Beiträge von kruenta

    Hallo Schupfnudel, den hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Also das Habitat ist Nadelwald Fichte und Kiefer zu gleichen Teilen, um die 80 Jahre alt, mit eingestreuten Salweiden, Ebereschen, Ahorn und Eiche in der jüngeren Kronenschicht. Dazu jede Menge Haselnuss, Heckenkirsche. Als Moränekonstrukt ist der Boden recht kleinteilig, Sand, Kies, gelegentlich etwas Lehm, überwiegend kalkhaltig im Kontrast zur dicken Nadelstreu. Dazu kommt dass der Boden hier gewaltig umgegraben wurde, viele Einmannschützenlöcher vom Juni 41.


    LG, Bernd

    Hallo,

    bei Bild 1 würde ich an den Pflaumenfeuerschwamm (Ph. tuberculosus) denken, oder welcher da gerade an Pflaume wachsen darf. Zum Vergleich ein Bild an Kirsche von jetzt


    LG, Bernd

    Hallo, eigentlich nahm ich den mit als Pfefferröhrling, von dem ich einen kurz vorher verkostet hatte, als besonders großes Exemplar. Die Pfefferdinger sind bei mir recht selten und selten größer als 3 cm. Nur schmeckt der gar nicht pfeffrig. Aber was dann? Am auffälligsten ist wohl die braune Schicht unter der Huthaut.

    Standort zusammen mit Fichtensteinpilzen etc. Durchmesser 6 cm. Hut samtig, ledrig, matt trotz nächtlichem Regen, mittig leicht ins Rötliche gehend. Röhren gelb. Fleisch weiß, ohne Verfärbung. Geruch und Geschmack unauffällig, angenehm.


    LG, Bernd

    Hallo Karl, danke. Was käme denn bei Pterula noch in Frage, außer der multifida (die im letzten Jahr in Lettland als neue Art gefunden wurde, für Litauen finde ich dazu keine Angaben, also wohl keine Art der gattung erfasst). Da muss ich in jedem Fall einen Beleg holen.


    Für Entoloma habe ich den Band der hiesigen Funga, was allerdings nicht wirklich weiterhilft. Gerade bei den Leptonia gibt es keine Art mit mehr als 5 Funden und die fast alle im Park des botanischen Instituts (wo auch die wenigen hauptamtlichen Mykologen sitzen) und keinen Verweis auf Kalkflachmoore als Biotop, nirgends. Diese Art war da häufig, an 200 Stück bin ich bestimmt vorbei (eigentlich habe ich ja nach Bovista paludosa gesucht, die es hier geben soll - was wohl auch biotopmäßig eindeutig wäre, wenn Bovist im Kalkflachmoor, dann → B. paludosa).


    Von den Täublingen lasse ich ja eigentlich die Finger, da gab es ziemlich viel verschiedene. Aber diese Art war außergewöhnlich groß, so bis 15 cm.


    LG, Bernd

    Hallo beli, ich habe aber auch jede Menge Erlenbrüche (Grau- und Schwarz-, die Grünerle gibt es hier nicht) in der Nähe, dafür müsste G. lividus eigentlich viel häufiger zu finden sein. Vor ein paar Tagen hatte ich ein Einzelexemplar etwas älter, das war es bisher. Wenn man im Spätsommer oder frühen Herbst gezielt danach sucht, müsste man aber eigentlich immer fündig werden.


    An Ramaria glaube ich nicht, da wären die Äste und Zweige alle mehr oder weniger parallel. Hier geht es aber fast wie bei Flechten relativ weit auseinander und alles ziemlich schlank. Den Geruch zu prüfen, der Gedanke kam mir leider nicht, da werde ich wohl dieser Tage noch mal los müssen und einen Beleg einsammeln. Ich war eben nur auf die Schnelle unterwegs ohne Taschen und Beutel, nix für Beleg einpacken. (Der erwähnte Beleg Schlämmkreide landete auch nur in der Hosentasche, aber Kreidebrocken können das ab.) Auf einigen wenigen Bildern von Pterula, die man im Netz findet, gibt es auch diese bei mir auf einem Bild gut erkennbaren bräunlichen Spitzen (die auch für Ramaria untypisch wären)


    LG, Bernd

    Hallo und willkommen,

    also zu den mikroskopischen Eigenschaften kann ich nichts sagen, aber ansonsten würde ich den schon als G. cyanescens ansprechen (weil ich ja auch G. lacteus nicht kenne und bisher auch nicht wusste, dass es den geben soll, "lacteus" hätte was mit Milch zu tun, was?). Meine Funde waren immer auf moränen Hügeln, was man Esker zu nennen pflegt, bei Kiefer, Fichte und Birke - habe mir da nie einen Kopf gemacht, wer davon Symbiont ist. Mir hat immer das Blauen ("cyanescens" kornblumenblauend) gereicht.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, nachdem nun die meisten Äcker gemäht sind, ist wieder der direkte Weg möglich und ich war mal kurz im Moor, insgesamt vielleicht 2 Stunden. Nicht übermäßig viele Pilze, aber deutlich mehr als ich in der Lage bin zu fotografieren. Also nur ein Auszug.


    1) Ein korallenförmiger, Polster bildender Pilz im Randwald (Birken, Erlen, Fichten, Faulbaum), der mich aber auch an Thelephora erinnert. Keine Ahnung, Beleg habe ich nicht mitgenommen, wäre aber sicher wiederzufinden.

    2) Gyrodon lividus bei Erlen und Birken, so über 100 qm über 50 Stück

    3) im Kalkflachmoor, ein Rübling? So ziemlich der einzige Pilz im Flachmoor, da hätte ich mehr erwartet.

    4) ebenda, Parnassia palustris

    5) ebenda, Succisa pratense

    6) auf einer Insel im Moor bei Fichte, Birke, ein sehr wuchtiger Täubling, ohne Geschmack, Geruch sehr spezifisch, wie irgendwas vom Baumarkt, nur was?


    7) Perlpilz

    8) irgendein Röhrling der von Schimmel, Hypomyces o.ä. befallen ist. wie ich finde sehr charakteristische Form mit dem übermäßig betonten Stiel - falls das nicht vom Befall herrührt. In mehreren Exemplaren.

    9) irgendein Pilz Modell Schlämmkreide, keine Ahnung, davon habe ich einen Beleg mitgenommen

    10) ein resupinater Porling

    11) dunkelbraun sporender Lamellenpilz, keine Ahnung

    12) Totentrompete, der war neu für mich

    uvam.

    LG, Bernd

    Hallo,

    die Tympanis sind immer noch (makroskopisch) unverändert vorhanden. ein Bild von heute. Jetzt vermutlich reif ...

    Luis Quijada hatte nicht geantwortet.


    LG, Bernd

    Hallo,

    da dieser Fund ja direkt neben dem Hof ist, auf der Pferdeweide, prüfe ich natürlich wann und ob es wieder losgeht mit dem Wachstum.

    Heute ist es soweit

    am größeren Batzen bewegt sich aber noch nichts

    also das ist wirklich ein mickriges Bäumchen - die Suchstrategie, nach alten und sehr alten Bäumen zu suchen, hätte hier gar nichts gebracht.

    LG, Bernd

    Hallo,


    während die unbefallenen Pilze des Hexenrings 1) verschwunden sind, ist der befallene immer noch vorhanden und sieht jetzt so aus.

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    heut noch mal die stelle näher in Augenschein genommen. Auf dem letzten Bild des vorigen Posts sind zwei Fruchtkörper eng nebeneinander zu sehen. Das ist ein verzweigter Fruchtkörper, nach etwas "Buddeln".

    An dem größten der Sammlung machen sich irgendwelche Springschwänze zu schaffen.

    Und dann habe ich noch ein abgebrochenes Stück gefunden und frage mich, ob der solange vom vorigen Jahr überlebt haben könnte? Das Stück kommt jedenfalls mit in die Sendung.

    Auf pilze-deutschland hat X. bulbosa genau einen Datensatz. Östlich davon nix in Polen oder im Baltikum, erst wieder in Weißrussland ( Грибное царство Беларуси - Xylaria bulbosa ).


    LG, Bernd

    Hi, würde ich auch als tuberaster bezeichnen. Wenn der aber auf Holz wächst, ist kein Sklerotium zu erwarten, es sei denn irgendwo tief im morschen Holz. Wobei ich die hier acuh an dünnen Zweigen finde, wo selbst ein kleines Sklerotium nicht hineinpassen würde. Mir geht es da wie Schupfnudel - noch kein Sklerotium gefunden.


    Pilzmännchen wäre jetzt auch mit dem frischen Pilz zufrieden. Auf mein Angebot, Holzstücke mit mumifizierten Pilzen zu versenden, erfolgte keine Reaktion.

    LG, Bernd

    Hallo, klasse Funde. Und eine Erinnerung, dass es ein guter Zeitpunkt wäre, die einschlägigen Feuerstellen der Angler zu besichtigen.


    Was ist denn das für eine Trift mit Torfmoos? Gerade so feuchte Stellen, wo Toorfmoos wachsen kann, verbuschen doch normalerweise sehr schnell, sobald aus der Trift eine ehemalige Trift wird.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    von den Unmengen an Pilzen, die es derzeit gibt, möchte ich noch diesen einen Lamellenpilz anfragen, 5-7 cm Durchmesser. Das Substrat ist tote Schwarzerle, die schräg steht mit einem Teil der Wurzeln aus dem Boden gerissen. Also Wurzelholz, deswegen die untypische Rindenzeichnung.

    Leider nur diese 5 Pilze im fortgeschrittenen Alter. Der Hutrand ist gezackt/rissig oder wie man das nennt, der Hut mit Spuren von Schuppen. Lamellen angewachsen, nur leicht eingebuchtet; grau. Stiel weiß ohne Ring und Schuppen, hohl. Geruch nicht stark aber unangenehm. Geschmack mehlig, mürb.

    Erinntert mich etwas an den Psathyrella (cf. populina), den ich neulich angefragt hatte, nur mit wesentlich schwächerer Hutschuppung.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, von dem Rundgang auch noch ein paar Schleimpilze, wobei die ersten 4 zusammen an einem Stück Kiefer waren.


    1) grell orange, lachsfarben, alt dunkelgrau, vermutlich Tubifera ferruginosa (vermutlich ein Erstfund, also jedenfalls bewusst)

    2) Ceratiomyxa fruticulosa, immer wieder hüsch anzusehen

    3) Lycogala epidendrum

    4) hier muss ich passen und auf Ullas Hilfe warten

    5) Interessante Kombination, die Sporenkapsel von Geastrum fimbriatum mit Befall eines Schleimis

    LG, Bernd

    Hallo Matthias, aha, der sieht schon ziemlich ähnlich, und scheint sich wohl aus der Bildersammlung auch anzudeuten, dass die Gelbfärbung erst mit dem Altern kommt. Wenn es zu erkennbaren Veränderungen kommt, stelle ich hier jedenfalls neue Bilder ein.


    Gruß, Bernd

    Hallo allerseits, bei einer kurzen Tour traf ich insgesamt 4 verschiedene Helvellas an, die ich hier zeigen möchte. Mir ist schon klar, dass es da einige heikle Taxa gibt, die selbst mit Mikroskop schwierig wären.


    1) eine lichtere Stelle zwischen auf Brache von selbst gekommenen Kiefern (~25 Jahre), Sand/Kies zusammen mit Thelephora caryophyllea. Könnte vielleicht Helvella albella oder doch nur elastica sein.

    2) ähnliches Biotop, aber weniger licht. Ziemlich wuchtiges Exemplar, Einzelstück, aber wohl ziemlich sicher Helvella sulcata


    3) in einem Kiefernwald der vor etwa 60 auf landwirtschaftlicher Fläche gepflanzt wurde, relativ wenig durchforstet. Samtiger ungefurchter Stiel und schiffchenförmiger, samtiger Becher. Irgendwas aus der Gruppe um H. macropus/villosa/cupuliformis

    4) und zum Schluß noch die Herbstlorchel, H. crispa bei Haselsträuchern


    LG, Bernd

    Hallo, zwischen den Brennholzscheiten habe ich beim Einräumen derselben in den SChuppen diesen toten, befallenen (keine Ahnung in welcher Reihenfolge) gefunden, so auf mind. halber Meter Höhe.

    Beleg liegt, falls Interesse, noch auf'm Schreibtisch.

    LG, Bernd

    Hallo Rudi, den hatte ich mir auch angeschaut. Einfach weil der Name so schön passend klingt (bulbosa = knollig), allerdings soll der innen eher gelblich sein, das würde ich hier nicht meinen, der ist schon ziemlich weiß. Wobei das natürlich auch altersbedingt sein kann, und in vielen Fällen ist ja gar nicht klar, auf wie vielen Datensätzen (eigene und aus der Literatur, ggf. aus früheren Schlüsseln) solche Schlüssel denn aufgebaut sind und inwieweit damit alle Entwicklungsstadien abgedeckt sind. Ich werde die beiden übrigen sicher im Auge behalten und später noch mal einen Schnitt machen, vielleicht kommt die Färbung ja noch.


    LG, Bernd

    Hallo Harald, jetzt ist es klar, dass es keine longipes ist, aber auf den ersten Bildern der jungen Pilze konnte ich das nicht ausschließen, denn einige Laubbäume, Salweiden, Eberesche, stehen da schon in der Nähe und es hätte ja ein Zweig, Ast, Wurzel unter der Streu vom Ameisenhaufen verborgen sein können. Zumal ich auch keine Kenntnis hatte, wie viele Arten es aus der Gattung noch gibt.


    Da Matthias ( Mreul(✝) ) ja schon Interesse an der anderen Xylaria bekundet hat, vermute ich, dass er die hier auch mit nimmt - für 2 Arten lohnt sich das Einarbeiten in die Materie schon eher.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, nachdem ich kürzlich erst diese unbekannte Xylaria auf der Wiese hatte ( Keule/Koralle/Grashalm mit Befall? ), die nach der von Nobi verlinkten Literatur zu nichts zu passen scheint, habe ich natürlich weitergesucht. Auf der Wiese wurde ich nicht fündig.


    Allerdings hab ich seit Juni am Waldrand, an einem alten Ameisenhaufen (dem mit Geastrum striatum) eine weitere Xylaria, die ich bei Erstsichtung als vermutlich longipes abgetan habe. Nunmehr mit etwas mehr Literatur ausgestattet, habe ich mir die heute erneut angeschaut und eine (hier gibt es vorteilhafter Weise 3 Fruchtkörper) ausgebuddelt. Knollig ohne erkennbares Substrat. Daher folge dem Schlüssel zu "Species occurring on wood, including bamboo and coniferous litter" → Key A wo dann ob der Form nur X. arbuscula bliebe, mäßig passend. Das wäre nach pilze-deutschland ziemlich selten, falls es die denn ist.


    Bilder vom 10.6.



    Bilder vom 29.6.



    Bilder vom 13.8. (heute)

    LG, Bernd