Hallo Bernd,
na prima, schon mal eingekreist!
Die Krusten kenne ich zwar überhaupt nicht, aber beim letzten Bild würde ich sogar ein kräftiges Violett erkennen wollen.
LG, Martin
Hallo Bernd,
na prima, schon mal eingekreist!
Die Krusten kenne ich zwar überhaupt nicht, aber beim letzten Bild würde ich sogar ein kräftiges Violett erkennen wollen.
LG, Martin
Hi Bernd,
du kannst ja mal den Schlüssel IXb in DFD probieren und schauen, wie weit du kommst. Vielleicht ist zumindest die vorgeschlagene Gattung intgeressant.
Ansonsten gibt es immer den "interaktive Guide" bei Italic, der bei Adam und Eva beginnt. Den benutze ich auch recht gerne in solchen Fällen.
LG, Martin
Hallo Bernd,
ich kenne sie leider nicht. Und selbst wenn ich so etwas schon gesehen hätte, würde ich mich auf den makroskopischen Eindruck nicht verlassen, sondern schlüsseln.
Um die sterilen Krusten schlüsseln zu können, sind eigentlich immer die Tüpfelreaktionen (ev. auch UV) nötig, ehe man nach Konidiengrößen befragt wird. Auch Farbe (hier wohl grünlich oder oliv schwarz) und die Farbreaktionen des Excipulums (in KOH und HNO3) werden regelmäßig abverlangt.
Aber du kennst die entsprechenden Schlüssel ja.
Nach Pseudothelomma ocellatum sieht es mir zumindest nicht aus. Leider kann ich aber nicht weiterhelfen.
Kniffelig...
LG, Martin
Hallo Ernst,
ich kann nichts dazu beitragen - bin aber gespannt, was dabei herauskommt.
Aber du weißt natürlich, wohin ich mit deinen Angaben schlüssle.
Da die erschlüsselte Art als extrem selten gilt und ich sie überhaupt nicht kenne, halte ich mich lieber vornehm zurück.
Ob die rosa Färbung vorkommen darf?
Könnte die Färbung durch einen Befall herrühren?
LG, Martin
Hallo Sandra,
achte mal auf stellenweise gelb-orange bis ocker-braune Krusten z.B. an Kiefern und alten Eichen, oft direkt am Wegrand.
Diese Farbe ist ziemlich auffällig und eigentlich gut zu beobachten, teilweise bereits aus etlichen Metern Entfernung, wenn man sie einmal erkannt hat.
Die Ch. ferruginea kann - wie alle anderen Flechten auch - blass bis kräftig gefärbt sein.
Die Fruchtkörper der Stecknadelflechten sind im Normalfall übrigens SEHR klein (ähnlich kleine Bartstoppeln => Lupe !):
Ich hatte ist zum ersten Fund deutlich Größeres gesucht und daher nie gefunden.
Irgendwann kommt das Aha-Erlebnis - denn du bist bestimmt schon 100x d'ran vorbeigelaufen!
Chaenotheca ferruginea an Kiefer mit sehr wenigen Fruchtkörpern.
An Kiefer ist sie oft mit Hypocenomyce scalaris vergesellschaftet, die ebenfalls eine typische und auffällige Färbung (blass ocker) mitbringt.
Chaenotheca ferruginea (vermutlich an Eiche) mit Fruchtkörpern
Sterile Chaenotheca ferruginea an Eiche.
An Eiche finden sich zugleich oft andere Stecknadeln mit eher grünlichem Thallus.
Hallo und
Oh ja,
die Schneeglöckchen sind da! ![]()
Ich hab gerade schnell mal zum Fenster raus geschaut, unter der Felsenbirne, da blühen auch bei uns die ersten Schneeglöckchen. Der Frühling kommt!
Eigentlich normal ab der dritten Januarwoche, hier in BW. Naja, bis zum Voll-Frühling (Apfelblüte) dauert's wohl noch ein Weilchen... ![]()
LG, Martin
Hallo Sandra,
schön, dass dir die Flechtlein gefallen.
Ich habe die Flechte in Bild 14 zwar noch nicht mikroskopiert, habe aber diese hier ein wenig in Verdacht.
Zu einem gemeinsamen Ausflug hatte ich auch Mal wieder Lust. Blöd nur, dass die Wohnorte so weit auseinander liegen. Aber ich hoffe es klappt irgendwas demnächst wieder, z.B. im fränkischen Norden. Wäre doch schön.
LG, Martin
Hallo Ernst,
ich habe die Gründe für die Zuordnung verstanden.
Ich hatte versucht, herauszufinden, ob auch S. dactylophyllum gelegentlich mit Lobarsäure vorkommen kann, konnte aber aber keine Bestätigung hierfür finden. Somit bleibt wohl nur S. alpinum zur Auswahl.
Mich würde interessieren, was ein Lichenologe zum Thema sagen könnte, wie z.B. Patrick ( nupharlutea ).
Aber leider ist Pateick nur sehr sporadisch im Forum zugegen.
LG, Martin
Hallo Ernst,
ein interessanter Fund!
S. alpinum habe ich bislang nur in den Alpen gesehen, auf Geröllboden zwischen / auf den letzten Pflanzenresten der alpinen Windheide.
Diese Funde waren alle irgendwo sehr deutlich rosa filzig, die Phyllocladien eher knotig als lang gefingert.
Wenn die Farbreaktion nicht KC+ violett (Lobarsäure ?) wäre, hätte ich in Richtung S. dactylophyllum tendiert.
Die P-Reaktion würde ich schon als kräftig gelb bezeichnen, zumal die Reaktion deutlich in die Lösung ausblutet.
LG, Martin
(P.S. Du hättest den Nachtrag auch an den ursprünglichen Bericht vom Mai anhängen können, damit alle Angaben und Daten übersichtlich beisammen wären.
So muss jeder den alten Bericht erst suchen und finden.
Jeder Thread rutscht durch einen neuen Beitrag in der Übersichtsliste automatisch nach ganz oben.)
Oh je,
jetzt merke ich, dass schon wieder Freitag ist und ich habe den Vortrag gestern verpasst. Zu spät!
Wird er vielleicht online gestellt? Dann könnte ich das nachholen...
LG, Martin
Hallo,
bedingt durch die Witterung war nicht schrecklich viel aber doch einiges zu beobachten. Siehe hier
VG, Martin
Hallo Ingo
es tut mir leid, dass du von Influenza befallen bist. Ich hoffe sehr, du musst nicht zu sehr darunter leiden. Schone dich und erhole dich richtig, mit der Grippe ist nicht zu scherzen!
A propos Schnee, der lag ja nicht nur auf dem Schneeberg, da habe ich ja gar nix dagegen, sondern plötzlich überall herum. Im übrigen war der Schneeberg eher ein Eisberg. Der oberste Wanderweg glich einem gefrorenen Bach mit spiegelglatter Oberfläche. Sehr mühsam!
So kalt und schneereich wie jetzt war es seit Jahren nicht mehr.
Schade, dass das Pröbchen Microcalicum verschollen ist. Der echte Nachweis bleibt somit aus, auch wenn es sich recht wahrscheinlich um diesen Parasiten handelt.
Ich wünsche dir gute Besserung, alles Gute
Martin
Hallo Bernd,
solche runzligen Sporen finde ich auch oft in diversen (Flechten-)Ascocarpen, zumeist bei Arten mit braunen Sporen. Aber vielleicht fällt der Effekt hier nur hesser auf: Ich halte solche Sporen für stark überaltert, bzgl. der Maße für nicht repräsentativ und ignoriere sie. Du findest sie auch gruppiert zu 8 in überalterten, meist ebenfalls kollabierten Asci. Wenn die Asci aus welchen Gründen auch immer (zu lange Trockenheit?) die fast reifen Sporen nicht mehr ausschleudern können, verbleiben diese im Ascus und kollabieren irgendwann.
BWB färbt das Cytoplasma blau ein, während die Zellwände nicht gefärbt werden (Kongorot wirkt umgekehrt). Daher der helle Rand um den Ascus (Ascuswand, Tholus).
Hyaline, unreife Sporen sind im Inneren damit auch blau gefärbt, das Ascoplasma um die Sporen herum ist blau gefärbt, ebenso das Plasma in den Paraphysen; an freien, halonaten Sporen in Wasser haftet manchmal die schön eingefärbte blaue Schleimhülle (Halo) an. Ascuswand, Septen und Hyphenwände bleiben farblos, plasmafreie Hyphen ebenso.
Ich habe hoffentlich nichts Falsches aus dem Stegreif behauptet und es interessiert dich überhaupt. Ich möchte nicht naseweis rüberkommen, aber ich freue mich ja immer, wenn jemand etwas bei mir anmerkt und denke, dir geht es ähnlich. ![]()
LG, Martin
Hallo Bernd,
die ganz typischen, schwarzen Punkte bei Pleurosticta sind übrigens keine Isidien, sondern gelten als Pyknidien.
LG, Martin
Hallo und ein gutes Neues Jahr wünsche ich!
Über Silvester habe ich einen Kurzausflug ins Fichtelgebirge und zur Münchberger Gneismasse unternommen.
Dort kommen viele interessante Gesteine vor, was auf spezielle Funde hoffen lässt.
Blöderweise hat es bei Ankunft begonnen zu schneien und schon am Tag nach der Anreise war das Land unter einer dünnen, aber geschlossenen Schneedecke verborgen.
Flechten zu finden, ist damit natürlich ganz erheblich erschwert, denn auch wenn man einige Quadratzentimeter vom losen Schnee befreit, sieht man eben nur genau diese Stelle - jeglicher Überblick fehlt...
Trotzdem und gerade durch den Schnee hat die Landschaft ihren besonderen Reiz.
Bild 1 Der Schneeberg gilt als höchster Berg Frankens. Nicht nur der Gipfelbereich ist - abgesehen von den Wegen - Naturschutzgebiet und darf nicht betreten werden.
Bild 2 Das "Fundament" des Aussichtsturmes ist ein naturbelassener Granitblock auf dem sich viele Nabelflechten / Umbilicarien tummeln.
Bild 3 Fruchtende Umbilicaria deusta in Mengen, mit Raureif überzogen
Bild 4 Mindestens zwei, vielleicht drei oder gar vier Umbilicaria-Arten auf einem Foto?
Bild 5 Erinnert an Hypogymnia, ist aber schmallappiger, relativ dicht anliegend, nicht hohl, Enden gebräunt und nicht an Rinde wachsend:
Brodoa intestiniformis zwischen den Umbilicarien ist ein Eiszeitrelikt der hohen Mittelgebirge.
Wenige Kilometer nördlich des Fichtelgebirges gelangt man aus dem Granit-Gneis-Bereich ins Land des grünlichen Serpentinit:
Bild 6 Lockerer Baumbewuchs auf Serpeninit-Halde
Bild 7 Grüner Serpenitint (Prasinit) mit reizvoll kontratierendem Flechtenbewuchs
Bild 8 Candelariella vitellina kommt in großen Mengen auf den Felsen vor
Bild 9 Weg durch Kiefern - Bäume sind im Fichtelgebirge erstaunlich arm an Flechten!
Dafür sind die Felsen dicht mit Flechten überzogen.
Sogar A. ciliaris (eigentlich auf Rinde vorkommend) konnte ich auf einem der Felsen erkennen, jedoch an keinem Baum...
Bild 10
Bild 11 Stellenweise liegt der Schnee schon reichlich dick
Bild 12 Chloritschiefer-Felsen
Bild 13 Psilolechia lucida (Bildeinsatz, auf Silikat) kann von der unbereiften, schwarzen Microcalicum arenarium befallen werden. Leider ist meine Probe dieser Stecknadelflechte verschollen.
Bild 14 Eine violette Kruste - eventuell eine Lecanactis
Einige wenige, günstig gelegene Stellen sind kaum vom Schnee bedeckt oder gar schneefrei, wie hier:
Bild 15 Serpentinit-Fels
Bild 16 Orange Caloplaca mit graubraunem Thallus, vermutlich Rufoplaca subpallida
Bild 17 Orange Caloplaca, gelbe Cadelariella und Physcia
Bild 18 Diploschistes scruposus, umrahmt von Leprocaulon microskopicum
Bild 19 Falsche Rentierflechten, Cladonia subrangiformis
Bild 20: Physcia mit Lippensoralen auf basischem (SiO2-freiem) Silikat. Da keine KOH-Reaktion eintritt, offenbar keine P. dubia, sondern P. subalbinea.
Bild 21 Xanthoparmelia conspera besitzt große, braune Apothecien und Isidien
Bild 22: Ein schöner Farbtupfer ist gelb-orange Xanthomendoza huculica
Bild 21 Irgendwann muss ich mich ernsthaft mit den Moosen beschäftigen
Bild 22: Keine Flechte, kein Moos, trotzdem schön anzusehen - ein Steinbrechgewächs
Ich hoffe, euch hat der kleine Ausflug Spaß gemacht.
LG, Martin
Hallo an beide Bernde,
die beiden Flechten, die Bernd benamst hat, hatte ich auch so zugeordnet. Insbesondere die Pleurosticta ist ganz eindeutig. L.pulvinatum kennst du selbst.
Bei den anderen wird es etwas schwieriger, weil nicht allzu viel erkennbar ist.
Die erste Flechte sieht nach einer isidiösen Collema aus. Ich würde mit L. fuscovirens vergleichen.
Die weiße, lecanorine Kruste ist leider etwas überbelichtet und unscharf. Etwas unklar, aber schau dir mal L. albescens an.
Übrigens fände ich die kleine, orange Blattflechte neben der Pleurosticta interessant. Hast du dazu mehr?
LG, Martin
Hallo Bernd,
tausche ja da Scheunentor nicht aus, das scheint eine Fundgrube zu sein!
Ich schlüssele zum gleichen Ergebnis (C. trachylioides) bei Wirth et al., Artbeschreibung und Habitat scheinen gut zu deinem Fund zu passen.
LG & GR,
Martin
Hallo Maronisto,
mit Flechten bist du natürlich im Flechten-Unterforum gut aufgehoben. ![]()
Dein eines Foto ist nun nicht sehr detailreich. Bräunliche Blattflechten auf Rinde gibt es einige.
Ich erkenne keine Sorale und vermute feine Isidien.
Vergleiche deinen Fund deshalb mit Melanelixia glabratula. Der Link führt dich zur bretonischen Flechtenseite, die den Vorteil hat, Verwechslungspartner anzugeben.
LG und einen guten Rutsch,
Martin
Hallo Maronisto,
von deinen Fotos sieht man nur ein reichlich unscharfes Bild eines Gänseblümchens und einer vermutlich bodenwohnenden Blattflechte mit hellem Rand (?), ansonsten nur ins Leere führende Verweise.
Weißt du, wie Bilder korrekt eingebunden werden? Falls nicht, findest du im Forum unter Pilzbestimmung/Unser Forum/Bildupload (angepinntes Thema weit oben) eine gute Beschreibung dazu.
LG, Martin
Hallo Bernd,
das sieht sehr interessant aus. Sicher gehst du demnächst nochmal an die Fundstelle, oder?
LG, Martin
Hallo Michael,
viele Dank für den Hinweis: Blockmeere sind immer sehr lohnend, wenn man Flechten finden möchte.
Und Granit ist interessant, da diese Blöcke recht beständig sind. Das gibt meinen kleinen Freunden Zeit sich zu entwickeln. Eine Granitblockhalde habe ich bislang noch nicht besucht.
Das Fichtelgebirge gilt als geologisch sehr abwechslungsreich: Granit, Basalt, diverse metamorphe Gesteine, u.a. auch Marmor, ...
Ich bin gespannt, was ich finden werde.
Ich wünsche dir ebenfalls schöne Feiertage!
Martin
Hallo,
ab Sonntag geht's mal bissle ins Fichtelgebirge.
Hast vielleicht jemand einen lohnenden Tipp (Felsen, Klippen, Uraltbäume, Hohlwege ... )?
Ich bin dort ja fremd... ![]()
Hoffentlich scheint die Sonne!
LG, Martin
Hallo Wutzi,
vielen Dank für den schönen Bericht vom Rennsteig.
Ich denke mit viel Freude an meinen eigenen Besuch dort zurück.
Das Wetter ist im kalten Winterlicht sehr viel schöner als im Regen damals. Das Eis verleiht der Landschaft einen besonderen Reiz. Du hast einen schönen Tag für den Besuch gewählt.
Liebe weihnachtliche Grüße von Neckar,
Martin
Hallo Ernst,
Glückwunsch zu diesem außergewöhnlichen Fund!
Wie schön, das es immer noch abgelegene Stellen gibt, wo die Natur noch Natur sein darf.
Weihnachtliche Grüße,
Martin
Hallo!
Sagt mal, ist das Pilzchen ist doch operculat, oder?
Die sohlenartige Sporenform (im 2-zelligen Stadium) könnte zu irgendwas aus den Dothideomyceten passen. Da gibt es auch Flechten darunter, aber:
Ich kenne den Pilz leider auch nicht.
LG, Martin
Edit:
Das Problem ist also gelöst. Bernds letzte Mittteilung war mit entgangen...
