Beiträge von Shroom!
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Ja, vor allem richtig schöne Flockis gibt es da überhaupt nicht

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Danke für die Info. Muss aber tatsächlich auch kein Ausschlusskriterium sein. Der Mertinger Forst bei mir um die Ecke ist beispielsweise auch von saurem Boden dominiert mit vielen Kiefern. Auch dort gibt es Maipilz-Stellen. Die sind dann allerdings eher in der Nähe vom Weg, wo es durch den Schotter weniger sauer ist.
LG Christopher
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Auch bei dir fühlen sich die Schuppigen Porlinge also wohl. Wieder ein Indiz dafür, dass es die Art eher trocken mag. Bei mir dieses Jahr auch sehr häufig zu finden. 2024 hingegen war es sehr nass, da habe ich keinen einzigen Fund gehabt. Ist schon interessant, wie unterschiedlich die Ansprüche an die Feuchtigkeit bei den verschiedenen Pilzarten so ist.
Die Käppchenmorcheln sehen ja angesichts der Trockenheit ganz anständig aus. Da gab es bei mir in diesem Jahr leider nur einen einzigen Fruchtkörper zu finden.
Für Mairitterlinge empfehle ich mal - sofern bei dir vorhanden - den Blick in basische Fichtenwälder und Schonungen. Bei Trockenheit vor allem Stellen mit Dauerbeschattung oder Hanglage nach Norden. Das hat bei mir volle Körbe gebracht. Kann aber sein, dass es dafür mittlerweile schon zu spät ist. Bei mir sind die Stellen mittlerweile durch und es stehen nur noch die Habitate mit Spätzündern aus.
LG Christopher
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Falls ich dort bei Weiden auch Schwefelporlinge finden sollte, ab welchem Stadium ernte ich sie am besten? Und woran machst du das fest?
Da sind die Geschmäcker verschieden. Viele ernten nur den "Bauschaum", also ganz junge Fruchtkörper die sich noch nicht gestreckt haben. Damit kann ich nichts anfangen, denn in dem Stadium sind sie weich und schwabbelig.
Wenn sie sich schon etwas gestreckt haben, aber noch durchgängig weich sind und an der Außenkante noch einen dicken Wulst haben, sind sie schon etwas bissfester, mir aber immer noch zu weich.
Ich habe sie am liebsten ausgewachsen, also komplett aufgefächert bevor sie wieder anfangen auszubleichen. Dann kommt die Konsistenz der von Huhn am nächsten.
Man kann da auch durchaus die etwas festeren Teile noch gut verwenden. Nur ganz harte und kaum noch zu schneidende Bereiche des Fruchtkörpers sollten weg. Wenn du einen ausgewachsenen Fruchtkörper vom Baum abbrichst, dann bricht er in der Regel genau an der Stelle an der er zu zäh zum Essen wird.Ich kann da nur empfehlen zu experimentieren, welches Stadium du lieber magst. Zum Haltbarmachen trockne ich sie in Stücken. Das verbessert die Hühnchenkonsistenz nochmals und wenn man fleißig sammelt ist immer Material für Nuggets und Grillspieße im Haus. Oft reicht ja schon ein Fund um gleich mehrere Kilo einsacken zu können.
Schmecken die von der Weide nicht deutlich säuerlich-kantig-bitter ?
Leicht säuerlich ist Schwefelporling immer, da er diverse Säuren enthält, vor allem Oxalsäure in etwa derselben Konzentration wie Rhabarber. Wenn man den Geschmack nicht mag hilft auskochen oder wie ich trocknen. Beim Rehydrieren verliert sich das dann auch. Von Weide gilt er neben Obstholz am besten. Buche und Eiche soll bitter sein, was ich aber bisher nicht bestätigen kann. Beide habe ich bisher einmal verkostet und beide waren geschmacklich unauffällig - auch bei frischer Zubereitung. Schwefelporling von Eiche wirkt bei mir allerdings in größerer Menge abführend. Bei Weide tritt das nicht auf.
LG Christopher
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Leider ist es jetzt wieder trocken und windig geworden. Das gefällt dem Schwefelporling am Ortsrand, den ich zuvor schon mal gepostet habe, nicht so wirklich. Wächst langsam und trocknet weitgehend schon an bevor er sich streckt. Könnte man in der Größe sicherlich ernten, aber mir sind sie da noch zu weich.
Habe heute auch mal wieder im örtlichen Donau-Auwald nach den Schwefelporlingen geschaut. Interessanterweise ist dort nichts zu sehen. Mittlerweile sind sie dort einen Monat überfällig.
Anschließend ging es noch weiter in die Wiesenlandschaften in der Nähe. Da stehen auch sehr viele Weiden herum. Habe dort einen interessanten Fund machen können. Eine Weide mit Schwefelporling, die zweimal im Jahr Fruchtkörper produziert. Dort hingen große Cluster aus dem Vorjahr (Herbst), aber auch frische Fruchtkörper an denen ich mich (mit einer waghalsigen Kletteraktion
) bedienen konnte.
Sowas kommt wohl recht selten vor, denn ich kenne mittlerweile grob geschätzt um die 50 Habitate und das ist bisher das Einzige, wo zweimal gefruchtet wird. Die anderen nur einmal im Jahr und dann idR. auch +-14 Tage zum selben Zeitpunkt, wenn die Bedingungen passen.Etwas weiter gab es dann auch noch ganz frisches Wachstum. Der Fruchtkörper ist gut beschattet, von daher könnte der richtig groß werden. Den werde ich mal beobachten.
LG Christopher
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Ich rede doch vom getrockneten Zustand

Dass es A. Augustus ist, bezweifle ich ja wie gesagt auch.
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Ach wie schön, meine Heimat

Danke für die Impressionen!
LG Christopher
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Mich verunsichern die Rottöne und die wurzelnde Stielbasis etwas. Wären die Merkmale nicht, würde ich von der Hutschuppung und Intensität des Gilbens in Richtung A. Augustus / Riesenchampignon tippen.
Vielleicht hat Claudia ja mal Glück und findet frische Fruchtkörper der Art. Das würde dann sicherlich etwas mehr Licht ins Dunkle bringen.
LG Christopher
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ich finde Mairitterlinge fast nur am Waldrand oder am Rand von grasbewachsenen Lichtungen oder neben Wegen
Und ich suche da seit Jahren vergeblich. Ausschließlich kalkige Fichtenwälder bei mir.

LG Christopher
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Hier bringt der Regen bereits Ergebnisse:
- Der zuletzt gezeigte SchwePo beginnt sich zu strecken
- Anis Champignons im Nadelwald sind da
- Maipilze explodieren, bereits aktive Habitate mit sehr großen Fruchtkörpern, Spätzünder kommen jetzt + zwei neue Nadelwald Habitate entdeckt
Frühe Hexen und Sommersteinpilz Stellen sind noch leer. Stockschwämmchen weiterhin keine.
LG Christopher
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aber an meiner Hauptstelle kamen die im letzten Sommer selbst nach wochenlanger Gluthitze aus dem staubtrockenen Boden
Das ist im Sommer typisch für die Flockis. Wenn es ergiebig geregnet hat und dann wieder 10 bis 14 Tage trocken und knackig heiß war, kommen sie in der Regel in bester Qualität raus. Ich habe eine Stelle, wo Eichenflockis und Sommersteinpilze zusammen wachsen. Da ist es dann immer so, dass wenn die Stelle nach dem Regen mit Sommersteinpilzen zündet, die Hexen dann kommen, wenn es den Sommersteinpilzen wieder zu trocken wird und sie stark rissige Hüte haben oder schon vergehen. Bei den Flockis dauert es auch deutlich länger, bis sie Trockenschäden haben im Vergleich zu Steinpilzen.
LG Christopher
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Glückwunsch! Und dann noch so ein hübsches Exemplar.
Ja, nach dem Regen kann es ganz schnell gehen. Besonders bei so mosigen Stellen, wo die Fruchtkörper schon unsichtbar lauern und dann bei der erstbesten Gelegenheit hochschießen. Werde morgen auch mal meine frühen Hexen- und Sommersteinpilz-Stellen prüfen. Wobei letztere hier meist noch vor den Hexen kommen.
LG Christopher
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wenn die Teile nicht so extrem stinken würden hätte ich sie auch schon einmal probiert
Wieso stinken? Für mich riechen die nach Salatgurke. Finde ich ganz angenehm - zumindest wenn ich an einem Fruchtkörper rieche. Geschnitten wird es mir dann auch zu intensiv.
In Sachen Regen gab es bei mir übrigens eine schöne Überraschung: Entgegen der Ankündigung hat es um 23 Uhr wieder angefangen zu regnen und die komplette Nacht durchgeregnet. Auch am Morgen ging es weiter und jetzt regnet es immer noch. 15 Liter sind es mittlerweile, also mit dem Gewitter von gestern Abend insgesamt 29 Liter. Ein Ende noch nicht in Sicht.
Das kam jetzt gerade rechtzeitig um die Maipilz-Stellen zu retten, die schon am Aufgeben waren. Mal sehen, was da noch kommt. Schwefelporlinge dürften jetzt auch anziehen. Eventuell könnte es sich in den nächsten 14 Tagen auch lohnen die frühen Stellen für Sommersteinpilze und Flockenhexen zu checken. Stockschwämmchen sollten jetzt aber auf jeden Fall auch kommen. Endlich wird's wieder spannend!
Ich hoffe, bei dem einen oder anderen von euch regnet es auch so üppig?
LG & schönen Sonntag
Christopher
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Bei mir leider erst ein aktives Habitat. Wird Zeit, dass mehr Stellen zünden, mein Vorrat ist leer.
13 Liter hat das Gewitter hier gebracht. Leider alles binnen 30 Minuten, da wird nicht viel im Boden einsickern.
LG Christopher
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Ich habe Pilzbutter auch schon mit etwas eingekochten frischen Pilzen (Herbsttrompeten und Pfifferlinge) gemacht und selbst das hat sich problemlos zwei Wochen im Kühlschrank gehalten.
Für längere Lagerung im Kühlschrank würde ich die Pilzbutter mit 100°C in sterilisierte Gläser abfüllen damit ein Vakuum entsteht. Dann sollte es sich auch mindestens einen Monat problemlos halten. Größere Mengen im Zweifelsfall portionieren und in den Froster packen.
LG Christopher
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Danke fürs Zeigen! Da werde ich mal wieder etwas neidisch. Nicht nur wegen der vergleichsweise vielen Morchel-Funde, sondern auch wegen des Orlöffelstachelings, den Lorcheln und dem Märzschneckling. Den Dreien bin ich leider auch dieses Jahr wieder vergeblich hinterhergejagt. Glückwunsch an dich!
LG Christopher
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Und hier wieder der Beweis: Von Trockenheit sollte man sich nie davon abhalten lassen auf Pilztour zu gehen. Wer Kilometer macht, wird belohnt. In meinem Fall ein voller kleiner Maikorb.
17 Liter sind hier in den letzten 60 Tagen gefallen! Wie immer bei mir ein Habitat im Fichtenwald. Nördliche Hanglage, sehr schattig.
LG Christopher
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Eine weitere meiner Speisemorchelstellen hat jetzt auch gezündet. Normal findet man dort zahlreiche Fruchtkörper. Heuer aufgrund der Trockenheit nur einen und dieser mit erheblichem Trockenschaden.
Alle anderen Stellen bleiben bisher leer. Wie bei euch ist nichts Nasses angesagt.
Maipilze sterben jetzt auch wieder ab (braun und schimmelig). Gut, dass ich mir ein paar geerntet hatte. Schade um den Rest.
LG Christopher
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Hübsche Funde, Glückwunsch!
Meine Tour hat heute nur wieder einen Schuppigen Porling hervorgebracht. Diesmal kam er mit, wurde in ein Schnitzel verwandelt und mit Bärlauch-Butter und Käse auf's Sandwich gelegt. Lecker!
LG Christopher
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Mmh, sieht lecker aus! Bei mir gibt's heut eventuell auch noch Maipilze, wenn sie schon groß genug sind. Gleich geht's auf Tour.
Werde sie wahrscheinlich in Olivenöl braten und dann mit Bärlauchbutter und Parmesan verfeinern. Dazu ein frisch gebackenes Sauerteig-Weißbrot.
LG Christopher
