Nö ich meine schon unseren S. serotina. Da scheiden sich die Geister ja. Ich mag ihn, egal ob bitterliche oder milde Exemplare. Kräftig geröstet und asiatische Würzung war bisher immer gut.
Thorwulf Mit frischen Shiitake habe ich zwar noch keine Erfahrungen gesammelt, aber bei den Getrockneten finde ich, dass Sojasauce den Geschmack der Pilze abrundet und anhebt. Ist einfach eine ideale Aromenkombination, wie es sie auch bei vielen anderen Pilzen gibt. Stockschwämmchen und Käse oder Totentrompeten und Thymian um mal zwei weitere Beispiele zu nennen.
Tricholomopsis Danke fürs Rezept, das werde ich mal ausprobieren. Vielleicht auch ein Grund mal ein Zuchtset für Shiitake zu holen.
Für die Gelbstieligen Muschelseitlinge könnte das auch was sein...
Eben. Bei Samtfußrüblingen und Austernseitlingen kommt es auch gerne mal vor, dass das Myzel die Fruchtkörper überwuchert (vor allem bei sehr feuchter Witterung), was dann wie Schimmel aussieht. Auch sowas lasse ich dann hängen, denn es könnte ja doch Schimmel sein.
Diesen weißlichen Belag hatte ich bei den Ohren schon oft. Kann Myzel sein, oder auch Schimmel. Ich lasse solche Exemplare immer hängen, sicher ist sicher.
- Hat den mal jemand mehrfach gegessen und das Ergebnis mal bitter und mal nicht bitter gehabt?
Mich würde einfach interessieren, ob es eher am Fundort liegt
oder daran, dass wir unterschiedliche Geschmacksnuancen wahrnehmen (können).
Wie ich schon geschrieben hatte, habe ich schon bitterliche und nicht bitterliche Exemplare vom selben Myzel gehabt. Das scheint so ne Art Glücksspiel zu sein. Vom Alter hängt es aber auch nicht zwingend ab. Mir ist das aber auch egal, die leichte Bitternote nehme ich zwar wahr im Abgang, stört mich allerdings null, im Gegenteil. Gerade bei asiatischer Zubereitung mit Sojasauce, Sweet Chili Sauce und Sesam hat das einen gewissen Reiz für meinen Gaumen. Und schlimm bitter sind sie eh nie.
Auch von mir ein großes Dankeschön für den ausführlichen Beitrag. Mir war gar nicht bekannt, dass es da so viele verschiedene Arten gibt. Mir waren bisher nur drei bekannt. Spannende Sache!
Weißt du eigentlich, um welche Art es sich beim Zuchtpilz (Enoki) handelt? Nochmal eine andere Art oder eine der Aufgelisteten?
Ja das stimmt, man muss immer genau die wissenschaftlichen Namen prüfen, welche mit den Trivialnamen gemeint sind. Mitunter gar nicht so einfach, speziell in Ländern die andere Schrift nutzen.
In Thailand gibt es auch noch verschiedene Arten von Seitlings-artigen Pilzen mit Orangetönen, welche mitunter umgangssprachlich alle als "orangefarbige Auster" umschrieben werden. Wenn man den Trivialnamen durch die Bildersuche jagt, wird man mit den verschiedensten Pilzarten bombardiert. Aber bei den dort verspeisten Arten ist definitiv auch unser Orangeseitling dabei.
Gilt allerdings auch dort nicht als sehr guter Speisepilz. Aber mit den Aromen im oben angeführten Rezeptbeispiel lässt sich wohl das Meiste essbar machen.
Na das kann sich ja sehen lassen. Orangeseitling immer ein schöner Farbtupfer im Winter.
Der Orangeseitling wird übrigens in Thailand gegessen, durfte ich kürzlich beim durchstöbern ausländischer Pilzforen lernen. Eine Art der Zubereitung ist wohl eine Suppe aus Chili, Knoblauch, Hühnerfleisch und Gemüse, in welcher die Pilze gegart werden. Dort wird der englische Trivialname "Mock Oyster" genutzt. Gemeint ist aber dieselbe Art wie bei uns (Phyllotopsis nidulans).
Vielleicht muss ich dem auch nochmal ein Chance geben. Habe ihn mal pur gebraten verkostet, das war nix. Schmeckt säuerlich mit einer ganz eigenartigen Note.
Andererseits haben die Thailänder einen sehr eigentümlichen Pilzgeschmack, denn dort wird auch die Schleierdame (Phallus indusiatus) in ausgewachsenem Zustand zubereitet (manchmal mit, manchmal ohne Kopf). Die Art wird dort เห็ดเยื่อไผ่ (Bamboo Mushroom, da sie gerne in Bambuswäldern auftaucht) genannt und als Marktpilz in frischer oder getrockneter Form angeboten. Verrückt...
Ach ja, zur KI – ich werde auch da keine Grundlagendiskussion führen. Aber als ein Beispiel: schau dir diesen Artikel an: https://www.jstage.jst.go.jp/a…jjom.H25-13/_pdf/-char/en – auf Seite 26 ist eine englischsprachige Vergleichstabelle der Merkmale beider Arten (die dort übrigens beide Mukitake heißen, was logisch ist, da ja vor 2003 die beiden Arten nicht getrennt wurden, der Name Mukitake aber wohl älter ist). Vergleiche das mal mit deinem KI-Ergebnis. Deshalb schaue ich mir lieber direkt die Originalpaper an als dass ich ChatGPT befrage. Kannst du aber halten, wie du willst. Ich will dir die KI nicht schlechtreden. Ich kenne aber Websites über Pilze, die KI-generiert sind (passiert grauenhafterweise sogar bei Pilzbüchern). Die Qualität ist entsprechend.
Eine Grundlagendiskussion ist da auch nicht nötig, ich unterschreibe alles was du sagst. Ein gutes Werkzeug bleibt die Deep Research Funktion trotzdem, weil man schnell einen Überblick über Themen bekommen kann und eine gute Quellensammlung. Teils findet die KI auch Quellen die man manuell nicht gefunden oder übersehen hätte. Von daher schadet die KI Nutzung nichts. Dass fragwürdige Gestalten auf dieser Welt LLMs missbrauchen um das Netz mit Müll zu füttern ist ein gänzlich anderes Thema. Dafür kann die KI nichts.
Edit: Achja - Mukitake ist der ursprüngliche umgangssprachliche Name ja. Seit der Auftrennung der Arten wird der Grüne umgangssprachlich als Osomukitake bezeichnet. Das hat die KI in der Zusammenfassung ganz korrekt ausführlicher niedergeschrieben.
Zitat
Früher wurden die im fernen Osten gesammelten Mukitake meist mit dem in Europa/Nordamerika
bekannten Panellus serotinus verwechselt. Erst 2003 beschrieb Dai et al. aus China die gelbfruchtige
Form als neue Art Panellus edulis . Eine umfassende Revision folgte 2014: Saito, Tonouchi & Harada
führten genetische, morphologische und Kreuzungsstudien durch und zeigten, dass der gelbe Mukitake
eine eigenständige Art ist, während die grüne Variante der „späten Austernpilze“ der klassische
Sarcomyxa serotina ist . Daraufhin kombinierten sie den gelben Typ in die neue Gattung als
Sarcomyxa edulis (Neu-Kombination 2014) und behielten den Namen Mukitake bei. Die grüne Form
erhielt den japanischen Trivialnamen „Osomukitake“ (wörtlich „fälschlicherweise Mukitake genannt“) für
S. serotina . Als Trennungsgründe wurden unter anderem die deutlich unterschiedliche Hutfarbe,
Sporenform und das Fehlen der Fortpflanzungskompatibilität zwischen beiden Linien genannt .
Sorry, aber die ChatGPT-Recherche schaue ich mir nicht an. Ich rechechiere lieber selber, da lerne ich bei der Recherche und kann selber entscheiden, was wichtig und unwichtig ist. KI – da fehlt mir das Vertrauen. Ich muss dann eh erstmal alles gegenprüfen, dann recherchiere ich gleich selber ;-).
Jo aber als Ansatz ist's wie ich schrieb trotzdem ganz praktisch. Die Deep Research enthält Quellenangaben für alle Aussagen der KI. Das finde ich dann immer ganz nützlich als Ausgangspunkt für eigene Recherchen. Ich habe übrigens auch selbst recherchiert und die KI bestätigt so ziemlich alle meine Erkenntnisse.
"wird unter demselben wissenschaftlichen Namen geführt..." Wäre dem so, wären es Syonyme, die jetzt beide unter demselben wissenschaftlichen Namen laufen. Ist aber wie gesagt auch wurscht. Der Punkt ist, dass in Asien zwei Arten vorkommen. Eine davon heißt aktuell Sarcomyxa edulis.
Du verstehst einfach nicht, was ich da geschrieben habe. Es geht in der Zeile um die bei uns heimische Art des Gelbstieligen Muschelseitlings. Diese wird in Japan unter demselben wissenschaftlichen Namen geführt. Nicht mehr und nicht weniger habe ich dort geschrieben. Also nix mit Synonym. Unser Gelbstieliger Muschelseitling (Sarcomyxa Serotina) ist auch in Japan Sarcomyxa Serotina und dann gibt es eben noch die zweite Art (Edulis), die auch als Zuchtpilz (Mukitake) gehandelt wird.
Sarcomyxa edulis wurde 2003 als neue Art "entdeckt" und (noch in der Gattung Panellus) beschrieben. Natürlich wurde der Artrang diskutiert. Mittlerweile ist die Art anerkannt. Dass sie unter demselben wissenschaftlichen Namen bei uns geführt wird wie Sarcomyxa serotina verstehe ich nicht, denn dann wären sie ja Synonyme.
Nochmal lesen, denn ich habe nichts davon geschrieben, dass Edulis und Serotina / Serotinus dieselben Arten seien.
Panellus / Sarcomyxa Edulis ist der Gelbstielige Muschelseitling der bei uns nicht vorkommt und in Japan als Mukitake als Zuchtpilz gehandelt wird. Gelb-bräunliche Hutfarben.
Panellus Serotinus / Sarcomyxa Serotina ist der Gelbstielige Muschelseitling mit grünlich-bräunlichen Hutfarben, der bei uns vorkommt. Dieser kommt aber auch in Japan vor und in vielen anderen Regionen der Welt (USA, Teile Kanadas z.B. wo er als "Late Fall Oyster" bezeichnet wird). Früher wurden die Arten in Japan nicht getrennt bzw. wird das im Netz an vielen Stellen (u.a. auch im verlinkten Wikipedia Eintrag mit Quellenangabe) so angegeben. Als Wildpilz werden beide Arten in Japan gesammelt.
Nachtrag: Im Anhang noch eine Deep Research von ChatGPT dazu. Wie immer nur als Ansatz für eigene Recherchen zu betrachten da KI selten ohne Fehler auskommt.
Die kommen schon wieder, keine Sorge. Hatte das Drama jetzt schon bei so vielen Arten und die haben sich alle nach ein, zwei Jahren wieder erholt. Außer natürlich wenn der ganze Wald entfernt wird, aber das passiert ja in der Regel nicht. Manche Arten, vor allem wärmeliebende Röhrlinge können vom Ausholzen sogar auf lange Sicht stark profitieren. Bei den Pfifferlingen ist halt das Myzel recht dicht an der Oberfläche, sodass die auf den Eingriff empfindlicher reagieren. Dann dauert es halt länger, bis es sich wieder ausgebreitet hat oder eine neue Ansiedlung entsteht wenn der Symbiosepartner entfernt wurde. Schade ist's natürlich, wenn es irgendeine selten Art trifft, die im Habitat nur an einer Stelle vorkommt und dann wirklich weg ist.
Schöne Idee mit dem Jahresrückblick. Da mache ich doch auch mal mit.
2025 war ein seltsames Pilzjahr, wobei bei mir ja der Fokus primär auf Speisepilzen liegt. Vieles hat gefehlt, einiges kam deutlich später als gewohnt, manches aber auch deutlich früher. Manche Arten nur mit einem Schub statt sonst mehreren. Und trotzdem gab es auch viele Erstfunde für mich und insgesamt einen prall gefüllten Trockenvorrat.
April
Die Morchelsaison ist dieses Jahr leider fast vollständig ausgefallen. Es war zu lange kalt und als die Temperaturen dann gepasst haben, war es zu trocken. Am Ende gab es in der ganzen Saison für den Korb nur eine Portion Morchelbecherlinge. Speisemorchel konnte ich bei über 40 Tour-Kilometern zu Fuß genau eine finden und diese hatte einen deutlichen Trockenschaden. Nach 2024 sehr ernüchternd, da hatten die Gelben Speisemorcheln eine Massenblüte.
Mai
Der Mai bringt Maipilze. So auch dieses Jahr pünktlich zum 1. Mai. Wobei das hier recht ungewöhnlich ist. In der Donauwörther Gegend kommen sie in der Regel schon ab Anfang April. War also ein später Start in 2025. Trockenheit auch ihnen zu schaffen gemacht, allerdings gab es trotzdem Massenwachstum.
Auch die Schwefelporlinge waren dieses Jahr später dran. Sonst meist im April, dieses Jahr erst in Richtung Mitte Mai. Dafür allerdings mit richtig prächtigem Wachstum und meinen bisher schönsten Funden der Art.
Juni
Die Sommersteinpilze waren 2025 recht pünktlich. Das erste Exemplar gab es schon Anfang Juni.
Und die ersten Habitate mit Massenblüte haben dann auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Kurios: Da einige Habitat der Mai-Ritterlinge wegen Trockenheit nicht gezündet hatten, haben sie sich dann im Juni entschlossen nach Regenfällen loszulegen.
Zeitgleich tauchten dann auch die ersten Lungenseitlinge auf.
Ebenfalls im Juni gab es den ersten Eichenflocki (N. Xanthopus)
Juli
Der Juli war recht trocken und hat Pilz-technisch nicht viel geliefert. Im Eichenflocki Habitat gab es dann allerdings mitten in der größten Trockenheit plötzlich diesen Knüppel zu bewundern. Kuriose Wuchsform die ich so auch noch nicht gesehen habe.
August
Der August war in Sachen Regen deutlich gesegneter und hat den Wald dann richtig zum Blühen gebracht. Ein Highlight war eine Massenblüte bei den Hainbuchen Raufüßen.
Die Gelbporigen waren dann auch da, allerdings deutlich später als sonst (normal ab Mitte bis Ende Juni) und waren deutlich spärlicher vertreten als sonst. Normal hier ein Massenpilz und der häufigste Raufuß. Viele Habitate blieben leer.
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Die Sommersteinpilze hatten zum Monatswechsel Juli / August auch ihr zweite Massenblüte des Jahres (und auch die Letzte). Diese war aber derart enorm, dass sämtliche wärmebegünstigte Laubwald-Habitate regelrecht übersäht waren. Man konnte wirklich in ein beliebiges unbekanntes Waldstück mit grob passenden Voraussetzungen schlüpfen und wurde garantiert fündig. Ein absoluter Traum, den man auf Bildern leider nur schlecht eingefangen bekommt.
Die größte Sensation im August waren aber nicht die Sommersteinis, sondern etwas abseits von den Speisepilzen. Der Zitronenhütige Steinpilz. Hätte mir jemand zuvor gesagt, dass ich den mal finden würde, hätte ich dem nen Vogel gezeigt. Und es gab dort sogar zwei Fruchtkörper, der andere war aber arg "zerschneckt". Jetzt wird es die kommenden Jahre spannend: Wird er dort wieder erscheinen?
September
Der September war Speisepilz-technisch gut. Die Fichtensteinpilze wollten aber nicht so recht. Nur in einem Habitat gab es ein kurzes Massenwachstum. Viele Habitate blieben leer oder brachten nur einzelne Fruchtkörper hervor. Immerhin auch ein paar mit stattlicher Größe.
Für Krause Glucken war es allerdings ein sehr gutes Jahr. In den Habitaten gab es sehr üppiges Wachstum und auch meinen bisher größten Gluckenfund, der fast die Sammelgrenze gesprengt hat.
Pfifferlinge sind 2025 fast ausgefallen. Ein einziger Fruchtkörper hat sich in den mir bekannten Habitaten gebildet.
Dieser Korallenfund hat mich glücklich gemacht. Die gelben Laubwald Korallen-Arten sind ja leider nicht sehr häufig. In dem Habitat wurde ausgeholzt und dann kam die Art dort nicht wieder. Das Myzel hat es allerdings überlebt und musste sich wohl nur erholen. Nun stand sie wieder an gewohnter Stelle.
Meine einzige Stelle für Pappelraufüße hatte 2025 ein sehr gutes Jahr mit gleich mehreren Schüben. Sehr große und zahlreiche Fruchtkörper, da durfte dann mal ausnahmsweise einer entnommen werden. Fazit: Ähneln vom Speisewert her den Hainbuchen-Raufüßen sehr, bleiben aber länger fest. Also im Grunde eine Mischung aus Hainbuchen-Raufuß (Geschmack) + Gelbporiger Raufuß (feste Konsistenz).
Und dann gab es im September auch noch Erstfunde zu verbuchen. Einmal der Lärchenmilchling, welcher wohl ein gutes Jahr erwischt hat, da er mir ab dann immer wieder begegnet ist.
Und dann auch noch der Morenkopfmilchling, über den ich mich lustigerweise erst ein paar Tage zuvor im Forum beklagt hatte, dass er sich hier nicht finden lässt. Und dann stand er plötzlich da. Ein winzig kleiner Fruchtkörper, den ich von oben zunächst für eine junge Marone gehalten hatte.
Oktober
Der Oktober verlief dann relativ planmäßig - bis auf den Umstand, dass sich die Steinpilze komplett verabschiedet haben und auch nicht mehr wieder gekommen sind.
Auch hier gab es einen Erstfund zu verbuchen: Den Marzipan Schneckling. Nicht dass der selten wäre, aber aufgefallen ist er mir zum ersten mal bewusst. Eventuell auch, weil ich gezielt danach gesucht habe.
Mit den Herbsttrompeten war es 2025 interessant. Nachdem es 2024 eine extreme Massenblüte hatte, blieben dieses Jahr sehr viele Habitate leer. Einige bildeten aber eine Ausnahme. Und da wo sie gekommen sind, ging richtig die Post ab. In meinem besten Habitat für die Art gab es auch die gewohnten XL, XXL und XXXL Exemplare.
November
Im November wurde es richtig kalt, auch mit den ersten Nachtfrösten. Allerdings wurde es auch dauerfeucht und das hat die Trompetenpfifferlinge so richtig in Fahrt gebracht. Auf eine Tour konnte ich von der Art mein bisher ergiebigstes Habitat entdecken. Eine kleine, sehr abgelegene Fichtenschonung ohne direkten Zugang von den Forstwegen, die komplett überwuchert mit der Art war. Da konnte man sich wunderbar die schönsten Exemplare aussuchen.
Durch die Dauerfeuchte gab es im Holundergebüsch auch Beeindruckendes zu finden. Derart große Judasohren in gutem Zustand findet man nur, wenn die Bedingungen über Wochen hinweg perfekt sind.
Zeitgleich ging es auch bei den Winterpilzen so richtig los. Hier wunderschöne Austern im Stadtpark an einer Rosskastanie, welche dieses Jahr endgültig verstorben ist (kein Laub mehr). Von dem Habitat werde ich mich wahrscheinlich in absehbarer Zeit verabschieden müssen. Anlässlich der Umgestaltungen an der Wörnitz zur Landesgartenschau 2028 dürfte der Baum mit all seinen Kollegen entfernt werden.
Ein weiteres Habitat außerorts (Ahorn) war kurz vor dem richtig harten Frost (-10°C nachts) erntereif. Mitsamt Eispanzer.
Und deutlich später als im Vorjahr erscheinen im November dann auch endlich die ersten Samtfußrüblinge an Weide in den Donau-Auen.
Dezember
Und so bilden diese dann auch den Abschluss des Jahres im Dezember, wo die Massenblüte in der warmen Phase nach den anhaltenden Frösten eingesetzt hat.
Und so zeigt sich mal wieder: Kein Pilzjahr ist wie das Vorangehende. Man darf gespannt sein, was 2026 so bringt.
Wenn du den Namen durch die Google Bildersuche jagst, findest du Bilder zu Wildfunden, Marktware, Zucht, Gerichten.
Die bei uns heimische Art wird dort "Osomukitake" genannt und von Wildpilzsammlern ebenfalls verspeist.
Noch ein Nachtrag: Früher wurde unser Gelbsieliger Muschelseitling (grünliche Hutfarben) in Japan wohl als Varietät von Edulis (geblich-bräunliche Hutfarben) betrachtet, mittlerweile aber eigenständige Art in selber Gattung. Wird unter denselben wissenschaftlichen Namen geführt wie bei uns (Panellus / Sarcomyxa Serotina).
Ich war heute Nachmittag mit der Leiter dort und habe mir komische Blicke eingefangen.
Sehen von unten schöner aus als sie sind. Ein paar konnte ich mitnehmen, das meiste war aber schon zu oft eingefroren und aufgetaut. Zudem sind auch unsere beflügelten Freunde mit Nachwuchs teilweise schon am Start gewesen.
Werde morgen mal im Wald die Habitate checken, ob es dort auch wieder Nachschub gibt.