Beiträge von Shroom!

    Ist euch bekannt, ob jemand mal diese Pfifferlinge untersucht hat?

    Der Grenzwert von 600 Bq/kg muss eingehalten werden. Das wird stichprobenartig kontrolliert soweit ich informiert bin.


    Das Thema ist aber nicht so dramatisch. Selbst Pilze direkt aus der Sperrzone würden dich nicht garantiert umbringen. Dort schleichen sich immer wieder Leute rein und versuchen Pilze für den Verkauf einzusacken, da die Zone wegen des fehlenden Sammeldrucks ein Paradies für viele begehrte Arten ist. Werden diese Sammler erwischt, wird die Ausbeute konfisziert und oftmals die Belastung überprüft. Auch abseits davon gibt es immer wieder Untersuchungen.


    Der Grenzwert für Caesium-137 liegt in der Ukraine bei 800Bq/kg. In Belarus liegt er sogar noch niedriger als bei uns - 370Bq/kg. Bei einer Stichprobe von Pilzen in der Sperrzone aus 2022 lag die Belastung unter den bekannten Sammlern des Isotops je nach Art bei dem Doppelten bis Vierfachen des ukrainischen Grenzwerts. Inverkehrbringen also ein no-go, aber auch nicht so heftig wie man erwarten würde. Semmelstoppel mit 2000Bq/kg werden ja auch bei uns noch hin und wieder gefunden. Solange man es mit dem Verzehr nicht übertreibt, hält sich das Risiko da in Grenzen.


    Wie es bei den Arten wie Pfifferlingen ist, die Caesium-137 weniger anreichern, weiß ich allerdings nicht. Habe dazu noch keine Zahlen finden können - würde mich auch mal interessieren. Der Fokus der Untersuchungen liegt leider meistens auf Steinpilzen, Maronen und Champignons.


    Übrigens: 10 bis 15 Minuten auskochen entfernt etwa 80% der Radionuklide aus Pilzen und reduziert auch den Gehalt anderer Schwermetalle. Für alle, die Angst vor der Belastung haben, eine gute Methode sie zu reduzieren. Geht halt zu Lasten des Geschmacks. Je nach Art ist die Belastung auch in unterschiedlichen Teilen der Fruchtkörper höher als in anderen. Bei Maronen ist z.B. die Huthaut stärker belastet als der Rest, weil das Element dort mit dem Stoff der für die Bildung der Farbe sorgt komplexiert.


    LG Christopher

    KI lässt grüßen, in diesem Fall wohl ein kleines lokales Modell. Die denken sich exakt solche Namen aus oder ordnen Trivialname und wissenschaftliche Namen falsch zu. Ich spreche aus Erfahrung. :D

    Also was hier bei den Austern plötzlich los ist, ist schon der Knaller.


    Außerhalb vom Wald an Ahorn kommen sie gerade ganz frisch:


    Und im Wald steppt der Bär:


    Dass die schon so früh an allen bekannten Stellen in Massen zu finden sind, teils schon überständig, überrascht mich dann doch. Bin gespannt, ob es dann in dieser Saison mehr als einen Schub gibt.


    LG Christopher

    Jo, das ist groß. Kenne zwar durchaus auch Habitate wo es solche Monster gibt, allerdings hängen die an deutlich dickeren Stämmen. Die Größe in Relation zum Substrat ist ja grotesk.


    LG Christopher

    Stadtpark-Austern an der Kastanie haben geliefert. Sind ja doch normale Taubenblaue. Verrückt, letztes Jahr waren sie dunkelbraun mit Grünstich. Die Traube habe ich mir gegönnt, in luftiger Höhe hängen noch weitere zum Aussporen.


    Und im Holunder-Steinbruch gab es noch prächtigste Judasohren für den Vorrat:


    Die ersten Samtfußrüblinge wurden auch gesichtet, die typischen Miniatur-Exemplare die man am Holunder gerne mal findet. Da wird demnächst mal eine Tour durch die Donau-Auen fällig sein.


    LG Christopher

    Geiger-Müller-Zähler haben wir in der Schule

    Damit lässt sich keine Strahlung in Pilzen nachweisen, schon gar nicht die Belastung, denn ein Geigerzähler kann nur das Vorhandensein und die Intensität von Strahlung bestimmen. Die Konzentration ist viel zu gering. Die Belastung ist heutzutage eh nur noch punktuell relativ hoch, da Caesium-137 ja ein relativ kurze Halbwertszeit hat. Sogar Semmelstoppel und Maronen sind mittlerweile oftmals unter dem Grenzwert für Speisepilze und nur vereinzelt mal mehr mal weniger heftige Ausreißer, das zeigen ja die analysierten Proben vom BfS immer wieder. Semmelstoppel ist noch am kritischsten, aber auch nicht mehr so schlimm, dass man da vom Verzehr in den belasteten Regionen komplett abraten muss.


    LG Christopher

    Heute wurde der Rest der gefrorenen Reizker verarbeitet. Reizker-Shrimps-Pasta, ein Gedicht!
    https://www.derstandard.at/sto…a-mit-reizker-und-shrimps


    Habe das Rezept aber etwas abgewandelt und die Reizker zuerst gebraten bis sie richtig schön dunkel mit knusprigen Stellen waren.

    Kann man nur empfehlen, auch wenn man skeptisch ist, ob Pilze und Meeresfrüchte harmonieren. Der Geschmack von gerösteten Reizkern passt extrem gut zu den Shrimps. Könnte mir auch vorstellen eine Paella mit Reizkern zuzubereiten. Vielleicht wird das nächste Saison mal getestet.


    LG Christopher

    Das liegt tatsächlich am 5-G Netz

    Schmarrn. mmWave wird bei uns noch überhaupt nicht eingesetzt. Hierzulande läuft 5G weitgehend auf den LTE Frequenzen. Hinzu kommt, dass mmWave eine lächerliche Reichweite hat. Das Signal wird bei der genutzten Sendeleistung schon von Laub oder Regentropfen unterbrochen. Es ist völlig unmöglich damit Wettersatelliten oder Sonstwas zu stören, wenn alles normgerecht läuft. Steht im übrigen auch in der Antwort auf die Drucksache.


    LG Christopher

    Gerard Herbsttrompeten wollen am liebsten reine Kalkbuchenwälder mit alten Bäumen und dazwischen Jungbäumen, relativ lichte Stellen wo reichlich Regen aber auch Sonne hinkommt, wenig bis kein Unkraut, Grasinseln sind hingegen sehr beliebt. Ich hänge dir mal ein paar Bilder an, wo du im Hintergrund das Habitat vom Satellitenbild sehen kannst. Die ganzen schwarzen Flecken die man am Boden erahnen kann sind Herbsttrompeten. Da ist praktisch alles zugewuchert an den Stellen.


    LG Christopher

    Und Mönchsköpfe gibt es bei uns einfach sehr selten, es war der zweite Fund überhaupt.

    Glaube ich nicht. Du schaust wahrscheinlich nur an den falschen Stellen oder bist zu langsam. Die machen oftmals nur einen Schub im Jahr, dann ist die Show nach ein bis zwei Wochen wieder vorbei. Wenn man das verpasst, hat man halt Pech gehabt. Am häufigsten und zahlreichsten kommen sie bei mir in Fichtenwäldern vor, gerne an oder in der Nähe der Stellen, wo ich im Frühling Maipilze finde. In Laubwäldern finde ich sie weniger oft und meist nur in kleinen Mengen.


    LG Christopher