Hallo Andreas,
gut zu wissen, danke. Vielleicht muss ich den Felix Hampe mal kontaktieren und auch ihn dazu befragen. R. praetervisa wurde aber besprochen?
Grüße
Oliver
Hallo Andreas,
gut zu wissen, danke. Vielleicht muss ich den Felix Hampe mal kontaktieren und auch ihn dazu befragen. R. praetervisa wurde aber besprochen?
Grüße
Oliver
Hallo zusammen,
zwar werden die Täublinge dieses Jahr noch einige Monate brauchen, bevor sie sich zeigen werden, jedoch hatte ich letztes Jahr das Glück gehabt R. insignis, R. recondita (alt R. pectinatoides) und R. pectinata zu finden. Die drei Arten kann man, soweit ich das den Quellen entnehmen kann, gut mit einer Geschmacksprobe und KOH bzw. NH3 identifizieren... wenn es dann nicht die im Titel genannten Arten gäbe.
Marxmüller listet die P. hortensis und P. praetervisa unter der P. recondita im ihren Werk. Auf Pilze-Deutschland finde ich für P. hortensis einen Eintrag und für P. praetervisa fünf Einträge. (Leider kann ich mich gerade irgendwie nicht anmelden und nachschauen, wer diese Funde gemacht hat.)
Aber meine Frage an die Täublingsexperten (kann man seit dem neustem Update keine Personen mehr taggen?), sind beide Arten auf dem Vormarsch oder sind das wohlmöglich 'Falschmeldungen'? (Wie gesagt, ich kann gerade nicht nachschauen, wer genau die Funde gemacht hat). Beide Arten scheinen ja eher das Mittelmeer zu bevorzugen. Hat von euch da jemand nähere Informationen und diese eventuell gar aus einigen Nachbarländern?
Beste Grüße und eine üppige sowie früh beginnende Täublingssaison
Oliver
Hallo zusammen,
Das stimmt so garantiert nicht. Das Substratspektrum von Velutipes s.st. ist groß.
Danke für die Verbesserung. Das hatte ich so nicht auf dem Schirm.
Grüße
Oliver
Hallo Michael,
Ausrutsche, wie Du sie nennst, gibt es im Winter auf jedenfall, aber glücklicherweise wachsen auch regulär einige Pilze im Winter; sogar mit Stiel, Hut und Lamellen.
Bei dem ersten Foto musste ich an Samtfußrüblinge denken. Nicht an Flammulina velutipes, der an (Holunder-) Holz wächst, sondern an die Gattung Flammulina. Soweit ich weiß, gibt es da eine Art, die auch "auf dem Boden" wächst.
Jedoch passt das Sporenpulver nicht dazu. Wenn du die Farbe des trockenen Sporenpulver als oliv einschätzt, kann es die Gattung Fammulina nicht sein.
Leider habe ich persönlich also keine Idee, was dein Fund sein könnte. Leider sind deine Bilder nicht unglaublich gut. Bzw dein erstes Bild. Hast du eventuell noch ein Bild des Pilzes in Nahaufnahme?
Ich denke, es ist ganz normal am Anfang, nicht allzu gute Fotos zu machen, die sich für die Bestimmung eignen. Mir ging es anfänglich jedenfalls so.
Also, wenn du noch mehr Bilder hättest, dann her damit! 😉
Aber vielleicht hast du Glück und jemand erkennt den Pilz so.
Für das nächste Mal aber: Bitte entnimm einen oder zwei Fruchtkörper und fotografiere sie entweder liegend oder stehend aus mehreren Winkeln. Eine Nahaufname vom Hut, den Lamellen und dem Stiel sowie der Stielbasis sind wichtig. Oft sind auch Bäume des Umfeldes und das Substrat (Holz oder Waldboden etc) bestimmungsrelevant. Einige wenige Pilze zu entnehmen und drum herum etwas das Laub zu entfernen, um Bilder zu machen, schadet den Pilzen auf keinen Fall!
Schöne Grüße und ein pilzreiches Jahr 2023
Oliver
Kleiner Nachtrag: Bei kleinen braunen Pilzen im Wald würde ich eventuell doch mal mit dem gemeinen Trompetenschnituling vergleichen.
Hello together,
I must say, that's indeed a difficult case. I am not not quite convinced that this is definitely L. sordida, but I also wouldn't bet on L. nuda anymore.
Both species in your and other resources do overlap quite heavily. I wonder, if there are a lot of missidentifications or not. A lot of people tend to have very different opinions on that.
I think that we would need some genetic research there and a closer examination of the holotypes. But it seems that this type of research is due nearly everywhere. I did find some genetic research that showed, that L. sordida and L. nuda ar two distict species and that L. personata is even closer related to L. nuda than L. sordida genetically, but I didn't finde some good documented collections which were confirmed genetically.
Kind Regards
Oliver
Hello together,
that's indeed not an easy but nonetheless interesting question. But I wonder if the sources you brought up are indeed correct. Some of those pictures under the post about L. sordida seem to be L. nuda. I looked both species up in a pretty famous but German key for Basidiomycetes (Gröger) and he distinguishes them pretty much with the colour. He notes that L. sordida isn't purple at all. It can contain some purple hues, but it should never have a purple stipe, purple gills or even a purple cap.
He also notes that L. nuda has spores with the quotient of 1.2 - 1.9 where as L. sordida has an spore quotient of 1.4 - 2.4.
But I wonder how useful this characteristic is considering tha huge range and the huge overlap.
Greetings
Hello together,
I would also tend rather to L. nuda than to L. sordida just because I made the mistake to rely on the scent several times. The most L. nuda specimens I found until now didn't smell at all, but some do occasionally for me. I thought that I might not be able to perceive that kind of smell but that doesn't seem to be the case, because I sometimes do.
Your fruiting bodies are all very violet which isn't very typical for L. sordida at all. I haven't seen both species a lot, especially L. sordida, but L. sordida always looked rather like a greyish Clitocybe with pink hues than like a violet mushroom with or without brown hues to me. I was of the impression that L. nuda isn't brown regularly but after finding some really big and massive fruiting bodies whith brown colours that for sure weren't L. sordida, my impressions changed.
I've never heard of L. glaucana and I don't know if it is easy to distinguish this two or three species microscopically, but I wouldn't rely on smell and I don't think your specimens are too brown to be L. nuda.
Greetings
Hallo zusammen,
ja Stefan, eine Beteiligung der DGfM wäre bei soetwas wirklich eine gute Idee. Alleine die anzunehmende große Schnittmenge an Gattungsexperten, die für sowas in Frage kämen, und an DGfM-Mitglieder spricht für eine Beteiligung der DGfM bezogen auf die Mykologie.
Noch habe ich nichts von dem GBOL-Projekt gehört, jedoch bin ich ebenfalls auf deiner Seite angesichts der Hoffnungen für so ein Projekt. Ich habe so koch nie mitbekommen, dass irgendeine politisch signifikante Figur soetwas fordern würde.
Grüße
Oliver
Hallo Stefan,
genau, ich denke nicht, dass die DGfM da die richtige Anlaufstelle ist. Geschweige denn örtliche Vereine.
Ich habe mal jemanden vom GBOL Projekt angeschrieben und werde berichten, wenn ich eine Antwort bekomme. GBOL II ist 2019 beendet worden, aber anscheinend läuft noch GBOL III (Dark Taxa?).
Grüße
Oliver
Hallo zusammen,
man sollte auch nicht vergessen, dass man doch ausgebildetes Personal sowas überlassen sollte. Als ich noch in der Sekundarstufe 2 Schüler war, haben wir mit dem Bio LK ein Besuch bei einem Schülerlabor tätigen können und wir konnten dort selbst PCR und Gelelektrophorese durchführen. Im Prinzip sind die Abläufe nicht gerade komplex, aber gelungen ist es nicht jedem auf Anhieb und keiner konnte zufriedenstellend alle Proben richtig amplifizieren.
Und ja, Metabarcoding wird wohl bald Standard sein. Bei Lebewesen, wie Pilzen, die nicht nur schwer bestimmbar sind, nein, auch teilweise nur einige Tage im Jahr auffindbar sind, wird so die Biodiversitätsforschung und -erfassung sicher eine Revolution erfahren.
Wenn die DGfM sowas jemals einführen sollte, wäre das ein unglaublich tolles Projekt. Die DGfM ist bestimmt kein winziger Verein, aber ob sich sowas für die DGfM lohnem würde bzw. wenigstens haltbar gestalten würde...
Schön wäre es jedoch, wenn Projekte wie GBOL national und gerne auch international stärker gefördert würden. Die wenigsten Wissenschaftler beschäftigen sich heutzutage noch mit Taxonomie und Biodiversität. Diese Bereiche der Biologie sind zumindest für einen beachtlichen Teil in offene und private Hand zahlreicher Enthusiasten gefallen, was man hier im Forum gut erkennen kann und was selbstverständlich eine super Sache ist. Es bleibt gespannt, wann die Politik das realisiert und wann einem dort erweiterte Unterstützung geboten wird. Es wäre ja fast schon ein Traum, von einem deutschlandweitem und zentral gemanagedten Projekt reden zu können, dass sowohl Privat, als auch Forschung ansprechen würde, Unterstützung bieten würde und Sequenzierung sowie Herbar übernimmt - das natürlich durch Steuern finanziert. Man wird von Privatpersonen wohl nicht verlangen können, soetwas zu bezahlen und Forschung, die über Privatpersonen in diesem Gebiet gehen, werden ja sowieso finanziert.
Grüße
Oliver
Hallo zusammen,
dieses sogenannte Metabarcoding, also das untersuchen bis zu tausender Sequenzen gleichzeitig, wird sicherlich irgendwann mal Standard in der Erforschung der Biodiversität verschiedener Lebensräume sein. Ob hier der Laie oder jeder Pilzverein Sequenzieren können muss, denke ich nicht. Metabarcoding ist ziemlich günstig.
Jedoch wurde berechtigt angesprochen, dass Referenzdaten teilweise gänzlich fehlen, soweit ich das mit meinem Überblick über die genetische Forschung von Pilzen habe. Für das Barcoding werden nur einige wenige Sequenzen untersucht, die dann auch geschickt gewählt werden müssen. Da haben sich unter anderem geeignet scheinende Kandidaten wie ITS herauskristallisiert, nur ist die Frage, ob das so noch bleibt.
Braucht es also eine geordnete Sequenzierung der Pilze? Ja, selbstverständlich und es wäre unglaublich gut, wenn die DGfM sowas managen würde und eine Bibliothek/Datenbank an Exsikkaten und Barcodes entstehen würde, damit Metabarcoding irgendwann mal mit Pilzen möglich sein wird.
Jedoch frage ich mich, wie groß der Aufwand wäre, soetwas zu etablieren und wie es mit Projekten wie dem German Barcode of Life aussieht. Dort ist eine gewisse Infrastruktur für genau solche Forschung schon etabliert. Eventuell werde ich mich mal schlau machen, wie weit das Projekt ist und ob es schon abgeschlossen wurde oder weiterhin Experten aufgenommen werden und ganz wichtig wäre es zu wissen, was sich GBOL unter Experten vorstellt.
Beste Grüße
Oliver
Hallo Wolfgang,
Ich weiß nicht, ob GOBL noch läuft, aber es war mr nicht direkt auf der Homepage ersichtlich, dass das Projekt beendet ist. Wenn das aber sonwein sollte, wäre es ziemlich schade.
Grüße
Oliver
Hallo zusammen,
ja, die Amplifikation von DNA kann Zuhause gar nicht mal so schwierig gemacht werden. Trotzdem wäre es schön, wenn es für Vereine etc. eine bessere Lösung gäbe.
Jedoch scheint es diese zu geben!
Das Projekt the german barcode of life (GBOL) unterstützt Experten genau dabei und scheint die Kosten dafür zu übernehmen, sowie dabei auszuhelfen, Sammelerlaubnisse in Naturschutzgebiert u.ä. zu besorgen, damit man die Proben ganz offiziell dokumentieren kann.
Es wäre mal sehr interessant zu wissen, wie das dort von statten geht.
Grüße
Oliver
Hallo Thiemo,
ja, das beobachtet man ja manchmal sogar an den Kollektionen hier im Forum. Wenn ich mich recht entsinne, hat Karl W hier im Forum einen Beitrag in dem er R. insignis mit KOH und NH3 testet. Wobei ich das bei R. insignis auch schon selbst ausprobiert habe - es funktioniert mit beidem gleicj gut.
Grüße
Oliver
Hallo zusammen,
in der Preisdiskussion wollte ich mich gar nicht einmischen und es scheint ja da durchaus verschiedene Meinungen zu geben. Wäre es aber nicht ziehlführender, einen angepinnten Post mit einem kleinen Verhaltenskodex, der einen kleinen Appell beinhaltet, zu erstellen? Bzw. wenigstens einen seperaten Beitrag für so eine Preisdiskussion?
Nach dem Motto: Wir sind alles Liebhaber/Nerds und keine Sammler und dies sollte beim Erstellen von Geboten doch beachtet werden.
Oder auch sowas wie: Bitte Preisvorstellung angeben. Versteigerungen werden ungerne gesehen. (Bezogen auf Diskussionen vor einigen Wochen)
...oder ähnliches. Nur ist dann die Frage, wer hier dann die Regeln feststellen sollte. Ich weiß ja nicht, wie die tieferen Strukturen hier im Forum aussehen.
Finanziell stärkende Grüße
Oliver
PS: Was wäre das für eine Welt, in der Autoren nicht ausgebeutet werden, aber Wissen trotzdem voll und ganz kostenlos bereitgestellt werden würde...
Hallo zusammen,
benutzt denn irgendjemand noch Formaldehyd für die Bestimmung? Ich bin noch auf keinen Täubling gestoßen, den man ohne nicht bestimmen könnte (überwiegend bezogen Literaturrecherche).
Zum Ammoniak: Kann man diesen nicht als Substitut für die Reaktion in der Stielbasis verwenden? Diese Reaktion scheint ja eher eine Indikatorreaktion auf stark basische Substanzen zu sein. Weiß da jemand mehr?
Und zur KOH Reaktion (evtl. eben auch Ammoniak Reaktion): konnte von euch jemand schon die Reaktion mit KOH am Hutrand auch bei anderen Arten als R. insignis beobachten? Bei letzterer habe ich das aich bemerkt und wenn das Velum für diese Reaktion zuständig ist, frage ich mich, ob das bei den wenigen anderen auf KOH reagierenden Täublingen auch zutrifft.
Grüße
Oliver
Hallo zusammen,
Urs-Peter, wenn du mal genauer zwischen die Lamellen guckst, wirst du Querverbindungen (sogenannte Anastomosen) sehen. Die sind auf deinen Bildern sogar ziemlich gut zu sehen. Dieses Merkmal ist für M. galericulata ziemlich typisch, also wäre ich hier auch bei M. cf. galericulata.
Zwar stimmt es, dass fast alle Helmlinge mikroskopiert werden müssten, aber wenn man diesen hier ohne Mikroskop M. galericulata nennen würde, hätte ich persönlich nichts dagegen bzw. würde ich ihn auch so ansprechen im Feld - man kann leider nicht alles Mikroskopieren.
Grüße
Oliver
Hallo zusammen,
ich weiß ja nicht, wie es mit deiner Entscheidung so aussieht und erstmal bei jemanden über die Schulter schauen, ist bestimmt sinnvoll. Dieses Angebot hier auf dem Marktplatz will ich dann dich noch einmal teilen:
Grüße
Oliver
Auch von mir ein herzliches Hallo!
Du fragst nach Ambitionen... da gibt es zu viele.
Ich bin erst seit kurzem so 'richtig' mit dabei und die Welt der Pilze ist wirklich faszinierend. Und ich muss sagen, dass ich vor einigen Jahren gefühlt blind durch die Gegend gelaufen bin. Wenn man erst anfängt, sich mit den Pilzen zu beschäftigen, sind sie nicht mehr wegzudenken. Wusstest du, dass nur einige Pilze (Weißfäuleerreger, aber auch einige Bakterien, um fair zu bleiben) das Lignin im Holz abbauen können? Ohne diese Pilze läge überall Holzbröckel herum, wie man das von der Braunfäule kennt. Willst du in Holz untergehen?
Austernseitelinge sind auch ganz interessant. Nicht nur, dass sie essbar sind, es wird viel besser. Austernseitelinge sind regelrechte Jäger. Zwar verfolgen sie nicht ihre Beute, aber sie bilden mit ihrem Myzel schlingen im Holz und wenn dort eine Nematode durchkriecht, wird sie erbarmungslos erhangen und verdaut. Eine Googlesuche zu dem Thema lohnt sich!
Eine Googlesuche oder auch Forensuche zum blauen Rindenpilz ist auch sehr interessant. Blau ist wirklich eine rare Farbe in der Natur. Interessanter Weise ist blau die letzte Farbe, die in der Sprachevolution vorkommt. (Einige altgriechische Quellen sprechen von 'weinroten Meeren' und 'blutroten Himmel', weil man zu den Zeitem moch kein Wort für die Farbe Blau kannte. Noch heute gibt es Völker, die blau nicht kennen. Ganz interessant ist auch, dass das maßgeblich die Wahrnehmung beeinflusst. Die Menschen des namibischem Himbavolkes haben große Schwierigkeiten blau von grün zu unterscheiden und kennen für blau kein Wort. Jedoch können sie mit Leichtigkeit Grüntöne unterscheiden, die für uns gleich aussehen. Sie kennen für grün zahlreiche Nuancen und Namen).
Zurück zu den Pilzen: Das Blau des blauen Rindenpilzes ist wirklich großartig!
Und bei solch coolen Pilzen soll man dann noch Zeit finden, sie zuzubereiten und zu essen?
Spaß bei Seite. Auch ich esse gerne hin und wieder Pilze, aber diese Lebewesen haben meiner Meinung nach viel mehr und viel spannenderes zu bieten als das. Was die Speisepilzdiskussion hier im Forum drückt, ist wohl die Hürde etwas zu posten - man muss sich nämlich registrieren und nicht einfach irgendeiner facebook Gruppe beitreten - aber auch die richtige und strikte Regel, dass es hier keine Speisepilzeberstung gibt.
Wenn du dich mit Experten in einem Pilzverein umgibst und den Fokus auf die wichtigsten Speise- und Giftpilze legst, wirst du in wenigen Jahren auf dem Level des PSVs ankommen können. Zu den Experten hier im Forum, muss ich dir aber recht geben. Hier sind wirklich einige Menschen unterwegs, die sich mit Sachen unglaublich gut auskennen, von denen ich noch nie etwas gesehen oder gehört habe.
Willkommende Grüße
Oliver
Hallo zusammen,
ja, so ein Mikroskop ist schon ein Investment. Da es zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten gibt, sind Mikroskope eben sehr modular und die Auswahl sowie die Möglichkeiten sind überwältigend. Für jemanden, der mit Mikroskopen noch nicht viel zu tun hatte, sind die ganzen Infos bestimmt auch überfordernd.
Das von dir oben erwähnte Olympus CH2 ist prinzipiell sehr geeignet. Du müsstest den Verkäufer eben danach fragen, ob ein 100x Immersionsobjektiv enthalten ist und ob ein Kondensor vorhanden ist. Letzteres wird ganz bestimmt der Fall sein. (Die einzigen Mikroskope, die keine Kondensoren haben, sind günstige Spielzeug- und Schulmikroskope).
Aber es gilt: nichts überstürtzen und zur Not, kann man ein älteres Mikroskop auch immer ganz gut verkaufen.
Ich würde Dir sonst noch empfehlen, dich nach einem Pilzverein in deiner Nähe zu erkundigen, da einige Male mitzugehen und mal nachzufragen, ob du jemandem beim Mikroskopieren mal über die Schulter guckrn darfst.
Grüße
Oliver
PS: Preise sind zwar auch immer etwas subjektiv, aber fast 700€ für ein Olympus CH2 sind schon echt viel. Mit etwas Geduld und eben einigem Nachfragen in Foren kommst du preislich besser weg und kannst, wenn du dann noch was übrig hast, reichlich in Pilzliteratur invistieren. ![]()
Hallo,
genau, Stefan hat es schon gesagt. Kleiner Tipp: das sind Bildfehler, die entstehen, wenn der Kondensor zu weit geschlossen ist. Zwar hat es seinen Sinn, ihn zu schließen (mehr Tiefenschärfe und Kontrast), aber man muss das im Hinterkopf behalten. Wenn du den Kondensor bzw. genauer dessen Blende weiter öffnen solltest, wirst du erkennen, welche Linien zu den Sporen gehören und welche nicht.
Viel Erfolg
Oliver
Hallo zusammen,
ich kann Dir das deutschsprachige Mikroskopie Forum nur ans Herz legen. Peter hatte dort vor kurzem ein Mikroskop extra für die Pilzmikroskopie im Angebot. Wenn es noch da ist, würde ich zugreifen und wenn nicht, dann einfach ein Gesuche aufgeben, in dem du angibst, dass du Pilze mikroskopieren willst.
Mit 100 bis 200€ kommt man leider nicht weit. Im myko servie 'Shop' gibt es einige Mikroskipe, die brauchbar sind. Firmen wie Motic oder AmScope sollen auch brauchbar sein, aber ich habe leider damit keine Erfahrungen. Sehr wichtig sind aber ein 100x Objektiv für die Ölimmersion und ein Kondensor. Für die Pilzmikroskopie ist das unerlässlich.
Zwar bekommt man gebraucht ein funktionsfähiges und ungemein gutes Mikroskop für 300 bis 500€ der alt eingesessenen Marken wie Zeiss, Olympus, Leitz und co.
Problem hier ist aber, dass es nicht einfach ist für einen Anfänger zu wissen, was man denn wirklich jetzt brauch. Die Mikroskope sind sehr modular und obwohl sie alle für die Pilzmikroskopie ausgerüstet werden können, muss es nicht heißen, dass sie auch die für den Zweck nötigen Objektive haben. Also mein Tipp: Wirklich einfach im Mikroskopie Forum fragen und sich beraten lassen. Mit einem gebrauchten Mikroskop kann man echt weit kommen und man bleibt oft unter 500€. Neue Mikroskope, die brauchbar sind, fangen da meist erst an.
Die Leute im Pilzforum sind sehr nett und die alten Mikroskope auf keinen Fall schlecht. Diese haben damals schon die physikalischen Grenzen erreicht und wenn du nicht gerade Tausende Euros investieren willst, bekommst du heute an neuen Mikroskopen auch keine besseren!
Grüße und einen angenehmen Einstieg in die Pilzmikroskopie
Oliver
Hallo Wolfgang,
fällt das denn alles unter die Gefahrstoffverordnung? Sind das nicht überwiegend mehr oder minder ungefährliche Substanzen (ausgenommen einiger Farbstoffe)?
Und an dieser Stelle wollte ich gar nicht über Sinn oder Unsinn reden und ob es keine bessere Idee wäre, seine Proben zu verschicken. Ich wollte nur darauf hinweisen, wie weit die Technik zu sein scheint und wie unglaublich interessant und cool es ist, dass Sequenzierung Zuhause möglich ist. (Zwar begrenzt und für viele Anwednungen ungeeignet, wie hier schon erwähnt wurde, aber dennoch).
Ich persönlich würde, wenn ich jemals etwas sequenzieren lassen sollte, ein Labor anfragen statt mir ein solch teuer Gerät zu besorgen und eventuell dann Schwierigkeiten mit der Besorgung von Reagenzien zu haben. Ich finde die Gerät von Nanopore trotzdem sehr faszinierend.
Grüße
Oliver
Hallo zusammen,
ich werde an dieser Stelle wohl zurückrudern müssen. Ich gebe zu, dass ich nicht im Kopf hatte, welche Arten von Redhead et al. genau untersucht wurden. Jetzt habe ich aber einen Artikel gefunden, der neue Atheniella-Arten beschreibt und die neuen Arten, aber auch M. flavoalba in einen Stammbaum erfasst. Im folgenden Stammbaum ist ziemlich deutlich, dass M. flavoalba zur Gattung Atheniella gehört. Jedoch will ich an dieser Stelle nicht darauf bestehen, weil ich diese Daten gänzlich nicht beurteilen kann.
Es bleibt wie immer spannend und ich hoffe, dass es bald genügend Daten geben wird, dass etwas genauer zu klären. Oft scheinen solche Studien nur Pilze der nördlichen Hemisphäre einzubeziehen und hier überwiegend nur aus dem europäischen und amerikanischen Raum. Ich frag mich darüber hinaus also, wie gefährlich es ist, diese Daten nicht zu erfassen. Wird man in 10 Jahren wieder alles umschmeißen, weil man sich heute nur auf überwiegend europäische Arten bezieht und Arten anderwr Kontinente nicht in das heutige Raster fallen werden...?
Grüße Oliver
PS. M. flavoalba/A.flavoalba scheint nach dem verlinkten Artikel ein ziemlich breites Spektrum zu haben. Ich frag mich, ob das keine neuen Arten rechtfertigen würde. Wenn diese morphologisch aber nicht zu trennen sind, wäre das echt ein Problem.
Hi Nobi,
Namensänderungen sind wirklich echt frustrierend und ich werde A. flavoalba bestimmt auch sehr oft als M. flavoalba ansprechen, aber ich möchte der Genetik schon ihren Platz lassen. Wenn Mycena so eine polyphyletische Gruppe ist, bringt es nicht viel, alles Mycena zu nennen. Die Norweger schreiben aber auch, dass Mycena polyphyletisch ist und aufgebrochen werden sollte.
Praktisch und angenehm ist das für uns Hobbyisten auf keinen Fall, aber es führt in meinen Augen schon zu einer besseren Verständnis der Arten.
Wenn aber die Merkmale nicht 100% dem genetischen Stammbaum folgen, ist es echt frustirerend. Die Gattungen Inosperma und Pseudosperma sollen sich anscheinend nicht klar trennen morphologisch. Zwar kann man die einzelnen Arten bestimmen, muss aber dann nachschauen, zur welcher Gattung der Pilz dann gehört, wenn man ihn dann nicht mehr Inocybe nennen will.
Naja, deshalb habe ich meinen Kommentar als Klugscheißerei betitelt. Ich werde die Namen bestimmt such nicht konsequent richtig nutzen.
Grüße
Oliver
