Beiträge von kruenta

    Hallo Felli, das sieht schon aus wie D. maculata, dann käme aber auch noch D. fuchsii in Frage, die sowohl von Blattform, Fleckung und Blütenform sehr variabel daherkommt. Bei beiden gibt es immer wieder mal Albinos.


    LG, Bernd

    Hallo, danke Euch

    1) Delicatula integrella sieht deutlich passender aus, der soll sogar häufig sein.


    den L. umbellifera hatte ich aber vor Jahren auch schon im Moor, also, falls er es denn war

    2) Bei den Helvellas habe ich mal geschaut, so richtig mag nichts passen, aus der heimischen Literatur kämen eventuell macropus (den hatte ich aber schon in deutlich größer und grauer), chinensis, cupuliformis in Frage - teilweise mit homöopathischen Funddaten. Dann kämen fibrosa, villosa und dgl. in Frage. Das Gerät ist eingetrocknet, und nun noch etwas kleiner: 4 mm Hutdurchmesser, 10 mm hoch.


    LG, Bernd

    Moin, war heute mal kurz 10 km durchs Moor, nicht vordergründig wegen Pilzen, von denen es eh nicht viele gab. In einem Bruchwald zwischen Biberstausee und Hochmoor habe ich auf den Baum"inseln" zwei kleine Pilze gefunden. Wobei das Fotografieren durch diverse entomologische Entitäten erheblich erschwert wurde :D

    0) Biotop

    der Biberstausee war mal ein Graben

    IMGP8171.JPG


    1) das ist wohl Lichenomphalina umbellifera

    2) ein Einzelstück, irgendeine Helvella, die entweder so klein ist oder erst noch wachsen will, hat jemand eine Idee welche Helvella sich in solche Biotope verirrt?

    LG, Bernd

    Hallo, was ich hier in diesem Kalkflachmoor auch noch suche, ist Bovista paludosa. Der wurde hier 2012 oder 2013 gefunden, bei einer Exkursion, die ich selber geführt habe, allerdings ist mir der Pilz dabei entgangen, zum einen weil ich zu dem Zeitpunkt noch kaum mit Pilzen befasst war und dann wohl auch, weil die Mykologin das wohl erst in ihrem Institut festgestellt hat, was sie da Schnuckliges gefunden hat.

    Die Seite aus der aktuellen Roten Liste (2021)

    LG, Bernd

    Hallo, oh, da sehe ich ja wieder eine Einigkeit :D Also bei 1) das sind 3 verschiedene Pilze von verschiedenen Stellen, die Bilder jeweils durch Leerzeile getrennt. Beim dritten, der im Schwingrasen steckt, den habe ich nicht von unten angeschaut, das wäre knietief gewesen, wobei, nass war ich ohnehin ...

    Von 2) (Geruch eher angenehm) und 5) habe ich Belege mitgenommen. Kann natürlich auch nur A. serialis sein.


    LG, Bernd

    Moin, von der gestrigen Tour habe ich noch ein paar andere Bilder und auch zwei Belege mitgenommen.


    1) zunächst wäre da der Porling, den ich gestern als Maiporling gezeigt habe, nachdem aber hier (Stielporling) gegen einen ähnlichen Pilz Einspruch erhoben wurde, bin ich etwas verunsichert. In jedem Fall interessanter Wuchsort inmitten von Torfmoos. An drei verschiedenen Stellen, 1* Weide, 2* Birke


    2) Wachkruste an einem Stubben, der einst Eiche gewesen sein sollte. Vollständig ohne Plan.

    3) An dieser Eiche hatte ich vor 10 Jahren beim Tagfaltermonitoring en passant einen farbenfreudigen Pilz, der sich später als Hapalopilus croceus herausstellen sollte, fotografiert. Nun war ich schauen, ob man vielleicht schon junge sieht. Leider (noch) nicht. Aber an fast der gleichen Stelle hängen Reste, die womöglich die vorjährigen Frk. darstellen.

    von 2011:

    4) Vermutlich Antrodia serialis an Fichte

    5) auch an Fichte, evtl. leichte Option Richtung Antrodiella citrinella, im Vergleich zu

    Baumpilze auf Reisen Teil 2

    Der Stamm ist von allein umgefallen. Gesägt wurde, weil da vor vielleicht 5-6 Jahren Wald gelichtet wurde und der auf den "Weg" gefallen war. Jedenfalls auch mit Fomitopsis pinicola. Angenehmer Geruch, allerdings nicht nach Zitrone.


    LG, Bernd

    Hallo Andreas, gerade das Karlszepter ist hier auch selten (geworden), die neue rote Liste kennt nur noch aktuelle, nach 2007, Belege aus 3 MTB. Davon ist diese hier die mit Abstand größte Population. Wenn es blüht werde ich auch Bilder zeigen. Dann müssten da in den nächsten Tagen noch Ophrys insectifera und Liparis loeselii, Malaxis monophyllos blühen - die letzeren beiden sind aber ohne Blüten oder Fruchtstände kaum zu finden und auch nicht jedes Jahr anzutreffen.


    LG, Bernd

    Moin, heute war ich im großen Kalkflachmoor im benachbarten NSG Pravirsulis schauen, was denn so die Orchideen - die im Forum ja auch ziemlich populär sind - machen. Eine Zeit lang habe ich hier auch Tagfalter gezählt, bis das nationale Tagfaltermonitoring nur noch aus mir bestand ... Da ich das libellen- und schmetterlingstaugliche 300 mm Telemakro durch ein 60 mm Macro ersetzt habe, ist dazu aber mit Bildern nicht mehr viel, zahlreich waren jedenfalls biotoptypische Arten wie Coenonymphe hero, Euphrydryas aurinia und Melitaea diamina.


    1) Pinguicula vulgaris, Fettkraut

    2) Pedicularis palustris

    3) Pedicularis sceptrum-carolineum, Karlszepter

    4) Moosbeere in Blüte

    5) Dactylorhiza ochroleuca

    6) Dactylorhiza incarnata

    7) und in weiß, D. incarnata f. alba

    8) Dactylorhiza cruenta

    9) Dactylorhiza baltica (D. majalis ssp. baltica nach Eccarius)

    10) Dactylorhiza traunsteineri

    11) Potentilla palustris

    12) Salix rosmarinifolia, eine Zwergweide

    mit Pilzen sah es dünn aus

    13) Polyporus ciliatus

    14) nicht gesucht aber trotzdem gefunden, sehr grelle Angelegenheit: Exobasidium karstenii

    LG, Bernd

    Hallo Karl, vielen Dank für die Bestätigung. Ich war gerade noch mal dort und habe an einer anderen Stelle auch noch einen etwas größeren gefunden.

    die die drei von vorgestern sind deutlich geschrumpelt, dabei aber oranger geworden, das hätte ich nicht erwartet.

    und gleich daneben sind noch drei unscheinbarere, leider war nun der Akku alle

    Liebe Grüße, Bernd

    Moin, weil er so fotogen dasaß, habe ich ihm einige Bilder gewidmet, das hier ist wohl ganz schick geworden: Melolontha melolontham der Feldmaikäfer im Wald.

    LG, Bernd

    Hallo allerseits, erst mal vielen Dank für Eure Versuche dem fraglichen Pilz zu einer Identität zu verhelfen. Heute habe ich noch mindestens weitere 4 Hexenringe ähnlicher Größe und dichter Bestückung weggemäht, teils müffelt der schon ziemlich stark, sodass man das sogar deutlich im Trecker riecht (bei offenem Fenster). Sollte der Mairitterling nicht eine eher angenehme Duftnote haben?

    Dicht und hoch ist das Gras an den fraglichen Stellen, offensichtlich befördert der Hexenring das Wachstum der Gräser.

    Und jetzt ist Sauna ...

    LG, Bernd

    Moin allerseits, der Sporenabdruck bringt ein solides Weiß zu Tage. Da ich mit dem Mähen noch nicht fertig bin, findet sich ja heute vielleicht noch ein anderer Ring der Art mit jüngeren Exemplaren. Mein erster Gedanke ging auch in Richtung Ritterlinge, und da hatte ich mir den Mairitterling angeschaut, aber alles was von dem im Forum letztens gezeigt wurde, hatte dicke, knubbelige Stiele, und das passte hier gar nicht.


    LG, Bernd

    Hallo Werner, ich hab einen halben Hut zum Aussporen abgelegt. Denn so ganz sicher, dass das Sporen sind, war ich mir nicht. Hoffentlich kann ich morgen dazu was nachreichen.

    LG, Bernd

    Hallo, nach einem Bad, bleibt die Huthaut fest, sie wird etwas glänzend, ledrig, aber kein bisschen schleimig. Das Fleisch wird aber deutlich dunkel. Ach ja, die Huthaut lässt sich ganz gut abziehen, das hatte ich vorm Bad probiert, ist auch auf dem Foto zu sehen.

    LG, Bernd

    Hallo Wolfgang, schon klar, aber ein Mikroskop hab ich nicht und die Pilzsammlung liegt jetzt mit im Gras um Heu zu werden. Der gezeigte Pilz war noch einer der ansehnlichsten. Junge habe ich nicht gesehen, kleinere schon. Viele aber verschrumpelt. Der Hexenring war etwas eiförmig, so 3*6 m groß vielleicht. die Pilze standen teilweise dicht an dicht, einander überlappend im Zehnerpack. Bäume sind 150 m im Umkreis nicht vorhanden. Ich nehme prinzipiell kein Fotogerät mit zum Treckern - da kommt man sonst zu nichts, allein schon der Schreiadler, der mir gern Gesellschaft leistet, auch heute wieder, würde dann erheblich ablenken. Wenn ich jetzt weiß, dass es dort einen unbekannten Pilz gibt, kann ich den im Auge behalten, notfalls im nächsten Frühling. Das Gras ist dort farblich deutlich abgesetzt, sodass der Hexenring auch ohne Pilze zu sehen sein müsste.


    Danke und Gruß, Bernd

    Hallo, vorhin war ich dabei ein paar Bilder von dem neulich gezeigten Pilz, vrmutlich ein Weichritterling, zu machen, als mir ein anderer Pilz ins sprang - keine Sorge, die Brille ist noch ganz :D

    Jetzt, wo ich mir die am Bildschirm so ansehe, kommen mir die irgendwie vor, als hätte ich die kürzlich erst gesehen. Und siehe da, im April d.J. gab es den Erstfund von Plectania melastoma in Lettland, und der wurde in der lettischen Pilzgruppe auf FB gezeigt. Wenn man davon ausgeht, dass meine etwas älter sind, dann sind die Farben natürlich nicht mehr so grell. Alle 3 auf einem Stöckchen, das wohl Hasel oder Eberesche sein müsste.

    Was meint Ihr, ist der das, kann der das sein? Wäre vermutlich auch ein Erstfund für Litauen.

    LG, Bernd

    Moin, heute habe ich auch noch die Zwischenformen mit mittelgroßen Poren gefunden, sodass ich einverstanden bin, die Porengröße als variabel von den Wuchsbedingungen o.ä. anzusehen. Damit wird die ganze Geschichte als tuberaster abgelegt. Vielleicht wäre es nützlich, das Artporträt entsprechend zu ergänzen, sowohl was die Größe der Hüte, die Stielgestaltung als auch die Porengröße angeht. So ziemlich mit allem liege ich hier ja außerhalb der dort genannten Werte.


    LG, Bernd

    Hallo, ich hatte gehofft, dass Wuchsort, Zeit und die Wuchsweise in Hexenringen vielleicht die Auswahl deutlich einschränken könnten. Denn das ist derzeit der einzige Pilz auf mehreren ha Wiese. Bäume gibt es da nicht, soweit Entoloma sinuatum (und die anderen aus dem Cluster) sonst passt, finde ich in der Literatur den als Wald- oder wenigstens Parkpilz, wo es Symbiosepartner gibt. Das ist aber immerhin erstmal ein Ausgangspunkt, danke für den Vorschlag beli,

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    ... habe ich den hier gefunden, oberseits beigefarbener Lamellenpilz in dicht bestandenen Hexenringen. 4-9 cm Hutgröße. Der hier ist 8 cm. Standort mäßig fette, seit mind. 30 Jahren bestehende ungedüngte Wiese. Geruch unangenehm, ranzig. Kein Plan was die Identität angeht.

    Danke für's Anschauen und für Vorschläge,

    LG, Bernd

    Hallo,

    danke für Eure Vorschläge, auch der von beli ist sehr spannend. Ergänzend wäre, dass der Pilz relativ gummiartig ist, nix zum Essen. Geschmacklich aber unauffällig pilzig. Der Haselstamm hat noch Blätter, ist aber zu etwa 30% eingetrocknet, das Substrat könnte also auch Totholz sein. Die Huthaut ist seitlich wie umgekrempelt und lässt sich abziehen. Die Porenschicht ist bis 5 mm dick.


    Wenn es denn auch P. tuberaster wäre, gibt es da Hinweise, dass der in einem Bestand ökologisch so stark variiert, abhängig von Wuchsort (liegend/stehend), Wuchsform (zentral/seitlich), Substrat (finalmorsch und nass/frisches Totholz)?


    Also weitere Bilder:



    Dann war ich noch bei dem anderen Pilz, der nicht an auf dem Boden liegendem Substrat wächst. Siehe da, auch der hat riesige Poren. Ist überhaupt ein gewaltiger Schlappen geworden, 16 cm breit, der unter dem Eigengewicht abgefallen ist:

    So sah der am 23. Mai aus:

    Und vorjährige Fruchtkörper vom gleichen Stämmchen:

    Also vielleicht gar P. squamosus?


    LG, Bernd

    Hallo Frank, ja, das Verbreitungsgebiet scheint etwas außerhalb zu sein. Aber wirklich danach suchen tut ja auch keiner. Was ich gefunden habe, sind Vorkommen in Polen (Polyporus alveolaris (żagiew wielkopora)) weiter unten ist eine Karte, da sieht man einen Fund Nähe Gdansk, nicht viel südlicher als hier. Und weiter nach Osten ist der aus der Oblast Kaluga dokumentiert (Вячеслав Степанов: Грибы Калужской области - Трутовик ячеистый (Polyporus alveolaris)), auch etwas südlicher. Litauen ist das südlichste der drei baltischen Länder - deswegen sehe ich die Abwesenheit im nördlichsten, Estland, unkritisch. P. tuberaster habe ich hier relativ zahlreich und den auch extra zum Vergleich zu einem tuberaster getragen, den ich u.a. auch an Hasel gefunden habe. Allerdings, sind die Poren im direkten Vergleich, wie man am letzten Bild sieht, doch ganz anders ausgeprägt, und die hatten alle, soweit geprüft, einen zentral ansitzenden, relativ schlanken Stiel. Den habe ich meist an auf der Erde liegendem Holz (Hasel, Eberesche und Salweide) gefunden, einmal an einem noch in der Luft hängenden, aber toten Haselast. Wobei die tuberaster ganz schön groß sind, teils um die 10 cm. Der heutige Fund hingegen ist an einem senkrecht stehenden Haselstämmchen, das noch grünt. Wobei ich das morgen noch genauer dokumentieren kann.


    LG, Bernd