Beiträge von Schrumz

    Hallo zusammen,

    War heute mal kurz im Wald um zu sehen, ob die Gewitter der letzten Wochen pilztechnisch was gebracht haben. Auf meine Täublingsschwemme muss ich wohl noch warten, die kam letztes Jahr mitte Juli. Als erstes habe ich 2 kleine Bestimmlinge.



    Der hier wuchs einzeln, aus Erde unter einer Tanne. Der Geruch war eindeutig nach Knoblauch. Welcher der Knoblauchschwindlinge könnte das sein, den saitenstieligen kenne ich deutlich anders , den großen habe ich noch nie gefunden. Ich tendiere ja zum Mousseron aber der soll ja eher in Gruppen aus Nadelholz wachsen. Kann ja aber auch vergrabenes Holz unter der Tanne gewesen sein.

    Die hier wuchsen büschelig aus Laubholz, bei denen bin ich mir eigentlich recht sicher, dass es sich um begangene Faserlinge handelt.


    Dann gab es noch einen einzelnen Speisetäubling, wie durch ein Wunder in tollem Zustand.

    Und gerade als ich den Heimweg antreten wollte, dachte ich da leuchtet doch was im Gestrüpp. Und bumm, unter Buche, versteckt im Laub auf einer Fläche von nicht einmal 10m2:

    Ich hatte noch nie Pfifferlinge unter Buche gefunden und hab allgemein in diesem Waldtyp (recht trockener Eichen- Hainbuchen- Buchenwald auf Lehm) eher nicht so mit denen gerechnet, aber an der Stelle war ein ein bisschen feuchterer, mit Gestrüpp zugewachsener Hang, vielleicht fühlen sie sich da wohler.

    Habe noch ein paar stehen lassen, in der Hoffnung, dass sie sich ausbreiten, aber das war nach erfolgloser Morchelsaison und anschließender Trockenheit doch Balsam fürs Herz des Pilzsammlers.

    Viele Grüße

    Christian

    Hallo zusammen,

    Habe heute diesen Artikel in der Zeitung gelesen.

    Ich gehe mal davon aus, dass das einen gewaltigen Einfluss auf das Pilzwachstum, vor allem in meinen Flocki/Steini Wäldern haben wird. Kann man das irgendwie abschätzen was da passiert, werden Flockis und Steinis einfach deutlich weniger und irgendwann kommt dann kalkhaltigere Pilzflora?

    Viele Grüße

    Hallo,

    Das sollte ein Netzstieliger Hexenröhrling sein. Das ist keine Essensfreigabe, zumal der recht alt aussieht und nicht uneingeschränkt zum Essen freigegeben wird. Mit Butterpilz hat der nicht viel zu tun. Nächstes Jahr oder wenn noch welche auftauchen kannst du sie ja mal zu einem PSV bringen.

    Viele Grüße

    Ziemlich hübsche sogar! Nicht als Verzehrfreigabe verstehen aber wir haben auch einen Hexenring im Garten, der leider dieses Jahr nur ziemlich mickrige hervorgebracht hat, letztes Jahr hatten wir einen ganzen Hexenring voll von solchen wie auf den Fotos, die waren lecker.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Diese Pilze wurden in einer Reihe in einem Garten gefunden. Ich bin mir eigentlich recht sicher dass es Maipilze sind (auch mit dem Geruch). Sind auch total vermadet also nix für die Pfanne. Was ich eher Fragen wollte: kommen die mehrmals im Jahr? Und die sollten eigentlich auch nächstes Jahr wiederkommen oder?

    Viele Grüße

    Ich war gerade wegen der Konsistenz und dem erwähnten Sporenpulver skeptisch. Vielleicht war er gar nicht direkt am Stamm, dann wäre sowas wie Buchenwaldbecherling möglich oder? Kann ich da ohne Mikro eine Bestimmung einfach vergessen?

    Viele Grüße

    Hallo,

    Hab kein gelb gesehen. Hab noch ein „schnittbild“ gemacht aber den Becher dann zurück auf einen Stubben gelegt.

    Es hatte sich auch ein deutlich pilziger Geruch entwickelt, den ich aber nicht weiter beschreiben kann.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Habe heute an einem kleinen Stamm diese 3 Pilze gefunden. Mir geht’s eigentlich nur um das Scheibchen aber ich zeig mal die anderen auch noch.


    Wahrscheinlich irgendwelche gelbstieligen Helmlinge.

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    Absolut keine Ahnung.

    Und das hier. War an der Unterseite, als ich den Stamm umgedreht habe kam eine ganze Menge Sporenpulver hier rausgestäubt. Neutraler Geruch, ist das eine (Scheiben)lorchel? Weiß gar nicht wie ich denn am besten fotografiere, hab ihn noch.

    Viele Grüße

    „Festmachen“ war vielleicht schlecht ausgedrückt.

    Ich hab doch gar nicht erwartet, dass ihr mir hier mit hand ins feuer einen perfekten Namen gebt. Ich glaube man kann mir glauben dass ich hier halt noch nicht mal bei ritterling ganz sicher war, da die allermeisten Ritterlinge die ich gefunden habe einen deutlich gedrungeneren/stämmigeren Habitus hatten. Ich bin aber schon bereit zu lernen. Und dann ist doch auch die Nachfrage sinnvoll weil ich ja eben nicht nur einen Namen möchte, sondern nachvollziehen will, wies zu diesem Namen kam, damit ichs beim nächsten Mal selbst kann. Natürlich gibts vielleicht bessere Methoden Pilzbestimmung zu lernen als alte Bilder durchzuschauen aber mich würde dann doch interessieren was falsch an einem Merkmalsvergleich mit Bildern ist. Ich gehe oft beim Bestimmen so vor dass ich erstmal über spp farbe und Fruchtschicht versuche auf eine Gattung zu kommen und dann gleiche ich eben Kandidaten nach Hutfarbe und anderen Merkmalen ab. Wenn das ausschließlich in der Natur gehen würde, könnte ich ja von Herbstende bis Sommeranfang so gut wie gar nix über Pilze lernen.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Hab hier nochmal einen vom letzten Jahr bei dem ich nicht mal weiß in welche Richtung ich schauen soll. Dachte vielleicht Ritterling aber da passt irgendwie der Habitus nicht so richtig und nach Helmling siehts auch nicht so recht aus. Fundort im Fichten/Weißtannenwald aber da sind auch immer mal wieder espe und Birke eingestreut.

    Kann mir da wer helfen?

    Viele Grüße

    Okay danke dir,

    Dein verlinkter Beitrag ist tatsächlich ziemlich interessant. Ich muss allerdings sagen dass der Pilz auf dem Foto noch nicht lange betascht wurde und schon recht deutlich blaut, das Bild wurde fast direkt nach dem herausdrehen aufgenommen. Naja auf der Tour war ein PSV dabei und der meinte die kommen jedes Jahr an der Stelle, also schau ich da dieses Jahr definitiv nochmal vorbei.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Dieser Pilz wurde letztes Jahr im Fichtenwald auf der schwäbischen Alb gefunden und damals als Nadelwald Anhängselröhrling bestimmt. Jemand anders hat ihn mitgenommen aber nicht durchgeschnitten. Jetzt sind mir auf dem Bild außen am Stiel blauende Druckstellen aufgefallen, wiki und 123 schreiben subappendiculatus blaue weder im Schnitt noch auf Druck. Außerdem soll appendiculatus ja in seltenen Fällen auch unter Fichte vorkommen. Saurer und kalkhaltiger Boden kann sich hier gefühlt im 10m Takt abwechseln also hier mal die Frage: kann subappendiculatus auch blauen? Oder ist das dann was anderes?

    Viele Grüße

    Climbingfreak zur Blausäure, klar ist die in Verbindung mit etwas Feuchtigkeit und Erhitzen so flüchtig dass man die Pilze davor nicht trocknen muss, aber beim Trocknen wird doch definitiv auch ein nicht zu kleiner Teil der Blausäure frei und verdampft dann. (Ich meine hier jetzt das klassische Trocknen von Nelkenschwindlingen auf der Schnur, im Knochentrockenen Dörrex stimme ich dir zu). Die Pilze scheiden ja auch in der Natur schon Blausäure aus und wenn man Nelkenschwindlinge auf der Schnur trocknet riecht man da auch den Blausäuregeruch.

    Ist im Endeffekt jetzt auch nicht so wichtig aber da im Originalpost nach Mechanismen gefragt wurde: In den Pilzen liegt in Salzen lose gebundenes Cyanid vor, das schon mit leichter Feuchtigkeit in der Luft oder schon im Pilz zu Blausäure hydrolisiert. Diese hat eine Siedetemperatur von 26 grad und verdampft demnach recht schnell. Damit schützen sich die Pilze zb vor Schnecken. So hab ichs zumindest verstanden.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Das zweite relevante Gift das sich beim Trocknen verflüchtigt ist Blausäure soweit ich gelesen habe. Sowohl rauchblättrige Schwefelköpfe als auch Nelkenschwindlinge enthalten wohl Blausäure, die ist aber nochmal deutlich flüchtiger und hitzelabiler als Gyromitrin, sodass die beiden gekocht oder getrocknet als völlig unbedenklich gelten. Phaeolepiota aurea enthält wohl roh sogar gewaltige Mengen an Blausäure, galt jedoch auch lange gekocht als unbedenklich und wird auch heute noch gegessen.

    Viele Grüße

    Ich habe Amanita virosa noch nie in natura gesehen. Auf einigen Bildern fand ich schmutzig weiß schon passend, der Stiel hat ja diese fast flockige Natterung, die dachte ich sähe jung ungefähr so aus, aber mir fehlt halt da noch der geübte Blick, zum Glück kann man ja an denen riechen. Hier auf der Ostalb ist es glaube ich fast nirgends sauer genug, dieses Jahr gehe ich aber vielleicht mal zu meiner Familie in den Schwarzwald, vielleicht findet man ihn ja da.

    Viele Grüße

    Ich weiß nicht mehr wonach er gerochen hat aber wenn ich Kartoffelkeller gerochen habe habe ich wahrscheinlich dann auch an den gelben Knolli gedacht und deshalb nicht weiter fotografiert :D beim durchsehen der Bilder fand ich der Stiel und die Farbe sah bisschen nach Amanita virosa aus aber wird schon ein gelber gewesen sein.

    Viele Grüße

    Okay jetzt wo dus sagst macht das Sinn,

    Vielleicht dachte ich zuerst Amanita virosa und habe dann daran gerochen und keine weiteren Bilder mehr gemacht. Ist glaube ich eh nicht sauer genug für den kegelhütigen Knolli bei uns.

    Danke und viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Habe beim Durchgehen der Bilder von letztem Jahr dieses Bild gefunden. An das erinnere ich mich ehrlich gesagt gar nicht mehr und es ist auch nicht das allerbeste. Aus den Kontextbildern weiß ich dass es im Fichtenwald gemacht worden sein muss. Für wie wahrscheinlich haltet ihr nach diesem einen Bild Amanita virosa? Den wollte ich eigentlich schon immer mal finden, keine Ahnung warum ich da nicht mehr Bilder habe.

    Wollte einfach mal versuchen ob euch das eine Bild schon was sagt, gehe dieses Jahr bestimmt auch nochmal an die Stelle.

    Viele Grüße

    Lange nicht so schlimm aber mir wollten die auf dem Markt 100%ig verkaufen dass die braunen Champignons eine Kreuzung aus Champignons und Steinpilzen wären. Auch auf die Nachfrage, dass das eine doch Röhrlinge und das andere Lamellenpilze seien und die doch eine ganz andere Ökologie hätten meinte sie doch, dass ist eine Kreuzung. Fand ich auch recht interessant.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Wenn dir das dicke Hutfleisch, die engstehenden Lamellen und die frühe Erscheinungszeit nicht reichen gibt es immer die Sporenpulverfarbe. Beim Maipilz weiß, beim Riesenrötling fleischrosa. Einfach die Hüte über Nacht auf ein schwarzes Blatt Papier legen. Dann muss man theoretisch noch auf weiße Trichterlinge aufpassen aber da helfen Habitus, Lamellen und Geruch.

    Viele Grüße