Beiträge von LilaAuster

    Das kann auch tatsächlich an den generell relativ Pilzleeren Waldstücken hier vor der Tür liegen. Ich müsste mal etwas weiter raus fahren und mir zwei drei Stunden Zeit nehmen. Im Moment husch ich nur schnell raus in der Mittagspause und gucke im nächstbesten Waldstück was so los ist. Ich könnte in 20 Min. viel schönere Gebiete erreichen, habe aber im Moment leider keine Zeit dafür.


    Ich habe im heutigen Wald mal drauf geachtet, da scheint wirklich nur eine sehr dünne Humusschicht oben auf dem Boden zu liegen und dann kommt auch direkt sandiger und wahrscheinlich sehr nährstoffarmer Boden. Würde mich nicht wundern wenn das das Pilzwachstum stark einschränken würde.

    So, halbe Stunde Achimer Wald, ein bischen was wuchs diesmal schon.


    Zwei Highlights, ein mir unbekannter Täubling und .... *Trommelwirbel* .... der erste "richtige" Porling dieses Jahr für mich! Und was für ein schöner!


    Ein Rotfuß Röhrling, wie ich meine. Seht selbst:

    1.

    Herrlich, oder?


    Highlight Nr. 2, der Täubling! Er schmeckte mild, roch sehr angenehm würzig Pilzig und war wirklich schön. Mit spröden Lamellen. Perfekter Erntezeitpunkt, von der Konsistenz her. Blieb trotzdem im Wald, denn mit nur einem Pilz, lohnt sichd as Kochen nicht.


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    Die gleiche (?) Art gab es schon hart angekaut ein paar Meter weiter:

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    Dann gab es noch für mich unbestimmbare Braune Pilze:

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    Einen jungen Birkenporling:

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    Dann noch an einer Stelle ein kleines Korallenmeer, hier ein Ausschnitt:

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    Ein großer Unbekannter, der Stil war DICK. Der Pilz war mal richtig groß:


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    Und zu guter letzt etwas eigenartiges auf Birke:

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    Und das war mein Mittagsausflug. Ich hatte mich ja auf viele Täublinge gefreut... immerhin gab es einen.


    VG


    LA

    Update zu den Flümyblöcken:


    Es scheint wichtig zu sein, das man die Substratblöcke nach dem Sterilisieren etwas auflockert durch kneten. Der amerikanische Igelstachelbartblock war so hart, das er nur ganz langsam durchwuchs. Der westliche Korallenigel war durch den Anteil Nadelholzspäne schon bedeutend fluffiger und wächst auch entsprechend schneller durch. Der ist schon bei 40% bis 50% während der amerikanische noch bei maximal 10% rumdümpelt. Ich hab den amerikanischen Stachelbart jetzt noch nachträglich aufgelockert, hoffentlich stresst es das Mycel nicht zu sehr.


    Die Lungenseitlingsblöcke zeigen leider noch kein Wachstum. Mal gucken ob da noch was kommt. Evtl. dünstet ja auch das trocknende Silikon so stark Säure aus durch das Einstichsloch, das die Säure das Mycel abtötet? Nächstes mal werde ich das Silikon über Nacht trocknen lassen, bevor ich beimpfe. Sicher ist sicher. Hatte allerdings bei den Stachellbärten schon gut geklappt mit der ungetrockneten Variante. Die Lugnenseitlinge sind generell auch schon immer sehr langsam gewesen, wenn es darum ging das ein Substrat neu besiedelt werden musste. Das zeigte sich bei der Beimpfung von Körnern, bei Kaffeesatz und auch beim Beimpfen von Substrat über Körner. Insofern gebe ich denen noch gute Chancen sich doch noch zu entwickeln.


    Ich könnte auch einfach mal generell ein paar Beutel mit Silikon vorab versehen, dann hab ich die fertig wenn ich sie brauche.

    Na klar!


    ist ja schließlich auch ne Form von Pilzzucht! Oder manchmal auch Pilszucht.... oder Pilzzucht durch Pilszucht?


    Historisches London Porter:


    Schüttung:

    10% Invertzuckersirup Typ 2 (selbst gemacht)

    37% Simpsons Imperial Malt (das ist ein spezielles braunes Malz das noch genügend Enzyme hat und nicht so harrsch ist wie das herkömmliche brown malt)

    44% Chevallier heritage pale malt (Alte Gerstensorte, schmeckt ganz anders als die modernen, der originale britische Klassiker von damals)

    7% Weizenmalz

    1-2% Carafa spezial 2 oder Midnight Wheat (kann man auch weglassen, ist so schon dunkel genug)

    50 g Chinook Maischehopfen (einfach lose mit zum Malz geben und mit maischen, das hinterlässt bestimmte Stoffe die für spätere Biotrasformation wichtig sind, ist experimentell)


    Dichte nach dem Kochen: 1,09 bis 1,10.


    Wasserprofil: Britisch, heisst relativ viel Mineralien. Mindestens 100 ppm Ca, 150-250 Cl, 100-150 Sulfat. Mittlere bis geringe Alkalinität.


    Maische: 2h bei 63-65 Grad

    Kochen: 60 Min. Letzte 5 Min 3,5g irish Moss (vorher in heissem Wasser gequollen für die 55 min Kochzeit) zusammen mit dem Quellwasser zugeben.
    Hopfen:

    Gewichtsprozent: 60% Admiral und 40 % Fuggles um bei 70 IBUs zu landen, für die vollen 60 Min kochen. Keine späten Gaben, das Bier wird eh für Monate stehen gelassen, bis es gut ist. Da sind späte Gaben bis dahin verpufft.


    Hefe, hier wird es spannend (beziehe mich bei der Hefemenge auf 15 bis 20 Liter Würze):

    1 Pack S04 (Britisch, etwas fruchtig)

    1 Pack Nottingham (Britisch, eher neutral, guter Endvergärungsgrad)

    2 Gramm T-58 (Das gewisse etwas, leicht phenolisch in der Menge, sorgt außerdem für die Biotransformation der Chinookmaischehopfenstoffe)

    Eine Messerspitze BR-8 (spezielle Brettanomyces Stamm, der keine Dextrine verstoffwechselt. Eine Minimenge sollte hier das gewisse etwas geben, ist experimentell. Da keine Dextrine verstoffwechselt werden, kann bedenkenlos in Flaschen abgefüllt werden, sobald die Gärung durch ist).


    Vergärung bei 20°C bis 22°C.


    Sollte dann so bei 8,5% bis 9,5% Alkohol rauskommen.


    Der Hefemix emuliert die damaligen Mixstämme. Da war immer ein bischen Brett im Spiel.


    Das Bier ist experimentell. Wurde so noch nicht gebraut, ich kenne die Zutaten allerdings sehr gut und weiß das die Schüttung auf jeden Fall sehr gut funktioniert. Es hat viele Ibus, das setzt sich aber mit der Zeit etwas. Das Bier soll ja auch erstmal wahrscheinlich ein halbes Jahr reifen. Wenn nicht noch länger.


    Die Gärung war BRUTAL. Ging nach ein zwei Stunden schon los, nach 24h quoll das Airlock über und ne Menge Hefe entleerte sich durch selbiges, obwohl ursprünglich ca. 1/3 des Fermenters frei war. Es riecht himmlisch aus dem Fermenter, fruchtig und gut. Wenn das Bier so wird wie es riecht, dann wird das ein voller Erfolg.

    Ich habe ein Bier gebraut!


    Historisches London Porter, um die 9%-10% und very British.


    Dabei sind über 10 kg Treber (der Rückstand des verbrauchten Malzes) übrig geblieben, der sich vortrefflich für die Pilzzucht eignen sollte. Ich habe also selbigen im Verhältnis 1/5 (Buchenpellets:Treber in Gewicht) gemixt und autoklaviert. Das ist sicherlich ein zu hoher Treberanteil, ich hatte allerdings so viel, das ich trotzdem noch was weggeschmissen habe. Ich denke mit 30% am Gesamtgewicht hätte man eigentlich einen guten Anteil. ABer egal, gab es ja quasi für umme.


    Also habe ich Chestnut, Maitake, Piopine und den amerikanischen Stachelbart auf jeweils einen Beutel sterilisiertes Holz/Treber Substrat gegeben. Durch Beimpfung mit Flümy. Mal gucken wie schnell sie durchwachsen!


    Die ersten drei habe ich acuh jeweils auf 2 Gläser Nährlösung gegeben um weiteres Flümy zu generieren. Jetzt habe Ich hier schon einiges an Blöcken stehen. Hoffentlich wachsen sie schön der Reihe nach durch, nicht das ich hier auf einmal mit 4 kg Pilze dastehe und nicht weiß wohin damit :D .


    VG!


    LA

    Das klingt vernüntig. Ich hab beruflich mit Baugrunduntersuchungen zu tun und kann aus erster Hand bestätigen, das man in Stadtbereichen nie genau wissen kann, was da für krasse Belastungen im Boden schlummern können.


    Teilweise gibt es sogar Pilze die sich genau deshalb dort ansiedeln bzw. angesiedelt werden, stichwort mycoremidiation. Super spannendes Thema!

    Hast du mal richtig frische gegessen?

    Leider nein. Die waren aus einer Kaufhalle und wurden dann sofort, ob gesund oder nicht, von meiner Speisepilzliste gestrichen.

    Falls das wirklich bei dir ein einmaliger Versuch war, hast du eventuell einfach schlechte Wahre bekommen. Ich schmecke da absolut gar nichts medizinisches bei Shiitake. Probiere die ruhig nochmal.

    Ich hatte mal bei shii-take.de bestellt und war sehr zufrieden.

    Hallo Zusammen,

    ich habe mit Pilzzucht zwar keine Ahnung, würde die beimpften Dübel von aussen in das Splintholz einbringen da es deutlich weicher und weniger Abwehrstoffe enthält. Im Kernholz der Eiche wird Gerbsäure eingelagert. Schaut euch mal ältere Eichen an, egal ob Wurzelstock oder liegende Stämme, der Splint wird zuerst besiedelt und zersetzt. Das Kernholz ist relativ resistent,

    viele Grüsse

    Matthias

    Die Dübel werden einfach versenkt, d.h. die stecken dann in allen Holzschichten bis zur Oberfläche. Wenn man will, kann man auch tiefere Löcher bohren und die dann mit Körnerbrut voll stopfen. In jedem Fall werden aber die äußeren Holzschichten auch Kontakt zur Brut/dem Dübel haben.

    Hallo,

    Mach mal lieber Shiitake

    meiner Meinung nach schmeckt der irgendwie nach Apotheke aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.


    VG Jörg

    Ein weiteres unverkennbares Indiz dafür wie gesund Shiitake ist! ;)


    Hast du mal richtig frische gegessen? Direkt geerntet und ab in die Pfanne? In Sesamöl und ein bisschen sehr guter Soja Sauce geschmort..... Sooooowas von lecker!

    Gestern wie geplant beimpft. Einfach einen Kleks flüssiges Silikon auf den Beutel, direkt durchstochen mit der Nadel, beimpft, sofort das Loch wieder verschmiert. Das scheint sehr gut zu klappen. Das Silikon ist ausserdem scheinbar so hart sauer (riecht nach ausdünstender Essigsäure während des Trocknens), das es die Einstichstelle wahrscheinlich vortrefflich selbst desinfiziert.


    Pro Beutel 4 Einstichstellen, zwei unten an den Seiten, zwei oben, damit das Durchwachsen schneller geht. 20 ml Flümy pro Beutel, Lungenseitling.

    Wow! So ein Zuwachs in nur 2 Tagen? Das ist krass - ich dachte, das dauert Wochen! Spitze

    Guck mal in meinen Pilzzuchtthread, da habe ich das Wachstum von Austern in Fotos etwas dokumentiert. Da bekommt man schon fast Angst bei selbst überwachsen zu werden. :D

    Mach mal lieber Shiitake an der Eiche. Ist leckerer. Auster hängt einem irgendwann erfahrungsgemäß etwas zum Hals raus.


    Ansonsten kannst du eingraben, musst du aber nicht.


    Die Stämme müssen immer feucht bleiben während des Durchwachsens, also während trockenphasen täglich wässern. Das mit der Flasche hört sich interessant an, ob das in der Praxis bei Hartholz funktioneirt, wage ich etwas zu bezweifeln. Ich würde länger wässern am Anfang. Eher 3 Tage.

    Na immerhin, die Boviste wären ja sogar was für die Pfanne, am Weg aber womöglich vorgewürzt <X

    Jupp, waren aber zu wenige. ich fang erst an zu sammeln, wenn absehbar ist, das ich auch ne Mahlzeit zusammen bekomme. Der Weg war echt harter Feldweg und die Bovisten jung, die hätte man schon mitnehmen können.

    Nächstes Experiment kühlt ab.


    1 Block 700g Buchenpellets, 400g Nadelholzspäne, 220g Haferflocken, ca. 50 g Gips und darauf 1750g Wasser


    1 Block 700g Buchenpellets, 400g Nadelholzspäne, 220g Haferflocken, ca. 50 g Gips und darauf 1750g Wasser + 60g getrocknete Bierhefe


    Beide werden heute mit je 20 ml Lungenseitlingsmycel beimpft.


    Mal gucken ob die 60g getrocknete Bierhefe einen signifikanten Unterschied machen werden!


    PS: Die beiden Blöcke habe ich übrigens vor dem autoklavieren im DKT mit Turboclips verschlossen. Die Dinger sind wirklich richtig gut und halten luftdicht zu + sind wiederverwendbar.

    Ich hab meinen ersten und einzigen in Kapilavastu, in den Resten des Palastes der Familie von Siddhartha Gautama, später Buddha Shakyamuni, im unteren Nepal gefunden. Der war schon etwas zersetzt und kräftig am aussporen, heute hätte ich mir davon etwas mitgenommen und den über die Sporen nachgezüchtet. Das wäre der Turbo Rheishi schlechthin geworden! Vielleicht finde ich ja nächstes mal noch einen.