Beiträge von Daniel224

    Hallo,

    die riechen ja auch wie Pfifferlinge, den Grundgeruch, den man kennt, daß fruchtige, der ist ganz klar erkennbar. Nur fand ich bei meinen, daß dazu noch eine deutlich würzig pilzige Note dabei war. Vermutlich ist das aber auch etwas variabel. Manche normale oder Samtpfiffis riechen ja auch mal mehr, mal etwas weniger.

    Wie auch immer, der Geruch macht ja süchtig, ich liebe diesen fruchtigen Geruch. :)

    Das mit dem recht schnellen gilben, bzw. bis in rotbräunliche färbend, das ist bei denen so, das kenne ich, bei meinen von letztes Jahr sieht mans auch gut an den Leisten.

    Hab dieses, wie letztes Jahr auch, eine Geschmacksprobe roh gemacht, fand ich schon recht deutlich pfeffrig scharf, das würde ja auch für C. pallens sprechen, C. friesii find ich ähnlich scharf in der Geschmacksprobe, die normalen und die violetten find ich milder. Find C. friesii sogar noch einen Ticken schärfer, als die jetzt. Das ist geschmacklich auch bisher mein Favorit, gut sind sie aber alle.

    Tja, mit dem Kalk, gute Frage. Der Weg war mal vor Jahrzehnten geschottert worden, kann auch Zufall sein. Der Boden dort ist ansonsten ein typischer Bördeboden, die Hildesheimer Börde, also solche Lössböden. Nicht weit nördlich davon, ca. 8-10km, gehts ja deutlich sichtbar, zuerst stellenweise, dann flächig, in den typisch sandigen Heideböden über, mit dem entsprechenden Bewuchs.

    Ja, die können ziemlich groß und kräftig werden, ich hab letztes Jahr schon gestaunt zum Teil.

    Wie dem auch sei, neben den zwei größeren standen noch min. 15 ganz kleine Knöpfchen und gut 100m dahinter ist eine weitere Stelle, wo noch nix war, bzw. nicht zu sehen unterm Laub, schauen wir mal nächstes Wochenende, bei denen kann man sich ja etwas Zeit lassen.


    LG

    Daniel

    Was mir bei denen auch auffällt, der Geruch ist schon anders, als bei anderen Arten. Manche riechen ja von Weitem schon fruchtig so ähnlich, wie Mirabellen oder Aprikosen, die eher weniger.

    Die haben eine etwas mehr pilzig würzige Note dabei, aber auch das fruchtige ist dazwischen raus zu riechen. Ich find die nach Zubereitung irgendwie fester, als andere.

    Ist der Hut in deiner Hand erst so gelblich geworden? Meine waren kaum fleckig beim Entnehmen, das ergeb sich ebenfalls so binnen 5 - 10 Minuten, war mir bei denen aber so schon bekannt von letztes Jahr. Die Schnittstellen waren auch angegilbt, bevor ich sie mit zur Pilzsauce gegeben habe, etwa 30 Minuten nach dem Foto. Gegart sehen die auch nicht wirklich anders aus, als andere. Der knallgelbe, vielleicht eine andere Art?

    Geschmacklich auf jeden Fall sehr gut, finde ich.

    Hallo,

    na was für ein Zufall ^^ , also ich denk auch, daß es der ist, den du vermutest, ich finde die Art immer an der gleichen Stelle, eindeutig kalkhaltig, fast reiner Buchenwald.

    In dem Fall auf und neben einem sehr alten geschotterten Weg, wo man früher zum Holzmachen mit dem Traktor in den Wald rein gefahren ist.

    Laut Literatur gilben die nach einer gewissen Zeit beim Anschnitt und bei Drick auf dem Hut, bei meinen ist das so. Sonst käme ja noch Cantharellus subpruinosus in Frage, der ja so ähnlich aussieht, aber wohl makroskopisch schwer auseinanderzuhalten ist. Beide Funde von exakt der gleichen Stelle, unter der gleichen Buche, wie im Jahr zuvor.

    1. Fund von heute

    2. Heute, Unterseite

    3. Fund vom 20.08.2023

    4. Unterseite

    Hallo,

    hier hats schon mehrfach geregnet, stellenweise starke Gewitter mit kleinerem Hagel/Graupel. Mancherorts auch weniger. In den letzten 5 Tagen zusammen etwa 25 Liter, stellenweise über 40, aber halt leider nicht überall. Obwohl man ja eigentlich weiß, daß es nach Trockenheit etwas dauert, bis was kommt, kann mans ja trotzdem nicht lassen und schaut nach.

    Viel wars nicht, aber immerhin, die ersten Pfiffis für 2024. Zwei größere, die heute mit im Essen landen, dazu noch 10-15 ganz kleine Stecknadelköpfchen drumrum, da schauen wir mal nächstes Wochenende nach.

    1. Laubwald, überwiegend Buche, gefunden direkt unter Buche an sonnigerem warmem Südrand des Waldes, Boden kalkhaltig, alter geschotterter Weg, wo früher mit Traktor Holz aus dem Wald geholt wurde, Kies deutlich zu sehen, ansonsten auf dem Boden Laub, Bucheckern und versch. Gräser.

    Geschmacksprobe, deutlich pfeffrig scharf. Geruch fruchtig obstig mit würzig pilziger Note. Ich bin bei Cantharellus pallens - Blasser Laubwaldpfifferling.

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    LG

    Daniel

    Hallo,

    Ich weiß nicht wie alt die Karte von dir Daniel ist, aber wenn ich mich richtig erinnere, hat das Judasohr in den vergangenen Jahrzehnten tatsächlich eine viel größere Verbreitung bekommen, was wohl vor allem an der zunehmenden Verbreitung des Hauptwirts Holunder durch Eutrophierung liegt. Das kam mal am Rande auf einem Vortrag auf der letzten BLP-Tagung vor.


    Rheinland-Pfalz ist stellenweise recht wenig kartiert (vergleiche den Bearbeitungsstand auf pilze-deutschland für RLP, es gibt sogar weiße Flecken auf der Karte :huh: ), ich denke das ist mindestens ein Teilgrund, dass das Ohr in RLP so wenig kartiert ist.

    Hallo Lara,

    wenn man auf der Kartierungsseite ist, dann wird einem beim Klicken auf eines der Quadrate angezeigt, wann das war, mit exaktem Datum und in etwa wo.

    Manche Daten sind schon von 2010 - 2012, manches neueren Datums.

    Ich denke auch, daß es wohl eher eine Sache der Kartierung ist, die lückenhaft ist.

    Müßte man mal gezielt nach suchen, ich denke, daß man da sicher fündig wird.

    Hier bei mir gibts die auch nicht massenhafz, aber man findet sie nicht selten, fast in jedem Wald irgendwo, meist eben auf Holunder.


    LG

    Daniel

    Hallo Jan,

    vielleicht könnte das etwas helfen?

    Die Daten sind sicher schon ziemlich alt, aber das muß ja nicht zwingend was heißen. Klick auf die blauen Quadrate und es wird die regionale Karte angezeigt und darüber stehen die exakteren Daten vom Fundort, auch wer da wann was gefunden hat.

    westl. Bundesländer

    Zumindest damals gabs im südlichen Rheinland Pfalz doch eher größere Lücken. Hats vielleicht nur niemand wirklich kartiert oder ists da wirklich so mau?

    Keine passenden Bäume? Kann ich mir nicht vorstellen.


    LG

    Daniel

    Hier wär ein älterer Thread, wo man auf den Fotos die rötlichen Madenfrßgänge sehr gut sehen kann.

    Aber auch an beschädigten Stellen sieht mans meist sehr gut oder an Schneckenfraßstellen.

    Amanita rubescens (Perlpilz) – Fundkorb

    Perlpilz – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    In den allermeisten Fällen sieht mans spätestens, wenn man die Huthaut abzieht, darunter färbt sichs in aller Regel immer mehr oder weniger rötlich, bei manchen zur Hutmitte hin stärker, als am Rand, das färbt natürlich nicht so schnell wie bei ner Flockenhexe, aber man siehts meist nach kurzer Zeit eindeutig.

    Es gibt auch eine Variation mit gelblichem Ring, hatte ich schon 2 Mal, aber wohl eher selten, gefunden in Fichtenmonokultur mit wenigen Birken dazwischen.

    Der sehr rötliche war aus einem Birkenwald in einem Moor. Die anderen beiden direkt von der Wiese unter meinem Balkon. Find aber in verschiedensten Wäldern immer wieder mal solche mal solche. Ich find beides in unterschiedlichsten Wäldern. Manchmal findet man auch eher zarte filigrane, manchmal eher nur so dicke Klopper.

    Weitere Beispiele:

    1. gleiche Wiese unterm Balkon, deutlich rötlich

    2. recht dunkel rotbräunlich, gleiche Wiese, Bäume u.a. Holunder, Linde, Haselnuss

    3. Wald ein Mix aus Birken,Eichen, Kiefern

    4. Buchenmischwald

    5. nahezu nur Kiefern

    Hallo Stefan,

    die Perlpilze können mal so, mal so ausfallen. Wenn an Hut und Stiel nur sehr wenig rötliches zu sehen ist, dann nicht selten an der Knolle, wenn die von unten schon angeknabbert ist von Maden. Wenn du die Huthaut abziehst, dann verfärbt sich das Fleisch meist gut erkennbar stellenweise hell rosalich.

    So richtig deutlich rot, sodaß mans schon von Weitem sieht, find ich hier schon regelmäßig, die sind eben was das betrifft recht variabel, mal so mal so.


    1. ganz deutlich rötlich, Foto nicht bei Tageslicht

    2. weniger ausgeprägt, aber erkennbar

    3.nöch schwächer ausgeprägt, aber beim Entnehmen waren die an der Knolle klar rötlich, weil unten madig und am gerieften Ring


    LG

    Daniel

    Graue Wulstlinge zu Speisezwecken zu sammeln, halte ich für angewandten Masochismus.

    Die schmecken widerlich und sind im Grunde nicht genießbar, ein "Kriegspilz" halt.


    Grüße Harald

    Moin,

    jeder, wie er mag, ich denk eher an sowas, bei dem Geschmack, hab den grauen einmal probiert...genügt auch.

    Zuckerrüben verfaulen auf den Feldern
    Zucker ist ein wichtiges Lebensmittel. Doch in der Region liegen tausende Tonnen Zuckerrüben ungenutzt am Straßenrand. Wieso?
    www.nordkurier.de


    LG

    Daniel

    Hallo,

    da empfehle ich solche Wälder, so sehen die Moore zum Teil zumindest auch jetzt immer noch aus bei uns, nach den starken Niederschlägen Anfang des Jahres.

    Da kanns noch so trocken sein, dann verschiebt sichs nur zeitlich etwas, ansonsten wie gehabt Pilze im Überfluß, wer weiß was alles, kein Jahr, wo es nicht so gewesen wäre seit den letzten 5 Jahren.Mit Pausen regnets bei uns seit einigen Stunden, hört sich aber mehr an, als es sein wird, mal schauen, passt schon.

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    LG

    Daniel

    Für den ersten Schub im Jahr braucht es aber definitiv ergiebigen Regen, sonst starten sie nicht, egal wie warm es ist.

    Ja, sehe ich auch so, bei vorher vorhandener größerer Restfeuchte oder teils im Inneren dauerfeuchten Wäldern gehts unter Umständen etwas schneller, weil noch genug Wasser vor Ort ist, aber meist brauchts einmal den etwas größeren Regen.

    Ja, so halte ich das auch, ich probier erst mal ein bischen aus.

    Grauen Wulstling mag ich nicht, das erinnert mich irgendwie an qualitätiv schlechte überlagerte Steckrüben, die ja sonst was Feines sind.

    Süß zu Pilzen finde ich auch mal gut, kross in Butter gebratene Perlpilze mit nem Spritzer dunklem Waldhonig auf Weißbrot, lecker.

    Die Perlpilze sind bei mir zumindest weit oben auf der Liste

    Samtfußkrempling, hab ich probiert, die Wurstsalatversion, war so lala, muß ich aber nicht nochmal haben.

    Harter Zinnobertäubling, ja, um den ists schade, der ist hier häufig in Massen zu haben, nee danke, lass mal lieber, den mag ich auch nicht.

    Ich denk mal, da ist jeder hier so etwas eigen, was die Arten angeht.

    Die Auswahl ist ja bisweilen reichlich, da ist für fast jeden was dabei. :)

    Hallo,

    je nachdem, wie die Bodenfechte vorher noch war, 7-10 Tage, je nach Standort, dann kommen die so langsam raus, wenn vorher Steppe, zwei drei Tage mehr.

    Die ersten "schießen" oft schnell stark in die Höhe, da denkst du ob du überhaupt was findest und dann nah beieinander einige riesige Leichen.

    Meist geht so eine Welle bei mir so ungefähr den gleichen Zeitraum, wie lang man gewartet hatte, etwa 10 Tage +/-, dann oft so um 14 Tage Pause, dann gehts wieder los, vorrausgesetzt es regnet immer mal wieder etwas, sonst länger. Die Sommersteinis kommen zumindest meiner Beobachtung nach durchaus auch mit weniger Feuchtigkeit klar, ich find sie auch nicht selten an eher trockeneneren Südseiten von Laubwäldern, mit viel Licht und kaum Bewuchs, nur laub oder auch teils auf festeren Untergründen.


    LG

    Daniel

    So verschieden sind die Geschmäcker eben.

    Vertrage die Schmierröhrlinge auch, außer den Butterpilz, da hatte ich mal leicht flotten Otto danach, vor Jahrzehnten schon, die waren damals aber auch nicht gerade fettarm zubereitet, kann auch daran gelegen haben, bei meinen Großeltern, seitdem ess ich den nicht mehr. Aber die Lärchenröhrlinge hab ich bisher immer abgezogen, wenn ich sie mal probiert hatte.

    Ist wie mit dem Kuhröhrling, den lassen viele stehen, ich mag ihn oder den Sandröhrling, die beiden nicht abgezogen. Den Ringlosen Butterpilz hatte ich auch mal verkostet, fand ich auch nicht so dolle. Im Prinzip nehm ich an Schmierröhrlingen nur Kuh und Sandröhrling, die find ich beide gut.

    Ist wie bei den ganzen filzigen Röhrlingsgeschichten, da gibts auch so ein paar, die ein etwas sehr mildes Aroma haben, aber auch welche die ganz gut sind, man probiert sich halt so mit den Jahren einmal quer durchs Sortiment :)

    Manchmal liegts aber auch an der Zubereitung, da kann man ja auch dran basteln. Wenn das dann auch nix ist, was solls, bleiben sie eben da für die anderen Pilzfreunde :snail: :snail: :snail: :snail:

    Moin,

    sieht gut aus.

    Ist immer nur das Problem die Huthaut abzuziehen, insbesondere, wenn die nass und glitschig sind, da zerbröselt man die schnell, wenn die noch so klein sind, so ganz große taugen ja in den seltensten Fällen noch was. Der graue Lärchenröhrling genau dasselbe, auch meist glibberig schleimig.

    Geschmacklich alles nix, finde ich.

    Bleibt für andere Sammler stehen.


    LG

    Daniel

    Hallo Bernd,

    vielen lieben Dank für deine Einschätzung.

    Habe derartige Pilze noch nie vorher in der Natur gesehen oder in der Hand gehabt. In ein paar älteren Videos hatte ich mal irgendwo was über die Geweihförmige Holzkeule gesehen, die da während einer Tour gezeigt wurde.

    Toll, da freue ich mich sehr, auf jeden Fall ein Erstfund.


    LG

    Daniel

    Hallo,

    ich habe heute beim spazieren gehen am Kiesteich an einem Laubholzstumpf einige kleine keulenförmige Pilze gefunden.

    Größe: max. 2,5 - 3 cm hoch, Dicke von 3-5 mm bis etwa 1 cm

    Geruch: nach nichts, etwas pilzig erdig, was aber wohl von dem Stumpf kommt und den Anhaftungen an der Basis

    Geschmack: nicht probiert

    Konsistenz: zäh/faserig, Fleisch weißlich

    Farbe Fruchtkörper: zur Basis hin dunkler bis schwärzlich, am oberen Ende weißlich/gräulich, teils auch beige bräunlich mit rotbräunlichen Anteilen, manche, die dickeren vor allem, teils auch fast ganz dunkelgrau bis schwärzlich. Bei manchen auf dem Stiel weißliche Punkte, wie Tröpfchen. Manche am oberen Ende rissig (vielleicht wegen der Trockenheit).

    Baumstumpf: unbekannt, eventuell Ahorn, gibts da viel, aber nicht nur

    Hab versucht, da was raus zu kriegen mit Literatur und bin irgendwie bei der Gattung Xylaria - Holzkeulen gelandet, aber welche Art, kann ich nicht sagen.

    Was könnte das sein?

    Ich hoffe die Handybilder sind einigermaßen gut zu erkennen.

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    LG

    Daniel