Beiträge von Pilzfreund77
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Ich könnte mir vorstellen, dass die nach wie vor unterkühlten Temperaturen hier eine dramatische Austrocknung bislang verhindert haben.
GR Ingo
So sehe ich da auch. Erstaunlich, wie lange sich die Feuchtigkeit hält, solange es kalt bleibt. Wenns jetzt wärmer wird, muss es aber dringend nochmal regnen. Sonst behältst du recht und es wird ein schlechtes Morcheljahr - aber noch ist nichts entschieden …
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Wir hatten in diesem Jahr bislang regional ca. 80 Liter Niederschlag. Ergiebige Niederschläge sind weit und breit nicht in Sicht. Katastrophal!
Bis auf zwei Einzelmorcheln war an meinen Stellen nichts zu finden. Vor allem auch keine einzige Frühjahrslorchel.
Das sind keine guten Voraussetzungen. Ein Morcheljahr wird es auf jeden Fall nicht. Leider.
GR Ingo
Top, die Wette gilt. Ich bleibe dabei: es wird ein gutes Morcheljahr. Sichtbar ab Ende nächster Woche.
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Servus Henrik,
Es gibt erste Spitzmorchel-Fundberichte z.B. aus Potsdam, also wird es auch in Berlin schon welche geben. An meinen Stellen war vor einer Woche noch nichts zu sehen.
In meinem Kalender ist Mitte April der Durchschnittswert für Morcheln in Berlin. Letztes Jahr war ganz beschissen, wenn Du da schon am 4. April was gefunden hast, hattest du Glück. Dieses Jahr sind bislang alle Vorraussetzungen für ein gutes Morcheljahr gegeben, aber vermutlich tatsächlich etwas früher als sonst.
Die Verpeln sind ja langsam durch, jetzt müssten die Spitzmorcheln und Käppchenmorcheln kommen, dann die Speisemorcheln (ist zumindest an meinen Standorten die Reihenfolge). Ich werde am Wochenende wieder nachsehen, oder wenns die Arbeit erlaubt morgen schon.
Grüße
Pilzfreund77
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Während die Spitzmorcheln im Nordschwarzwald ja zum Beispiel eher unter Weisstannen zu finden sind, kann man sie anderswo fast ausschliesslich unter Fichten finden.
Adrian

Auch dann wenn anderswo ebenso viele Weißtannen vorkommen, die Bodenbeschaffenheit etc. dieselbe ist? In Berlin finde ich sie jedenfalls weder an Fichten noch an Weißtannen, einfach deshalb, weils diese Bäume hier nur sehr vereinzelt gibt – eher finde ich eine Spitzmorchel als eine Weißtanne.
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Wie siehts denn bei Dir selbst aus, Adrian K., an welchen Standorten hast Du denn bislang Spitzmorcheln gefunden?
Ansonsten ist die wissenschaftliche Frage ja leicht zu beantworten: Ja, die Spitzmorcheln wachsen bundesweit an Standorten, welche die bekannten Bedingungen für Spitzmorcheln erfüllen. Noch konkreter, wie Hannes2 ja schon bemerkte, wills dann aber eigentlich niemand haben, weil jeder seine Standorte, einmal gefunden, besser geheim hält …
Herzliche Grüße, Pilzfreund77
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Na da fahre ich mit Kokosöl ja unschlagbar günstig. 5€ für ein großes Glas was zwei Saisons hält.

LG Christopher
Wirkt das Kokosöl denn gut?
Bei meinem Hund das Einzige, was ziemlich gut wirkt – abgesehen von Tabletten natürlich.
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Heute Nacht hatte es bis zu -3°C. Gesamtdauer der Frostperiode 6 Stunden. Nicht gut.

LG Christopher
Hier auch bis zu -3, aber ich glaube/denke/hoffe, dass das Myzel bzw. den Babys noch nicht geschadet hat, und die nach dem Regen dann kommen – kurz unter Null können die nämlich schon aushalten …
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Nur mal schnell am Handy die Bilder von Maronisto (gratis) bearbeitet
Das ist lieb von Dir, aber jetzt ist die Morchel weg ...

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Auf dem ersten Bild in der oberen rechten Bildhälfte habe ich eine Morchel entdeckt!
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Ich habe für mich eine wirklich gute Trüffelbutter letztendlich hier gefunden, frisch, tolles Aroma, rein natürliche Zutaten. Ist teuer, aber angemessen - leiste ich mir nur ganz selten mal, aber die Trüffelbutter reicht schon ne Weile:
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Juhu, hier hat es gerade - wenn auch nur recht kurz - etwas stärker geregnet. Mehr davon!

Liebe Grüße
Sus(h)i
Und wenn die für Freitag angekündigten Minusgrade moderat bleiben, und es danach wie versprochen eine Woche lang regnet, dann kriegen wir in zwei Wochen eine Morchel-Explosion …
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Ich glaub' nicht, dass Böhmische unbedingt Kalk brauchen. Ich hatte die schon in Marzahn im Wohngebiet, mitten im Gestrüpp zu stehen.
Bei den Spitzen gibt es auch Arten, die ganz ohne können.
GR Ingo
Danke für den Hinweis, ich werds beobachten – bis jetzt war bei meinen Funden immer Kalk im Spiel. Wobei ich nicht glaube, dass eine relevante Menge an Kalk, sondern eher ein Wechsel des PH-Werts ausschlaggebend ist …
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Pilzfreund77 Ich wohne in Moabit und schaue auch in Brandenburg in Pappelbeständen und Erlen-Eschen-Wäldern nach Morcheln und Verpeln.
Ich habe bereits einmal Käppchenmorcheln gefunden. Die waren aber leider schon zu alt.
Am liebsten wären mir Speise- oder Spitzmorcheln, um die mal zu verkosten.
Liebe Grüße
Sus(h)i
Die sind Standorttreu, d.h., da wo deine Käppchenmorcheln standen, kommen die wieder, und dort können auch andere Morchel-Arten kommen. Ich kenne eine Stelle, da wachsen alle drei. Außerdem war letztes eh sehr schlecht, das heißt: Dieses Jahr wirds bestimmt klappen bei Dir …
Moabit kenne ich kaum, aber es gibt ja Richtung Wedding und Tegel diverse Parks, Kleingärten und Wasser. Auch in Moabit, und im Tiergarten könnte es klappen. Ob mans dann essen will, ist ne andere Frage.
Speisemorcheln (für mich die besten) finde ich oft an völlig überraschenden Stellen, auch schonmal mitten auf einer Wiese bei einem verfallenden Gemäuer ohne erkennbaren Baumpartner. Recht zuverlässig aber an Apfelbäumen. Spitz- und Käpchenmorcheln dagegen vor allem an Spree und Havel, aber auch dort, wo Kleingärtner ihre Gartenabfälle illegal entsorgen … und erst einmal bisher im Wald.
Aber ich habe Jahre gebraucht, bis ich sie das erste mal fand …
Grüße
Pilzfreund77
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MeckPilz: Ich versuche nun das dritte Jahr in Folge Morcheln und Verpeln zu finden...
In welcher Ecke Berlins wohnst Du, und hast du noch nie Morcheln oder Verpeln gefunden?
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Hi,
ich bin nach fast 30 Jahren in der Karibik wieder nach Berlin zurückgezogen, und bin auf der Suche nach Stellen in oder nahre Berlin (im Süden), wo ich endlich mal wieder (Frühlings-) Pilze sammeln kann, gerne auch mit anderen Mitgliedern zusammen. In meiner Bio (Eigenvorstellung) steht ein bischen Hintergrund über michLieber Hirnsausen,
Herzlich Willkommen zurück in Berlin! Im Frühjahr ist nicht so arg viel los in diesem Forums-Bereich. Da sind dann vor allem die richtigen Experten mit Fachfragen in anderen Threads zugange. Schnöde Speisepilz-Sammler wie ich haben erstmal Pause – aber jetzt gehts wieder los, heute die ersten Verpeln gefunden (siehe oben).
Was die Stellen angeht – Du weißt doch, dass gerade die Frühjahrs-Stellen nicht gerne verraten werden. Aber fündig wirst Du dort, wo Kalk eingetragen wird, z.B. durch Schotterwege oder alte Gemäuer, bei Pappeln, Eschen, Weiden, Erle, Rotdorn, Apfelbäumen und anderem Gesträuch, gerne in Wassernähe, und in Berlin seltener im Wald (da fast überall zu sauer) …
Grüße
Pilzfreund77
P.S. Und weils so schön ist, hier nochmal: Verpel heute in Berlin am 18.03.2026 (ich esse die aber nie, weil viel zu selten in Berlin)
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Mit dem Zerkleinern von Birkenporlingen habe ich schon einige Messer und Mixer zerstört. Gibt es da einen Tip von Dir?!
Ich trockne schneide sie erst in dünne Scheiben, jung und frisch sind sie butterweich. Die getrockneten Scheiben breche ich dann in grobe Stücke, und die kommen dann in den Mixer. Bislang ist nichts kaputtgegangen …
kruenta Vidar Ich halte meine subjektive Erfahrung durchaus für relevant, deshalb habe ich sie ja auch hier gepostet. Und umso mehr eine Summe solcher Erfahrungen für eine Statistik. Natürlich mache ich das im Alltag auch oft so: hat in 60% der Fälle funktioniert, also wirds vielleicht wieder funktionieren.
Aber auf die Frage von kruenta, wann ein Pilz für mich denn gesichert ein "Heilpilz" wäre, muss ich dann doch antworten: sobald ich verstehe, wie er im Organismus wirkt. Da gehts dann nicht um Statistik, sondern um etwas Eindeutiges, abgesehen von Nebenwirkungen etc.
Zum Vergleich: Nicht alle Knollenblätterpilzvergiftungen enden tödlich. Ich kann also z.B. sagen: Der Knollenblätterpilz wirkt in (die Zahl kenne ich nicht) 40% der Vergiftungsfälle tödlich. Das Gift Amanitin wirkt aber immer, also zu 100%, in einer bestimmten Weise im Organismus, auch wenn das Ergebnis nicht immer der Tod ist.
Und etwas Vergleichbares müsste ich für den Birkenporling wissen, also verstehen, was da wie wirkt, zusätzlich zu Statistik, damit ich ihn mit Gewissheit als "Heilpilz" bezeichnen könnte. Bis dahin sage ich nur: ich persönlich habe die Erfahrung gemacht. Hoffe, es ist nun verständlicher …?
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Doch, natürlich, denn diesen Widerspruch sehe ich nicht wirklich. Aspirin,
hier mal der Link zum Beipackzettel.
https://www.aspirin.de/sites/g…bletten-beipackzettel.pdf
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LG, Bernd
Wir reden aneinander vorbei, ich habe gerade nicht gesagt, dass Aspirin keine Nebenwirkung hätte, oder die Kopfschmerzen immer "heilt", sondern dass es z.B. die Thrombozytenaggregation hemmt. Wir verstehen unter "Wirkung" einfach etwas anderes, ich meine gerade nicht die "Heilung" im absoluten Sinn - belassen wir es doch dabei … und nichts für ungut.
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Hm, ich würde sagen, ein Heilmittel muss in 100% der Fälle wie beabsichtigt wirken.
Hallo, unter dieser Forderung gibt es gar keine Heilmittel. Du musst Dir nur mal den Beipackzettel eines beliebigen hauptamtlichen Medikaments durchlesen und wirst dort immer potentiell auftretende (unbeabsichtigte) Nebenwirkungen finden....
Doch, natürlich, denn diesen Widerspruch sehe ich nicht wirklich. Aspirin, Morphium, Blutverdünner – die Wirkung ist jeweils eindeutig, also eigentlich gar keine Prozentfrage bzw. wenn dann 100%. Was diese Wirkung dann im jeweiligen Organismus bedeutet, welche anderen Wirkungen, also Neben-Wirkungen es gibt, ob sich die Hauptwirkung unter bestimmten Voraussetzungen umkehrt usw., und gar, ob der Patient gesund wird, ist eine völlig andere Frage.
Man müsste zunächst sicher wissen können, dass der Birkenporling z.B. antibiotisch wirkt – das ist dann keine Prozentfrage. Ob diese Wirkung dann in jedem Fall erwünscht ist, unter bestimmten Bedingungen nicht eintritt, wegen zu großer Nebenwirkungen gar nicht angestrebt werden sollte usw., all das ist eine andere Frage, und ohne teure Studien eben nicht herauszufinden.
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Hallo Pilzfreund,
Ist etwas ein Heilmittel, dass in 50% hilft und in 50% schadet? Schwierig, wohl nur, wenn man apriori Aussagen treffen kann, welche Fälle welche sind. Ist etwas ein Heilmittel, das in 99% heilt und 1% umbringt?
Wenn man sich schon schwertut, zu sagen, was ein Heilmittel ist, dann dürfte es nicht unbedingt deutlich leichter fallen, zu sagen, ob etwas definiv kein Heilmittel ist - wofür oder wogegen auch immer.
LG, Bernd
Hm, ich würde sagen, ein Heilmittel muss in 100% der Fälle wie beabsichtigt wirken. Das Ergebnis kann aber auch nur in 1% der Fälle eine tatsächlich Heilung sein. Ich meine das so: weder die Krankheit, noch die Gesundheit sind monokausal. Das Medikament fördert irgendeinen Prozess in irgendeine Richtung, "macht" aber alleine nicht die Gesundheit. Wie genau das Mittel im Organismus wirkt, müsste dennoch bekannt sein. Das wäre mein Anspruch, um beim Birkenporling über subjektive Erfahrungswerte hinauszukommen. Allerdings - auch die Schulmedizin weiß von vielen ihrer Mittel nur dass, aber nicht wie genau sie wirken

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Der Pilz gilt als für die Forschung interessant, ist aber bisher nicht in Studien am Menschen untersucht worden. Es gibt lediglich einige Laboruntersuchungen und wenige Tierversuche.
Diese deuten darauf hin, dass der Birkenporling im Laborversuch gegen Keime wirken kann, Entzündungen beeinflusst und das Immunsystem verändern kann. Ob und in welchem Ausmaß das beim Menschen eine Rolle spielt, ist bislang offen ....Ich finde es gut, wenn das Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt.
Es ist nicht nur "bislang" offen, sondern schon sehr lange offen, und wird auch immer offen bleiben. Denn wie gesagt, die Studien am Menschen kosten dann 50 bis 200 Millionen Euro. Es wird also immer dabei bleiben, dass der Pilz "interessant" ist und es "vielversprechende" Hinweise gibt …
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Die klinische Studie gilt als einziger echter Nachweis, und die kostet zwischen 50 und 200 Millionen Euro. Das heißt, der Birkenporling müsste mindestens 50 bis 200 Millionen wieder reinbringen, und diesen Kapital-Einsatz bringt zudem nur, wer wiederum viele weitere hunderte Millionen damit machen kann. Nun wächst der Birkenporling aber an jeder dritten Birke, und ist nicht patentierbar. Das heißt: es wird nie, niemals herausgefunden werden, im wissenschaftlichen Sinn, ob der wirkt oder nicht.
Viele übersehen, dass wir ein ganz anderes Problem haben als den weltanschaulichen Streit zwischen Schul- und Alternativmedizin, nämlich die Tatsache, dass eine echte Forschung, also bloß um der altruistischen Erkenntnis willen, im Hinblick auf pharmazeutische Produkte aktuell systematisch ausgeschlossen ist. Die Kapitalisierung des Gesundheitswesens definiert nunmal automatisch, welche Art von Erkenntnis noch möglich ist - das Ergebnis muss in entsprechender Weise verwertet werden können. Damit sind wir in eine ganz fiese Falle gelaufen … wir bezahlen den Irrsinn mit den explodierenden Sozialversicherungsbeiträgen.
