Beiträge von Oliver

    Hallo zusammen,


    man benutzt ja häufig bestimmte Sequenzen für sogenanntes Barcoding von Lebewesen. Bei Pilzen benutzt man oft die ITS Sequenz. Bei einer herkömmlichen PCR kann man diese mit bestimmten Primern "markieren" und nur diese Sequenz vervielfältigen und dann analysieren.


    So ein Gerät scheint alles durchzugehen, was wirklich nicht gerade effizient scheint. Wenn man dann die falschen Sequenzen vergleicht, wird man die Pilze wohl auch nicht bestimmen können. Ich denke mal auch, dass das ganze Genom eines Lebewesen oder gar die ganze DNA eines Lebewesens wohl auch heute ein zu großer Datensatz sein sollte, um damit zu arbeiten.


    Zwar ist das für den Hobbymykologen wohl eher uninteressant und für die meisten professionellen Mykologen wird es auch nicht interessant sein, aber eine PCR wird man Zuhause ohne Labor auch hinbekommen. Ich bezweifle aber, dass man damit weit mit der Nanopore Technologie kommt.


    Aber ich bin dennoch gespannt, wie sich das in einem oder mehreren Jahrzehnten entwickeln wird.


    Grüße

    Oliver

    Hallo zusammen,


    die Beiträge beziehen sich aber alle auf Oxford Nanopore, das ich oben verlinkte habe und eben genauer auf zwei der Produkte von Oxford Nanopore. Ich hab etwas gegoogelt und nichts gefunden, was dem ähnlich wird.


    Grüße

    Oliver


    Edit: Das scheint alles erst 2022 zugänglich geworden zu sein und ist somit ziemlich neu.

    Hallo zusammen,


    fragt mich bitte nicht, wie ich darauf gestoßen bin, aber anscheinend ist das Sequenzieren von Lebewesen jetzt wirklich jedem zugänglich (einen tiefen Geldbeutel vorausgesetzt).


    Zwar war es schon länger für Privatpersonen möglich, Proben aufbereitet in ein Labor einzuschicken und sie dort analysieren zu lassen, aber anscheinend geht das jetzt komplett in den eigenen Wänden - wenn man der Website glaubt.


    Oxford Nanopore Technologies


    Ich muss gestehen, dass ich von dieser Thematik nicht allzu viel Ahnung habe und ich nicht bewerten kann, ob diese Produkte wirklich externe Labore ablösen können, aber die Produkte haben mich schon sehr an den hier oft ironisch erwähnten Handsequenzierer erinnert.


    Grüße

    Oliver

    Hallo zusammen,


    ja, das stimmt. Die Lamellen sind zu weit stehend um mein Vorschlag zu sein. Spannender Fund.


    Thorwulf

    Seltenheit ist kein gutes Bestimmungskriterium. Natürlich sollte man, wenn man anscheinend etwas seltenes gefunden hat auch mal genauer hingucken, wenn man den kartieren will, aber nur weil Arten der Gattung Hohenbuhelia selten sind, heißt es ja nicht, dass der Fund das nicht sein kann.


    Naja, es bleibt spannend.


    Grüße

    Oliver

    Hm. Das kann ich dir schlecht sagen, aber ich kann dir sagen, dass wir diesen Dörrautomaten schon mehrere Jahre haben und zur Hauptsaison diverse Röhrlinge trocknen und wenn da mal keine Röhrlinge drin sind, fertige ich Exsikkate an und er läuft weiterhin einwandfrei.


    Grüße

    Oliver

    Hi zusammen,


    ich glaube nicht, dass ein Hersteller einplant, dass man so starksporende Pilze trocknet. Natürlich sollte der Hersteller auf sowas achten, wenn er angibt, das sei für Pilze geeignet, aber erwarten würde ich das nicht.


    Ich benutze einen runden Dörrautomaten, den 8ch aus irgendeinem Discounter habe. Könnte Aldi gewesen sein, aber ich weiß es nicht.

    Interessant ist hier aber, dass der 'Luftausgang' nur in der Mitte ist und die Pilze auf mehreren Etagen darüber um diesen Ausgang liegen. Klar werden Sporen nicht nur direkt nach unten fallen, aber der Großteil wird es wahrscheinlich schon. Somit fallen die Sporen nicht in den Luftkanal und in das Gerät, sondern auf das Plastik drumherum. Wenn du dir Bilder von runden Dörrautomaten angucken solltest, wirst du das wohl besser nachvollziehen können.


    Das Gerät ist außerhalb eigentlich ganz aus Plastik, aber es tut seinen Job und wird auch so warm, wie man es einstellt.


    Grüße

    Oliver

    Hallo Alex,


    das ist doch eine schöne Sache! Zwar stimmt es, dass Angebot und Nachfrage solche Preise prägen, aber in meinen Augen sind diese Preise komplett unberechtigt und ich verstehe nicht, wie Pilzfreunde anderen so ein Buch so teuer verkaufen können. Diese Aktion wiederum, finde ich sehr gut.

    Wenn man das Buch online verkaufen will und nicht möchte, dass jemand anderes damit Profit macht, bleibt einem meistens gar nichts übrig, den Parey so teuer zu verkaufen. Wenn man selbst nicht den Profit macht, dann jemand anderes.


    Nur frage ich mich halt wirklich, wer um Himmels Willen so viel Geld für ein solches Buch ausgibt. Es ist veraltet. Zwar beinhaltet es einen makroskopischen Bestimmungsschlüssel auf Artniveuau, was bis jetzt einmalig ist, aber ist der denn so viel wert? (Rita Lüder hat zwar auch einen, aber nur für 400 Arten...)


    Im Sommer nächsten Jahres soll ja Andres Gminders Buch erscheinen, das so ähnlich aufgebaut sein wird, wie der Parey. Hoffentlich finden diese Preise dann ein Ende.


    Wenn jemand so viel Geld ausgeben soll, sollte er sich doch vernünftige Literatur holen... oder ein Mikroskop... oder eine Kamera... (meine Meinung)


    Naja...


    Grüße

    Oliver

    Hallo,


    ich möchte nicht sagen, dass dein Fund diesen Namen trägt, aber dein Fund erinnert mich schon an Peziza varia; also in der Form, wie ich den von Bildern kenne. Viel Ahnung habe ich von Becherlingen nicht und live gesehen habe ich den auch noch nie. Vielleicht meldet sich noch einer und widerspricht mir oder stimmt mir zu. Aber bis dahin kannst du ja mal recherchieren und vergleichen, ob der z.B. auch auf diesem Holz bekannt ist und ob es noch ähnliche Arten gibt.


    Grüße

    Oliver

    Hallo zusammen,


    für mich sieht das schon nach dem Herben Zwergknäueling aus. Auf den ersten beiden Bildern der Pilze am Holz erkennt man auch zahlreiche Stielansätze. Das letzte Foto ist wirklich untypisch, aber mit den ersten beiden Fotos und dem Laubholz, finde ich, ist das ziemlich eindeutig.


    Grüße

    Oliver

    Hallo zusammen,


    ja, das mit den Arten, die auf Kalk wachsen, wäre für mich auch ein Problem. Ich glaube, die beste Lösung dafür wäre es, den Kurs, der mit der PSV-Prüfung stattfindet (oft finden die eben nach einem solchen Kurs statt) zu besuchen. Da Pilze aus dem Gebiet entnommen werden, in dem man eben geprüft wird, wird man in so einem Kurs wohl die spezifischen Sachen kennenlernen und auch sehen können. Ich weiß ja nicht, wie das Kursangebot aussieht, aber man könnte natürlich auch versuchen, diese Prüfung in einem kalkarmen Gebiet zu belegen. Nur sehe ich hier den Sinn davon nicht, denn ein PSV sollte eben auch Arten aus anderen Gebieten mit anderen Verhältnissen kennen - das nehme ich zumindestens so an bzw. lese das aus den Kommentaren oben.


    Grüße

    Oliver

    Hallo zusammen,


    ich wollte auf keinen Fall sagen, dass Menschen ohne den Titel des PSVs nicht kompetent beraten können. In dem Pilzverein, in dem ich gerne mitgehe gibt es auch einige Leute, die ein unglaubliches Wissen haben, aber kein PSV sind.

    Jedoch würde ich Laien trotzdem dazu raten, sich die Funde nur von einem PSV freigeben zu lassen. Denn wenn man selbst keine Ahnung von der Materie hat, kann man selbst schlecht einschätzen, ob jemand ein Experte trotz fehlenden PSV Titels ist oder ob das nur eine Person ist, die sich maßlos überschätzt und andere damit in Gefahr bringt.


    Zur Zeit will ich die PSV Prüfung gar nicht belegen. Wenn ich aber irgendwann mal etwas mit Laien (bin ja selbst noch einer) zusammen machen sollte, werde ich mich darum bemühen, diese Prüfung zu bestehen, damit die Personen, die ich dann beraten sollte, eben keinem potentiellen selbsternannten Pilzexperten vertrauen müssen. In meinen Augen ist das auch der einzige Grund, diese Prüfung anzugehen und diesen Titel dann zu erlangen. Ich bin nämlich jedes Mal erschrocken, wenn ich sehe, dass Menschen, die nichts von Pilzen wissen, von Fremden im Internet eine Bestimmung oder sogar eine Essensfreigabe erwarten; das ist lebensmüde. (Was ich euch ja nicht erklären muss)


    Grüße

    Oliver

    Hallo zusammen,


    ich bin weder Experte, noch PSV, aber solange derjenige, der es werden will, sich selbst gut einschätzen kann und weiß, worüber er keine Ahnung hat, denke ich, wird nicht viel Schaden in der späteren Tätigkeit als PSV entstehen.


    Mich würde es aber interessieren, wie das mit den Vergiftungen aussieht. Ein PSV sollte doch prinzipiell bei einer Vergiftung aushelfen können. Nur frage ich mich, ob das schon alleine durch das Kennen von Giftpilzen und deren Syndromen der Fall ist. Ich persönlich z.B. würde gerne irgendwann mal den PSV machen, weil ich doch Lust habe Menschen etwas zu erklären und denen die Pilze näher zu bringen und ich glaube, dass geht mit so einem Titel besser. Ich selbst plädiere ja generell jedem, den ich kenne, keine Bestimmungen eines nichtPSVs (somit eigentlich auch mir) entgegenzunehmen, wenn es um das Sammeln von Speißepilzen geht. Leider gibt es doch auch immer wieder Geschichten, wie angebliche Pilzkenner als Nachbar oder Freund dann doch Giftpilze freigegeben haben.

    Zurück zur Frage: Wie kompetent muss man denn hinsichtlich der Vergiftungen sein? Muss ich mit einem Mikroskop und dem Diagnoseschlüssel von Hahn (war es Christopher Hahn? bin mir gerade nicht ganz sicher) denn nicht eigentlich mit Pilzresten und Erbrochenen arbeiten können? Ich weiß zwar, dass man beim Eintragen angeben kann, soetwas nicht machen zu wollen, aber da - soweit ich weiß - die PSV dafür zuständig sind, müsste das doch jeder können oder nicht?


    Grüße

    Oliver

    Hallo zusammen


    Ich weiß zwar, was Dünnschichtchromatographie ist, aber ich hab noch nie davon gehört, dass man das zur Bestimmung von Flechten braucht. Das ist ja echt krass.

    Gibt es denn irgendjemanden, der damit Flechten bestimmt? Ich denke mal, dass das bei den Flechten und Pilzen irgendwann wohl unmöglich sein wird, wenigstens einige Aggregate als Laie auseinanderhalten zu können (bzw. fängt das ja jetzt schon langsam an). Das hat zwar seine Richtigkeit und die Natur ist uns gegenüber nicht verpflichtet, verständlich zu sein, aber Naturschutz und Datenerfassung dieser Pilze wird wohl ein zunehmend schwierigeres Thema.

    Irgendwann mal werden wohl Taschensequenzierer unter Weihnachtsbäumen liegen und das Thema wird sich damit wohl erledigen...


    Weihnachtliche Grüße

    Oliver

    Kleiner Nachtrag:


    Im folgendem Porträt ist ein gutes Fotos dieses Deckels (Operculum) zu finden:

    antilocal

    Hallo Urs-Peter,


    mit cup-fungi werden wohl Becherlinge gemeint sein, also gar nicht mal eine taxonomisch strikte Zuordnung, sondern eben eine Fruchtkörperform. Becherling sind aber (fast?) ausschließlich Ascomyceten und operculat bzw. inoperculat bezieht sich auf die Ascis, also den Schläuchen, der Ascomyceten (Schlaupilze Schlauchpilze).

    Operculat bedeutet so viel, dass die Schläuche einen Deckel besitzen und inoperculat so viel, dass sie diesen eben nicht haben.

    Schau mal hier:

    Wenn du bei den Artenportraits hier auf diesen Forum schaust, findest du unter den Ascomyceten die Einteilung zwischen operculat und inoperculat. Schau da mal vorbei und guck dir mal einige Portraits zu beiden Merkmalen an. Oft sind Mikrobilder enthalten und eventuell wirst du das Merkmal erkennen können. Leider ist das nicht so einfach zu sehen, wie der verlinkte Beitrag zeigt.


    Grüße

    Oliver

    Hallo Oskar,


    ich würde das auch vorsichtig zu Lepista stellen. Es gibt zwar braune/graue Arten, aber die Arten mit lila Farben können auch ausblassen. Ich bezweifle also, dass man dem einen definitiven Namen geben kann.


    Grüße

    Oliver

    Hallo Thorben,


    ich zweifle deine Bestimmung nicht an und Aronsen et al gibt sogar an, dass M. sanguinolenta aufgrund von zugespitzten Kaulozystiden von M. haematopus abzugrenzen ist, jedoch beschreibt keiner, dass die M. sanguinolenta makroskopisch so aussehen kann, wie dein Fund. Du hast somit den Helmling schon nach aktueller Literatur bestimmt, aber ich persönlich hätte ihn unbestimmt gelassen. Vielleicht rührt das aber daher, dass ich noch relativ unerfahren bin und lieber einem Pilz keinen Namen gebe, als ihn falsch zu identifizieren, aber Du hast eindeutig mehr Erfahrung. Also, das ist kein Einwand von mir gegen deine Bestimmung, sondern ein Rückzug Zwecks Ahnungslosigkeit meinerseits. ^^


    Beste Grüße

    Oliver

    Hallo Thorben,


    ja, der Fund ist makroskopisch wirklich ganz anders. Deshalb meinte ich ja, dass zwar die Kaulozystiden passen würden und alles andere aber nicht. Ich persönlich hätte den Fund wohl unbestimmt gelassen, weil das wirklich nicht zusammenzupassen scheint.


    Grüße

    Oliver

    Hallo zusammen,


    Myxomyceten sind echt was tolles. Ich hab meine Facharbeit im Abitur über die Habituation von Schleimpilzen - genauer Physarum polycephalum - geschrieben. In einem Versuch, in dem ich Barrieren aus verschiedenen 'reizenden' Substanzen aufgebaut habe und Futter so verteilt habe, dass der Schleimpilz diese Barrieren passieren muss, um daran zu gelangen, hat sich der Schleimpilz langsam an die Substanz gewöhnt. Er passierte jede weitere Barriere immer schneller und auch 'breiter'. Waren es bei den ersten Barrieren wirklich nur eine 'Ader', wuchs er zum Schluss nicht mehr so zögerlich über die Barrieren. Der Versuch ist aber nicht von mir designed worden. Das wurde schon mal mit Salz gemacht und publiziert. Aber schön das auszuprobieren, ist's auf jeden Fall.


    Grüße

    Oliver

    Hallo zusammen,


    Muscimol wirkt sogar schmerzlindernd. Dazu gibt es einige Studien, aber ich denke mal, dass sich die Bieter dieses Gebots eher berauschen wollen, als es als Schmerzmittel zu benutzen. Ich persönlich würde da eher auf gut erprobte und genau dosierte Medikamente zurückgreifen bzw. einen Arzt konsultieren, aber naja, jedem das seine.


    Ich hab zwar schon mitbekommen, dass Fliegenpilze und Pantherpilze verkauft werden, aber zu so einem Preis? Wenn das die Norm sein sollte, werden die Anbieter sicherlich gut dazuverdienen damit. In manchen Jahren wachsen Fliegenpilze ja wie Löwenzahn.


    Beste Grüße und Gesundheit

    Oliver