Beiträge von matthias0

    der ist genauso weit geschützt wie Boletus edulis sowie alle Raufuß- und Pfifferlingsarten und steht als "Besonders geschützte Art" nach § 1 Satz 1 in der Bundesartenschutzverordnung. Ein vollständiges Sammelverbot besteht also nicht. Ich würde sie aber trotzdem nicht sammeln weil sie so selten vorkommen.

    Hallo Jörg,

    der Anhängselröhrling ist ist komplett geschützt, Ausnahmen zum Sammeln in kleinen Mengen für den Eigenbedarf findest du im Paragraph 2:

    § 2 Ausnahmen

    (1) Die Verbote des § 44 Absatz 1 Nummer 4 und Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 des Bundesnaturschutzgesetzes

    gelten nicht für Pilze der nachstehend aufgeführten Arten, soweit sie in geringen Mengen für den eigenen Bedarf

    der Natur entnommen werden:

    Boletus edulis Steinpilz

    Cantharellus spp. Pfifferling - alle heimischen Arten

    Gomphus clavatus Schweinsohr

    Lactarius volemus Brätling

    Leccinum spp. Birkenpilz und Rotkappe - alle heimischen Arten

    Morchella spp. Morchel - alle heimischen Arten

    Die nach Landesrecht zuständige Behörde kann im Einzelfall für die in Satz 1 genannten Pilze weitergehende

    Ausnahmen von den dort genannten Verboten zulassen, solange und soweit die Erhaltung der betreffenden Arten

    landesweit oder in bestimmten Landesteilen nicht gefährdet ist.



    Viele Grüsse

    Matthias

    Kann man die beiden von dir genannten Arten makroskopisch wirklich unterscheiden oder brauchts da technische Hilfe, Mikro oder Sequenzierung?

    Mir war nur bekannt, daß es zwei Arten geben soll, beide mit der Ringzone, so haben die bisher jedes Jahr ausgesehen.

    Hallo Daniel,

    es gibt zwei Arten mit und zwei Arten ohne Ringzone. Die mit scheinen sich nur per Sequenzierung unterscheiden zu lassen, hier nochmal ein Auszug aus des oben von mir verlinkten Beitrages von Christoph:

    Bei den beiden mit Abrisskante geht aber gar nichts. Hier war es auch sehr unglücklich - erst wurde G. cyanescens neotypisiert, ohne dass die Mikromerkmale des Typus dargestellt oder gar beschrieben wurden (die Autoren schrieben nur, er sei so, wie in der Literatur typischerweise beschrieben - na toll. Und später wurde dann G. pseudocyanescens beschrieben - inklusive Mikromerkmalen, aber ohne eine einzige Klarstellung, ob sich der Typus von G. cyanescens auch nur irgendwie anatomisch unterscheidet. Den Autoren reicht offenbar die ITS, der Rest war nur lästig und egal. Ich könnte mich über den Murks, der da gemacht wurde, nur aufregen.


    Nach wenigen Minuten garen fiel mir auf, das sich die weiteren Arten inder Pfanne, C. cibarius und R. vesca teils blau färbten.

    Kann es sein, daß der Inhaltsstoff wasserlöslich ist und sich während des Garens in der Pfanne befindet und auf die anderen Arten abfärbt?

    Da sind wohl Inhaltsstoffe vom Röhrling auf die beiden gekommen und haben abgefärbt,

    viele Grüsse

    Matthias

    Und einen sehr schönen großen (Hut ca.15cm Durchmesser und etwa genauso groß). Cremeweisse Röhren die auf Druck braun werden. Ich meine die Anzeichen sprechen für einen Gallenröhrling, aber so richtig passt das auch nicht.

    Hallo Tilo,

    das sieht mir nach der Eichenrotkappe aus.


    Der gelbe Röhrling ist meiner Meinung nach eine Ziegenlippe!?

    Das geht in Richtung Anhängselröhrling, eine nach der Bundesartenschutzverordnung komplett geschützte Art die nicht gesammelt werden darf,

    viele Grüsse

    Matthias

    1. Gyroporus cyanescens- der Kornblumenröhrling


    2. der Stiel war kammerig hohl und nicht zu gebrauchen, der blieb gleich da.

    Hallo Daniel,

    es sind mittlerweile 4 Kornblumenröhrlinge bei uns, zwei mit Scheinring (Abrisskannte vom Velum Universale) am Stiel und zwei ohne.

    da kann ein Bild vom Stiel schon zur Unterscheidung helfen.

    Viele Grüsse

    Matthias

    Wie unterscheidet man diese beiden Arten voneinander? Meine Schönfüße unter uralten Rotbuchen sind auch nicht gerade die größten, was aber am Fundort für alle Arten zutrifft.

    Hallo Jörg

    Man kann es wohl am Stielnetz ausmachen was bei polygonius meist nur an der Stielspitze vorhanden ist und an der Jodreaktion, schau mal hier:

    Hier findest du beide Arten mit Fotos wo auch die amyloide Farbreaktion am Stielfleisch gezeigt wird, musst ein bisschen runtersrollen;

    Juni-Pilze - Funga Austria

    viele Grüsse

    Matthias

    Hallo,

    Ja, das ist Rubroboletus rubrosanguineus. Ein absolut traumhafter Pilz, der weit oben auf meiner Wunschliste für diesen Sommer steht. Ich hoffe er kommt auch in den höheren Lagen der schwäbischen Alb vor.

    Viele Grüße

    Hallo Schrumz,

    in der Onlinekartierung findest du je Portal einen Fund in der schwäbischen Alb

    Verbreitung Rubroboletus rubrosanguineus (Cheype) Kuan Zhao & Zhu L. Yang 2014

    südl. Bundesländer

    viele Grüsse

    Matthias

    Leider waren sie gestern schon wieder entnommen worden :gkopfwand: .

    Hallo Jörg,

    da kann man nur hoffen das die Finder ordentliche Magendarmprobleme haben und zukünftig bei essbaren Röhrlingen bleiben. Zumal der Satensröhrling ja auch in praktisch jedem einfachen Pilzbuch zu finden ist,

    viele Grüsse

    Matthias

    die Hutoberfläche deines Sommersteinpilzes sieht aber ziemlich gehämmert aus, das wird doch wohl nichts Besseres sein?

    Hallo Oehrling,

    der Stiel auf dem zweiten Bild ist deutlich genetzt was für den Sommersteinpilz spricht,

    viele Grüsse

    Matthias

    die letzten Bilder würde ich erstmal mit Xerocomellus cisalpinus - Starkblauender Rotfussröhrling ansprechen. Bei dieser Art ist es recht typisch das das Blauen erst nach paar Minuten einsetzt. Grad bei den Filzern sollte man im Zweifelsfall etwas warten nach dem Aufschneiden.

    Hallo Andre,

    auch der Eichenfilzröhrling kann relativ stark blauen, dauert aber länger als bei cisalpinus.

    Hier ist ein Bild vom Jürgen Schreiner zu sehen auf Seite 150, damals noch als Xerocomus quercinus:

    https://www.zobodat.at/pdf/MittNaturwissMusStadtAschaffenburg_NF_17_1998_0001-0162.pdf

    viele Grüsse

    Matthias

    wie schmeckt der Gallenröhrling eigentlich, wenn man das Bittere nicht wahrnimmt?

    Hallo Christopher,

    ich habe vor ein paar Jahren bei einer Exkursion bei einem Seminar im Odenwald die Teilnehmer mal den ersten gefundenen gallenröhrling probieren lassen. Ausgerechnet der erste Teilnehmer sagte er schmeckt nussartig, alle anderen haben nur bitter geschmeckt. Wenn man das Bittere nicht schmeckt scheint er einen angenehmen Geschmack zu haben,

    viele Grüsse

    Matthias

    Hallo zusammen, anbei zwei Fotos.


    Die Hortiboletus Funde sind damit

    auch erklärbar.


    Lg Rainer

    Hallo Rainer,

    auf dem zweiten Bild she ich eher Carpinus als Fagus, einmal wegen der Wuchsform ´des Stammes und die Blätter scheinen spitzer geformt zu sein am Blattende als Rotbuchenblätter. Man kann leider nicht erkennen ob die Blattränder glatt oder leicht gezahnt sind,

    viele Grüsse

    Matthias

    Sand zum Ausfegen der Stube? :gkopfkratz: Ok, wenn man das so macht...vielleicht sollte ich meinen Kindern sogar dankbar sein wenn sie wieder mal ihre Schuhe nach dem Sandspielen erst in der Wohnung ausziehen?

    Hallo Ingo,

    ähnliches hat man früher auch mit Wirtshaustischen gemacht, die Tischplatten sind meist aus unbehandeltem Ahornholz gewesen und mit Wasser und Scheuersand gereinigt. Das habe ich von meinem Ausbildungsmeister in den 80er Jahren erzählt bekommen,

    viele Grüsse

    Matthias