Beiträge von Pilzfreund77

    Doch, natürlich, denn diesen Widerspruch sehe ich nicht wirklich. Aspirin,

    hier mal der Link zum Beipackzettel.

    https://www.aspirin.de/sites/g…bletten-beipackzettel.pdf

    ...

    LG, Bernd

    Wir reden aneinander vorbei, ich habe gerade nicht gesagt, dass Aspirin keine Nebenwirkung hätte, oder die Kopfschmerzen immer "heilt", sondern dass es z.B. die Thrombozytenaggregation hemmt. Wir verstehen unter "Wirkung" einfach etwas anderes, ich meine gerade nicht die "Heilung" im absoluten Sinn - belassen wir es doch dabei … und nichts für ungut.

    Hm, ich würde sagen, ein Heilmittel muss in 100% der Fälle wie beabsichtigt wirken.

    Hallo, unter dieser Forderung gibt es gar keine Heilmittel. Du musst Dir nur mal den Beipackzettel eines beliebigen hauptamtlichen Medikaments durchlesen und wirst dort immer potentiell auftretende (unbeabsichtigte) Nebenwirkungen finden....

    Doch, natürlich, denn diesen Widerspruch sehe ich nicht wirklich. Aspirin, Morphium, Blutverdünner – die Wirkung ist jeweils eindeutig, also eigentlich gar keine Prozentfrage bzw. wenn dann 100%. Was diese Wirkung dann im jeweiligen Organismus bedeutet, welche anderen Wirkungen, also Neben-Wirkungen es gibt, ob sich die Hauptwirkung unter bestimmten Voraussetzungen umkehrt usw., und gar, ob der Patient gesund wird, ist eine völlig andere Frage.


    Man müsste zunächst sicher wissen können, dass der Birkenporling z.B. antibiotisch wirkt – das ist dann keine Prozentfrage. Ob diese Wirkung dann in jedem Fall erwünscht ist, unter bestimmten Bedingungen nicht eintritt, wegen zu großer Nebenwirkungen gar nicht angestrebt werden sollte usw., all das ist eine andere Frage, und ohne teure Studien eben nicht herauszufinden.

    Hallo Pilzfreund,

    Ist etwas ein Heilmittel, dass in 50% hilft und in 50% schadet? Schwierig, wohl nur, wenn man apriori Aussagen treffen kann, welche Fälle welche sind. Ist etwas ein Heilmittel, das in 99% heilt und 1% umbringt?

    Wenn man sich schon schwertut, zu sagen, was ein Heilmittel ist, dann dürfte es nicht unbedingt deutlich leichter fallen, zu sagen, ob etwas definiv kein Heilmittel ist - wofür oder wogegen auch immer.


    LG, Bernd

    Hm, ich würde sagen, ein Heilmittel muss in 100% der Fälle wie beabsichtigt wirken. Das Ergebnis kann aber auch nur in 1% der Fälle eine tatsächlich Heilung sein. Ich meine das so: weder die Krankheit, noch die Gesundheit sind monokausal. Das Medikament fördert irgendeinen Prozess in irgendeine Richtung, "macht" aber alleine nicht die Gesundheit. Wie genau das Mittel im Organismus wirkt, müsste dennoch bekannt sein. Das wäre mein Anspruch, um beim Birkenporling über subjektive Erfahrungswerte hinauszukommen. Allerdings - auch die Schulmedizin weiß von vielen ihrer Mittel nur dass, aber nicht wie genau sie wirken :)

    Der Pilz gilt als für die Forschung interessant, ist aber bisher nicht in Studien am Menschen untersucht worden. Es gibt lediglich einige Laboruntersuchungen und wenige Tierversuche.

    Diese deuten darauf hin, dass der Birkenporling im Laborversuch gegen Keime wirken kann, Entzündungen beeinflusst und das Immunsystem verändern kann. Ob und in welchem Ausmaß das beim Menschen eine Rolle spielt, ist bislang offen ....Ich finde es gut, wenn das Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt.

    Es ist nicht nur "bislang" offen, sondern schon sehr lange offen, und wird auch immer offen bleiben. Denn wie gesagt, die Studien am Menschen kosten dann 50 bis 200 Millionen Euro. Es wird also immer dabei bleiben, dass der Pilz "interessant" ist und es "vielversprechende" Hinweise gibt …

    Die klinische Studie gilt als einziger echter Nachweis, und die kostet zwischen 50 und 200 Millionen Euro. Das heißt, der Birkenporling müsste mindestens 50 bis 200 Millionen wieder reinbringen, und diesen Kapital-Einsatz bringt zudem nur, wer wiederum viele weitere hunderte Millionen damit machen kann. Nun wächst der Birkenporling aber an jeder dritten Birke, und ist nicht patentierbar. Das heißt: es wird nie, niemals herausgefunden werden, im wissenschaftlichen Sinn, ob der wirkt oder nicht.


    Viele übersehen, dass wir ein ganz anderes Problem haben als den weltanschaulichen Streit zwischen Schul- und Alternativmedizin, nämlich die Tatsache, dass eine echte Forschung, also bloß um der altruistischen Erkenntnis willen, im Hinblick auf pharmazeutische Produkte aktuell systematisch ausgeschlossen ist. Die Kapitalisierung des Gesundheitswesens definiert nunmal automatisch, welche Art von Erkenntnis noch möglich ist - das Ergebnis muss in entsprechender Weise verwertet werden können. Damit sind wir in eine ganz fiese Falle gelaufen … wir bezahlen den Irrsinn mit den explodierenden Sozialversicherungsbeiträgen.

    , denn heilen können sie nicht, aber eine gesundheitliche Wirkung wird in guter Literatur beschrieben.

    Nun, das altmodische Wort "heilen" bedeutet nichts anderes als eine "gesundheitliche Wirkung" haben. Bei den allermeisten angeblichen "Heilpilzen" glaube ich auch nicht, dass sie heilen/gesundheitsfördernd wirken, bei Birkenporling und Schmetterlingstramete glaube ich es aber doch. Einig sind wir uns also sicher darin, das beides vorerst Glaubenssätze bleiben müssen ;)

    Habe diesen Winter erstmals Birkenporlinge ausprobiert. Bei Erkältungen, Grippe und Magen-Darm-Problemen. An mit selbst und an der halben Verwandtschaft.


    Und was soll ich sagen: ein derart potentes Medikament haben weder ich noch die Probanten aus der Verwandtschaft schonmal erlebt, also nicht für diese Krankheiten. Ich meine natürlich die Krankheit, nicht die Symptome. Selbstverständlich hilft Novalgin schneller gegen die Schmerzen, oder Paracetamol gegen Fieber. Aber eben nicht gegen die Krankheit - und das kriegt der Birkenporling offenbar hin.


    Weder ich noch die freiwilligen Versuchskaninchen glaubten wirklich dran. Aber es lässt sich wiederholen: Halsschmerzen beginnen, die Nase läuft, oder auch Übelkeit etc. - Birkenporling aufgebrüht, und am nächsten Tag gehts ohne Symptome zur Arbeit.


    Beweisen kann ich damit gar nichts, es könnten alles auch ganz kuriose Zufälle sein. Aber wenn mich jemand fragt, was ich denke, was am ehesten bei Erkältungen und Grippe hilft …


    Ich hatte sie getrocknet und dann im Mixer zu Flocken gehäkselt. Davon koche ich ca. 2 Esslöffel in einem Liter Wasser kurz auf, und siede das dann bei niedriger Temperatur 20 Minuten weiter, lasse es dann nochmal eine Stunde ruhen. Der Sud muss saumäßig Bitter sein. Hat mich und meine Familie durch den Winter gebracht, jedenfalls scheint es so …

    Keine KI macht selbständig aus einer Beschreibung kultivierbarer Champignons o.ä. den Satz:


    "Züchte Frankreichs kulinarischen Schatz: 110 Stück Premium Goldene Pfifferlinge Samen – Kultiviere die Ikonischen gelben Trichterpilze, von französischen Köchen für Ihren reichen, pfeffrig-nussigen Geschmack geliebt." Und fügt noch ein Bild von Pfifferlingen hinzu.


    Nein, da hat definitiv ein Mensch beabsichtigt, dass der Käufer glaubt, man könne Pfifferlinge selber ziehen.


    Dass mich jemand wegen dieser Meinung anzeigt, fürchte ich eher weniger :-). Aber ich verstehe durch manche Kommentare hier nun besser, weshalb Enkeltrick & Co. immernoch funktionieren …

    Also gerade die Volksnamen sind eher ungeeignet, um einen Rechtsanspruch geltend zu machen.

    Ich plane nicht, jemanden zu verklagen. Schon gar nicht in China. Dennoch ist der Vorgang (und nicht die Sprache) ziemlich eindeutig Betrug: Es wird ein Produkt beworben, das so nicht existiert. Mit der Sprache hat das gar nichts zu tun. Und ich glaube sogar nichtmal mit der Rechtsordnung des jeweiligen Landes. Für mich ist das aber kein Aufreger, ich habs nur benannt. Es ist doch der Völkerverständigung nicht dadurch gedient, dass ich einen Betrug nicht auch einen Betrug nenne.


    Hallo Leute,


    das sind doch meistens Übersetzungen …Wenn man es genau nimmt is ja auch semen virile kein Samen im biologischen Sinne. Heißt trotzdem so in vielen Sprachen.


    LG, Bernd

    Der Punkt ist doch, dass es nur in ganz wenigen, langjährigen und komplizierten Versuchen gelungen ist, tatsächlich Steinpilze zu "züchten" (obwohl man diese Erfolge angesichts der fehlenden regelmäßigen Wiederholbarkeit eigentlich auch nicht wirklich so nennen kann). Steinpilze, Pfifferlinge zur "Aussaat" und für "reiche Ernten" anzupreisen, ist schon eindeutig Betrug, m.E. auch im strafrechtlichen Sinn. Es wird sicher kein einziger Käufer nachher tatsächlich Steinpilze ernten. Dass sie das "Samen" nennen, ist da mehr eine Randnote …

    Hallo,


    wenn schon, dann würde ich diesen Samen von "Ameison" beziehen. Die sind sogar winterhart und für Hochbeete geeignet. Da muss man sich bei der Ernte auch nicht so bücken. ==Gnolm13


    https://www.amazon.de/steinpil…psc=1&smid=A32U4UU8PMAGFH

    Laut Herstellerangaben sind die sogar für Drinnen gedacht und wachsen zudem auf "Laubboden". Ich denke, wer diese beiden Bedingungen erfüllt, kriegt das schon hin mit dem Pilzwachstum. Und 350 Steinpilz-Samen immerhin. Man sollte aber nachzählen und reklamieren, falls es doch nur 349 sind.

    Klasse. Auf die Frage, wieviele Steinpilz-Samen enthalten seien, antwortet ein Anbieter: "106 Samen für eine üppige Aussaat". Und die Käufer sind schon sehr "gespannt", obs gelingt. Naja, es kann natürlich nicht bei allen klappen :) Und bei nur 6 Euro Verlust fragt sowieso keiner nach der Erfolgsquote …


    Pilzmännchen kann ich sehr empfehlen. Habs mal in einem pilzleeren Winter ausprobiert, und hatte auf Anhieb eine tolle Ernte.

    Einspruch! Sowohl der langstielige als auch der echte Knoblauchschwindling haben ein ganz besonderes, an gerösteten Knoblauch erinnerndes Aroma. Als Knoblauch-Ersatz macht das keinen Sinn – natürlich ist echter Knoblauch besser, wenns ums Gewürz in entsprechenden Gerichten geht. Aber der Knoblauch-Schwindling solo, in einer feinen Sahnesauce ist spannend – und dass man dieses besondere Aroma auch gut pur in einem Öl hervorlocken kann, wie ixi78 plant, kann ich mir daher gut vorstellen …

    Was genau möchtest du wissen - ob du mit den vorgeschlagenen Gattungen richtig liegst? Vielleicht - vielleicht aber auch nicht. Auf dem ersten vermeintlichen "Mürbling" könnte Glimmer zu sehen sein - und der zweite theoretisch nach Nelken riechen … vielleicht aber auch nicht. Einen Ellerling sehe ich auch, vielleicht sogar zwei. Und mit etwas Phantasie einen Lepista … jedenfalls hast du ja schon recht konkrete Vorstellungen, was du da jeweils erkannt haben willst – ohne scharfe, farbechte Fotos aus mehreren Perspektiven kann man das aber leider weder bestätigen noch verwerfen …

    Ich meine ehrlich gesagt einfach das, was den wilden Austernseitling vom Zucht-Seitling unterscheidet. Ich nenne das Baum-Aroma. Und das unterscheidet sich, je nachdem, ob ich sie von Buche, Pappel oder Weide sammle (von Eiche mag ich sie gar nicht).

    Stimmt, asiatisch geht auch. Finde sie dafür aber fast zu schade. Die haben so ein tolles Aroma, da ist die einfache mediterrane Zubereitung besser.

    Mediterran passt super, wie von dir oben beschrieben. Und klar, asiatisch deckt alles zu. Allerdings sind wilde Austern manchmal etwas streng (hängt glaube ich vom Baum ab), und gerade die kommen asiatisch dann unaufdringlicher.


    Hier ein häufiges Asia-Gericht bei mir:


    1. Sauce: 2 Zehen Knoblauch pressen, etwas Ingwer reiben, mit 1 EL neutralem Öl vermischen, ein Schuss Sesamöl dazu, dann 4 EL-Soja-Sauce, 2 EL Austern-Sauce von Megachef, 1 Spritzer Essig oder Zitronensaft, 1 EL Zucker oder Reissirup, eine Prise Chillipulver, das ganze sämig rühren.


    3. Austern lange kräftig in neutralem Öl braten, bis sie eher "trocken" wirken und gut angebräunt sind, leicht salzen, beiseite stellen.


    4. Gemüse ebenso braten, aber nicht salzen! Ich nehme meist ein Karotte, eine Zwiebel (ganz grob, eben als Gemüse), eine halbe Zucchini, manchmal etwas Kohl (z.B. PakChoi), oder was halt da ist.


    5. 200g fertige Nudeln dazu, also z.B. Udon, Glasnudeln oder Konjak-Nudeln, etwas mitbraten. Dann die Sauce unterheben, zwei-drei Minuten einkochen lassen, Gemüse und Pilze dazu, mit viel frischem Koreander und Frühlingszwiebeln bestreuen, eventuell etwas Sesam.


    Die meisten Pilze gehen da natürlich unter, aber Austern kommen ganz gut zur Geltung …

    Stegi Bei 2 und 3 hielte ich Schüpplinge für denkbar, die wegen der Jahreszeit nicht mehr so aussehen, wie sie sollten …

    Moosfreundin Austernseitlinge jung sammeln, lange braten, bis sie wirklich nicht mehr knatschig/wässrig sind, und eher asiatisch. Sahne sehe ich da gar nicht dran, geht aber schon auch an Pasta, scharf angebraten mit ordentlich Olivenöl .