Beiträge von Schrumz

    So der Juli ist vorbei, unterm Strich stehen 140 l. Da diese aber recht verteilt fielen und wir nur etwas mehr Sonnenstunden als im März und deutlich weniger als im April hatten ist die Bodenfeuchte natürlich sehr hoch. Wenigstens ist jetzt mal die Dürre im Gesamtboden (1.8m) laut Helmholtz institut vorbei. Heute sind schon wieder 10 l unten und es sollen nachher nochmal 10-20 l kommen.

    Viele Grüße

    Hi,

    schicke Funde auch von dir. Diese Kombination an Pilzen scheint ganz typisch für ein bestimmtes Habitat zu sein (alte Eichen, Parkland auf nicht allzu saurem/basichem Lehm?). Ich hatte in England ein Biom in dem wirklich sämtliche der hier gezeigten Mykorrhizapilze direkt nebeneinander wuchsen. Das waren bei mir 3 alte Eichen am Rande eines Sportplatzes an einem Bächlein. Außerdem gab es da bei mir noch Russula graveolens. Imperator rhodopurpureus soll in solchen Biomen auch vorkommen, der macht sich aber noch rarer als legaliae.

    Viele Grüße

    Ich habe das mit A. strobiliformis tatsächlich etwas recherchiert und ich bin mir fast 100%ig sicher, dass dort ein Übersetzungsfehler/Taxonomische Unsicherheit vorliegt. Die Behauptung A. strobiliformis sei giftig geht auf eine Japanische Studie aus den 70ern zurück, in der in "Amanita strobiliformis" Ibotensäure nachgewiesen wurde. Nicht nur das, Ibotensäure wurde wohl sogar nach dem japanischen Wort "Ibotengutake" benannt, was soviel wie "Pilz mit grauen Warzen" bedeutet, welcher Amanita strobiliformis zugeschrieben wird. Nun wurde 2002 eine Art, Amanita ibotengutake beschrieben, die in section Amanita und nahe verwandt mit dem Pantherpilz ist. Ich gehe stark davon aus, dass die "Amanita strobiliformis" aus denen damals Ibotensäure isoliert wurde nicht unsere Art ist, sondern eine damals in Japan unbeschriebene Art, die aufgrund des Namens ibotengutake, der fast eine 1:1 Übersetzung des englischen Trivialnamens für Amanita strobiliformis ist, einfach so genannt wurde.

    Viele Grüße

    Danke dir. Bei den "Korkstachelingen" muss ich gestehen dass ich da irgendwie versucht habe, mein Handy als Spiegel zu benutzen und das nicht so richtig funktioniert hat, ich dachte ich hätte da Stacheln gesehen. Bei der Amanita dachte ich auch eher an den Igelwulstling, was ein schöner Erstfund wäre; An exakt der Stelle hatte ich allerdings schon strobiliformis was mich ein wenig stutzig gemacht hat.

    Viele Grüße

    Junge das Paper ist ja eine echte Goldmine.

    "Nach unserer Empfehlung hat die Lokalverwaltung das Sammeln, Verkaufen und Essen von Wildpilzen verboten. Seitdem gab es keine unerklärlichen Tode mehr".

    Herrlich.

    Eieiei. Und sowas geistert dann ewig rum... Sowie sich auch teilweise noch hartnäcking hält, dass A. strobiliformis Ibotensäure und ein Haufen Ascos Gyromitrin enthalten.

    Viele Grüße

    Ich esse sie nicht (dazu müsste ich sie hier erst mal finden und ich finde nicht mal die viel häufigeren Perlpilze gut) aber ich wundere mich immer wenn ich bei denen (teilweise sogar tödlich!) giftig lese.

    Viele Grüße

    Hi,

    schöne Funde mal wieder. A. franchetii hatte ich tatsächlich in Deutschland noch gar nicht aber in England in Parks war der häufig. Hat zu dem eigentlich jemand konkrete Toxizitäts Infos? Er wird ja vielerorts als giftig betitelt aber so richtig kann ich das irgendwie nicht glauben als Mitglied der sect. Validae. In Nordamerika gilt bei einigen die komplette sect. Validae, zu denen unter anderem auch die Verwandtschaft des Gelben Knollenblätterpilzes gehört, einfach durch die Bank als gekocht essbar.

    Viele Grüße

    Gerade fechtneri hat jung doch eine recht kräftige Netzzeichnung, die in diesem Beitrag sind noch echte Babies. Netzhexe so gelb und mit so engem Netz würde mich doch überraschen. Der folgende fechtneri ist zwar schon etwas weiter aber doch auch noch recht jung


    Viele Grüße

    Der gelbporige scheint sich im Süden auszubreiten. Kein Wunder bei den teilweise sehr trockenen Sommern, die er zu mögen scheint.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    ich war heute mal in Stuttgart um nach dem Rechten zu sehen. Es geht definitiv los, das meiste waren aber noch Knubbel.

    1+2 Caloboletus radicans rechts ist in Riesenmengen am Knubbeln, wie wohl gerade überall im Süden. Bei näherer Betrachtung mit milchkaffeebrauner Verfärbung am Hut, sehr angenehm süßlichem statt säuerlichem Geruch und milder Geschmacksprobe stellte sich der linke aber als Butyriboletus fechtneri heraus

    2. Nicht ganz so allgegenwärtig ist die Netzhexe, die auch oft schon weiter ist

    3. Ebenfalls an mehreren Stellen am Knubbeln ist Leccinellum crocipodium

    4. Zwar erst an einem Spot, aber noch ganz jung und mal nicht von Schnecken zerstört: Rubroboletus satanas (Zur Bestimmung entnommen, war aber ein Riesennest)

    Das wars zwar leider schon mit den Boleten aber da das alles Knubbel sind und das Wetter annähernd ideal sein sollte kann man da denke ich bis Mitte nächster Woche auch mit den anderen wie queletii, appendiculatus, xanthopus und vielleicht auch fuscoroseus und regius rechnen.

    Zudem gab es noch einiges an Beifang wie Russula aurea

    Amanita cf echinocephala, vielleicht aber auch nur strobiliformis (so jung hatte ich die noch nie)

    Einer der Scheidenstreiflinge

    Mehrere große Büschel des Riesenporlings

    Und zum Abschluss noch Korkstachelinge bei Eiche und Buche, die ich nicht zur Bestimmung entnehmen wollte.

    Es geht auf heden Fall ganz gewaltig los, ich hoffe gegen Ende der Woche/Anfang nächster Woche auf noch mehr Oehrling

    Viele Grüße

    Der Meister spricht :D stark auf jeden Fall, hast du vielleicht einen Tipp wie ich die von oben unterscheiden kann? Ich habe nach satanas gesucht und deshalb vermeintliche radicans umgedreht aber fechtneri hätte ich natürlich stehen lassen. Die Milchkaffeeflecken kamen erst später.

    Viele Grüße

    Kannst du schon machen, ich würde mich aber nicht allzu schlecht fühlen. Bei mir in der Gegend halten die Leute die ständig für Steinpilze und essen sie, die Bestände sind aber trotzdem stabil und nehmen sogar zu. Habitatzerstörung ist da eine wesentlich größere Bedrohung. Wo ist das denn ganz ungefähr? Im Schwarzwald, den Alpen, dem bayrischen Wald und dem Schwäbischen/Welzheimer Wald gibt es auf jeden Fall größere Populationen.

    Viele Grüße

    Es hat aber schon auch was, sie selbst zu finden. Auch wenn ich sagen muss, dass die meisten meiner Eigenfunde durch Zufall entstanden sind und eher die häufigeren Arten betreffen (R. satanas, R. legaliae in England, B. appendiculatus und B. subappendiculatus). Übrigens schau ich morgen in Stuttgart vorbei Oehrling auf der Ostalb fruchten gerade sämtliche meiner Stellen für satanas, appendiculatus, crocipodium und appendiculatus.

    Viele Grüße