Beiträge von Shroom!

    Hier hat es sich jetzt wieder gefangen. 5,4 Grad waren vergangene Nacht das Minimum. Jetzt gerade angenehme 17 Grad. Eigentlich sollte es regnen, ist aber bisher ausgefallen.

    Werde heute Nachmittag mal nach den Röhrlingen und Herbsttrompeten schauen, wie sie auf die Temperaturen der letzten Nächte reagiert haben. Und auf dem Rückweg auch mal in die Donau-Auen, vielleicht sind die Monster-Samtfüße ja schon da. Letztes Jahr kamen sie nur ein paar Tage nach dem Temperatursturz Ende Oktober.


    LG Christopher

    Stielfarbe sieht mir auch eher nach dem Grünblättrigen aus. Ziegelrote haben meistens (aber es gibt auch Ausnahmen) wärmere Stielfarben. In jedem Fall hübsch. Wenn man sich nicht sicher ist, hilft bei der Art anlecken, sofern man sie natürlich sicher als Schwefelkopf identifiziert hat. Der Grünblättrige hat starke Gallenröhrlings-Vibes. :D Beim Ziegelroten ist die Geschmackprobe bei jungen Exemplaren mild. Die werden erst im Alter herb, aber auch dann deutlich dezenter als beim Grünblättrigen.


    LG Christopher

    Die sind sehr selten (zumindest da wo ich unterwegs war) und sehr klein, leicht zu Übersehen..

    Pfefferröhrlinge sind Massenpilze an den passenden Stellen. Vor allem in engen Fichtenschonungen mit üppigen Fliegenpilzvorkommen wirst du fündig. Nach ergiebigen Regenfällen ab Spätsommer steht da bei mir alles voll mit denen. Bei passender Witterung werden sie dann auch häufig recht groß.


    LG Christopher

    Also ich finde die Mengen die karim001 hier postet jetzt nicht bedenklich. Zumal sich die Sammelei über viele Arten erstreckt. Er war ja auch nicht alleine unterwegs und - das ist auch wichtig - er hat soweit erkennbar weitgehend einwandfreie Fruchtkörper gesammelt und die alten Exemplare im Wald gelassen, so wie es sich gehört. Wenn man mit der Masse etwas anfangen kann, dann sei es ihm gegönnt. Die Sammelgrenze wurde hier sicherlich nicht gesprengt.


    Ich gehe selbst auch gerne mal an die Sammelgrenze ran, wenn es Steinpilze, Maronen, Glucken und Reizker im Überfluss gibt. Trockenpilze halten sich vakuumiert unbegrenzt und büßen keineswegs an Qualität ein. Eingekochte Pilze halten sich auch problemlos zwei Jahre. Bis zur nächsten Saison sind die Vorräte bei mir aber in der Regel aufgebraucht, da hier relativ oft mit Pilzen gekocht wird und es in der Familie auch diverse Abnehmer dafür gibt.


    Den Protest hätte ich mir neulich mal gewünscht, als hier im Forum jemand Körbe voll überständiger Steinpilze gepostet hat und wohl auch noch stolz drauf war. Damit richtet man Schaden an.


    LG Christopher

    Mir ist tatsächlich noch nie was von der Zecke stecken geblieben. Ich greife sie immer sachte mit einer spitzen Pinzette und ziehe dann mit einem schnellen Ruck raus. Anschließend paar mal mit einem Stichheiler drauf und fertig. Dann juckt auch nichts und die Rötung bildet sich schnell zurück.


    Dieses Jahr bin ich bisher komplett ohne Bisse davongekommen, auch wenn die lange Kleidung jetzt in der kühlen Jahreszeit teilweise voll mit den Tierchen ist. Kokosöl am ganzen Körper wirkt. Bei kurzer Kleidung reichen Arme und Beine, wenn man zwischendurch kontrolliert, ob was an einem herumkrabbelt. In die Socken schlüpfen sie auch gerne rein.


    LG Christopher

    Leider hat das Außenthermometer heute Morgen -0,7 Grad vermeldet. Da bin ich gespannt, was die Röhrlinge im Wald dazu meinen, morgen soll es 19 Grad geben. Eventuell sind die Bodentemperaturen dann noch nicht zu weit abgesunken.

    Heute geht's jedenfalls in die Hagebutten, die sollten jetzt langsam Aroma entwickelt haben.


    Suillus Wilde Austern schmecken halt deutlich besser als Gezüchtete. Keine Ahnung warum, aber der Geschmack ist erheblich intensiver.
    Das Finden von Habitaten ist schwer. Da hatte ich ja auch lange gebraucht. Letzten Winter war viele Kilometer machen nach längerer Feuchtigkeitsperiode gefolgt von Dauerfrost die Lösung. Gibt aber auch Regionen wo sie deutlich häufiger sind, dann muss man nicht so viel laufen. Buchentotholz mit noch vorhandener Rinde, Holunder, Birke, Vogelkirsche, Ahorn und Rosskastanien sind bei mir die häufigsten Wirte. An Ahorn bisher ausschließlich außerhalb von Wäldern in Alleen, Rosskastanie ebenfalls bisher ausschließlich innerstädtisch und in Parkanlagen. Beides jeweils an noch lebenden Bäumen.


    LG Christopher

    Wenn noch Steinpilze kommen, dann Fichtensteinpilze. Bei den Sommersteinpilzen und der schwarzhütigen Verwandschaft dürfte es ziemlich sicher vorbei sein. Die hatten hier nur zwei Schübe dieses Jahr, recht mau. Aber ich will nicht meckern, bei dem Feuerwerk zum Monatswechsel Juli / August ist genug im Vorrat gelandet. Über ein paar frische Exemplare für die Pizza oder Pasta hätte ich mich aber trotzdem nochmal gefreut.


    Was die Trompetenpfifferlinge angeht, haben dir hier auch nur sehr verhaltenes Wachstum. Aber vielleicht kommt das noch, die können ja auch in milden Perioden im Winter noch frische Schübe hinlegen. Herbsttrompeten sind auch recht dünn gesäht. Nur im besten Habitat stehen sie bisher rum und auch dort nicht in der Masse wie sonst. Aber immerhin kein Totalausfall wie bei den gelben Leistlings-Kollegen.


    Ich denke ich werde jetzt bei den Speisepilzen mal langsam auf Mönchsköpfe und Rötelritterlinge umsatteln. Wenn es so kalt bleibt, werden die auch nicht lange liefern. Auwald dürfte bei den Temperaturen und der guten Feuchtigkeit langsam auch wieder interessant werden (Samtfußrüblinge, Austern, Judasohren, Gelbstielige Muschelseitlinge). Bin auch schon gespannt, wann mein "Kastanienseitlings"-Spot (tiefbraune Austernseitlinge an Rosskastanie) im Stadtpark zum Leben erwacht. Letztes Jahr kamen sie Ende November, aber da war es deutlich wärmer.


    LG Christopher

    Ja, Ziegenlippen sind toll. Wollen nicht alle, der Geschmack ist ja schon sehr kräftig und etwas eigenwillig. Ich liebe ihn aber. Finde die passen auch sehr gut zu kräftigem Käse. Kommt bei mir z.B. gerne auf Pizza Gorgonzola. Trocknen kann man sie auch super, das intensiviert den Geschmack nochmal, verändert ihn aber in der Charakteristik nicht.


    LG Christopher

    Im Alter kann der Geruch nach meiner Erfahrung nachlassen, vor allem, wenn der Pilz etwas durchfeuchtet ist. Bei knackigen Exemplaren kann man die Nase nicht lange ranhalten - furchtbar.

    Von der Hutoptik her sieht das schon sehr nach dem Spitzschuppigen aus.


    LG Christopher

    Im Hauswald wurde ich heute von einem Sammler mit leerem Korb mit den Worten begrüßt, ich könne gleich wieder umdrehen, es gibt nichts. Vermutlich meinte er die Steinpilze und Maronen, die er verpasst hat, denn es gab einige schöne Funde.


    Neue Stelle mit Blutchampignons entdeckt.


    Grüner und Ziegelroter Schwefelkopf an einem Stumpf.


    Ein Meer aus Grünblättrigen Schwefelköpfen.


    Ein leuchtender Farbtupfer am Wegesrand.


    Herbstlorcheln.


    Suchspiel: Wo ist der Grüne Knollenblätterpilz?


    Stockschwämmchen und Grünblättrige Schwefelköpfe an einem Stumpf.


    Endlich wieder Frauentäublinge!


    Ansonsten gab es noch hier und da Herbsttrompeten und Unmengen von Lachsreizkern. Ergebnis für die Küche:


    Daraus wird jetzt Essen gekocht. Hatte heute noch nichts. :S

    Frauentäublinge gebraten als Vorspeise und dreierlei Pasta als Hauptgang (Stockschwämmchen Sauce, Herbsttrompeten Sauce und Lachsreizker-Paprika-Chorizo Pfännchen).


    LG Christopher

    Ich finde Buchen-Schleimrüblinge passen gut zur Gerichten mit Rindfleisch. Die schmecken leicht Rettich-artig für mich. Mit dem schleimigen Hut muss man sich halt anfreunden, aber wer Goldröhrlinge mit Huthaut isst oder den Wurzelnden Schleimrübling, der sollte sich daran nicht stören.


    LG Christopher

    Sieht für mich auch nach einer Netzhexe aus. Roteinschlag am Hut kann da durchaus mal vorkommen, die sind ja sehr variabel im Aussehen. Es kann sich auch um den Rothütigen Hexenröhrling (S. Rubriceps) handeln, der im Aussehen auch gerne mal etwas variabel wie die normalen Netzhexen ist. Wenn die roten Hüte an der Fundstelle häufiger auftreten, würde das eher für den Rothütigen Hexenröhrling sprechen.

    Bei rotem Hut mit glattem Stiel ohne Netz und maximal leichter Andeutung von Beflockung wäre es der Glattstielige Hexenröhrling.


    LG Christopher