Alles anzeigenGuten Abend zusammen!
Liebe Kristin, verzeih' bitte, wenn ich (noch mal) in Deine Frage reingrätsche.
Aber zuerst schnell noch eine kurze Antwort zu Deiner Frage: (1) Die "Engelsohren" Pleurocybella porrigena wachsen auf Nadelholz – Austern können das zwar auch, aber das kommt nur sehr selten vor, die Frk. sind dort i.d.R. nur vereinzelt und klein; ich habe Austern auf Fichte zwar schon einige Male gesehen, sie waren immer grau/graubraun, nie rein weiß. (2) Die "Engelsohren" haben keinen Stiel – man kann sie am ehesten mit jungen Stümmelfüßchen (Gattung Crepidotus) verwechseln, aber letztere haben braunes Sporenpulver. Recht informativ ist die Seite von Wikipedia hierzu: https://de.wikipedia.org/wiki/…6rmiger_Wei%C3%9Fseitling
Nun wieder zu den "Sommeraustern":
Wir haben inzwischen verschiedene "Sommeraustern" mit Sulfovanillin getestet: Die Fruchtkörper waren schon 3 Tage gelegen und daher ein wenig angetrocknet. Die Sulfovanillin-Reaktion war überaus deutlich:
Damit können wir bestätigen, dass dieser Test auf leicht angetrockneten Fruchtkörper sehr gut funktioniert! Vermutlich ist das im Moment die einzig sichere und schnelle Methode, um die beiden Arten zu unterscheiden. Die Frk. dürfen anscheinend nicht wässrig sein – das macht ja auch Sinn wg. Verdünnung. Und nun ist mir, die diese Frk. gesammelt hat, auch bewußt, dass auf dem gleichen Substrat (hier von liegender Buche) sowohl Pleurotus ostreatus als auch P. pulmonarius gleichzeitig fruktifizieren können! Inwieweit Zuchtaustern-Gene hybridisiert sind, wissen wir natürlich weiterhin nicht...
Dank für die spannende Diskussion!
Viele Grüße – Rika
Danke dir für die Abgrenzung zu den Engelsohren! Nun lass ich euch weiter eure Expertendiskussion führen. Freut mich, dass meine banale Frage dazu Raum gegeben hat 🙂 es macht auch nur Freude euch dabei zu zu schauen 😄
