Beiträge von Shroom!

    Solche Zecken Hotspots gibt es in jedem Jahr. Vor allem an Stellen, die Feuchtigkeit gut halten und im Idealfall noch Gras haben. Das kenne ich gut, wenn es plötzlich überall krabbelt. Wenn man das im Hinterkopf behält, weiß man irgendwann intuitiv, wenn man durch eine solche Stelle durch ist und schaut automatisch, ob es was zu verjagen gibt. Zumindest geht es mir so. Der regelmäßige kurze Blick auf Schuhe und Beine lohnt ohnehin immer. Wobei der Check bei langer Kleidung schwerer ist, weshalb ich wann immer möglich komplett kurz bekleidet in den Wald gehe. Dann kann sich nichts verstecken.


    LG Christopher

    Nicht so ungewöhnlich. Dieses Jahr ist es ja streckenweise relativ kühl, vor allem Nachts auch mal unter 10 Grad. Wenn die Feuchtigkeit dann stimmt, kann Edulis auch schon sehr früh erscheinen. Ich hatte auch schon mal in der letzten Juni-Hälfte einen Fund nach kühler Phase mit recht ergiebigem Regen. Sogar die Maronenröhrlinge sind zu dem Zeitpunkt zum ersten mal in einem dauerbeschatteten Fichtenwäldchen erschienen.


    LG Christopher

    Wenn das mit der Trockenheit so weiter geht, wird das wieder ein gutes Jahr für Krause Glucken, sofern dann der Herbst wieder nass wird wie im letzten Jahr.

    Morgen werde ich mal wieder in die frühen Habitate schauen (Sommersteinpilze und Eichenflockis), ob sich was verändert hat.


    Heute wurde Walderdbeer-Marmelade gekocht. 12x 250g Gläser kann sich doch sehen lassen, dafür, dass sie heuer an vielen Stellen keine Früchte haben. War aber einiges an Such- und Sammelarbeit. Ca. 70km mit dem Rad + Fußstrecken.


    Für Erdbeereis sind auch noch Beeren im Froster. Werd ich mich am Wochenende mal drum kümmern. Erdbeereis und Waldmeistereis, beste Kombination! ;)


    LG Christopher

    Den habe ich noch nie probiert, weil der in meinen Wäldern so gut wie nicht vorkommt. Meine Funde an Raufüßen decken bisher ab:
    - Gelbporiger Raufuß (in nahezu jedem Laubwald, zuverlässiger Massenpilz)
    - Hainbuchen Raufuß (in nahezu jedem Laubwald, in manchen Jahren Massenpilz)

    - Pappel Raufuß (eine Stelle, tauchen zuverlässig in größerer Anzahl mehrfach pro Jahr auf wenn Witterung passt)
    - Fichtenrotkappe (selten, drei Stellen, tauchen nicht jedes Jahr auf)
    - Laubwald Rotkappe (selten, eine Stelle, tauchen nicht jedes Jahr auf)


    Probiert habe ich sie alle schon frisch und getrocknet. Getrocknet haben alle Raufüße etwas Komisches. Bitterlich, metallisch? Schwer zu beschreiben.


    Bei frischer Zubereitung von knackigen Fruchtkörpern auf sehr hoher Hitze (nicht tot braten aber kräftige Röstaromen):
    - Gelbporiger Raufuß mit schöner, fester Konsistenz und tollem herzhaften Geschmack (dezente Anklänge von gegrilltem Fisch / knuspriger Fischhaut), sehr lecker

    - Hainbuchen Raufuß mit deutlich weicherer Konsistenz aber ähnlichem Geschmacksprofil
    - Pappel Raufuß mit schöner, fester Konsistenz wie der Gelbporige, auch bei größeren Exemplaren noch (solange sie knackig sind), zurückhaltenderes Aroma als bei den vorigen Arten

    - Fichtenrotkappe mit relativ weicher Konsistenz, Geschmacklich dezent pilzig, röstig, trotzdem relativ belanglos --> Keine große Bereicherung

    - Laubwaldrotkappe mit etwas festerer Konsistenz als Fichtenrotkappe. Geschmacklich für mich ebenfalls relativ belanglos


    LG Christopher

    Mich stört bei allen Arten von Raufüßen etwas, wenn die getrocknet werden. Friere sie nur noch vakuumiert ein, wenn sie haltbar sein sollen. Bevorzugt ist aber frisch angebraten bei sehr hoher Hitze. Der beste Raufuß ist für mich der Gelbporige von Geschmack und Konsistenz her. Da Rotkappen bei mir selten sind (und wenn sie mal auftauchen sind es auch oft die ohnehin seltenen Fichtenrotkappen), lasse ich sie in der Regel stehen.


    LG Christopher

    Hier pilzt es weiterhin nur sehr zaghaft. War heute mit dem Rad unerwegs und habe exakt eine abgelutschte Stinkmorchel gefunden. Habe aber endlich gute Stellen mit Walderdbeeren finden können in Richtung Treuchtlingen. Ein tiefer, langer Wassergraben mit Dauerbeschattung. Dort gab es sogar richtig große Brummer. Jetzt reicht es endlich für Marmelade. :)


    LG Christopher

    Habt Ihr das schon probiert? Wie findet Ihr Sie?

    Ja, zweimal. Find ich durchaus nen feinen Snack, allerdings ist es irgendwie auch Verschwendung, weil man das meiste des Hexeneis ja wegwirft - außer man kann noch den Glibber als Handcreme gebrauchen (wirkt extrem feuchtigkeitsspendend). Von daher sammle ich die im Regelfall nicht ein, die sollen lieber ihren Job erledigen. Aber probieren kann man es schon mal.


    Erinnert pur und roh genossen geschmacklich an Radieschen. Man kann sie auch dünn aufgeschnitten anbraten, dann soll es in Richtung Kartoffel gehen. Andere Zubereitungsart ist als Carpaccio, dünn aufgehobelt mit Salz, Pfeffer und Walnussöl. Beim Carpaccio nimmt man nicht nur den weißen Kern, sondern auch die grüne Masse im Inneren. Dient aber hauptsächlich der Opik, geschmacklich unterscheidet sich das Zeug nicht vom weißen Kern, welcher mal der Stiel wird.


    LG Christopher

    dann kann man eine winzige Kostprobe machen

    Anschlecken reicht. Bitter wie der Gallenröhrling. So mache ich das auch, wenn ich einen Schwefelkopf Fund in dunklem Gehölz habe und mir bei der Farbe nicht ganz sicher bin. Manchmal tarnen sich die Grünblättrigen gut. :D

    Aber mal im Ernst, gibt's den grauen wirklich? Ich hab mittlerweile hunderte kontrolliert und nie den grauen gefunden.

    Mein Tipp: Feuchte Phase im Herbst, ab Oktober, wenn die Temperaturen schon etwas gesunken sind. Fichtenwälder aufsuchen, bevorzugt dichtere Wälder wo sich Feuchtigkeit gut halten kann mit ausreichend Totholz und Stümpfen. Die Bilder sind vom letzten Jahr Ende Oktober. Aber man muss schon viel suchen um gute Funde zu machen. Ich finde sie auch nicht jedes Jahr und auch eher selten in nennenswerter Menge oder in Größen wie hier gezeigt.


    Ab Oktober bis in den Februar hinein zu finden. Wenn es im Winter mal längere Zeit keinen Frost mehr hat und feucht ist, erscheinen sie gerne nochmal.


    LG Christopher

    Heute 4 Stunden zu Fuß im Hauswald unterwegs. Genau drei Pilze gefunden, alles Frauentäublinge, einer davon noch halbwegs zu gebrauchen. Ernüchternd. Dauert wohl noch. Was mich wundert: Trotz dem ganzen Regen fühlt sich im Unterholz alles knochentrocken an.


    Frauentäubling gab es gebraten als Bruschetta mit Knobi und Tomate. Kommt auch gut, zu empfehlen.


    Bis auf weiteres geh ich dann wieder Erdbeeren suchen :D


    LG Christopher

    Ich hab die Theorie das Neoboletus xanthopus madenanfälliger ist als N. erythropus.

    Die Theorie kann ich bestätigen. Erythropus ist zwar auch immer wieder mal madig aber häufiger ist es beim Xanthopus schon, das stimmt. Aber auch da bei weitem nicht so schlimm wie bei manch anderen Pilzarten. Sieger was Madenfreiheit betrifft sind bei mir Goldröhrlinge. Da kann ich mich nicht erinnern jemals ein madiges Exemplar gefunden zu haben. Da ist eher Schimmel das Problem, vor allem wenn noch Rotfüße in der Nähe stehen.


    LG Christopher