Beiträge von Maren


    Hi,


    ja dazu kann ich sehr wohl was sagen. Ich vermute, dass die Birke erst frisch gefällt wurde und dann dort noch frische Pflanzensäfte aus der Schnittfläche austraten. Diese wurden dann von Bakterien und Hefen besiedelt und das Resultat sieht dann so aus. Ich hatte vor einigen Jahren mal das gleiche Phänomen angefragt. ;)


    l.g.
    Stefan


    Hallo Stefan,
    vielen Dank, das ist ja sehr aufschlussreich. Insofern kein bestimmbarer Einzelpilz, sondern ein Konglomerat von Kleinstorganismen.
    Jo, Ingo, davon war ich auch ausgegangen, dass es sozusagen der letzte Saft im Frühling eines geschlagenen Baumes ist, dachte aber noch, dass sich daran ein bestimmter Pilz identifizieren ließe.
    Thorben, wie du schon festgestellt hast ist der Pilz für eine Gallertträne viel zu groß, ich habe zwar keine Maße mehr, aber die Brennnesselblätter oben im Bild und die Fagus-Blatthüllen kann man vielleicht als Größenvergleich heranziehen.
    Gruß, Maren

    Hallo zusammen,
    ich habe seit jahren immer mal wieder ohne Erfolg versucht, diesen Pilz? wiederzufinden bzw. zu bestimmen. Das Foto zeigt einen Birkenstubben im Mai.
    Leider habe ich keine weiteren Angaben und auch keine Untersuchungsmöglichkeit mehr.
    Ich habe dieses Phänomen aber auch seit 2010 nie wieder gesehen.
    Kann jemand dazu etwas sagen?
    Gruß, Maren


    Hallo zusammen,
    danke Ralf :)


    Immer wieder schwierig, ich werd' da mal ein cf. an S. similis setzen, denn so gedrungen wie K&C sie zeichnen sind die Sporen meines Exemplars ja nicht.


    Vielleicht ist es eine neue arktische Art, ich muss also nur öfter mal hin und Proben einsammeln :freebsd: .


    Aber eventuell finden Nobi oder Harzi sie ja auch noch.


    Gruß, Maren

    Hallo zurück,
    Ralf, ich glaube Nobi hat Recht, Sporormiella similis passt nach der Beschreibung von Khan&Cain 1979 sehr viel besser,
    obwohl die S-Form der Keimspalte nicht ganz so deutlich ausgeprägt ist.
    Ich hatte mich außerdem etwas schwer getan mit dem Merkmal der Langstieligkeit bei S. capybarae. Ich finde, dass die Asci
    bei meinem Fund doch eher kurz gestielt sind.
    LG Maren

    Guten Morgen,
    zu dieser habe ich gar keine Idee.
    Durchmesser 0,2 mm mit kurzer Ostiole. Sporen 41-62x 9-13 µm, mit Keimspalte diagonal ohne Knick, leicht geschwungen und zugespitzter, apikaler Zelle, mit Schleimhülle, . Asci 156-184 x 30-32 µm, kurzstielig? und mehrfach-seriat.
    Gruß, Maren









    Hallo zusammen,
    noch ein Fund aus Norrbotten, wenn ich denn mit der Bestimmung richtig liege, wäre das ein Erstfund für mich. :D
    Durchmesser 0,2 mm mit kurzer Ostiole und Hülle mit dickwandigen Haaren? besetzt. Sporen 46-53 x 9-10,5 µm, mit Keimspalte diagonal ohne Knick aber leicht geschwungen und zugespitzter, apikaler Zelle. mit Schleimhülle, die in der Mitte septiert ist. Asci 144-154 x 23-27 µm, nicht richtig kurzstielige und mehrfach-seriat.
    Ob S. capybarae Haare hat, habe ich in keiner Beschreibung gefunden, evtl. sind die gefundenen "Haare" auch nur Basalhyphen.
    Gruß, Maren









    Hallo zusammen,
    zur Verbreitung von Sporormiella octomera:
    Ja, die öffentliche Datenbank (artportalen.se) in Schweden ist zumindest für den Pilzteil vermutlich ebenso unvollständig wie die Datenbank in pilze-deutschland.de, weil natürlich viele ältere Funde noch nicht enthalten sind, wer hat denn auch Zeit, alle Funde nachträglich zu erfassen. Aber alle Datenbanken entwickeln sich ja weiter :) .


    Die Abkürzungen bezeichnen die Landschaftsprovinzen in Schweden des "Nordiska herbariet" (Nordisches Herbarium):
    Hier die Abkürzungsliste (Lista över omrÃ¥desnamnens förkortningar):
    Sk (SkÃ¥ne), Bl (Blekinge), Hl (Halland), Sm (SmÃ¥land), Bh (Bohuslän), Dls (Dalsland), Gbg (Göteborgstrakten), Vg (Västergötland),Ög (Östergötland), Vrm (Värmland), Nrk (Närke), Srm (Södermanland), Sth (Stockholmstrakten), Upl (Uppland), Vsm (Västmanland), Dlr (Dalarna), Gst (Gästrikland), Hls (Hälsingland), Hrj (Härjedalen), Jmt (Jämtland), Mpd (Medelpad), Ã…ng (Ã…ngermanland), Vb (Västerbotten), Nb (Norrbotten), Ã…sL (Ã…sele lappmark), LyL (Lycksele lappmark), PL (Pite lappmark), LL (Lule lappmark), TL (Torne lappmark), Öl (Öland), Gtl (Gotland).


    Das Rentier stammt aus Nb ;) .


    Gruß, Maren

    Hallo Harzi,
    wie toll ist das denn :D . Ist ein Erstnachweis für Schweden, zumindest im artportalen.se noch nicht erfasst.
    Da muss ich mein Rentier auch noch mal genau untersuchen.
    Und Ralf, du hast so Recht, mir passiert das auch, irgendwie schießt man sich auf etwas ein, postet es, weil man meint was ganz besonderes gefunden zu haben und kriegt dann die kalte Dusche, weil man falsch gezählt, gemessen oder einfach geguckt hat, Kopf hoch Harzi, das macht nix :) .
    LG Maren

    Hallo zusammen,
    ich kann mit Bildern eines Fundes von 2011 aus Schweden von Hyphodontia quercina (Xylodon quercinus) an Zitterpappel dienen, den Frank für mich bestimmt hat.
    Gruß, Maren



    Hallo Harzi,
    gern geschehen, ich hätte auch noch französische Kuh aus 2015 ;)



    Zu dem Thelebolus: Nach Hoog et al. 2005 ist die Sporengröße sehr variabel und die Paraphysen können mit einem brauen Exsudat bedeckt sein. Ich habe keinen Zweifel an T. microsporus.
    LG Maren

    Hallo Nobi,
    C. vagans wird in der Literatur mit größeren Sporenmaßen und mit apikaler Setenverteilung angegeben. Mein Fund passt eher zu dem von [ url=http://www.pilzforum.eu/board/thema-coniochaeta-vagans--28554] Matthias [ /url]. Wenn C. vagans und C. discospora zu Recht synonymisiert sind, dann muss man wohl tatsächlich eine größeres Spektrum annehmen. Vielleicht nimmt sich ja mal jemand diese Gattung per Gensequenzierung vor. Wie ich gelesen habe, gibt es z. B. Coniochaeta ellipsoidea, die antibiotische Substanzen produzieren kann.
    LG Maren


    Hallo Maren,


    es gibt eine Coniochaeta extramundana, die ungefähr passsen könnte. Ich kenne die Art aber nicht aus eigener Anschauung. Nimm es also als vage Idee, mit der Du mal vergleichen kannst.
    Eine Beschreibung habe ich angehängt.


    Hallo Ralf,
    vielen Dank, die Arbeit habe ich auch gelesen, hatte C. extramundana aber ausgeschlossen, da die Sporen nicht wie fliegende Untertassen aussehen und außerdem zu klein sind. Die Setenform passt auch nicht so richtig.
    Ich habe einen Schlüssel von Checa et. al gefunden, den ich mal anhänge, nach dem käme C. malacotricha in Frage, wenn denn die Sporen mühlsteinartig sind. Was damit aber gemeint ist, erschließt sich mir bisher nicht.
    Mit dem Schlüssel von Asgari et. al lande ich nur in Sackgassen. :(
    Gruß, Maren

    Hallo zusammen,
    nach zwei Monaten entwickeln sich immer noch neue Dinge auf den Hasenkötteln aus Nordoe.
    Coniochaeta scatigena konnte ich noch sicher aufgrund der Sporengröße identifizieren, aber bei dieser steh' ich auf dem Schlauch.
    Was bei der Gattung ja nix ungewöhnliches ist, wie man viel zu lesen bekommt.
    Aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben ...
    Die Perizhezien sind vollständig mit relativ kurzen, spitzen dickwandigen Seten bis max. 40 x 4 µm besetzt. Sporen in 9-13 x 6-8,5 x 6-7 µm im Schnitt 10,68 x 7,5 x6,5 µm
    mit Gelhülle. Asci 8-sporig, uniseriat, J -, 123-132 x 10-12 µm.
    Gruß, Maren







    Hallo Nobi,
    vielen Dank, ich bin im Schlüssel (AC) nicht von einer zylindrischen Sporenform ausgegangen, sondern habe die andere Alternative "irgendwie zugespitzt" gewählt, das Merkmal ist nicht ganz einfach zu bewerten, finde ich.
    Gruß, Maren

    Hallo zusammen,


    zuerst hatte ich an S. dubia gedacht, aber da passt so einiges nicht. Die Sporen (reife, abgeschossene) sind zu klein, die beiden äußeren Zellen sind definitiv größer als die beiden mittleren und die Keimspalte ist auch nicht parallel.


    Durchmesser 0,3 mm, glatt, auf im Wasser liegenden Elch-Kötteln. Gibt es eigentlich aquatische Sporormiella-Arten?


    Sporen 33-36x5,1-6,5 µm, äußere Zellen jeweils um die 9 µm lang, die mittleren beiden jeweils etwas kürzer, leicht zerfallend, mit Schleimhülle. Asci langstielig, biseriat, 8-sporig 135 x 4 µm.


    Gruß, Maren











    [hr]


    ... Gibt es eigentlich aquatische Sporormiella-Arten?


    Falls die Asci noch als kurzgestielt betrachtet werden können, käme evtl. S. minimoides in Frage. Für die gibt es in der Literatur auch einen aquatischen Nachweis.

    Dateien

    • 16-16.pdf

      (233,76 kB, 73 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Moin zusammen,
    ich hoffe Ihr seid gut ins neue Jahr gekommen. :)


    Bei dieser Sordaria auf Rentier komme ich mit den Schlüsseln aufgrund der Sporenbreite zu S. lappae. Durchmesser 0,3 mm, mit breiter Ostiole, Wandstärke 50-60 µm, Textura angularis. Die Asci sind 8-sporig, 180x20 µm, uniseriat mit breitem Porus (6 µm), Jod negativ.
    Die Sporen einer Kollektion messen 18-21 x 12-14 µm, Schnitt 19,6 x 13,12 µm, Q 1,49, bei einer zweiten Kollektion (reif?) 22-24,5 x 14-16 µm, Schnitt 23,21x15,20, Q 1,53. Umgeben sind die Sporen von einer Gelhülle, die am KP eingesenkt ist.
    Kann die Bestimmung hinkommen, oder gibt es noch andere Alternativen?
    Gruß, Maren








    Hallo Hans,
    bei uns an der Küste kommt sie außer auf Rind auch recht häufig an Schaf. Wenn man die Sporen das erste Mal sieht ist man überrascht von der Größe.
    Aber nicht nur dadurch, sondern auch durch die Farbe der Perethezien-Mündungen ist sie unverwechselbar. Ein hübscher Pilz :)
    Gruß, Maren

    Hallo zusammen,
    auf Elch aus dem Sommerurlaub 2016 in Schweden fand sich eine Sporormiella, die ich für S. vexans halte. Die Sporen sind konstant 7-zellig, 37-44 x 8 µm. Die 3. Zelle ist breiter als die anderen und die mittleren Zellen sind breiter als hoch.
    Gruß, Maren










    Hallo Nobi, hallo Hartmut
    an dem Ergebnis aus Süderlügum wäre ich natürlich sehr interessiert ;) . Für Liebhaber hätte ich aus dem Sommerurlaub dieses Jahres Elch- und Rentierpups aus Lappland anzubieten. Da will ich mich jetzt mit befassen und habe reichlich Material.


    Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue hoffentlich erfolgreiche Pilzjahr 2017.


    LG Maren

    Hallo Torsten,
    schade, dass ich in dieser Grube nicht dabei war, die sieht toll aus, ein viel versprechendes Gebiet in schönen Bildern präsentiert, dankeschön :) .


    Mal sehen, wenn das Wetter hält, machen wir vielleicht eine Januar-Exkursion dorthin, letztes Jahr waren wir auch zu der Zeit unterwegs und hatten im Wald fast hundert Arten und das im Januar.
    Morgen geht es auf den alten Deich nach Fehmarn http://www.pilze-schleswig-hol…rsionen_2016/fehmarn.html, wir hoffen auf einige tolle Funde. Letztes Jahr war es dort genial. Matthias und Tanja haben einen Vortrag in Kopenhagen darüber gehalten. Die Präsentation kann auf unserer Publikationsseite http://www.pilze-schleswig-holstein.de/publikationen.htm runtergeladen werden.


    Ach ja, wer wollte noch in die E-Mail-Verteiler-Liste der AG-Myk SH aufgenommen werden?


    LG Maren

    Hallo Stefan,
    die Lamellenfarbe auf dem dritten Bild ist zu gelb, das liegt an dem Licht unter dem Stereomiskroskop. Cortinarius croceus würde ich ausschließen. Die Fruchtkörper trocknen zu einem dunklen gelbbraun (Munsell 10 YR 3/4), zentral auch zu schwarz (Munsell 10 YR 2/1).


    Velumfarbe ist schwierig, würde ich aber schon für weiß mit einem leichten creme-Einschlag halten. Bei jungen Fruchtkörpern ist die Lamellenfarbe auch noch nicht gelb.


    Die Stielhyphen haben keine Inkrustierungen, das Bild ist in KOH aufgenommen. Ach ja, die Sporen sind leicht dextrinoid.


    Begleitbäume waren am Standort nur die Weiden und Birken, aber ausschließen kann ich da nix :( .


    Gruß, Maren





    Guten Morgen,
    diese Telamonie hat bisher noch keinen Namen und steht auf der Liste zum Nordtreffen mit Cortinarius spec.
    Rotbrauner Hut mit weißen? (evtl. cremefarbenen) Velumresten am Hutrand, kleiner Buckel, Huthaut glatt, nicht gerieft und nicht oder kaum hygrophan, Durchmesser bis 2 cmm, Stiel 2,5 x 0,3 cm, etwas heller als der Hut, weißlich überfasert, Lamellen mäßig dicht, mit Zahn herablaufend, Geruch angenehm pilzig, Trama und Huthauthyphen nciht inkrustiert.
    Basidien 4-sporig, 27 x 7 µm, Sporen blassgelbbraun, in KOH rotbraun, 7,5-8*4,5-5 µm, Schnitt 7,68 x4,9 µm.


    Gruß, Maren








    Hallo Marco, hallo zusammen,
    schöne Dokumentation eines sehr hübschen Pilzes, wie ich finde.
    Aber ich möchte euch widersprechen. Ich halte den Pilz eher für Hypocrea strictipilosa. H. aureoviridis kenne ich makroskopisch gelber und H. gelatinosa würde ich ausschließen, da die Stromaoberfläche glatt und nicht warzig ist.
    Deutlich finde ich die Mikrobilder, auf denen man erkennt, dass die Sporen dimorph und nicht monomorph sind. Nach dem Schlüssel für grünsporige Hyprocreen von Walter M. Jaklitsch
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2757427/
    handelt es sich dann nicht um H. aureoviridis, sondern um H. strictipilosa. Im Schlüssel stehen sie direkt hintereinander, neben der Farbe ist die Sporenform ist das entscheidende Merkmal.


    Die Merkmale monomorph und dimorph beziehen sich dabei jeweils auf die Sporenpaare an der Ascusspitze, die in der Regel schon im Ascus leicht getrennt sind, bei den basalen Sporenpaaren ist das Merkmal nicht festzustellen.
    Bei monomorphen Hypocreen sind die distalen (zur Ascusspitze hin sitzenden) und die proximalen (zur Ascusbasis hin sitzenden) Teilsporen annähernd gleich geformt in Länge und Breite.


    Was bei Hypocrea aureoviridis der Fall ist. Bei der hier gezeigten Hypocrea sehe ich, dass die proximal sitzenden Teilsporen etwas schmaler als die distal sitzenden sind, was zu der Bestimmung H. strictipilosa führt.


    LG Maren