Beiträge von Navajoa

    Lieber Steffen,


    als PSV bist du für die Pilz-Schilder deines Amtsbereiches selbst verantwortlich. Handeln und nicht warten bis da was wächst! So bleibst du auch im ständigen Kontakt mit deinen Schutzbefohlenen, erkennst ihre Freuden, Sorgen und Wünsche und kannst perfekte tägliche Meldungen an deine Landeskoordinatoren weitergeben. ...

    Beste Grüße

    Stefan F.


    Lieber Stefan,


    PSV = PilzSchilderVerantwortlicher. Das hätte mir vorher einer sagen sollen... :gomg:


    Schilder habe ich noch massig da, wetterfeste Stifte auch...

    Auf was habe ich mich da wieder mal eingelassen.


    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo Pilzfreunde,


    mein Jahresrückblick 2023 soll in einer Kurzfassung die Pilzsituation meiner Hauswälder und meine persönlichen „Pilzerlebnisse“ zeigen.

    Das Ganze soll kein mit Bildern überladener Thread werden, sondern eine Art Kurzbericht.


    Ich habe den Bericht in 3 Teile gespalten.


    Hier Teil Nr.: 1

    Hier Teil Nr.: 2

    Hier Teil Nr.: 3



    Teil 3:



    Im Oktober war ich beruflich in Obermaubach im südlichen NRW. Dort gab es aktuell Unmengen an Pilzen. Mir wurden Photos aus den nahen Wäldern gezeigt: riesige, 50 cm und mehr, Krause Glucken, 25 cm hohe Steinpilze, fast ohne Maden wie mir berichtet wurde, und alles voller weiterer Pilze. Selbst die Einheimischen war von der Pilzvielfalt begeistert.

    Und ich bin nicht einmal in den Wald gekommen, da ich meist gegen 4:30 Uhr mit der Arbeit begonnen, und nach 19 Uhr aufgehört habe.

    Was mich das gewurmt hat, ist nur schwer zu beschreiben.


    Aber dafür hatte ich mir einen freien Tag reservieren können und Karl Wehr hat mich mit in sein berühmtes „Depot“ genommen.

    Es war eine sehr angenehme Tour mit schönen Funden; vielen Dank Karl!


    Diverse Pilzfunde im "Depot", dem NSG "Brachter Wald":




    Endlich setzten zu Hause Niederschläge ein. Wir hatten bereits Anfang November. In meinem Hauswäldern wuchsen massig Helmlinge und anderer Kleinkram. Dann folgten die ersten Speisepilze.

    Tja, und dann war ich beruflich wieder so eingespannt, dass ich wochenlang nicht in den Wald kam. Es war zum Heulen. Fast das ganze Jahr ist nichts zu finden, und dann, als endlich etwas im Wald steht, habe ich keine Zeit!


    Der Winter setzte pünktlich ein, es gab reichlich Schneefälle und Frost.

    Hier bei mir liegt noch immer reichlich Schnee. Heute ist der erst Tag, an welchem wir leichte Plusgrade haben. Tauwetter setzt ein. Allerdings soll es in ein paar Tagen schon wieder Frost geben.

    Ich bin gespannt, ob ich dieses Jahr noch die üblichen Speisepilze zur Winterszeit finden werde. Hier denke ich besonders an Flammulina velutipes, den Graublättrigen Schwefelkopf und an Flammulina velutipes, dem Gemeinen Samtfußrübling.


    Flammulina velutipes mit Schneesternen, Feldaufnahme Winter 2022/23:



    Als Resümee kann ich sagen, dass es für mich das schlechteste Pilzjahr in meinem Hauswäldern war, an welches ich mich erinnern kann.

    Bedingt durch Krankheit und berufliche Verpflichtungen musste einiges ausfallen.

    Und wo bin ich überall per Auto hingefahren, nur um Pilze zu finden. Meist vergeblich. So auch in den thüringischen Kalkwäldern, ich fand nur ein paar Risspilze.


    Trotz alledem hatte ich im Jahr 2023 viele schöne Pilzfunde und Erlebnisse, schöne Exkursionen mit der ThAM, interessante und lehrreiche Pilzkurse, nette Bekanntschaften auf den Pilzkursen und prima Exkursionen mit einzelnen Pilzfreunden! Vielen Dank!


    Damit möchte ich diese Kurzfassung beenden. Sicherlich gäbe es noch viel mehr zu berichten, nur würde das den Rahmen sprengen.



    Ich hoffe, ihr hattet etwas Freude beim Lesen und Ansehen,

    viele Grüße,

    Steffen

    Hallo Pilzfreunde,


    mein Jahresrückblick 2023 soll in einer Kurzfassung die Pilzsituation meiner Hauswälder und meine persönlichen „Pilzerlebnisse“ zeigen.

    Das Ganze soll kein mit Bildern überladener Thread werden, sondern eine Art Kurzbericht.


    Ich habe den Bericht in 3 Teile gespalten.


    Hier Teil Nr.: 1

    Hier Teil Nr.: 2

    Hier Teil Nr.: 3



    Teil 2:


    Anfang Juni konnte ich dann endlich nach etlichen Versuchen den Pilz des Jahres 2023 finden, Mitrula paludosa, den Sumpf-Haubenpilz.


    Mitrula paludosa, der Sumpf-Haubenpilz:


    Mitte Juni gab es eine gemeinsame Exkursion mit einigen Forenmitgliedern zu Pisolithus arhizus, dem Erbsenstreuling. Hier konnten trotz Hitze und Sonne schöne Funde gemacht werden und für 2 Teilnehmer waren es Erstfunde. Wir besuchten dann noch die größten Mofetten Europas.


    Auf der Suche nach Pisolithus arhizus:




    Die größten Mofetten Europas:



    Es folgten verteilt über den Sommer diverse Pilzkurse und Besuche in Thüringen, hier konnte ich wieder sehr schöne Funde machen.


    Dann brach bei mir eine Borreliose aus. Ich musst das übliche Antibiotika nehmen. Leider reagiere ich darauf recht stark; nur man hat keine Wahl.

    Dazu ist die Haut empfindlich gegen Sonnenbrand; also heißt es lange Sachen anziehen.

    Und genau da hatte ich einen Pilzkurs. Ich erinnere mich, dass wir 34 °C hatten, wir waren im sumpfigen Gelände unterwegs. Mir ging es durch das Antibiotika sowieso nicht gut, dazu musste ich lange Sachen anziehen, es war ganz schön anstrengend. Dafür hatten wir schönen Funde.


    Sphagnurus paluster, das Sumpf-Graublatt:



    Mycena bulbosa, Knolliger Binsenhelmling:



    Während es bei mir zu Hause staubtrocken war, hatte es in Thüringen ergiebige und regelmäßige Niederschläge. Ich erinnere mich, dass wir in Thüringen teils im strömenden Regen unterwegs waren.


    Hericium cirrhatum, der Dornige Stachelbart, Sparassis brevipes, die Breitblättrige Glucke, Panus conchatus, der Laubholz-Knäueling, Trametes versicolor, die Schmetterlings-Tramete – alles auf einer Stelle an einem Baumstumpf:



    Salamandra salamandra, der Feuersalamander:



    Dann folgte im Spätsommer eine OP am Knie, ich musste u. a. einen Pilzkurs in Thüringen absagen – und das genau da, wo es vor Ort Pilze in Massen gab. Sehr schade. Mir wurden Bilder von Funden gesendet und ich saß zu Hause...


    Im Herbst war es in Thüringen teilweise so schlimm, dass man vor Pilzen im Wald nicht treten konnte. Ich war selbst da und habe es nicht glauben können. Craterellus cornucopioides, die Herbstrompte gab es in Mengen… Und das, als es bei mir zu Hause weiterhin staubtrocken und „Pilzfreie Zone“ war.



    Im Thüringen fand ich dann auch etliche Saftlinge, welches es dieses Jahr jedoch überall reichlich gab. Als Highlight die Clavaria zollingeri, die Violette Wiesenkoralle und Porpolomopsis calyptriformis, den Rosenroten Saftling.


    Clavaria zollingeri, die Violette Wiesenkoralle, im Hintergrund Hygrocybe conica agg., der Schwärzende Saftling:



    Anfang Oktober war das „Ost-Treffen“ der Forenmitglieder in Grünheide im Vogtland.

    Wir hatten viel Spaß, obwohl das Wetter am 2ten Tag recht regnerisch war. Man erinnere sich an den "Höllengrill"... g:D
    Vielen Dank an alle Teilnehmer für die schöne Zeit!

    Ein Bericht der Teilnehmer des "Ost-Treffens" hier im Forum.


    Während des „Ost-Treffen“:



    Als ich zusammen mit Marcel, alias Thorwulf, einmal auf Exkursion war, konnten wir u. a. auch Macrolepiota procera var. filgonosa, den Rußbraunen Riesenschirmpilz finden. Das ist der Drittfund für Thüringen.


    Macrolepiota procera var. filgonosa:


    Weiter im Teil 3.


    Ich hoffe, ihr hattet etwas Freude beim Lesen und Ansehen,

    wir sehen uns gleich im Teil 3 wieder,

    viele Grüße,

    Steffen

    Hallo Pilzfreunde,


    mein Jahresrückblick 2023 soll in einer Kurzfassung die Pilzsituation meiner Hauswälder und meine persönlichen „Pilzerlebnisse“ zeigen.

    Das Ganze soll kein mit Bildern überladener Thread werden, sondern eine Art Kurzbericht.


    Ich habe den Bericht in 3 Teile gespalten.


    Hier Teil Nr.: 1

    Hier Teil Nr.: 2

    Hier Teil Nr.: 3



    Teil 1:



    Der erste bemerkenswerte Pilzfund war am 14. Januar 2023, bei 14 °C Außentemperatur. Eigentlich habe ich Hygrophorus marzuolus gesucht, den Märzschneckling. Denn bei den Temperaturen und Zustand des Waldes hatte ich eine gewisse Hoffnung.

    Ich fand frisch gewachsene Exemplare des Cantharellus cibarius, dem Echten Pfifferling.

    Die FK waren frisch und wurden am Abend zubereitet; sehr lecker.


    Cantharellus cibarius, Echter Pfifferling, Fund am 14. Januar 2023:




    Zu diesem Zeitpunkt gab es genügend Niederschläge. Der Wald, die Moose, alles in einem sehr guten Zustand.


    Hygrophyrus marzuolus hat sich Zeit gelassen und tauchte erst Mitte April auf.


    Dann tauchte Melanoleuca cognata, der Frühlingsweichritterling auf. In der Pfanne scharf angebraten finde ich diese Pilze nicht mal schlecht; zumal um diese Jahreszeit.


    Dann kam die Zeit der Urnula craterium, des Schwarzen Klechpilzes, und Microstoma protractum, des Eingerissen Tulpenbechers.


    Ich erinnere mich, dass ich bei den Urnen -3 °C hatte, dazu ein kalter, kräftiger Wind. Das Wasser in den Kelchen war früh am Morgen gefroren und taute erst gegen Mittag auf.


    Bei den Tulpenbechern war es ähnlich. Hier hatte ich dann sogar einen recht kräftigen, unschönen Wind und später Schneesturm, sodass ich meine Aktion habe beenden müssen. Allerdings hatte ich bis dahin „alles im Kasten“. Ich konnte beide gesuchten Pilze finden und schöne Fotos machen.


    Urnula craterium:




    Microstoma protractum:




    Urnula craterium und Microstoma protractum direkt nebeneinander am Standort:



    Dann war gegen Ende März die Morchelzeit. Ok, sie schmecken schon gut, aber das Morchelfieber erfasst mich nicht.


    Morchella elata, die Spitzmorchel:



    Bis zu diesem Zeitpunkt gab es ausreichend Niederschläge, ich freute mich schon auf Mitte Mai, wenn ich die ersten Neoboletus erythropus, Flockenstielige Hexenröhrlinge, und Boletus edulis, Steinpilze, finden würde. Doch es kam anders…


    Die Niederschläge blieben hier bei mir aus.


    Trotz intensiver Suche konnte ich dieses Jahr in meinen Hauswälder nur 2 Flockenhexen finden und 5 kleine Steinpilze; die zum Glück madenfrei waren. Das war alles für 2023 an diesen beiden Arten.


    In anderen Ecken von Deutschland gab es weiterhin Niederschläge. Und mir wurde wieder einmal bewusst, dass ich einer der trockensten Gegend von Deutschland wohne.


    Pilzfreunde berichten weiterhin von tollen Funden…


    Fortsetzung im Teil 2.



    Ich hoffe, ihr hattet etwas Freude beim Lesen und Ansehen,

    wir sehen uns wieder im Teil 2,

    viele Grüße,

    Steffen

    Naja. Früher vielleicht schon. Ich weiß jetzt gar nicht. Würden die auch schon durchsequenziert? Dann sind das inzwischen bestimmt schon siebzehnfünfdrei Arten. ==Gnolm2


    Das stimmt natürlich auch wieder... :gplemplem:


    Garantiert sind das schon mind. unendliche viele Arten geworden.


    Dann müssen eben die Bilder sequenziert werden, es nützt ja nichts.

    Hi ihr Rätselrater,


    was den "Geisteszustand" betrifft, dazu äußere ich mich mal nicht. :gcool:


    Das es hier um Pilze geht, habe ich auch schon schwach vermutet. Da muss man aber erst mal drauf kommen.


    Da wäre z. B. Bild #9. Was gibt es da denn zu raten? Ist doch eindeutig. Verstehe ich nicht, das sich manche damit so schwer tun... :gpfeiffen:


    Bevor ich jetzt Haue kriege verdünnisiere ich mich...

    Hallo,


    heute leider der Aufruf zum mittwochs 20:00 Uhr stattfindenden Onlinetreffen etwas verspätet.


    Wer will etwas loswerden, oder oder sich "angiften", oder etwas zeigen?


    Ob ich heute mit dabei bin kann ich noch nicht sagen, ich gebe mir jedoch Mühe.



    Viele Grüße,

    Steffen

    Bald nun ist der 1. Advent. Und was bietet ihr meinen Ohren an - unsägliches Weihnachtsgedudel! Es reicht doch schon, wenn wir dieser schwachsinnigen Musak in der nächsten Zeit im öffentlichen Raum nicht entgehen können. ...


    Nobi

    Hallo Nobi,


    hmm, dann willst Du bestimmt auch keinen Heintje hören, oder? :grofl:


    Ich hätte da ein paar Links...


    LG,

    Steffen