Beiträge von Suillus

    nach krankheitsbedingter Abstinenz vom Forum muss ich zur Wetterlage auch meinen Senf dazugeben.

    Eiei, hoffentlich wieder wohlauf!

    In den vergangenen 2 Jahren hat meine Wetterstation für den Januar rund 45 Liter Regen aufgezeichnet. Dieses Jahr waren es nur 12 Liter. Man darf sich durch den Schnee nicht täuschen lassen. Das Jahr beginnt also schon deutlich trockener.

    Ja, hier ähnlich. Für den gesamten Januar hatten wir ca. 20 Liter. Immerhin scheint es nicht ganz so trocken zu werden wie letztes Jahr. Ich war gestern mit der Familie in einem Auwald-Park an der Donau spazieren und der Wasserstand in den Nebenauen sah recht gut aus. Letztes Jahr im März/April waren die schon komplett ausgetrocknet und der Boden rissig, ich denke das wird dieses Jahr nicht passieren.

    Hab' ich weiter oben nicht das Wort Morchel gelesen? Geht der Unsinn gleich wieder los... :grofl:

    Die Hoffnung stirbt zuletzt ^^.


    LG Suillus

    schön, dass du dich für eine zukünftige Fotografenkarriere entschieden hast.

    Bin auf deine Bildbeiträge gespannt.

    Danke, jetzt habe ich ganz schönen Erfolgsdruck ^^. Ich gebe mein Bestes...

    Nachtrag: Hier gibt es das Objektiv zurzeit für schlappe 100€...

    Danke, das ist ja echt ein guter Preis. Muss ich mal mit meiner besseren Hälfte sprechen, hab erst kürzlich einen dicken Batzen Geld für ein anderes Hobby ausgegeben.

    Ich habe ein Samsung-Gerät mir für 400€ gekauft. Das macht sehr gute Fotos; insbesondere "Schnappschüsse" sind besser als mit meiner großen Kamera. Die Makro-Fotos sind auch ganz gut.

    Smartphone-Kameras sind definitiv ziemlich gut geworden, und für reguläre Fotos sicherlich völlig ausreichend. Allerdings merkt man auch, dass so langsam die Grenzen der Physik erreicht sind. Viel lichtempfindlicher können die Sensoren nicht mehr werden, also geht man dazu über, die Linsen größer zu machen. Aber auch das ist räumlich stark begrenzt. Optischer Zoom geht sowieso nur minimal, weshalb sie mehrere Linsen dranpacken.

    Die meisten Fortschritte erreichen die Hersteller mittlerweile mit Software-Tricksereien. Das erklärt auch, warum schnelle Schnappschüsse oft mit dem Handy besser aussehen, als mit einer "richtigen" Kamera. Die Handykamera trifft einfach eine Menge Annahmen, die man an der großen Kamera erst einstellen müsste. Dabei geht aber auch Kontrolle über das Endprodukt verloren. Das fällt vor allem an den knalligen Farben auf, die Fotos sollen halt primär auf einem Smartphone-Screen toll aussehen. Schaut man sich die an einem farbtreuen PC-Bildschirm an, wirken sie oft "überproduziert". Zumindest beim iPhone. Selbst wenn man in RAW fotografiert, geht das nicht weg, dafür braucht man spezielle Apps oder muss später in Lightroom/Darktable die Farben entsättigen.


    Ich werde die Olympus gewiss nicht auf jede Waldtour mitschleppen, eine Smartphone-Kamera ist einfach verdammt praktisch und kompakt. Aber ich habe gerade letztes Jahr gemerkt, dass sich die Handyfotografie wie ein "goldener Käfig" anfühlt. Für den schnellen Schnappschuss super, aber man hat halt nur sehr eingeschränkte Kontrolle, wenn man eine bestimmte Vision hat, wie das Foto aussehen soll.


    Da ich die Kamera sowieso geschenkt kriege, will ich es gern mal ausprobieren. Kann auch sein, dass ich nach ein paar Monaten merke, dass das alles total nervig ist. Wir werden sehen ^^.


    LG Suillus

    Danke Hilmi!


    Ja, das sieht doch ganz brauchbar aus. Leider scheint das nicht auf das 37mm-Gewinde vom Olympus-Objektiv (14-42 mm EZ) zu passen, da muss ich mal recherchieren was es da so vergleichbares gibt. Aber sowas in die Richtung tut es bestimmt für den Anfang, muss ja erstmal üben wie man ein vernünftiges Stacking hinkriegt.


    LG Suillus

    Servus,


    ich möchte mich auch tiefer mit der Pilzfotografie beschäftigen. Bisher habe ich das mit dem Smartphone (iPhone 14 Pro) gemacht, aber war mit den Fotos im Makrobereich nie so wirklich zufrieden.


    Mein Vater schenkt mir seine OM-D E-M10 M II, weil er selber nur noch das Handy nimmt ^^. Bei dem Ding ist nur das Standardobjektiv dabei, ich brauche also was für den Nahbereich.


    Habt ihr da irgendwelche Empfehlungen, die den Geldbeutel schonen? Ich hab da so Makro-Zwischenringe gesehen, taugen die was?


    LG Suillus

    Mischpfanne von allem, was im Wald rumstand;

    Oh, das kann ich bestätigen. Meine ehemalige Chefin (osteuropäische Wurzeln) hat mal ein Bild von einer Pilzsammelaktion geteilt, das sah aus als hätte sie wahllos alles gesammelt, was sie finden konnte. Manche der FK konnte man gar nicht mehr erkennen, weil die schon halb zerlaufen waren. Das ist schon einige Jahre her und sie lebt noch, also offenbar alles gut gegangen.

    Ich glaube, man will gar nicht wissen, wie oft so was vorkommt...


    LG Suillus

    Im Schlüssel steht u.a.: "Sp. –15,5 × 5,5, Q = 2,7–3,1, Huthauthyphen aufgerichtet." für Neoboletus erythropus bzw. N. praestigiator

    "Es gibt Kollektionen, die in jeder Hinsicht

    (komplett braunhütig, rotporig und mit fein rotflockigem Stiel) makroskopisch kaum von N. praestigiator/luridiformis unterscheidbar sind"

    Und warum ich den Namen N. erythropus verwende? Fries hatte die Interpretation des Persoonschen Namens fixiert (unter Boletus wäre das sanktioniert) und die Benennung war über 150 Jahre stabil. Und wer weiß, ob spätere Synonyme nicht doch N. xanthopus mit einschließen?

    Au weia, das geht ein wenig am Thema vorbei, aber nachdem ich als interessierter Laie immer wieder aufgrund der unterschiedlichen Bezeichnungen für den armen Flocki verwirrt bin, habe ich mich gerade eine geschlagene Dreiviertelstunde in die Tiefen und Tücken der Taxonomie begeben.


    In der englischsprachigen Wikipedia schreiben sie rotzfrech rein, dass erythropus falsch bzw. ungültig sei:

    Neoboletus luridiformis, also previously known as Boletus luridiformis and (invalidly) as Boletus erythropus

    Hier im Forum wurde das Thema zum Glück schon zur Genüge diskutiert, ich bleibe auch bei Neoboletus erythropus und gut ist ^^.


    LG Suillus

    Das hier (von der verlinkten Dashboard-Webseite bzw. der zugehörigen Homepage) finde ich aber ganz schön traurig - Hervorhebung von denen:

    How to stay safe

    The best way to stay safe is to not eat wild mushrooms.

    Ja, das hatte ich auch gesehen. Soweit ich weiß haben die Amis zu dem Thema einen nicht annähernd so großen Bezug wie die Europäer. In Nordamerika und Kanada leben fast 400 Millionen Menschen, aber auf den englischsprachigen Kanälen (z.B. Subreddits zu den Themen Mykologie, Pilze sammeln etc.) ist für diese Bevölkerungsanzahl teilweise bemerkenswert wenig los. Da fühlt sich unser Forum deutlich lebendiger an ^^.


    LG Suillus

    Hallo,


    Anscheinend erlebt Kalifornien aufgrund eines feuchten Dezembers ein ungewöhnlich starkes Wachstum von A. phalloides, was auch prompt zu einigen Vergiftungen geführt hat.


    Siehe auch: ‘Largest outbreak that we’ve seen in California.’ Death cap mushrooms linked to deaths, hospitalizations (Los Angeles Times)

    Zitat

    The California Department of Public Health reported 35 death cap-related illnesses, including three fatalities and three liver transplants, between Nov. 18 and Jan. 6. Affected people were between the ages of 19 months and 67 years old.

    Offenbar tritt der Pilz dort hauptsächlich mit Virginia-Eiche und Korkeiche auf:

    Zitat

    Death cap mushrooms are known to sprout across California and thrive in shady, humid or moist environments under live oak and cultivated cork oak trees

    Die haben da sogar ein "Poisonous Wild Mushroom Outbreak" Dashboard: https://www.arcgis.com/apps/da…054d647b3b5e789b75839dd1c  ^^


    LG Suillus

    Das Problem ist wieder mal die Trockenheit, für die nächsten 10 Tage ist weiterhin kein Tröpfchen Niederschlag angesagt. Das bedeutet wir hatten seit ungefähr 2 Monaten dann vielleicht insgesamt 20L Niederschläge. Absolut lächerlich wenig.

    Petrus hatte ein Einsehen und hat uns ca. 5L Niederschlag letzte Nacht geschickt. Wir waren leider am Rand vom Niederschlagsstreifen, das meiste ging 50 Kilometer östlich runter. Naja, besser als nichts.


    LG Suillus

    Rein optisch hat er ja durchaus Ähnlichkeiten zum Schönfußröhrling. Hat den eigentlich mal jemand hier roh gegessen...? Vielleicht sieht man da die Gnolmen tanzen, während man mit dem Rüssel über der Toilette hängt ^^ .

    Nah verwandt ist Lanmaoa fragrans – kommt auch in Deutschland vor. Lief früher unter Boletus fragrans. Der ist aber bei uns viel zu selten für Kostproben.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Sehr interessant, vielen Dank.

    Rein optisch hat er ja durchaus Ähnlichkeiten zum Schönfußröhrling. Hat den eigentlich mal jemand hier roh gegessen...? Vielleicht sieht man da die Gnolmen tanzen, während man mit dem Rüssel über der Toilette hängt ^^ .

    Du kannst egal ob frisch oder zum Trocknen den ganzen Fruchtkörper verwenden. Nur Teile die sich nur noch mit deutlichem Kraftaufwand schneiden lassen sind nichts mehr. Ganz Junge Fruchtkörper mag ich persönlich gar nicht, viel zu weich und matschig.


    Wie weit man beim Alter gehen kann / will am besten durch experimentieren herausfinden. Die Vorlieben bezüglich Konsistenz sind verschieden. Gibt Leute welche ihn am liebsten haben, wenn er schon beginnt vollständig auszubleichen. Da wird er mir dann aber zu trocken und kratzig. Ich sammle meist ausgewachsen und maximal am Ansatz mit beginnendem Ausbleichen


    LG Christopher

    Überträgt sich das auch auf den Riesenporling, oder haben die eine andere Konsistenz? Bei meinen Eltern im Garten kommt seit Jahren an einem Baumstumpf ein beachtliches Exemplar, dieses Jahr wird der mal der Ernte zugeführt ^^.


    LG Suillus

    Also kalt ist der Winter bisher, da kann man nichts sagen. Vermutlich im Vergleich zu Standardwintern von vor 30 Jahren nichts außergewöhnliches, aber auf jeden Fall spürbar kälter als die letzten paar Winter.


    Das Problem ist wieder mal die Trockenheit, für die nächsten 10 Tage ist weiterhin kein Tröpfchen Niederschlag angesagt. Das bedeutet wir hatten seit ungefähr 2 Monaten dann vielleicht insgesamt 20L Niederschläge. Absolut lächerlich wenig.


    LG Suillus

    Nachträglich noch frohe Weihnachten von mir 😊.

    Hier ist nicht mehr viel passiert. Winteraustern habe ich keine gefunden, aber auch nicht aktiv gesucht.


    Damit geht ein recht bescheidenes Pilzjahr zu Ende. Punktuell gab es mal spannende Momente bei den Sommersteinpilzen oder Rotfüßen, aber alles in allem habe ich noch nie so wenig gefunden, insbesondere wenn man bedenkt dass ich noch nie so oft im Wald war wie in diesem Jahr und dabei fast immer mit leerem Korb heimkam.

    Einzig die Maronenröhrlinge hatten bei mir ein absolutes Ausnahmejahr, die sehr merkwürdige Witterung hat ihnen offenbar gut gefallen.


    Der Blick richtet sich jetzt auf das neue Jahr. Ich möchte unbedingt mal Morcheln finden, was aber im Frühjahr 2025 an der extremen Trockenheit zum Jahresbeginn gescheitert ist. 2026 kann es eigentlich fast nur besser werden, aber ich will es nicht "verschreien", wie man bei uns sagt ^^.


    Zum Jahresbeginn sind heftige Schneefälle vorhergesagt, hoffen wir mal dass das ein längerer Trend und kein singuläres Event ist, wir haben nämlich für den Dezember schon wieder ein krasses Niederschlagsdefizit.


    Liebe Grüße Suillus