Hey,
Manschette sieht nicht gerieft aus, Knolle gepfropft und mit Söckchen, Schüppchen relativ fein und "ordentlich" platziert sowie sehr weiß, Riefung am Hutrand - hier spricht eigentlich alles für den Pantherpilz.
Beim Grauen Wulstling wäre die Optik wie beim Perlpilz, nur eben mit abweichenden Farben und ohne Rötung: Rübenförmige Knolle, geriefte Manschette, schmutzig wirkende Schuppen mit meist gröberer / weniger strukturierter Anordnung. Die Riefung am Hutrand hat aber auch der Graue Wulstling sehr häufig. Bei der Hutfarbe gibt es manchmal gar keine Unterschiede zwischen dem Grauen Wulstling und dem Pantherpilz. Das zeigt dein Foto sehr schön. Exakt diese Färbung hat auch der Graue Wulstling sehr gerne.
Wer Perlpilze und Graue Wulstlinge für Speisezwecke sammelt, sollte sich natürlich darüber im Klaren sein, dass einzelne Merkmale auch immer mal abweichen können. Speziell beim Grauen Wulstling ist das gerne mal der Fall. Habe da schon Exemplare gefunden, die vor allem bei der Knolle sehr nach Pantherpilz ausgesehen haben. In solchen Fällen dann lieber auf Nummer Sicher gehen und nur Exemplare nehmen, bei denen wirklich alle Merkmale im vorhanden und im Soll sind und man entsprechend zu 100% sicher sein kann.
Was den Geruch angeht, hatte ich neulich mal das Glück den Grauen Wulstling und den Pantherpilz gleichzeitig zu finden. Manchmal wird ja behauptet, dass sich der Geruch bei den Arten unterscheidet. Prinzipiell trifft das zwar zu, allerdings nur in Nuancen. Der Pantherpilz riecht etwas "sauberer" nach Rettich / Rüben. Beim Grauen Wulstling ist eine Spur mehr Keller-Geruch dabei. Dennoch ist der Unterschied derart gering, dass ich bezweifle, dass irgendjemand in der Lage ist, die Art am Geruch festzumachen. Den Geruch kann man bei der Bestimmung also zumindest meiner Meinung nach getrost ignorieren.
LG Christopher