Beiträge von Schrumz

    Butyriboletus subappendiculatus kommt praktisch auch im ganzen schwäbischen Wald/Welzeheimer Wald nördlich von Schwäbisch Gmünd vor obwohl dort nicht eine Fundmeldung kartiert ist. Es gibt allerdings viele Fundmeldungen von appendiculatus bei Fichte aus der Gegend. Der kann das zwar auch, aber ich glaube trotzdem dass da einige Fundmeldungen subappendiculatus sind.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Man will ja nach so viel Regen den Pilzschub nicht verpassen, also habe ich die Chance einer Regenpause mal genutzt. Schon vor dem Wald zeigten sich bei einer Eiche am Wegrand große Gruppen des Wurzelnden Bitterröhrlings

    Der wird übrigens in erschreckender Geschwindigkeit häufiger. An ALLEN Netzhexenstellen die ich heute besucht habe stand der auch, mal in größeren, mal in kleineren Gruppen, bei Hainbuche, Linde, Eiche und sogar Birke. Unter ebendieser Birke sehr klobige Netzhexen:

    Bei einer Lärche in der Nähe Goldröhrlinge

    Und bei einer Hainbuche kleine Raufüßchen

    Im Wald sprangen als erstes die Flockenstieligen Schneckenröhrlinge ins Auge, sehr viele kleine Knubbel und immer mal wieder auch welche die schon weiter waren. Bei denen erwarte ich, dass die jetzt kräftig schieben

    In deren Nähe auch immer mal wieder der Schönfußschneckling, auch meist ziemlich gebeutelt

    Das es haufenweise Rotfüße gibt muss ich wohl nicht erwähnen:

    Ein weiterer sehr hübscher Röhrling, der gerade in größeren Mengen knubbelt: Prachtexemplare von Butyriboletus subappendiculatus an immer neuen Stellen:

    Bei denen erwarte ich jetzt Massenwachstum, die mögen so feuchte Sommer. Zum Vergleich zeige ich auch nochmal Butyriboletus appendiculatus von gestern:

    Und um die Röhrlinge abzuschließen (Steinpilze gab es tatsächlich nicht einen) noch Knubbel von Leccinellum crocipodium

    Im Nadelwald war heute sonst noch nicht viel los, ein Bisschen Beifang gab es noch. Eine Stelle mit Cantharellus amethysteus

    Schicke Gallerttrichter

    Ein paar Täublingsknubbel, hier mal exemplarisch R. integra

    Und den Samtfußkrempling zeige ich auch noch, dieses Jahr recht selten:

    Für alle Freunde der bunten Boleten in Baden-Württemberg: Ich glaube ab Ende der Woche kommt deren Zeit, ich werde mich auch auf die Suche machen.

    Viele Grüße

    Hi,

    schicke Funde. Alle Stellen die ich kenne an denen Caloboletus radicans im Wald wächst sind tolle Boletenwälder, es gibt da auch immer den Satan in recht unmittelbarer Nähe.

    Viele Grüße

    Du zeigst hier beide oder? Der eher schlankere mit rosa am Hut und blauen nur im Hut sieht sehr nach Butyriboletus aus während der klobigere der im ganzen Fruchtkörper blaut eher wie C. radicans aussieht.

    Viele Grüße

    Die Röhrlingsbabies von gestern sind größer geworden, es sind junge Leccinellum crocipodium. Das Schnittbild habe ich mir erlaubt da ich die im Verdacht hatte und in der Nähe bestimmt 20 neue Knubbel hochkamen.

    Und dann eine Überraschung in der Nähe:

    Ein junger Anhängselröhrling. Interessant dazu: Das ist mein Hauswald in dem ich seit 2020 regelmäßig war und ihn dort noch nie gesehen habe. Vor etwa einem Monat habe ich genau dort etwas Röhrenmaterial eines Fundes von anderer Stelle ausgebracht weil mir der Spot geeignet schien und jetzt taucht er auf. Ich glaube zwar dass das ein Zufall ist aber trotzdem ein recht amüsanter.

    Viele Grüße

    Bei uns haben viele Früchte tatsächlich ein sehr gutes Jahr; Zwetschgen, Kirschen, Brombeeren und viele anderen Beeren hingen komplett voll. Ich schätze gerade ist es bei uns für viele Mykorrhizapilze tatsächlich zu feucht, ich denke die kommen wenn es mal wieder etwas abtrocknet. Was allerdings nicht vorhergesagt ist, heute werden wieder 22 l Regen vorhergesagt. Und unsere Bodenfeuchte 0-60 cm ist laut DWD selbst in den durchlässigen Böden bei 100%.

    Viele Grüße

    Hi,

    Für mich auch immer noch R. satanas. Das leichte rosa und das mal etwas stärker ausfallende Blauen liegen für mich noch in der Variationsbreite.

    Viele Grüße

    Ok sorry dann lag da ein Missverständnis vor, ich habe wenig deutsche Literatur und dachte das läuft auch noch unter Hakenzystide. Ich bin auch ein wenig am "learning by doing" da ich aktuell wenig Mittel für Spezialliteratur oder Mikrokurse habe, von daher auf jeden Fall vielen Dank für die Klarstellung. Ich habe noch Exsikkate und könnte da auch noch mehr Präparate anfertigen, oder ich lege mal einen den Krieglsteiners vor wenn ich die hier mal zur richtigen Zeit erwische.

    Viele Grüße

    Danke dir,

    das Paper habe ich noch nicht gesehen, aber das hilft ja schonmal. Ich hatte bloß im Kopf, dass die Gruppe in sect. Pluteus ist und dachte dass die deshalb auch Hakenzystiden haben. Ich kann halt immer noch salicinus s.str. nicht ausschließen aber dann wäre das morphologisch schon ein echtes Chamäleon. Justo et al. haben die grünen Verfärbungen in ihrer Arbeit zur sect. Pluteus mit drin, bezeichnen da aber sowie ich das sehe nur ein paar aus der salicinus clade als positiv. Irgendwo anders wird der brunneidiscus clade allerdings auch psilocybin zugeschrieben und damit sollten dort auch Verfärbungen möglich sein. Morphologisch könnten die durchaus auch zu der clade gehören. Ich habe das noch nicht erwähnt, aber ich halte durchaus auch für möglich, dass hier salicinus und eine weitere grünverfärbende Art gemischt vorkommen; erstens morphologisch, zweitens aber auch wegen der Schnallen in der HDS und weil die dunkler graueren Exemplare meist sehr auffällige, gegabelte Hakenzystiden haben:

    Hilft wohl nix, muss ich wohl mal was sequenzieren lassen.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Schwieriges Thema ich weiß, aber ich interessiere mich echt aus mykologischer Sicht dafür. Ich finde immer wieder Dachpilze an Buche, die auf den ersten Blick sehr unscheinbar aussehen. Allen gemeinsam ist allerdings ein auffällig süßlicher, ganz leicht chemischer Geruch, der für mich noch angenehm ist. Nach einer wirklich langen Zeit (oft erst über Nacht) verfärben sich deren Stiele manchmal nur am unteren Teil des Stiels, oft aber auch komplett grün, davor ist meist überhaupt keine Verfärbung sichtbar. Oft trocknen die am Anfang eher bräunlichen Hüte in ein mattes grau ein. Ich habe mal aus Interesse zwei chemisch getestet und es ist in der Tat das Gift von P. salicinus nachweisbar. Alle haben Hakenzystiden und meist sind Schnallen in der Huthaut findbar aber nicht immer. Sie sehen halt teilweise überhaupt nicht wie typische salicinus aus und es scheint ja da doch mehr Arten zu geben als angenommen (in den USA ist salicinus ein größerer Komplex, in Tschechien wurde schon P. izurun nachgewiesen, der das Gift ebenfalls enthält, außerdem geistert ja noch P. cyanopus rum). Kennt sich da irgendwer aus? Das war das erste Exemplar von gestern:

    Beim Eintrocknen wird die Huthaut grau:

    Hakenzystiden:

    HDS (sch... Bild ich weiß):

    Diesen Fruchtkörper habe ich getestet und es ist tatsächlich Ps... nachweisbar.

    Ein kleiner FK in der Nähe (an der gleichen liegenden Buche aber an anderem Stück Holz). Sichtbar ist hier jung eine Riefung des Hutrandes. Auch dieser Fruchtkörper trocknete grau ein und hatte am nächsten Tag deutlich grünliche Verfärbungen an der Stielbasis.

    Ein weiterer, größerer Fruchtkörper aus diesem Jahr, sehr ähnliche Merkmale. Was hier auffällig ist, und auch bei den anderen beobachtet werden kann, ist dass die Hutmitte minimal geschuppt ist.

    Ganz in der Nähe wuchsen letztes Jahr diese Kollegen, bei denen man erkennen kann wie deutlich die Grünfärbung beim Eintrocknen ist:

    Im gleichen Wald finde ich auch regelmäßig andere Dachpilze, die stärker grünen und schon eher wie salicinus aussehen:

    Komplizierter wird das ganze noch dadurch, dass die Dachpilze bei mir gern vergesellschaftet sind. P. cervinus wächst fast immer auch mit am Stamm und auch P. nanus finde ich an diesen Stämmen. Wieviele Arten es tatsächlich sind weiß ich nicht, vielleicht muss ich auch mal sequenzieren. Hatte jemand von euch da schon ähnliche Probleme? Mit dem Schlüssel von Justo et al. komme ich auch irgendwie auf keinen grünen (heh) Zweig.

    Viele Grüße