Beiträge von Maren

    Hallo Jan-Arne, hallo zusammen
    vielen Dank für diese tolle Zusammenstellung und die Arbeit, die dahintersteckt, und dank euch allen für die Kartierungsarbeit für Schleswig-Holstein, über 400 Arten in drei Tagen ist schon beachtlich. Es sind etliche Erstfunde für SH dabei *freu*.


    Einen Schreibfehler müssen wir noch berichtigen. Nr. 403 muss Flammulaster ferrugineus (Maire ex Kühner) Watling heißen.
    Und einen habe ich noch beizusteuern, bei dem mir erst vor ein paar Tagen die Bestimmung gelungen ist: Coniophora arida var. suffocata (Peck) Ginns (Dünnhäutiger Braunsporrindenpilz)
    Wer die Klick-Anleitungen für Mykis haben möchte, kann mir bitte ein PN schicken.
    Herzliche Grüße
    Maren

    Hallo zusammen,



    so langsam leeren sich die Kisten, tolle Funde und es war ein sehr schönes Treffen, es hat mich sehr gefreut, euch mal kennenzulernen und vielen Dank an die Organisatoren und Köche und Köchinnen.
    Grüße auch von Torsten, der Zitat: "Immer noch begeistert ist von dem erfolgreichen Treffen" und hier das Gruppenfoto zur Verfügung stellt.
    Herzliche Grüße
    Maren

    Hallo zusammen,
    zu dem Fund freue ich mich sehr.
    Das Substrat ist Pferdedung (siehe oben), und zwar völlig überalgte alte Pferdeäpfel. Es war ja in Nordoe allgemein so, dass sehr viele Algen den Boden und das tote Pflanzenmaterial überzogen.
    Ich mikroskopiere grundsätzlich erst einmal in Wasser und messe die Sporen auch darin. Erst später kommen die Chemikalien dazu. Indian Ink habe ich auch hier versucht, die braucht man schon für Gelhüllen aller Art. Ich habe aber auch mit Phloxin bzw. blauer Füllertinte bei einigen Pyrenomyceten gute Erfahrungen gemacht, was das Sichtbarmachen von Gelanhängseln und -hüllen angeht.
    LG Maren


    Hallo zusammen,
    zunächst mal danke an alle.
    Wie es immer bei solchen Funden zu sein scheint, ist nicht genug Material da, oder es gelingt einem nicht mehr heile Sporen zu präparieren. Ich hoffe, dass noch ein paar Fruchtkörper nachwachsen. Eine Frage an die Fachleute der Dungpilzfraktion, gelingt das besser bei Zimmertemperatur oder bei diesem Pilz, der sich ja auch bei kälteren Temperaturen entwickelt hat, im Kühlschrank.
    Halbreife Sporen habe ich nur im Ascus gesehen, da waren aber die Anhängsel leider nicht zu sehen. Leider konnte ich auch die Gelhülle nicht nachweisen. Allerdings schreibt ja auch Lundqvist et al., dass die caudae und Gelhülle, die sämtliche Sporenteile umschließen soll, schwer nachzuweisen sind.
    Ich habe trotzdem eigentlich keine Zweifel an der Bestimmung, da die anderen Merkmale genau denen entsprechen, die im Artikel beschrieben sind.


    Gruß, Maren

    Hallo zusammen,
    auf altem Pferd habe diese Podospora? gefunden. Großer Fruchtkörper bis 1,5 mm hoch, mit bis zu 300 µm langen dickwandigen braunen Haaren/Seten bis 3 µm breit mit ein paar Pseudo?septen.
    Asci 8-sporig, keulig, biseriat, bis 300 x 60 µm. Sporen groß 53-70 x 26-32 µm, Pedicell 45-52 x 10 µm mit zwei sehr langen Sekundäranhängseln, apikal 5 Caudae. Unreife Sporen sind im Ascus muriform.
    Herzliche Grüße
    Maren







    Hallo zusammen,
    auf einem ausgeblichenen Rest von Dachslosung aus den Dünen von Sylt habe ich eine Nectria gefunden.
    Ich bin etwas ratlos und hoffe auf euch.
    Hier die Daten:
    Durchmesser 0,22 mm, blassorange mit hyalinen Haaren auf einem aus hyalinen Hyphen bestehendem Subiculum, KOH negativ.
    Sporen (10,5-13) 11,5 x 4,01 (3,8-4,5) µm, feinwarzig, einfach septiert. Asci 8-Sporig 57-63 x 6-7 µm, Haare hyalin, apikal bis 2 µm
    verdickt, Wand leicht inkrustiert, 54-63 x 3-3,5 µm, Dicke basal, sonst 1 µm.
    Herzliche Grüße
    Maren








    Hallo Nobi, hallo Stefan
    vielen Dank, A. hawaiiensis habe ich auch in der engeren Wahl, war aber irritiert, weil auch Brummelen die Sporen als feinwarzig mit 0,5-1,3 µm beschreibt und die Warzen meiner Sporen oft 2 µm im Durchmesser erreichten.
    Bei Prokhorov/Raitviir (Crypt. Bot. 2/3, 205-213 (1991) habe ich folgende Beschreibung gefunden "ornamented with rather big (up to 0,8-1,0 µm in diameter) warts". Die Definition von grob- zu feinwarzig kann man danach ja offenbar nicht an Maßen festmachen.
    Eben habe ich noch einen Fruchtkörper untersucht. Die Grobwarzigkeit verliert sich offenbar mit der Reife, bei diesem Exemplar ist die Ornamentierung schon kleiner und viel homogener. Nun habe ich keine Zweifel mehr an A. hawaiiensis. Der Pilz ist im Übrigen ein Cosmopolit. Er wurde auf den Falkland-Inseln, in Australien und Neuseeland, Chile, Pakistan, Zentralasien, Russland und Europa (Griechenland bis Island) gefunden. Nur Hawaii als Fundort habe ich nicht gefunden.


    Eine D&D-Tagung würde mir auch gut gefallen :) .


    LG Maren

    Hallo liebe Dungpilzfreunde,
    auf dem Angus-Rind von der Dünenpilztagung entwickeln sich weiter hübsche Pilzchen.
    Durchmesser der rosafarbenen, tonnenförmigen Apothecien 0,35 mm, Außenhülle besteht aus Textura angularis bis T. globosa, Asci 8-sporig, J+, 170 x 8 µm. Paraphysen hyalin bis 2 µm, apikale Schwellung habe ich nicht gesehen. Sporen 17,5-21,5 x 9,2-10,5 µm. Die Sporen haben flüchtige Schleimkappen an beiden Enden, sie sind überwiegend grob warzig, haben aber auch zu unregelmäßigen Rippen verbundene Warzen oder regelrechte Schollen.
    Herzliche Grüße
    Maren






    Hallo zusammen,


    auf alter Kaninchen-Losung in der Nähe von Süderlügum gefunden.
    Sehr kleine Perethecien mit dünner einer Wand. Der Pilz hat 2-sporige, dextrinoide Asci, die Sporen sind mit 55-61 x 22-24 µm sehr groß und offenbar muriform.
    Kann jemand damit etwas anfangen.
    Gruß, Maren









    Hallo zusammen,
    ich steh' ziemlich auf dem Schlauch, kann hierzu jemand einen Tipp abgeben? Der Pilz wächst auf feucht liegendem Laubholz.
    Sporen, wenn es denn welche sind 5 x 3 µm, Basidien querseptiert, 6-sporig, allantoide Konidien.


    Gruß, Maren





    Hallo Andreas,
    ich habe Zotto gefragt, er hat ihn sofort identifizieren können :). Es handelt sich um Phaeohelotium griseobrunneum bzw. Pachydisca griseobrunnea Baral nom. prov.. (nach Mykis). Es ist ein Nachweis für Thüringen, der Fund stammt aus dem Hainich.
    LG Maren

    Hallo liebe Ascofreunde,
    gefunden auf einem lehmigen, wassergesättigten Laubholzast, halb vergraben auf trockengfallenem Teichgrund, vergesellschaftet mit Hymenoscyphus peruni, Durchmesser der Apothezien bis 2,5 mm, dunkelgrau mit schwarzer Außenseite. Subhymenium dunkler, Asci 8-sporig, biseriat, 90-110x11,5-13 µm, Jod negativ auch mit KOH-Vorbehandlung, ohne Haken, Paraphysen bis 4 µm breit mit Tröpfchen gefüllt, KOH negativ. Sporen scutuloid, im Ascus 1-fach septiert, (17-24) 20,4 x 5,22 (4,5-6) µm, teilweise bräunlich. Fleisch fest, schwer zu präparieren, Textura schwer zu bestimmen, Außenseite Textura angularis mit globosen Elementen, Randhaare kurze hyaline Hyphenauswüchse.
    Da kann hoffentlich jemand helfen.
    Gruß, Maren














    Keissleriella culmifida (P. Karst.) S.K. Bose, Phytopath. Z. 41: 188 (1961)


    Mein erstes Pilzporträt in diesem Forum soll ein persönlicher Erstfund dieses offenbar in Deutschland selten kartierten Pilzes sein.


    Es handelt sich um einen bitunikaten Pyrenomyzeten (Ascomyzeten), der auf abgestorbenen Grashalmen erscheint. Ich habe ihn in einer Brachewiese gefunden.


    Die Perithezien sind im Substrat eingesenkt und 0,2 mm groß. Kennzeichnend sind die Mündungsborsten der Perithezien, die 30 bis 43 µm lang sind und die Ostiole rundherum einschließen. Die Ascosporen sind hyalin, sie können nach Literatur auch leicht gelblich werden, und 3-fach septiert. Sie sind mit Öltropfen gefüllt. Die Größe der Sporen beläuft sich auf (21-26) 22,65 x 4,95 (4,5-5,5) µm. Sie sind mit einer stabilen Schleimhülle umgeben, die sich in Indian Ink deutlich darstellen lässt. Die Asci sind 67-68 x 7,5-8,5 µm groß und in meiner Aufsammlung ausschließlich 4-sporig. Es kommen nach Literatur aber auch Kollektionen mit bis zu 8 Sporen vor.










    Gruß, Maren

    Hallo zusammen,
    zunächst habe ich an M. typhicola gedacht, aber mir kommen nun doch Bedenken. Vor allem wegen der kleineren Sporen und der glatten Sporenoberfläche, die bei M. typhicola rau ist.


    Hier die Daten:
    Auf einem liegenden Grashalm, eingesenkt im Substrat, Durchmesser 0,25 mm mit Ostiole, Wandstärke der Perithezien zwischen 20 und 25 µm. Sporen 5-7-fach septiert, ungefähr die Hälfte jeweils 5 und 6-fach, wenige 7-fach. Farbe gelbbraun und ausschließlich querseptiert, mit Schleimhülle umgeben. Jung sind die Sporen hyalin, das erste Septum bildet es sich ungefähr mittig. Je nachdem, ob die Spore 5 oder 6 Septen hat ist die 3. oder 4. Zelle leicht angeschwollen, Maße (24-30,5) 26,4 x 5,85 (5-6,5) µm, Quotient 4,5. Asci 107x8, 8-sporig.


    Gruß, Maren














    Hallo Ingo,
    vielen Dank, die breite Spore habe ich nicht fotografiert :(. Es waren leider nicht sehr viele Sporen zum Messen da.
    Ob die Goldruten-Stängel älter als ein Jahr waren, ist mir nicht aufgefallen, aber ich werde mal darauf achten.
    LG Maren

    Hallo zusammen,
    1,2 mm groß, blassgrau auf Solidago, Excipulum kaum gefärbt. Randhaare mit lichtbrechendem Inhalt, Asci 64-70 x 4,5-5 µm, Jod blau, mit Haken. Paraphysen zylindrisch, bis 3 µm, KOH negativ. Der Paraphyseninhalt färbt sich stark mit Jod. Sporen 10-12 x 1,8-3 µm, Öl war schwer zu beurteilen, liegt aber so bei 0-1,5 würde ich sagen.
    Gruß, Maren






    Hallo Ingo,
    vielen Dank, das ist eine befriedigende Antwort, mikroskopisch passt alles nämlich gut zu T. mollissima, nur die Farben makroskopisch halt nicht.
    LG Maren

    Hallo zusammen,
    auf vorjährigen Beinwellstengeln habe ich dieses 1,2 mm großes Haarbecherchen gefunden. Es gibt zwei verschiedene Haartypen, innen liegen weiße, septierte (85-92x3-4 µm) Haare mit leichten Inkrustierungen, Auflagerungen, die außen liegenden Haare sind bräunlich, dickwandig (1,5 µm) und mit 130-160x5-6 µm länger.
    Die Paraphysen sind lanzettlich bis 5 µm breit, die Asci sind 60-70x6-6,5 µm, mit roter Porusreaktion auf Jod und vermutlich mit Haken. Die Sporen sind sehr unterschiedlich lang (12-20) 16,25x1,99 (1,8-2,1) µm mit undeutlichen Öltropfen. Ich vermute Trichopeziza oder Lasiobelonium bin aber nicht weiter gekommen.
    Gruß, Maren













    Hallo Nobi,
    P. intestinacea hatte ich ausgeschlossen, kann aber jetzt gar nicht mehr nachvollziehen wieso.
    Die Erfahrung fehlt halt noch in vielen Bereichen, da freut es mich um so mehr, hier immer eine fachkundige Antwort zu bekommen,
    vielen Dank.
    LG Maren

    Hallo zusammen,
    auf den alten Proben kommen lauter spannende Sachen. Bei diesem hier auf Konik hatte ich erst P. globosa gedacht, aber die Sporenmaße sind sehr groß und das Pedicel ist relativ kurz. Eine Schleimhülle, wenn vorhanden, ist nur ganz schwach am Pedicel zu sehen.


    Die Perithezien sind mit 1 x 0,6 mm recht groß, und etwas durchscheinend, fädig behaart.


    Hier die Daten: Sporenkopf 50-60 x 24-33 µm. Das Pedicell ist dagegen recht klein und erreicht 21-26 x 7-9 µm. Die Asci
    sind breit keulig, langstielig und 8-sporig, 440x37 µm, Jod negativ, Sporen jung biseriat. Das Pedicel ist wie die Spore jung hyalin und färbt sich im Laufe der Entwicklung ebendo wie die Spore braun, um später wieder hyalin zu werden.
    Gruß, Maren