Beiträge von kruenta

    Hallo, als Ergänzung noch zwei Bilder von vorgestern von Pilz 1b

    bei Nummer 2 bin ich jetzt bei Comatriche typhoides (oder wie auch immer der aktuell gerade heißt), das oben neben der Klinge ist weiß und poroid, das innen im Stamm ist "geweihförmig"


    LG, Bernd

    Hallo,


    1) an Fichtenstubben habe ich derzeit an mehreren Stellen diesen gelben Schleimpilz, den ich als Ceratiomyxa fruticulosa var. poroides ansprechen würde. Teilweise am gleichen Stubben sogar mit der Normalvariante zusammen, die dann innen am morscheren Holz. Aber kann der denn auch gelb sein?

    etwas breitgeschmiert


    und hier der selbe, an einem anderen Stubben, der war vor 2 Tagen so grellgelb, eigentlich sogar noch greller

    2) an einem anderen Fichtenstubben, diese weißen gestielten Schleimis


    LG, Bernd

    Hallo, das wäre eine neue Art für die Region, die nächsten Funde irgendwo in Westpolen. Dass man neue Pilze für die Region findet bei Kleinzeug, oder was sonst gerade nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt, ja klar.


    Aber bei den großen essbaren Röhrenpilzen, zumal bei Arten, die auch schon länger beschrieben sind.

    Zumal ja hier auch nicht nur auf Mikroskop sondern auf Elmi verwiesen wird. Da ich aber gerade kein Elmi parat habe, um die Sporenmuster darzustellen ...


    Ist das denn normal, dass die Blaufärbung wieder verschwindet?


    ratlose Grüße,

    Bernd

    Hallo Jürgen, schön, noch eine Art in der Mixtur.

    Also neue Bilder von heute. Das halte ich für eine Mischkollektion, der rechts ist nach meinem Erachten ein ganz normales X. ch., mit schlankerem Stiel, hellerem Hut in jung, stärker und länger hütigem Hut (die Außenseite wie nach unten geknickt, wie auch immer der terminus technicus hierfür sein mag), der früher aufreißt. Wobei es sonst farblich zu den anderen beiden Pilzen der ursprunglichen Anfrage kaum Unterschiede gibt.

    Etwa 5 Minuten nach dem Anschnitt, Druckstellen auf den Poren sind dunkler, aber nicht blau


    2 Stunden und etwas Regen später - alle Blauverfärbungen wieder weg


    Mein Fazit: Rotfüßchen agg., essbar. Für cisalpinum eher nicht "stark bläuend", für pruinatus im Stiel zu schlank.


    LG, Bernd

    Hallo Andreas, den Beleg habe ich zum Trocknen ausgelegt, der ist jetzt schon geschrumpelt. Hättest Du (oder wer auch immer) einen Vorschlag, wer sich mit Xylarias beschäftigt und Interesse daran haben könnte? Vielleicht könnte es auch sinnvoll sein, den in ascofrance zu posten?

    Wenn meine Beobachtungen richtig sind und dem Schlüssel (C), den Nobi gepostet hat, folgend, kommt man nur zu 2 Arten namens X. filiformis.


    LG, Bernd

    Hallo Pablo, Mischkollektion eher nicht. Die reißen meistens auf, wenn sie älter werden. Die Hüte sind ganz jung fast schwarz, werden dann graubraun und wenn sie fast eben werden, reißen sie auf. Sollte pruinatus das eher nicht tun?


    LG, Bernd

    Hallo,

    während ich so mit der Ausgrabung der vermutlichen Xylaria beschäftigt war, sah ich zwischen dem Sandreitgras etwas Orangenes. Mangels geeigneter Bäume schloss ich messerscharf aus, dass es ein Apfel ist, und siehe da ein Pilz. Orange mit grauen Lamellen, weißem Stiel und deutlichem Ring - ungewöhnliche Kombination. Nach einigem Suchen kam ich zu A. lutosus / comtulus (laut pilze-deutschland wären das Synonyme), die heimische Literatur kennt nur A. comtulus, und meint "nicht selten".

    Zudem entfleuchte ein markanter Kurzflügler namens Oxyporus rufus - auch das ein Erstfund.

    Für Bestätigung oder Korrektur Dank im Voraus.


    LG, Bernd

    Hallo, Grabungsarbeiten abgeschlossen. Gefunden eigentlich nichts. Es sieht so aus, als würde der von (vor)vorjährigem Gras (vermutlich Sandreitgras) aus wachsen, der Mist gab nur die Nährstoffe, also würde ich so interpretieren. Der Boden ist Sand, sehr mager. Bei der Dicke hatte ich übertrieben, der ist maximal 2,5 mm dick. Die Länge über alles rund 7 cm haut aber hin.

    im Substrat nur etwa 1 cm bis zu alten Grasfasern, ich kann nicht erkennen, dass da irgendwas abgebrochen wäre


    Ganz wenig angeschnitten mit einer neuen Klinge

    IMGP4017.JPG

    Die Beobachter wurden vorher mit einem Eimer Roggen ruhiggestellt.

    LG, Bernd

    Hallo Nobi, danke. Also das ist mitten auf der Weide. Das war bis 1990 Kolchos-Acker. Dann einige Jahre Brache. Seit 15 Jahren extensiv beweidet. Gelegentlich gemäht, meist im Herbst. An Bäumen stehen da nur einige Kiefern als Schattenspender. Die Hainbuchengrenze verläuft hier zwar in der Gegend, aber bis zum nächsten früchtetragenden Baum dürften es 10...15 km sein. Der nächste Jungbaum steht am anderen Ende des Dorfes in der Strauchschicht, m.E. nicht fruktifizierend. Weißdorn steht vielleicht 200 m entfernt. Aber außerhalb der Reichweite vom Pferd. Das Federvieh kann die Früchte natürlich schon durch die Gegend tragen. Keine Ahnung ob z.B. Eichelhäher Weißdornfrüchte vergraben.

    Dann werde ich zum Abend wohl mal zu Spaten und Pinsel greifen.


    LG, Bernd

    Hallo, danke erst mal für Eure Ideen. An Cordyceps hatte ich auch kurz gedacht, aber nur an die, die auf Trüffelzeug wachsen (vor Jahren hatte ich mal C. ophioglossoides und erst zu Hause bei der Bestimmung festgestellt, das da hätte gegraben werden müssen). Dass der an Mistkäfer/Kurzflügler oder irgendwas von den Zweiflüglern parasitieren könnte, ist ein plausible Idee.

    Den hier finde ich auf alle Fälle wieder. Aber vielleicht hat ja noch jemand eine konkretere Idee bevor es ans Buddeln geht.


    Gruß,

    Bernd

    Hallo, wieder auf der Weide, an/unter älterem Pferdemist habe ich dieses Objekt gefunden. Nur ein Einzelstück, deswegen bisher nicht angeschnitten oder ausgegraben. Wirkt zunächst, vor allem farblich, wie eine Xylaria, aber wenn ja welche? Das Ganze ist etwa 7 cm lang und an der dicksten Stelle so um die 4 mm dirck. Ziemlich ausgeprägt der Übergang von schwarzem Stiel, su grauem Hut. Ganz ausschließem möchte ich trotzdem nicht, dass es ein Halm von irgendetwas mit Pilzbefall ist - eher der Vollständigkeit halber, als dass ich das momentan glauben würde.

    Hat jemand eine Idee?

    LG, Bernd

    Hallo Thomas, korrekt, der Stielring ist verschiebbar, sorry, vergaß ich zu erwähnen. Mit Lepiota meinte ich natürlich sensu lato (so firm bin ich in der Gattungsbestimmung noch lange nicht). Wobei ich gerade über Macrolepiota puellaris / Leucoagaricus nympharum gestolpert bin. Der könnte passen und 2 und 3 wären die gleiche Art. Was ist das für gelbes Zeug? Guttationstropfen?


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    alles im Fichtenwald, wobei darunter kalkiger Boden ist Sand/Kies, gelegentlich etwas Lehm.


    1) ein relativ kleiner Pilz (2 cm Hutdurchmesser), nur ein Einzelstück, vermutlich Lepiota clypeolaria. Als ich den früh gefunden hatte, war der Stiel deutlich weißwollig, das ist jetzt verschwunden.




    2) mittelgroß, bis 7 cm Hutdurchmesser, kein Arbeitstitel, außerdem unschlüssig ob Nr. 3 die gleiche Art ist, im Hexenring. Knolliger Stiel, hohl.



    3) ähnlich wie 2, insbesonders auch Form des Rings, nur dass der Hut mittig dunkel ist und irgendwelche gelben Tropfen obendrauf hat, auch im Hexenring



    Danke für's Anschauen und für Vorschläge,

    LG, Bernd

    Hallo Norbert, der sieht passend aus, danke. Die heimische Literatur (von 1997) kennt den nicht, wobei der ja eigentlich früh beschrieben wurde - daran kann es also nicht liegen. In Lettland hat man den auch erst 2011 gefunden und meint, der sei (sehr) selten.


    Gruß, Bernd

    Moin moin,


    welches Rotfüßchen darf denn solche gelben Stiele haben? Das ist die Art, die ich kürzlich mit Goldschimmel gezeigt hatte ( 2x Hypomyces ).

    Keine Verfärbung beim Druck, weder auf den Poren noch sonst. Geruch normal, Geschmack wie man das erwartet, die jungen relativ fest. Alles andere ist wohl auf den Bilder zu sehen.



    LG, Bernd

    Moin,

    der Hochsommer ist derzeit frühherbstlichem Wetter gewichen, sodass selbst auf Wiese und Weide nun einiges zu finden ist. Überwiegend (ohne Miskroskop) nicht näher bestimmbar.

    1) auf dem Pferdeabort des letzten Winters


    2) ebenda


    3) etwas weiter, vermutlich die gleiche Art


    4) Kugelwerfer in jung


    5)Standortwechsel, ein aus Sand aufgeschütteter Ameisenhaufen; bei dem komme ich zu Hemimycena mairei, was wohl ziemlich selten ist bei 159 Eintragungen in pilze-in-deutschland - die Verwchslungsarten scheinen alle andere Substrate zu benötigen

    IMGP3442.JPG


    6) und die ersten, frischen Poronia punctata des Jahres, mit ganz viel anderem schwarzen Kleinkram und einem orangen Schleimi (?)


    LG, Bernd

    Hallo Rotfuchs,


    Welche Systematik?


    Klassifizierungen haben immer etwas Willkürliches. Es gibt verschiedene Konzepte, zum Beispiel kann man Pilze nach der Nutzung klassifizieren. Das dürfte das älteste Konzept sein. Ältere biologische Konzepte bauten schon sehr auf das Erscheinungsbild auf, also makroskopisch. Aktuell befinden wir uns im Umbruch von dominanten mikroskopischen Merkmalen (Ständerpilze / Schlauchpilze) für die Klassifizierung hin zu Sequenzierungen, zunächst kürzerer Abschnitte, verbunden mit der Idee, dass man damit evolutionsgeschichtlich engere Verwandschaften (spätere Trennung der Taxa) nachweist (was nicht nachgewiesen ist, sondern eher ein educated guess ist).


    Vermutlich wäre die Antwort: ganz wenig

    Steinpilz - Krempling - und dazu gehören dann auch noch Melagonaster, die Schleimtrüffel - wie man sieht, die Ähnlichkeit ist verblüffend:

    oder

    die Gattungen von kleinen Bechern Lachnellula (Asco) vs. Lachnella (Basidio)


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    1) der Wirt ist Infundibulicybe gibba, ein Pilz im Hexenring ist von klein auf deformiert. Vermutlich ein Hypomyces, nur welche davon geht auf I. gibba?

    2) einer der Rotfüßchen (bisher nicht aufgedröselt), damit sollte es sich um Hypomyces chrysospermus handeln.

    LG, Bernd

    Ich hab mal weiter östlich gesucht. Hier

    Андрей (Удмуртия) просит определить что за гриб


    gibt es eine Anfrage, die durchaus ähnlich erscheint (auch von der Beschreibung her) wo man zu Psathyrella populina gekommen ist. Das scheint ja was noch selteneres zu sein. Wird in der hiesigen Literatur mit einem Fund von Populus balsamifera genannt. Wobei diese Literatur (sicher abgeschrieben von anderen Quellen) sich beim Substrat nicht auf Pappeln beschränkt.


    LG, Bernd

    Hallo, also eher keiner von beiden. Müsste man schauen, was es da östlich, nördlich noch an Arten gibt. Wiederfinden würde ich den schon, bräuchte aber 2 bis 3 Stunden (all inklusive). Und da ich selbst keine Möglichkeit zum Mikroskopieren habe und auch die wenigen hiesigen Mykologen eh zu nichts kommen und wenn, dann sowieso der Gattung Psathyrella aus dem Weg gehen, wäre der Nutzen wohl auch sehr gering.

    Es sei denn Ihr kennt jemanden, der die Gattung gerade bearbeitet und gesteigerten Wert auf diese Belege läge.


    Belassen wir es also bei Ps. maculata agg.

    Vielen Dank und beste Grüße, Bernd