Hallo Cognacmeister,
hast du die KOH Reaktion getestet?
Deine Mikroergebnisse mit apikal spitz ausl. Zystiden, Schnallen, Sporenform (Größe?) sprechen für M. fuscoatra.
Gruß Armin
Hallo Cognacmeister,
hast du die KOH Reaktion getestet?
Deine Mikroergebnisse mit apikal spitz ausl. Zystiden, Schnallen, Sporenform (Größe?) sprechen für M. fuscoatra.
Gruß Armin
Hallo zusammen,
nach Mycoacia fuscoatra und M. nothofagi nun für mich ein weiterer Fadenstachelpilz
Mycoacia uda oder neu nach Index fungorum u. Mycobank:
Mycoaciella uda (Fr.) CL Zhao....Fungi9 (2023) / Wachsgelber Fadenstachelpilz
Nach pilzedeutschland.de ist er bei uns häufiger als die beiden vorherigen Arten.
Ich fand ihn jetzt zum ersten Mal am 22.08.26 in meinem Hauswald bei Marpingen, an der Boden-Unterseite an einem Laubholzast.
Mit seinem leuchtenden Gelbgrün grenzt er sich optisch deutlich von M. fuscoatra und M. nothofagi ab.
Makro:
Frkp. resupinat, wachsgelb mit Grüneinschlag, mit kleinen ca. 1mm langen spitzen, wachsartigen Stacheln. Mit KOH verfärbt sich der Frkp. weinrot-rotbraun (wie auch bei M. fuscoatra).
Mikro:
Sporen: 4,5-5,5x2-2,5 µm, J-, oft mit Tropfen.
Zystiden spindelig ca. 20µm. Schnallen vorhanden.
In der Spitze der Aculei mit überwiegend stäbchenförmigen Kristallen.
Lit: FoTE2 und Schlüsselband, FE12 Bernicchia, BKBd2 Nr.170.
Anmerkung
Bei der schwach wachsartigen Konsistenz ist es immer schwierig, ein mikroskopisch klares Bild zu erzeugen. Vielleicht hat jemand einen Tipp, wie man +/- wachsartige Frkp. aufbereitet bzw. mit spez. Reagenzien (?) bessere Bilder erzeugen kann. Gerade bei den Rindenpilzen ist man von diesem Problem öfters betroffen. Das Thema wäre fast einen eigenen Thread wert, aber es passt gerade hierhin, und vielleicht kann jemand dazu etwas sagen.
Gruß Armin
Hallo zusammen,
der Rotfleckende Porling ist kein seltener Porling, aber für mich nach 2010 erst mein 2ter Fund.
Physisporinus sanguinolentus (Alb&Schwein.:Fr.) Pilat
Index fungorum und Mycobank führen als akt. Name Meripilus sanguinolentus
nach Neubewertung in Mycologia 117(4) /2025
Eine Art mit vielen Synonymen, wird auch oft in der Gattung Rigidoporus geführt.
RLZ: Physisporinus
Neunkirchen, 08.08.26 am Zoo, auf Unterseite (Boden), eines liegenden Nadelholzstamms.
Weißfäulerreger!! (Hmh, siehe Foto
) >> siehe Anmerkungen zur Sukzession am Schluss
Poren (bis 5/mm) verfärbten direkt vor Ort nach ca. 1min bei Berührung rötlich, später zu Hause bräunend.
Sporen 4.5-6µm breit-oval-rundlich, dünn + dickwandige Hyphen
Kleine Abweichungen bei meinem Fund zu BK2 377:
- die bei BK (und anderer Lit.) erwähnten Kristalle waren nicht vorhanden
- dünn und dickwandige Hyphen (BK: nur dünnwandige)
- Basidien bei meinem Fund kleiner als bei BK
- BK: zystidenartige Hyphenenden mit inkrustierter Spitze > habe ich keine gesehen.
> mein Fund entspricht der Beschreibung bei Ryv+ Melo (inkl. dickwandigen Hyphen).
Lit. Poroid fungi of Europe Ryv+Melo 2017 / BK2 Nr 377 /FoTE Vol2 Seite 944
………………………………………………………………………..
Anmerkungen zur Sukzession Weißfäule/Braunfäule
Irritiert hat mich die offensichtliche Braunfäule am Stamm (>Foto), weil
P. sanguinoletus ein ausgewiesener Weißfäulepilz ist.
Mit Hilfe der KI konnte ich dann Interessantes über die zeitliche Abfolge von holzabbauenden Pilzen (=Sukzession) erfahren.
Vorab erklärt die Ki, (Kurzfassung) dass bei Fäulearten am selben Holzstück meist zuerst die Weißfäule und dann die Braunfäule auftritt.
Auf meine Frage, wie das zu Physisporinus sanguinolentus auf dem braun vermorschten Stamm zusammenpasst, hat sie folgende Erklärung:
KI:
Dass du den Rotfleckenden Porling (Physisporinus sanguinolentus) – einen klassischen Weißfäuleerregger – auf einem braun vermorschten Nadelholzstamm findest, ist kein Widerspruch, sondern biologisch absolut logisch.
Physisporinus sanguinolentus ist ein ausgeprägter Spätbesiedler (Folgezersetzer). Er besiedelt Holz oft erst dann, wenn es bereits stark vorkultiviert, weich und feucht ist.
Wenn der Nadelholzstamm vorab jahrelang von einem typischen Braunfäulepilz (wie dem Rotrandigen Baumschwamm oder dem Zaunblättling) zerfressen wurde, ist das Holz braun, würfelig und morsch. Der Physisporinus zieht nun als Nachmieter in diese braune Ruine ein. Er nutzt die verbliebenen Lignin-Reste und andere organische Verbindungen, die der erste Pilz übriggelassen hat.
In den feuchteren Außenbereichen, direkt am Bodenkontakt (ja, war auf der Bodenseite vom Stamm) oder in Spritzwasserzonen, nistet sich der feuchtigkeitsliebende Physisporinus sanguinolentus ein und erzeugt dort lokal seine Weißfäule.
Physisporinus baut zwar biochemisch Lignin ab (Weißfäule), aber da das Holz bereits stark degradiert und mit Erde/Humus durchsetzt ist, kann es die typisch "helle, faserige" Weißfäule-Optik gar nicht mehr richtig ausbilden.
Kurz gesagt: Du hast hier ein perfektes Praxisbeispiel für eine sukzessive Stafette beobachtet. Der Stamm war zuerst braunfaulend, und der Weißfäulepilz räumt jetzt die Reste auf.
Zum Schluss hat mich die KI noch gefragt:
Hattest du die Gelegenheit, den Pilz anzufassen oder zu ritzen, um das typische blutrote Anlaufen der Poren zu beobachten?
Ist schon clever so eine KI, mit der kann sich richtig gut unterhalten. 🙂
Gruß Armin
Hallo zusammen,
über die gelben, makroskopisch auffälligen Konidienbüschel, die diese Traubenbasidie
Botryobasidium aureum
im späteren Stadium überziehen, lässt sich diese Art rel. einfach bestimmen. Nicht alle Traubenbasidien haben auch ein anamorphes Stadium, jedoch B. aureum gehört zu der Gruppe mit Konidien, die fast nur über die Konidien zu unterscheiden, bzw. bestimmbar sind.
Bis jetzt war mir B. areum nur von Fotos und der Literatur her ein Begriff.
06.08.2026 bei Marpingen, 2 Funde auf der feuchten Unterseite von morschem Laubholz.
Die Funde bestanden fast nur noch aus kleinen verteilten Kolonien des gelben anamorphen Konidien Stadiums.
Die Vermutung vor Ort hat sich insbesondere aufgrund der großen zitronenförmigen Konidien-Sporen, inkl. Konidien-Träger und Konidien-Zellen bestätigt. Dieses Konidien Stadium hat man früher als Haplotrichum aurem bezeichnet.
Die für ein Botryobasidium typisch mehrsporigen Basidien inkl. teleomorphen Sporen waren bis auf ein paar wenige einzelne Sporen, auf den grau-weißlichen Resten, nicht mehr vorhanden.
Ähnliche gelbliche Konidien-Sporen werden auch bei Botryobasidium conspersum beschrieben, wobei Konidien-Träger und Konidien-Zellen anders ausgebildet sind (>CfoE Larss.+Ryv. Vol 1)
Schönes Makrobild mit gelben Konidienbüschel: FoTE Vol 2 Seite 993
Gruß Armin
Hallo zusammen,
da auf wochenlang sonnenverbrannter Erde keine "richtigen" Pilze zu erwarten sind, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und dieses dünne, trockene Ästchen mit einem Rindenpilz mitgenommen. Böse Menschen würden dazu "Dreck am Stecken" sagen
.
Aber ich konnte dieses Teil, quasi Exsikkat, noch rel. gut bearbeiten und bestimmen:
Brevicellicium olivvascens (Bres.) K.H.Larss &Hjortstam,
Gelblicher Kurzzellenrindenpilz bzw. Cremeweiße Stachelhaut
Im Nachhinein musste ich feststellen, dass ich diesen Rindenpilz schon 2021 gefunden habe. War mir nicht mehr präsent, so dass ich zum ersten Mal die Art, mit dem neuen Bestimmungsband (3) zu FoTE, erfolgreich schlüsseln konnte.
Makro:
Sehr dünn, Oberfläch creme-ocker, fast glatt, jedoch mit feinen kleinkörnigen Warzen.
Mikro Basidien: dick-kleinkeulig bis schwach zylindrisch mit Schnallen.
Sporen: 4-5µm, oval-rundlich und auffällig asymmetrisch mit gut sichtbarem Apikulus. Hyphen dünn bis schwach dickwandig, 3-4 µm, manche jedoch stark verdickt angeschwollen und kurzzellig (nach Lit gehören sie zum Subhymenium).
Sphaerozysten, direkt an den Hyphen, wie beschrieben und skizziert in CfoE Vol1 konnte ich nicht sauber herausarbeiten. Sie sind auch als schwierig zu finden aufgeführt. Jedoch einige rundliche Zellen mit unklarem Ursprung fand ich in den Präparaten.
Lit: CfoE Vol1 / Bestimmungsband (3) zu FoTE / BK2 Nr 116
Internet: Enrique Rubio in CEMAS / Homepage Stefan Blaser Nr. 116
Gruß Armin
Hallo ToniS,
ich habe kein Ahnung von sowas,
aber es sind interessante Formen ![]()
Gruß Armin
Hallo Steffen,
kann man problemlos machen.
Willi Marchina von uns " Hochwälder Kahlköpfen"
hat das mehrfach u.a. 2011 und 2019 praktiziert.
Sommer- Herbst die Sklerotien sammeln, in ein Sandbeet einstreuen und im nächsten Frühjahr kommen die Keulchen
Ich habe das auf unserer Homeseite 2x dokumentiert:
2 Bilder 2011
5 Bilder 2019
auf der geöffneten Seite mit
> zum nächsten Bild weiterscrollen
Ist noch "veraltete Technik" müsste noch funktionieren.
Sollte mancher Browser Sicherheitbedenken haben: einwilligen, wir sind harmlos🙂
Gruß Armin
Hallo Cognacmeister,
T. umbrinospora hatte ich noch nicht.
"Sind das inkrustierte Hyphen schon aber wen ma sie alles anschaut oder bleibt am Ende wohl nur tomentella punicea oder. In koh und melzer keine Reaktion"
> Bei T. punicea müssten sich die die Inkrustationen / amorphe Masse an den Hyphen mit KOH langsam auflösen
Gruß Armin
Hallo Bärbel,
ich wusste wirklich nicht wie du das meinst, wollte dich nicht angreifen und fühlte mich auch nicht belästigt. Wenn das so rübergekommen ist tut es mir leid.
Gruß Armin
Hallo Pilzmausi,
wenn sich deine Antwortauf meinen vorherigen Beitrag bezieht, so hast du evtl. das Thema missverstanden. Das war auch nicht mein Anliegen mit meiner Anfrage an KI und ist auch nicht das eigentliche Thema der Diskussion.
Vielleicht sollte es auch ein Scherz sein, dann👍.
Gruß Armin
Hallo zusammen,
ich selber kann zur Thematik nicht viel beitragen.
Aber warum sollen wir nicht den Bock fragen was er will, wenn der Gärtner ihn nicht mehr los werden kann:
Frage an KI:
Warum werden immer weniger Pilzseiten von Pilzeforum eu bei einer Pilzsuche bei google angezeigt?
(oder andere ähnliche Fragen)
> "rot" hinterlegt von mir
Antwort KI:
Dass spezifische Foren wie pilzforum.eu (oft auch als pilzeforum.eu gesucht) bei konkreten Pilzfragen seltener in den oberen Google-Ergebnissen auftauchen, liegt an grundlegenden Änderungen in Googles Suchalgorithmen sowie an der Konkurrenz durch moderne Plattformen. Google bewertet Forenstrukturen heute anders als noch vor einigen Jahren.
1. Strengere Qualitätsupdates (E-E-A-T und Helpful Content)
Google bewertet medizinische, gesundheitliche und potenziell gefährliche Themen (dazu gehört auch die Bestimmung von Gift- und Speisepilzen) extrem streng.
• E-E-A-T Richtlinien: Google fordert für sensible Themen Expertise, Erfahrung, Autorität und Vertrauenswürdigkeit.
• Nutzergenerierte Inhalte: Forenbeiträge stammen oft von anonymen Hobby-Mykologen (die wie wir keine Ahnung haben 🙄). Google stuft diese Beiträge bei kritischen Bestimmungsfragen algorithmisch oft als "weniger sicher" ein als strukturierte Fachportale.
• Beispiel: Offizielle Seiten wie die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) oder etablierte Portale mit fester Redaktion werden bei Kernfragen bevorzugt.
• DGfM-ev
2. Technisches SEO und Mobilfreundlichkeit
Ältere Foren-Software erfüllt oft nicht die modernen technischen Standards, die Google für ein gutes Ranking voraussetzt.
• Core Web Vitals: Google straft Seiten ab, die auf Mobilgeräten langsam laden oder sich beim Aufbau verschieben. Viele klassische Foren-Layouts schwächeln hier im Vergleich zu modernen Webseiten.
• Indexierungsprobleme: Foren erzeugen durch Filter, Sortierungen und hunderte Antwortseiten enormen "Duplicate Content" (doppelte Inhalte). Google zieht es vor, eine einzige, klar strukturierte Informationsseite anzuzeigen, statt sich durch lange Diskussionsthreads zu arbeiten.
• Google for Developers
3. Kommerzielle Verdrängung und strukturierte Konkurrenz
Große Verlage und kommerzielle Natur- und Gartenmagazine haben das Thema Pilze stark für sich entdeckt.
Google Help
• SEO-Optimierung: Plattformen wie das 123Pilzforum oder große Garten- und Kochmagazine investieren massiv in Suchmaschinenoptimierung (SEO).
• Such-Intent: Google liefert bei Suchanfragen wie "Steinpilz erkennen" lieber eine übersichtliche Tabelle oder Steckbriefe mit hochauflösenden Bildern. Forendiskussionen sind für den schnellen Leser oft zu unübersichtlich.
4. Das Aufkommen von KI und Rich Snippets
Google versucht, Fragen direkt auf der Suchergebnisseite zu beantworten.
• Durch KI-Zusammenfassungen (AI Overviews) und hervorgehobene Snippets (Ausgestellte Rezepte/Steckbriefe) greift Google die Daten ab und baut eigene Antworten. Der Klick auf ein tiefer liegendes Forum entfällt dadurch für viele Nutzer komplett.
Gruß Armin
Danke Karl, danke Frank
für die Richtigstellung zu Taxonomie und Dateneintrag bei RLZ.
Bei der Datenabfrage im RLZ muss ich etwas übersehen oder fehlgedeutet haben.
Wahrscheinlich muss ich öfters Funde melden, um das System besser zu verstehen🙂
Die Dateneingabe als Einzelmeldung ist ganz ok, aber das Handling zur Datenabfrage ist für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig.
Gruß Armin
Hallo zusammen,
nachdem wir 2022 (Hochwälder Kahlköpfe) bei einer Exkursion zur Artenvielfalt im Saarland zum ersten Mal eine Bekanntschaft mit der Gattung Fadenstachelpilze, Mycoacia (> M. nothofagi) machten, konnte ich nun mit
Mycoacia fuscoatra (Fr.):Fr.)Donk 1931 einen weiteren Fadenstachelpilz bearbeiten (pEF).
23.07.26 Marpingen-Berschweiler, am Lochwiesbach, MTB 6508.3, auf morschem Laubholzast, im ausgetrockneten Schlammbereich.
Makro: 1-3mm lange, weißlich bis braune Stacheln (> nach 3 Tagen getrocknet braun-schwarz), pfriemförmig zugespitzt aber apikal überwiegend "abgerundet" auf dünnem Subikulum. Hymenium verfärbt sich mit KOH 3% braunrot.
Mikroskopisch:
Sp: 4,5-5,5 x 1,8-2,2µm, zylindrisch-elliptisch.
Endhyphen in der Stachelspitzen oft stark mit Kristallen inkrustiert.
Hymenialzystiden aus einer verbreiterten Basis spitz zulaufend bis ca. 50 x 4-5µm.
Hyphen 2-3ym mit Schnallen.
Vergleich mit Mycoacia nothofagi von 2022 Makroskopisch ist M. fuscoatra unserem Fund M. nothofagi von 2022 sehr ähnlich.
M. nothofagi hatte etwas längere Stacheln, die apikal öfters zähnchenartig bzw abgeplattet eingerissen waren. Mikroskopisch hatte M. nothofagi keine zugespitzte Hymenialzystiden und kaum stark inkr. Endhyphen.
Literatur: CfoE Vol2/ BK2Nr.162 / FoTE neuer Schlüsselband 2026 (inkl, FoTEVol2) / C0NEVol8 / BernicchiaFE12
Verwundert hat mich, dass M. nothofagi im neuen Schlüsselband zu FoTE nicht erwähnt wird.
Taxonomie Je nach taxonomischer Auffassung wird der Schwarzbraune Stachelpilz als Mycoacia fuscoatra (Index fungorum + MycoBank) oder als Phlebia fuscoatra geführt. Nach neueren molekularen Auffassungen müsste er als Phlebia fuscoatra (Fr.) Nakasone (1997) benannt werden.
Warum man trotz eindeutiger (?) molekularer Zuordnung zu Phlebia, die Art noch nicht einheitlich der Gattung Phlebia zugeordnet hat ist mir unklar. Ich vermute, weil hier noch mehrere Arten von Mycoacia und andere Gattungen berücksichtig werden müssen, für die noch kein einheitliches Konzept besteht:
Hierzu sagt CfoE Vol2 Seite 157, Anmerkung zu Genus Mycoacia DONK:
Molekulare Untersuchungen haben gezeigt, dass ein solches Konzept dazu führt, dass die Gattung nicht monophyletisch ist.
In RLZ sind die Funde als Mycoacia aufgelistet, wobei fuscoatra aber auch bei Phlebia eingetragen werden kann. Ich werde meinen Fund beim RLZ als Mycoacia eintragen, wenn ich nichts Gegenteiliges höre. Ich denke man wird irgendwann die Funde zusammenführen.
Gruß Armin
Hallo Cognacmeister,
hast du die Sporengröße gegen B. atrovirens abgegrenzt?
Gruß Armin
Hallo Markus, Hallo Hartmut,
für die Abonnenten des Tintlings wäre die alphabetisch geordnete Arten Index Datei sehr wertvoll.
So könnte man gezielt nach Arten bzw. wertvollen Artikeln suchen, die in den einzelnen Ausgaben behandelt wurden.
Das würde die Tintling- Sammlung nachträglich enorm aufwerten.
Ich spreche von dieser htm Datei von der Webseite (> Screenshot Stand 2009)
Wenn man den Abonnenten diese htm Datei, bzw. als pdf zum Download freigeben würde, wäre das super und bestimmt auch im Sinne von Karin Montag.
Vielleicht geht da was, wäre schön
Gruß Armin
Ich denke L.azonites ist ein guter Kandidat.
L. acris würde ich ausschließen wegen der sehr scharfen und direkt pinkfarbenen Verfärbung der Milch.
L. fuliginosus meist dunkler, speziell der Stiel
L. pterosporus hat "meist" eine runzelige Huthaut und wie schon erwähnt klar über die Sporen zu trennen.
L. ruginosus hat stärker entfernte Lamellen und einen irgendwie gerippt-gezahnten Rand
Alle andere Plinthogali schließe ich fresch aus🙂
Makroskopisch spricht für L. azonites die nicht zu dunkle milchkaffebraune Farbe mit +/- hellen Farbschattierung sowie der oft kompakt einheitliche rundliche Frkp.
Eiche und+/- Kalk passt auch.
Gruß Armin
Hallo zusammen,
leider sind die Rindenpilze in den letzten Monaten, durch ein paar unglückliche Beiträge im Forum in den Hintergrund geraden, was ich bedauere.
Das muss aber nicht so bleiben,
darum versuch ich mal eine Lanze zu brechen
:
Bei meiner Traubenbasidie Botryobasidium obtusisporum vom 10.06.26 befand sich ein interessanter Beifang. Wie schon vor 3 Jahren bei einer Perenniporia medulla panis fand ich nun zum zweiten Mal diese spiralförmigen, schneckenartig gewundenen, äußerst fotogenen Konidien von Troposporella (Helicoma) fumosa.
Makroskopisch kann man bei dem Botryobasidium „Gewusel“ kaum von einer mykologischen Ästhetik sprechen. Da liegt das Interessante manchmal im Verborgenen hinter dem scharfen Glas. Zudem ist das Makrofoto eher schwach.
Zu Botryobasidium obtusisporum:
Die Artbestimmung ist mir etwas schwergefallen und Kritik ist ausdrücklich erwünscht.
Sporen und Hyphen ergeben für mich das gleiche Gesamtbild wie bei meinem B. obtusisporum vom 11.Jan2026 hier im forum:
Kleine mehrsporige Basidien 4- 6 (+?) sporig, jung ovoid bis später subzylindrisch mit Einschnürung.
Sporen (kein Abwurf): (7,5) 8-10(10,5) x (3,5) 4-4,5 (5) µm elliptisch bis oft breitelliptisch.
Sporenform Beschreibung mit Vokabular Larsson + Ryv. Vol. 1:
nicht biapiculat, sondern mit einer deutlich abgerundeten Seite (obtuse Apex) und manchmal auch schwach schiffchenförmig (navicular).
Hyphen überwiegend dünnwandig 4-8ym, ohne Schnallen jedoch auch einige breite Hyphen (basal?) von 11 bis 13 µm, eindeutig dickwandiger mit oft rechtwinkligen Verzweigungen. Keine breiten Hyphen bis 18-20µm (B. laeve) gesehen!
Lit: Larsson + Ryv. Vol1 / CoNE / Bernicchia
Troposporella (Helicoma) fumosa Konidien:
Ich fand sie mehrfach in den verschiedenen Botryobasidium-Präparaten (> Fotos). Makroskopisch konnte ich dazu nichts Auffälliges zuordnen (im Gegensatz zu Fund vom 04 April 2025)
> Mikroskopische Details mit Bestimmung und Literatur siehe meine Helicoma Recherche vor 3 Jahren:
Zusätzlicher Hinweis zum Transfer von Helicoma (fumosa) nach Troposporella 2010
https://www.researchgate.net/publication/227251734
Laut MycoDB kann man T. fumosa auf Pappelrinde bei Corticiaceae-Präparaten finden.
Da ich jetzt schon zum zweiten Mal diese schönen Konidiensporen sah, wundere ich mich, dass über diese mikroskopisch sehr auffälligen Strukturen so wenig berichtet wird.
Bei RLZ sind Funde in 2 Quadranten notiert.
Gruß Armin
Hallo Björn,
wieder einmal die Bestätigung, dass die Sporen von H. roseocremeum oft breiter als 3-4 ym (>Berniccha etc.) sein können.
Auch im neuen Band 2 Larsson + Ryv. werden sie immer noch nur bis max 4ym aufgeführt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Z..Z. kann ich das leider nicht nachschlagen. Fallls ich hier falsch liege behaupte ich das das Gegenteil🙂
Gruß Armin
Pilze in Kunstharz einbetten ist zeitaufwendig und richtig viel Arbeit.
Willi Marchina hat die Technik über Jahrzehnte perfektioniert und hat mit ca. 300 Exponaten ein Werk geschaffen, das einzigartig ist.
Seine Pilzexponate haben einen Ehrenplatz in den Räumlichkeiten der Pilzfreunde Saar-Pfalz gefunden.
Hier ein kurzer Überblick mit einer Arbeitsanleitung (pdf Link eingebettet) von Willi Marchina.
Ein persönlicher Kontakt (wie aufgeführt in dem Link, ist leider nicht mehr möglich).
Gruß Armin
Hallo Vitus,
"deine dichten Basidien", habe ich nicht mehr parat.
Die Kristalle sollen sich vor allem in älteren Frkpn. zeigen.
Deine Zystiden sehen schon nach livescens aus.
Die Sporen zu P. sordida werden in CfoE Bd2 mit einem "slight bend near apiculus" beschrieben, was bei einigen deiner Sporen so ähnlich aussieht.
Für eine Einschätzung deines Fundes müsste ich mehr Erfahrung mit P. livescens haben.
Gruß Armin
Xenasmatella tulasnelloidea
Hallo zusammen,
diese Tulassnellaartige Wachshaut, wie sie in Pilze der Schweiz Bd.2 Nr. 223 genannt wird, fand ich am 20. Mai 2026 bei Brebach (Saarbrücken). Kurze Pleurobasidien, kleine warzige Sporen mit dem besonderen Merkmal einer Eindellung (suprahilar Depression), beschreiben diese für mich erste Xenasmatella.
Problem mit Erkennen der Schnallen
X. tulasnelloidea wird mit Schnallen an Basidien und Hyphen beschrieben, wobei Elia Martini sie als mehr oder weniger undeutlich bezeichnet. Trotz intensiver Suche konnte ich sie nicht wirklich erkennen, höchstens erahnen, zumal die kleinen 1-2,5µm breiten Hyphen manchmal undeutlich knotig verdickt sind (Schnallen?). Die Abrisspunkte der Pleurobasidien deuten zwar auf Schnallen hin, jedoch ersehen konnte ich sie nicht. P. d. Schweiz spricht von „keine Schnallen gesehen bzw. nach Literatur“. Vielleicht hat der ein oder andere hier im Forum auch schon seine Erfahrung damit gemacht.
Gruß Armin
Hallo Vitus,
vielleicht passend hierzu habe ich gestern auch bei einer Peniphorella praetermissa nach Stephanozysten gesucht und wurde auch fündig. > siehe Foto .
Dazu möchte ich einmal eine Lanze brechen für das "Einfärben", das auch Vorteile bringen kann, aber oft verpönt ist.
Für Kontrast, um Strukturen bzw. Formen diverser Elemente zu erkennen, habe ich mit Einfärben oft gute Erfahrung gemacht, vor allem bei einem "Schnelldurchgang" durchs Präparat zur ersten Orientierung bei Rindenpilzen.
Bei meiner P. praertermissa gestern konnte ich die Gloeozystiden mit ihrem öligen Inhalt in Wasser gut beobachten, habe jedoch trotz längerer Suche keine Stephanozysten gesehen.
Das mag jetzt Zufall sein, aber mit KOH + Kongo-Ammoniak fand ich dann mehrere Stephanozysten (>Foto).
Was ich natürlich immer mache sind Präparate in Wasser, kein Frage, ein Muss.
Es gibt positive wie auch negative Beispiele (Thema Asco: Koh, Färbemittel) für den Gebrauch von Färbemitteln, aber sie haben ohne Zweifel ihre Berechtigung und bringen bei richtiger Anwendung auch Vorteile.
Ich persönlich habe mich, wegen früher eher bescheidenen mikroskop- und fototechnischen Möglichkeiten, etwas zuviel an Farbe gewöhnt, das ich jetzt langsam zurückfahren werde, nicht immer aber immer öfter.🙂
Gruß Armin
Thelephora wakefieldiae Zmitr.,Shchepin, Volobuev & Myasnikov 2018 s.l.
Syn: Tomentella sublilacina (EllisHolw.) Wakef1962 s.l.
Hallo zusammen,
ich habe mit Thelephora / Tomentella-Arten zwar noch wenig Erfahrung, aber mein Ergebnis passt hier recht gut zu einer der häufigsten Tomentella-Arten in Deutschland.
Zumindest mit dem Gattungsschlüssel von Elia Martini und Frank Dämmrich und der Tomentella-Abhandlung in der ZfM Band 72/2, 2006 von Frank Dämmrich bin ich bei dieser Art s.l. gelandet. Sollte es eine Fehlinterpretation sein, haben wir ja hier mit Frank den kompetentesten Fachmann für eine Richtigstellung.
Mit mehr hellbräunlichem Hymenophor und schwach warzig, wäre noch T. eucoerulea eine Alternative gewesen.
Falls es jemand nachvollziehen möchte: Tomentella-Schlüssel (Seite tomentella.de):
1a>2 / 2b>9 /9b>14 / 14b>16 / 16b> 17> 17b>20 / 20b> 21 / 21c > 32 /32b> 33 / 33a=
Thelephora wakefieldiae
Fund:Exkursion der PNFH am 07.05.2026 am Losheimer Weiher.
Laubholzast auf Boden noch rel. fest ohne Rinde. Hymenophor glatt, sehr dünn und fest anhaftend, mit helleren und dunkleren Brauntönen und schwacher Lila-Komponente. Rand etwas heller ohne Rhizomorphen.
KOH verfärbt Hymenophor sofort schwarz (> Foto).
Sporen in KOH bräunlich, unregelmäßig rundlich bis elliptisch und gelappt bzw. je nach Ansicht auch dreieckig, ca. 6-9µm, mit Stacheln bis 1,5µm.
Basidien farblos mit Schnallen.
Hyphen +/- bräunlich bis farblos, dünn- und dickwandig ca. 4-8µm mit Schnallen, einige kurzzellig und etwas aufgeblasen. Der Fruchtkörper war nicht mehr ganz frisch, so dass an dem dünnen und festen Belag eine Differenzierung in Subikular- und Subhymenialhyphen schwierig war.
Im Netz sind einige Funde mit dem Syn. Tomentella sublilacina aufgeführt und wenn ich den akt. Namen T. wakefieldiae..s.l. richtig verstehe, handelt es sich hier um einen Arten-Komplex. Ob es auch eine T. wakefieldia s.str. gibt, darüber habe ich nichts gefunden.
Gruß Armin
Hallo Frank,
deinen Trechispora-Schlüssel habe ich natürlich benutzt 🙂.
Mein Problem war, den Einstieg in die richtige Gattung zu finden und da hatte ich eine Trechsispora mit glatten Sporen und dimitisch absolut nicht auf dem Schirm.
Dann werde ich ihn als "Trechispora" einordnen und als Fibriciellum melden.
Danke für deine Einschätzung und Rückmeldung. Deine Einschätzung ist mir immer wichtig, bei für mich neuen, dificilen Arten, vor allem wenn ich sie auch melden will.
Gruß Armin
