Beiträge von Argross

    Hallo zusammen,

    mein Ergebnis zu diesem Rindenpilz vom 02.05.26 bei Saarbrücken ist

    Fibriciellum (Trechispora) silvae-ryae


    Nach planlosem Umherirren mit kleinen, glatten, inamyloiden Sporen und Skeletthyphen in diversen Gattungen war ich dann ziemlich skeptisch, als mir im Hauptschlüssel "Key I" von Larsson + Ryv. Bd.1 der Vorschlag Trechispora gemacht wurde.

    Jedoch ein Blick in den Trechispora- Schlüssel genügte, wo man anhand >Glattsporer und > dimitsch direkt zur ersten Art T. silvae-ryae kommt.

    Nach meiner Meinung passt das alles recht gut.


    Was ich nicht richtig nachvollziehen konnte, waren die (nur?) bei Elia Martini beschriebenen tonnenförmigen Subhymenialhyphen bis zu 8(10) µm. Etwas unförmige, kurzzellige Hyphen bis ca. 5µm konnte ich in dem Hymenium-Subhymenium Gewusel eher undeutlich sehen.


    Literatur: Aphyllo.net / Bernicchia / CoNoE


    Beschreibung:

    Mak:

    Auf Laubholzast creme-ocker, glatt- runzelig-höckerig, rissig, gut differenziertes faserig-byssoides weißliches Subikulum, mit Rhizomorphen und gut ablösbar.




    Mik

    Skeletthyphen im Subikulum und in den Rhizomorphen dickwandig, cyanophile 1,5-2,5(3) µm.

    Generativhyphen im Subhymenium und auch in den Rhizomorphen, dünnwandig 2,-3(4) µm mit Schnallen. Im Subhymenium etwas unförmige, kurze und breitere Hyphen. Im Subikulum manchmal an den Septen mit ampullenförmigen Verdickungen, jedoch nicht so auffällig, wie man sie von anderen Trechispora-Arten kennt. (> Foto)

    Basidien klein, 10 - 14 x4-5ym mit Schnallen.

    Sporen inamyloid, elliptisch, klein, 3-4(4,5) x 2-2,5 µm, schwach dickwandig (~schwach cyanophil).

    Zystidenartige*, schmal-subulate Auswüchse mit Schnallen. Sie waren nur sporadisch vorhanden und werden bei aphyllo.net als terminale Hyphen und bei CoNoE als Sekundärwachstum der Basidien bezeichnet.

    *hat mich beim Schlüsseln irritiert >Zystiden ja/nein







    Über den richtigen aktuellen Gattungsnamen Fibriciellum oder Trechispora scheint es Unklarheiten zu geben (?).

    Wie auch immer, wichtig wäre, ob mein Ergebnis Fibriciellum silvae-ryae einer kritischen Betrachtung standhält, zur Meldung an RLZ. Bei Pilze Deutschland .de gibt es noch eher wenige Fundmeldungen zu der Art.


    Gruß Armin

    Hallo Cognacmeister,

    falls es die Art ist, dann passend dazu, hier die Doku zum meinem Fund Resinicium bicolor vom März 2025.

    Ich hoffe es stört dich nicht.

    Gruß Armin





    .....vielleicht noch der Hinweis,

    wenn die rundlichen Gebilde wirklich Halozystiden sein sollen,

    dann gugge emo bei

    Resinicium bicolor

    Hallo Cognacmeister,

    ich kenne die Art nicht,

    aber beim Vergleich mit Larss+Ryv passt alles sehr gut. Sporen, Dendrohypidien, schmale Basidien mit Verdickungen an der Basis, Schnallen, Hyphen.

    Auch makroskopisch sieht alles sehr gut aus, da weiß ich nicht, was noch dagegen sprechen sollte.

    Übrigens werden deine Mikrofotos immer besser!👍

    Schöner Fund

    Gruß Armin

    Hallo zusammen,

    nachdem beim Beitrag von Vitus am 03. Mai 2026 die letzten Unklarheiten bzgl. Sporengröße etc. von Frank geklärt wurden, hier nun

    Hyphoderma roseocremeum mit den optimalen makroskopischen Farbnuancen, die der Art ihren Namen gegeben haben. Wobei der Rosaton von violett überlagert wird.

    03.05.26 Tholey, am Schaumberg, auf Laubholzast.

    Bestimmt anhand der Beschreibung von Elia Martini in Aphyllo.net und ergänzenden Hinweisen von Frank Dämmrich.

    Gruß Armin











    Hallo Frank

    ..Eine ähnliche Art mit etwas breiteren Sporen ist aber auch nicht beschrieben worden...

    wie ist das mit H. medioburiense?

    Wenn man roseocremeum mit aphyllo.net bestimmt, ist medioburiense doch fast inklusiv oder sehe ich das falsch?🤔


    So richtig viele Dokumentationen findet man über diese Art im Netz nicht und wenn doch, auch mit Sporen < 15ym.🙄

    Wie grenzt du H. medioburiense sicher von roseocremeum ab? Sporen oft >15ym, Zyst.mit Sekrettropfen und dunkle harzige Gebilde?


    Ich frage das, weil mein gezeigter Fund (Bilder vorher) u.a. Sporen von locker ca. 11-14(15) ym hat.


    Ich habe nur mal kurz hineingeschaut, werde ihn in den nächten Tagen bearbeiten und hier dokumentieren.

    Gruß Armin

    Hallo Frank,

    danke für die Info.

    Dann hat sich deine langjährige Sichtweise zu diesem Thema bestätigt.👍


    Um meinen Fund abzuschließen, bleibt es dann bei Lindtneria leucobryophila und werde ihn auch so an RLZ melden.


    Ich hoffe, dass ich dann in den nächsten Tagen auch in den Genuß des neuen Bandes kommen kann.🙂

    Gruß Armin

    Hallo Vitus,

    so ein leichter rosa Touch hatte mein Pilz schon, auch wenn ich das erst später auf dem Foto festgestellt habe.

    Apropos rosa, oder wie auch immer,

    > hier einer von heute auf Laubholz, sieht auch verdächtig nach H. roseocremeum aus .

    Wenn ich dazu komme, werde ich ihn in den nächsten Tagen überprüfen. Schauen wir mal was rauskommt.

    Gruß Armin


    Hallo Vitus,

    erinnert mich an eine Hyphoderma roseocremeum, die ich hier im Forum, wegen der bei Bernicchia etwas zu schmal angegebenen Sporen falsch eingeschätzt habe. Vergleiche mal mit aphyllo.net. Elia Martini gibt dort auch Dendrohyphydia von 1,5-2,5 ym an.

    Gruß Armin

    Hallo Cognacmeister,

    kurze Antwort: ?

    lange Antwort:

    Wenn man wie ich, zum ersten Mal eine Lindtneria gefunden hat, maße ich mir nicht an, darüber zu spekulieren, zumal es in Fachkreisen darüber unterschiedliche Meinungen gibt.

    Aber solange es nix Neues darüber gibt, fühle ich mich gut beraten den Stand und die Erfahrung von Frank Dämmrich (inkl. Elia Martini und Gerard Trichies) zu übernehmen und "meinen" Fund als L. leucobryophila abzulegen.

    Gruß. Armin

    Hallo Cognacmeister,

    ja, der sieht so aus wie meine Lindtneria von der vorigen Woche. Bzgl. Namen will ich mich noch zurückhalten. Siehe Diskussion bei meinem Fund.

    Gruẞ Armin

    Wie angekündigt, jedoch mit etwas Verspätung😌:


    Meine Überprüfung der Basidien zum Abgleich mit der Lindtneria Bearbeitung von "Fraiture" im kritischen Umfeld leucobryophila.

    Kurzergebnis: keine größere Erkenntnisse, aber zumindest weitere Details zum Fund.


    5 Präparate und N=30 im Vergleich mit den Angaben bei Andre Fraiture


    Basidien (µm)                               Q

    Eigener Fund (N=30): 28-38 x 8-11(12) 2,5-4,3 (4,8) / Qm = 3,4

    Fraiture:

    leucobryophila 30-45(55) x (6)7-10 / 4,7-5,6

    panphyliense 20-25 x 9-11 /2,25 (<2,7)

    flava 28-38(47) x (8)9-13 / 3-4,2

    > flava i.O., wird jedoch mit porigem Hymenophor beschrieben

    > panphyliense hat zu kleine, stark gedrungene Basidien

    > leucobryophila zu länglich, Q zu groß


    Leucobryophila (Aphyllo.net): 30-50 x 7-10 > siehe Anmerkung


    Anmerkungen:


    Eine gute Übereinstimmung besteht mit L. flava. Jedoch passt die für L. flava angesagte porige Oberfläche nicht zu meiner Lindtneria.


    Keine Übereinstimmung habe ich mit den nach "Fraiture" sehr kleinen, gestauchten Basidien zu panphyliense mit Q =2,25. Aber auch die sowie mit größeren, länglichen Basidien von leucobryophila mit einem Q von 4,7-5,6 passen nicht.


    Im Gegensatz zu meiner ersten mikroskopischen Überprüfung, wo ich kein besonderes Augenmerk auf die genauen Basidienverhältnisse gelegt habe, wird nun deutlich, dass speziell die Basidien von meinem Fund auch nicht so richtig mit der Beschreibung, inklusive Skizze bei Aphyllo.net übereinstimmen.

    Elia Martini beschreibt und skizziert die Basidien zu leucobryophila als schmal, keulenförmig von 30-50x7-10 ym.

    Wie auch auf den angefügten Fotos ersichtlich, sind die Basidien bei meiner Lindtneria etwas kleiner, breiter bzw. gedrungener.

    Zur Basidienform noch der Hinweis, dass die Basidien in der Mitte öfters eingeschnürt, manchmal etwas verbogen und junge Basidien stark gedrungen sind.



    Ich lass das einfach mal so stehen. Evt. ergibt sich später noch einen sinnvollen Bezug (oder auch nicht🙄) zur Abhandlung im neuen Band von Larsson und Ryvarden und einem Résumé zu meiner Lindtneria.


    Gruß Armin

    Hallo Frank,

    ja, das ist alles etwas zu "schwammig" für ein belastbares Ergebnis.

    Wenn zudem die Sporen (und andere mikroskp. Elemente) keine Unterschiede aufzeigen, ist

    L. leucobryophila (inkl. Syn. panphyliensis)

    sinnvoll und vernünftig.

    Aber schauen wir mal wie Larsson +Ray das Thema abhandeln (DNA?).


    Bis dahin versuche ich noch die Basidienverhältnisse nach Fraiture abzuklären, weil nach dieser Aufschlüsselung, noch flava möglich wäre (?)

    Ausgehend von der Oberflächenstruktur im Schlüssel Fraitur, passt mein Fund aber nur zu der Beschreibung "panphyliensis" (Hymenophore papillate to odontioid)

    Gruß Armin

    Kurzes Zwischenergebnis:

    Vermessen habe ich noch nichts aber,

    ....mir ist aufgefallen, dass beim Artikel von Fraiture L. panphyliensis ohne Schnallen geschlüsselt wird und bei Bernicchia eindeutig mit Schnallen, was auch bei Fraiture erwähnt wird. Hhm, Wat nu ??


    Ich habe eindeutig Schnallen an den Basidien (siehe Mikrofoto), dann wäre L. panphylieniss schon mal raus (nach Fraiture)? 🤔

    Gruß Armin

    Hallo Christoph,

    danke für deine Ausführungen.

    Über Bernicchia bin ich in die Gattung Lindtneria eingestiegen und hier passten die 5-6ym breiten, schwach ornamentierten Sporen von flava nicht zu meinem Bild, wie aber auch nicht die abgebildeten Sporen zu L.leucobryophila.

    L. panphylienis kommt da gut hin genau wie auch bei bei Elia Martini, allerdings synonymisiert mit L. leucobryophila.

    Danke für den Link👍, Fraiture kannte ich nicht, solch ein Abhandlung habe ich gesucht. Ich werde mir das in Ruhe anschauen und evtl. nochmals gezielt mikroskopieren (..Basidien etc). An die anderen Paper komme ich leider auch nicht.


    Und ja, ich übertreibe es manchmal mit der Farbe. Bei den Cortis ist das oft nicht so schlimm, bei den Ascos wäre es eine No-Go. Versuche mich zu bessern🫡

    Gruß Armin

    Hallo zusammen,

    Lindtneria, eine für mich neue Gattung, mit gleichzeitig stark warzigen aber auch glatten Sporen in derselben Art.

    20.04.26 St. Wendel (neu für Saarl.?) an Laubholzast.


    Anhand der Dokumentation von Elia Martini in aphyllo.net ist es

    Lindtneria leucobryophila (Henn.) Jülich (1977), der L. panphyliensis Bernicchia&Larsen (1990) als Synonym aufführt.

    Fundbeschreibung:

    Frkp auf bodenliegendem Laubholzast mit Moos, frisch leuchtend gelb- schwefelgelb (nicht weißcreme), dünn, weichhäutig, weichwarzig- odontoid bis schwach kleinstachelig (kaum glatt), schwach filzig und leicht vom Substrat zu lösen.Mit bräunlichen Rhizomorphen, Subikulum spinnwebartig.

    Zur Farbewiedergabe: Mein Smartphone brachte den gelben Farbton nicht richtig rüber, so dass ich korrigieren musste, wie man unschwer sieht. Trotzdem fehlt hier noch etwas an dem richtig leuchtenden Schwefelgelb des Frkp. (Exsikkat bleibt gelb).





    Mikro:

    Sporen 6,6-8,5(10)x3,5-4,5(5) µm, cyanophil, elliptisch bis schmalelliptisch, von unregelmäßig grobwarzig stachelig, schwach gratig bis nur rau oder auch glatt.

    In den Rhizomorphen gelegentlich große wurstförmige, aber auch kugelige blasige Zellen (siehe Fotos).

    Basidien mit klein-bis großkörnigem cyanophilen Inhalt, mit Schnallen

    Hyphen mit Schnallen hyalin, dünnwandig 3-8 µm, wobei ich subhymenialen und subikulären Hyphen nicht eindeutig zuordnen konnte (> siehe Mikrofotos u.a. mit dem spinnwebenartigen Subiculum)






    Zu Synonym L. panphyliensis

    Über den Artrang scheint es in Fachkreisen verschiedene Meinungen zu geben.

    Wenn Merkmale (> aus Internet-Dokus) wie:

    weißlich bis cremefarbene Frkp, alt meruloid bis porig, gleichmäßig feinwarzige Sporen ohne Grate, für L. leucobryophila sprechen, wäre mein Fund eigentlich L. panphyliensis zuzuordnen. Eine einheitliche klare Trennung über Hyphen konnte ich bei Bernicchia oder auch im Schlüssel von Alick Henrici nicht ersehen. Ist die variable Artauffassung, wie aufgeführt bei Pi.-Deutschland.de, der aktuelle Stand oder gibt es etwas Neues dazu?

    Vielleicht kann Frank Dämmrich zu diesem Thema etwas sagen.

    Übrigens gibt es seit paar Tagen den 2ten Band von Corticioid fungi of Europe, von KH Larsson & Leif Ryvarden, der auch Lindtneria beinhalten müsste. Wäre interessant zu wissen, wie dort die beiden „Arten“ abgehandelt werden. Vielleicht hat schon jemand Zugriff auf den Band? :/


    Gruß Armin

    Hallo zusammen,

    Amaurodon viridis (Alb.&Schwein)J.Schröt.

    Zufälliger Fund am 07.04. 2026 in Marpingen MTB 6508.1 auf alten abgelagerten Holzresten (sp.).

    Eine seltene tomentelloide Art mit eindeutigen, leicht zu identifizierenden Merkmalen:

    Blaugrauer körnig-warziger (bis stacheliger laut Lit.) Rindenpilz mit rundlichen warzigen Sporen, die sich auffallend blauviolett bis grünlich verfärbend in KOH zeigen.Mein erster Gedanke war ein Filzrindenpilz Byssocorticium.

    Der Blick ins Mikroskop in ein KOH-Präparat brachte dann einen Wow Effekt, den man nicht mehr vergisst und auch manchmal braucht, vor allem wenn man nicht damit rechnet.

    Diese beeindruckenden violett bis grünlichen Farbkombinationen in KOH sieht man selten, auch wenn es hier auf meinen Mikrofotos nicht so rüberkommt.







    Meine Macro Vorort Handyaufnahme ist leider sehr dürftig.

    Björn boccaccio hat diese Art im Dezember 2025 besser und detaillierter dokumentiert:

    Gruß Armin

    Hallo zusammen,

    3 Rindenpilze und ein Pyrenomycet auf einem Laubholzast.

    Teamwork, Konkurrenten oder sogar feindliche Übernahme?

    Bis auf den Pyreno haben sie sich zumindest auf Abstand gehalten.







    Vielleicht kann jemand etwas dazu sagen. Auch Berichtigungen oder Zweifel an den Ergebnissen sind wie immer erwünscht.

    Gruß Armin

    Hallo Frank,


    freut mich, dass es passt.

    Dann müssen es auch nicht immer die auffälligen "fetten"Gloeozystiden sein, wie sie bei Bernicchia abgebildet sind.

    Danke für deine Einschätzung, dann werde ich die Sistotrema auch so ablegen.

    Gruß Armin

    Hallo zusammen,

    bei dieser mehrsporigen Sistotrema konnte ich Basidien mit 4,6 und 8 Sporen eindeutig (2sp. +/-) sehen. Eine 8sporige Basidie konnte ich auch mit etwas Glück abbilden (>Foto).

    Die Sistotrema breitete sich auf der Rinde eines alten, feuchten Holzklotzes Prunus sp. aus und überzog noch ein darunterliegendes Walnussholz. Den Pilz beobachtete ich im eigenen Garten und er war zumindest im kompletten Februar vital.





    Mit typisch urniformen Basidien, schwach allantoiden Sporen, Hyphen mit Öltröpfchen, Verdickungen an den Schnallen, Gloeozystiden(*) und weißem Frkp. (auch als Exsikkat) bin ich hier bei Sistotrema coroniferum angekommen.

    Mein vorläufiges Ergebnis war S. octosporum, weil ich keine Gloeozystiden sah. Jedoch die schwach allantoiden Sporen passten nicht richtig zu S. octosporum. Erst bei Nachprüfungen am Exsikkat fand ich sehr vereinzelte, schlecht differenzierbare Gloeozystiden, eingebettet im Hymenium.


    Sp: Abwurf 02.Febr. in Wasser: 4,5-6 x 2-2,5

    Neuer Frkp. 3 Wochen später: Sporen im Durchschnitt etwas größer und bis 6,5 (7) µm, sowie vermehrt 2sp. Basidien. Zumindest sah es oft aus nach Sterigmen kleiner gleich 4. >siehe Fotos Präparat 2 in Phloxin und Kongo.

    Sp >> 4,5-6,5 x 2-2,5 µm / Basidien urniform 15-22 x 4-7 µm






    *Gloeozystiden ca. 20-70 x 4-10µm waren eher spärlich vorhanden und schlecht differenzierbar. Am besten konnte ich sie noch in Phloxin und Kongo sehen (Exsikkat).

    Wenn meine Gloezystiden Fotocollage von einem Präparat wäre, hätte ich weniger Bedenken für S. coroniferum, jedoch ist es ist ein Zusammenschnitt von mehreren Exsikkat-Präparaten, wobei ich Schwierigkeiten hatte zwischen Gloeozystiden und gloeopleren Hyphen zu unterscheiden. Dieses Problem wird auch in der Anmerkung zu S. coroniferum bei CoNE beschrieben.


    Die Hyphen bis 6 µm sind +/-dünnwandig, mit Schnallen, oft mit Öltropfen und auch mit deutlichen Verdickungen im Bereich der Schnallen.


    Geschlüsselt mit Sistotrem aphyllo.net und in CoNe

    Sistotrema resinicystidum, auch mit Gloeozystiden, habe ich wegen ihrer kleineren und weniger allantoiden Sporen ausgeschlossen.

    Die Sporengröße entspricht auch der Angabe von Elia Martini in aphyllo.net., wobei die Sporen in der Sporenskizze von Elia Martini im Durchschnitt länglicher sind als die Sp. von meinem Abwurf.

    Übrigens wird auch bei Pi. d . Schw. BK 2 Nr 190 auf verschiedene Sporenmasse/ Sporengröße bei gleicher Koll. hingewiesen.


    Ich hoffe, dass Frank Tomentella :) zu den Punkten Gloeozystiden, Sporen sowie zu meinem Ergebnis sein Fachwissen beisteuert .


    Gruß Armin

    Hallo zusammen,

    passend zu meinem „kleinen Stacheling“ mit rundl. Sp. und „Gloeozystiden“ vor ein paar Tagen hier im Forum, nun auch an Prunus, der

    Spitzstachelige Zähnchenrindenpilz Hyphodontia arguta.


    Makroskopisch konnte ich an den Stacheln kaum einen Unterschied zwischen den beiden Arten ausmachen. Mikroskopisch aber sind die Merkmale der beiden Arten grundverschieden. Im Gegensatz zum ersten, der leider noch keinen festen Namen hat und ich wohl als spec, bzw. xylodon spathulatus cf. ablegen werde, sind die mikroskopischen Merkmale für Hyhodontia arguta eindeutig. Abgeglichen u.a. mit dem eher höckerig-warzigen H. alutaria.

    Die makroskopischen Fotos sind leider sehr schwach (von beiden Arten).


    Gruß Armin



    Hallo zusammen, diesen kleinen „Stacheling“ vom Januar hatte ich ohne Ergebnis abgelegt, jetzt wieder bearbeitet, jedoch ohne ein zufriedenstellendes Endergebnis.

    Mit Sp. amyloid (schwache Reaktion in Melzer) kam ich zu keinem vernünftigen Ergebnis.

    Mit Sp. inamyloid, weiß-gelben 1-1,5 (2?) mm langen Stacheln auf Laubholz, stark rundlichen Sporen um 5µm, kopfigen Endhyphen und dünnwandigen Gloeozystiden wäre

    Xylodon spathulata eine Möglichkeit.


    Aber: Inkrustationen am Kopfteil (Halozystiden?) nur 1x schwach gesehen. Die Gloeozystiden waren etwas größer (1x sehr groß) und oft breit abgerundet und weniger spitz zulaufend wie z.B. bei CoNE skizziert. Kleinere Kristalle waren im Hymenium zu sehen, aber stark inkrustierte Endhyphen, wie z.B. abgebildet bei Bernicchia und CoNE waren eher wenig vorhanden > siehe Fotos und Beschreibung.






    Beschreibung


    13.Jan. 2026, liegender, morscher feuchter Laubholzast, wahrscheinlich Prunus (neben Erle und Pappel) an einem feuchten Hang neben einem Weiher.

    Frkp. 5x2 cm, ca. 1-1,5 mm lange weiß-gelbe Stacheln, einzeln bis dicht, ausgehend von einem dünnen weißlichen Subikulum.

    Stacheln +/- zylindrisch bis konisch, apikal meistens abgerundet, aber nicht spitz, mit sehr feinem weißem Flaum. Ältere Stacheln reißen z.T. apikal auf, bzw. die Spitze bricht ab.


    Mikroskopisch:


    Sporen in Melzer schwach gefärbt, jedoch eher nicht amyloid, glatt, manche erscheinen +/- dickwandig vor allem in Kongo, Melzer und BWblau.

    4,5-5,5 x 3,5-4,5µm, überwiegend stark rundlich, nicht breitelliptisch. Q. ca.1.1-1.4

    „Gloeozystiden“: sehr vielfältig bzgl. Form und Größe. Dünnwandig, Inhalt matt, ölig-trüb homogen (nicht klein tröpfchenartig), grau bis schwach gelb. Keulenförmig, zylindrisch, apikal überwiegend abgerundet, manchmal kopfig, aber auch spitz zulaufend oder flaschenförmig mit verlängertem Hals und auch mit Einschnürungen. Die Gloeozystiden waren im Hymenium nicht immer deutlich zu orten. Am besten waren sie in Melzer und Kongo zu sehen. BWblau keine besondere Reaktion, SV löste das Präparat auf.

    20-70 x 4-8µm, aber auch wenige große, gelblich, ölige Teile bis 130 x 13µm.

    Endhyphen apikal kopfig von 3-6µm und Schnallen. Halozystiden bzw. Inkrustationen am Kopfteil (in Wasser) habe ich 1x schwach gesehen (> Foto).


    Hyphen ca. 2-3,5 µm dünn- bis dickwandig mit Schnallen. In der sterilen Stachelspitze parallel verlaufend. Kleine Kristalle waren vorhanden, jedoch stark inkrustierte Hyphen konnte ich nicht feststellen.







    Lit: CFE1 Larsson+Ryv2021 / Bernicchia / Dokus Fr. Dr. Maser/ 73(2) / CoNoE

    Vielleicht hat jemand einen Vorschlag.

    Danke für die Zeit und eventuelle Rückmeldungen.

    Gruß Armin