Beiträge von Thorwulf

    N'abend in die Runde.


    In Sachsen ist schon mal ein ganzer, immerhin 97 Hektar großer Urwald mehr oder weniger unbemerkt verschwunden - der Urwald Weißwasser. Dieser Urwald entstand vor Jahrhunderten aus der Jagdleidenschaft des Adels, die dort in einem natürlichen Wald ihr Wild schießen wollten. Deswegen wurde dieses Waldgelände nicht zur reinen Nutzholz-Fläche.


    Dem forstwirtschaftlichen Raubbau fiel dieser Urwald damit nicht zum Opfer, aber dann der neuzeitlichen Braunkohlegewinnung. Selbst zu DDR-Zeiten wurde hier nicht eingegriffen - im Gegenteil. Im Jahr 1961 wurde das Kerngebiet des Urwaldes unter Naturschutz gestellt.


    Im Oktober 2007 wurde durch das Regierungspräsidium Dresden der Status als NSG aufgehoben, damit Vattenfall hier Kohle abbauen konnte, jetzt ist dieser Urwald verschwunden. Über 400 Jahre alte Traubeneichen, Tieflandfichten, Plattenkiefern gingen damit verloren, und auch entsprechende Pilzflora sowie Urwaldfauna, auch wenn der Tagebaubetreiber Vattenfall hier Zapfen, Samen und Stecklinge dieser alten Bäume aufsammelte und nun andernorts die Bäume nachzüchtet.


    Manches hier grenzt schon sehr an eine Art von Wahnsinn.


    Gute Nacht!

    Wenn es regnet, kann dann das Wasser auch gut ablaufen oder bleibt es länger stehen?

    Ja, dies wäre hier auch meine Frage noch.... :daumen:


    Hat die Balkonanlage eine Entwässerung? Auf der ersten Aufnahme kann man ja sehr gut die Balkonbrüstung (Beton) erkennen, aber ist dort jetzt noch ein Spalt zum Balkonboden vorhanden, der Entwässern könnte/sollte oder gibt es einen Bodenablauf mit evtl. Entwässerung? Wie kommt das Niederschlagswasser von dieser Fläche weg?

    Ab morgen in unsren Kinos: Die Eiche - Mein Zuhause


    Hauptdarsteller: unsre gute alte Eiche :)


    Keine Ahnung, ob dort auch die Mykorrhiza der Eiche als (Neben-)Darsteller mit vorkommen. Interessante Kerlchen gäbe es ja, wie z.B. Leccinum quercinum (Eichenrotkappe), Lactarius quietus (Eichenmilchling), Russula atropurpurea (Purpurschwarzer Täubling).


    So oder so - muss ich mir anschauen.


    Schönen Mittwochabend!

    N'abend in die Runde.


    Kennt jemand von Euch das Buch "Der Pilz am Ende der Welt" von Anna Lowenhaupt Tsing?


    Ich bin darauf jetzt über eine Literaturrecherche gestoßen und fand nun überwiegend gute Rezensionen zu diesem Werk, u.a. hier: Neues Leben auf zerstörtem Boden


    445 Seiten über nur eine Pilzart und dann noch in Form einer historisch-ethnographischen Betrachtung/Untersuchung - eine etwas andere Pilzliteratur, aber klingt irgendwie spannend und lohnenswert.


    Schönen Abend!

    Da sehe ich ein paar gute Kandidaten für die Rätsel-Ecke. :glol:

    Ich sprach von den Auswertungen der Platten; nicht von der "Probenahme"/Luftkeimsammler etc!

    Was sich auf den Platten findet, kann man mit nem Mikro wohl schon ein bissl grob eingrenzen, aber ich denke, dem Thread-Verfasser geht es hier letztlich um mehr Details.


    Maria Sorry für Was? Versteh ich leider nicht…. :gkopfkratz:

    Nee, ich weiß nicht, bei allem Respekt aber mit einer laborgestützten Untersuchung von Luftkeimproben, Untersuchung von Materialproben, Untersuchung von Oberflächenproben (Abstrich, Abklatsch, Klebefilm), Auswertung von Gesamtsporenbestimmungen und der Schimmelpilzanalyse fahre ich im Ernstfall besser.

    [...]

    Mit Mikroskop und Tesafilm kommt man hier schon weiter. [...]


    Schimmelpilze in Innenräumen ist auf jeden Fall eine kleine Wissenschaft für sich. [...]

    Aber auch nicht allzu weit. Wie schon gesagt - die exakte Bestimmung/Aufklärung ist eher was für's Labor und die Schimmelpilz-Experten.

    Moin,


    für mich sieht das dortige Substrat nach Mehrschicht-Leichtbauplatten aus, dies ist eine Kombi aus Holzwolle und Bindemitteln auf mineralischer Grundlage mit Hartschaum od. Mineralfaser als "Zugabe", jedenfalls ist Holz dabei/im Spiel und bei Vorliegen der weiteren wichtigen Parameter ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich ein Pilz auch auf so etwas ansiedelt.


    Schönen Sonntag!

    [...]

    Außerdem können die Flechten sich ja unsichtbar machen!

    Habe ich eine interessante Flechte in Augenhöhe entdeckt und schaue kurz woanders hin, schwupps, ist sie weg und ich sie muss erneut suchen, obwohl ich weiß, wo sie sein muss.

    Das ist manchmal wie verhext!

    [...]

    Wow, ist dem so? Das wird ja höchstspannend.


    Irgendwann muss ich mir diese Lebensform wohl doch mal vorknöpfen...

    Erstaunlich finde ich ja auch, dass selbst in solchen felsigen Terrains sich dann doch das eine und andere Gehölz ansiedelt. Da müsste man doch möglicherweise auch den einen od. anderen Pilz finden können, oder? :/

    N’abend Martin,


    so wie Du die Flechten hier zeigst, bekommt man richtig Lust, sich diese Lebensgemeinschaft auch mal ein bissl genauer anzuschauen. Ich kenne mich da ja leider Null aus, aber mich fasziniert dort alleine schon das Spektrum an nahezu allen Farbnuancen, die wo's gibt.


    Dann viel Spaß u. Erfolg mit dem fuchsigen Exemplar! :)


    LG

    N'abend Martin,


    Deine Felsengärten sind anscheinend ein Lichen-El Dorado. :)


    Wirklich sehr schöne Foto-Doku von Landschaft, Panorama u. den bunten, farbenreichen Flechten! DANKE!!


    LG


    PS: Titel-Thema gefällt mir auch....eine Reminiszenz an Hermann Hesse.... ;)

    Hallo Pilz- u. Botanik-Begeisterte mit künstlerischem Interesse,


    heute wird in Rudolstadt eine Ausstellung botanischer Illustrationen eröffnet: Plantae Selectae - Gestern und heute


    Mitglieder des neu gegründeten Vereins für botanische Kunst Deutschland e.V. stellen dort in der Historischen Bibliothek Altes Rathaus, Rudolstadt, ihre Werke neben historischen Illustrationen aus der Historischen Bibliothek Rudolstadt und der Gesellschaft für Buchkultur e.V. aus. Die Vernissage geht bis zum 19. Mai 2023.


    LG