt

    und flugs den ersten feinen Pilz erblickt.

    Und sind die nächsten gleich zur Hand,

    gerät man langsam außer Rand und Band

    und denkt sich: "derer werden mehrer sein",

    strebt tief in's Areal hinein,


    und schlendert weiter, stets den Blick zur Erde,

    auf daß das Körblein voll und voller werde.

    Man macht so manchen schönen Fund

    der da sich drücket aus der Erde Grund.


    Schlussendlich dann, zuhause angekommen

    und von der Jagd noch halb benommen,

    da sieht man erst, was das an vieler Arbeit ist

    so manches Stück ist von den Fliegen arg geküßt.

    Wir schnibbeln hier und rubbeln da,

    fallerie und hoppsassa!


    Und dann passiert, was nicht passieren sollte

    (wer hier nicht hingehört, ist Witwe Bolte,

    jedoch - es reimt sich, und das woll'n wir ja)

    Doch was passiert denn in der Pfanne da?!


    Dem heißen Gefäße ein Duft entströmt,

    der unsere Nase mitnichten verwöhnt -

    als ob die Zwiebeln viel zu scharf gebraten...

    das war es nicht - da ist was reingeraten...


    Ein Steinpilz war es, jung und knallig

    mit kugeligem Hut, die Röhren weiß...

    ...doch, wie sich rausstellt, war er gallig!

    S'ist Alles ungenießbar, geht in's Klo -

    die ganze Sammelei, was für ein Sch...

    Ja, leider geht es manchmal so...


    Doch, seid nicht traurig und auch nicht betrübt

    wenn Ihr nur fleißig weiter sammeln übt.

    Meine Antwort (vielleicht etwas zu ausführlich):


    Als Geotropismus bezeichnet man eine von der Schwerkraft bestimmte Wachstumsbewegung in der Natur. In diesem Fall ändert sich die Wachstumsrichtung von Pilzfruchtkörpern, nachdem sich die Lage des Substrates ändert. Besonders gut ist das bei mehrjährigen Großporlingen wie dem Zunderschwamm (Fomes fomentarius) oder dem Rotrandigen Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) zu beobachten. Und zwar dann, wenn der besiedelte Baumstamm umstürzt. In diesem Fall ändert sich die Wachstumsrichtung von Pilzfruchtkörpern, nachdem sich die Lage des Substrates ändert. Die bisherigen Poren des Pilzes verschließen sich und es wird eine neue Fruchtschicht mit wiederum senkrechten Röhren gebildet.

    ...kleine Ergänzung:

    Paukenschlegel kannst Du auch gut zuhause in Wasser stellen und aufschirmen lassen...

    Das kannte ich nicht, muss ich mal ausprobieren.


    Zitat

    ...Nimmst du von den Paukenschlägeln auch nur die Knolle, also den späteren Hut, und den Stiel nicht?...

    Ja, genau. Ich schneide die Köpfe ab und lasse die Stiele stehen. Dann passen die Funde auch besser in den Korb.

    Ich habe soviel Pilzpulver, damit kann ich ganz Zentraleuropa versorgen. g:D

    Hallo Lila Auster, ich finde es sehr klug von Dir, sich als Anfänger hier Meinungen zum Thema abzuholen. :gbravo:

    Ich bevorzuge Paukenschlegel, also frische, noch nicht aufgeschirmte Fruchtkörper.

    Die muss man dann halt, wenn man sie klassisch zubereiten will, in drei oder vier Stücke zerlegen, um sie flach in die Pfanne zu bekommen.

    Bei aufgeschirmten Parasolen achte ich auf Konsistenz und Lamellenfarbe, aber das ist schwer zu beschreiben. Erfahrungssache halt.

    Allgemein kann ich empfehlen, beim Parasol vor dem Zubereiten den Stiel zu entfernen. Dafür schneide ich den zentralen Buckel auf dem Schirm ab. Man erkennt sehr gut den Stiel, den man dann von oben drücken und von unten ziehen kann. Der Hut hat dann ein sauberes Loch in der Mitte.

    Die Stiele lassen sich trocknen und zu Pilzpulver zermahlen.

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    ...und weiter gehts mit dem fünften Monatsbewerb im 11. PPC-Jahr! Ich hoffe auf rege Teilnahme, trotz reichen Pilzfunden (hier im Nordwesten jedenfalls), natürlich vor Allem der routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre. Gerne sind auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten! Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: PP-Poesiealbum

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind

    bücken - frisch - Parkplatz

    Abgabeschluss ist der 24.08.23 24:00 Uhr.

    Juli 2023

    lügen- schwarz - Regenbogen

    von Suku




    Hundstage


    Fiebrig, wabernd, drückende Schwüle,

    Tropisch brütend, graubleiern schwer.

    Hechelnder Wunsch nach sanfter Kühle,

    Schwitzende Körper, flimmernder Teer.


    Ächzende Stille, kein Vogelsang klingt,

    Modrige Schwaden zähstickiger Luft,

    Kein gnädiger Hauch Erleichterung bringt.

    Regen und Denken in Hitze verpufft.


    Schillernde Fliegen, zudringlich schwirrend,

    Labend an Trägheit und klebrigem Schweiß.

    Schwarze Gedanken, richtungslos irrend,

    Im engen Käfig: wie lang noch so heiß?


    Schlaffe, verwelkte, fahlgrüne Blätter,

    Schrumplige Pilze, mumienhaft.

    Grimmiges Fluchen, verdammtes Wetter!

    Kein Glied bewegen, fern jeglicher Kraft.


    Träume von Niesel, frisch im Gesicht,

    Erquickende Brise kosend die Haut.

    Trommelnde Tropfen, brechendes Licht,

    Sehnend nach Regen, Hoffung erbaut.

    Mein Antwort-Vorschlag:


    Fruchtschicht = sporenbildende Schicht;
    Röhren = Fruchtschicht ("Schwamm") aus zahlreichen nebeneinanderliegenden senkrecht von der Hutunterseite abstehenden Röhren gebildet, Fichtensteinpilz;
    Lamellen = Fruchtschicht aus blattartigen Strukturen die radial zwischen Hutrand und Stiel angeordnet sind, Grüner Knollenblätterpilz;
    Stacheln = Fruchtschicht durch senkrecht von der Hutunterseite abstehende Stacheln gebildet, Semmelstoppelpilz.

    Heute fand ich östlich von Verden reichlich frische Parasol-Paukenschlegel.

    Da wir die garnicht alle selber essen können, freuten sich auch einige Nachbarn.

    Desweiteren gab es (nicht gesammelt) Perlpilze, grüne milde Täublinge, reichlich Rotfüsse und die erste Marone des Jahres.

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Die Abstimmung endet mit Ablauf des 31. Julis.


    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren lügen- schwarz - Regenbogen.

    Und hier nochmal die Beiträge:



    Schwarze Wolken


    Heute sah ich - glaubt es oder glaubt es nicht -

    zwei, drei, vier, fünf, sechs Regenbogen

    im allerfeinsten Sonnenlicht,

    und fast ist daran nichts gelogen.


    Indes, ich würde dreistens lügen,

    tät' ich behaupten, einen Pilz geseh'n zu haben.

    Für diesen fehlte nämlich eins: der Regen,

    von dem die meisten Pilze sich bekanntlich laben.


    Nun werdet Ihr ganz sicher fragen:

    wieso erzählt er uns von Regenbögen?

    wenn es doch gar nicht Regen gab in diesen Tagen?

    Münchhausen, der Baron, der konnte besser lögen!


    Es ist doch so: Wenn es nicht Wahrheit ist,

    so ist es wenigstens doch gut erfunden.

    Und glaubt Ihr das nicht, bitte wisst:

    Bei Italienern ist's in aller Munden.


    Und wenn Ihr mich jetzt auch noch fragen tut,

    wieso ich das erdichtet hab' mit frischem Mut,

    dann sag' ich Euch: Es tut nicht weh,

    wenn man ein bißchen Quatsch verzapft beim Peh-Peh-Ceh.




    Hundstage


    Fiebrig, wabernd, drückende Schwüle,

    Tropisch brütend, graubleiern schwer.

    Hechelnder Wunsch nach sanfter Kühle,

    Schwitzende Körper, flimmernder Teer.


    Ächzende Stille, kein Vogelsang klingt,

    Modrige Schwaden zähstickiger Luft,

    Kein gnädiger Hauch Erleichterung bringt.

    Regen und Denken in Hitze verpufft.


    Schillernde Fliegen, zudringlich schwirrend,

    Labend an Trägheit und klebrigem Schweiß.

    Schwarze Gedanken, richtungslos irrend,

    Im engen Käfig: wie lang noch so heiß?


    Schlaffe, verwelkte, fahlgrüne Blätter,

    Schrumplige Pilze, mumienhaft.

    Grimmiges Fluchen, verdammtes Wetter!

    Kein Glied bewegen, fern jeglicher Kraft.


    Träume von Niesel, frisch im Gesicht,

    Erquickende Brise kosend die Haut.

    Trommelnde Tropfen, brechendes Licht,

    Sehnend nach Regen, Hoffung erbaut.

    Heute in der Wildeshauser Geest geerntet: einige ganz frische Perlpilze, zwei Kuhröhrlinge und den ersten Flocki des Jahres, ein sehr schönes Exemplar. Außerdem gesehen: Dachpilze, Waldfreundrüblinge, andere Wulstlinge, Täublinge. Es geht also gerade los. :gnicken:

    ... Der Hasbruch östlich von Bremen wurde mir auch schon empfohlen, das ist aber was wo ich wirklich ein paar Stunden investieren wollen würde...

    Hallo Lila Auster. Der Hasbruch liegt westlich von Bremen in der Nähe von Hude. Er ist NSG, Pilze pflücken ist dort verboten. Wenn Du etwas im Osten suchst, dann sieh Dir mal den "Salingsloh" bei Verden an.

    Viel Erfolg!